Rezension: »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

Blutföhre Monika Pfundmeier

»Blutföhre«
von Monika Pfundmeier

Self Publishing, April 2017
ISBN-13: 978-3-7448-0294-9
468 Seiten
Preis: 6,99€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Im Schloss in Friedberg überdauert ein 800 Jahre alter Baum die Zeit: Die Blutföhre. Sie wächst, wenn großes Unrecht sich ereignet – wie einst im Jahre 1268.

Zu dieser Zeit schlägt ein Raubritter seinen blutigen Pfad durch die Gebiete rund um Friedberg. Er hat es auf den edlen Grafen Ulrich abgesehen, dessen Hochzeit mit der schönen und widerspenstigen Agnes bevorsteht.
Ulrich fürchtet um die Sicherheit seiner Braut. Er bittet seinen Lehnsherrn Ludwig von Wittelsbach um weitere Unterstützung gegen den Raubritter. Eine Meinungsverschiedenheit dazu endet im Streit. Ulrich sieht sich mit einem Mal einem unerwarteten Gegner gegenüber, und die Zeit verrinnt zwischen seinen Fingern.
Der Raubritter kreuzt den Weg seiner Braut, kurz darauf geschieht ein Mord. Ulrich bleibt nur eine Möglichkeit – und nur eine Hoffnung die Kette folgenschwerer Ereignisse zu durchbrechen.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Monika Pfundmeier hat einen außergewöhnlichen Sprachstil. Melodisch und angelehnt an das „altdeutsch“ des 13. Jahrhunderts ist der Sprachstil von Monika Pfundmeier Fluch und Segen zugleich. Der Leser muss sich hier erst auf die ungewohnte Wortwahl – hier schauderte das Mädchen nicht im Wind, er „machte sie schaudern“ – gewöhnen, wer aber ein Herz für Geschichte hat und vielleicht schon das eine oder andere Mal mit historischen Texten aus dem Mittelalter zu tun hatte, dem geht das Herz auf. Denn der Schreibstil der Autorin lässt ihre Geschichte authentisch Wirken. Obwohl ich früher oft historische Texte in der Hand hatte, musste auch ich mich erstmal an diese Besonderheit gewöhnen und auch Begriffe nachschlagen. Als ich erstmal gut in die Geschichte gekommen bin, lernte ich den Schreibstil der Autorin wirklich schätzen, er unterstützt die Atmosphäre von »Blutföhre«. Der Schreibstil macht »Blutföhre« zu einer Besonderheit in meiner Sammlung historischer Romane.

Neben dem Schreibstil sind der Autorin auch die Charaktere und der Spannungslevel gelungenen. Gut gewählte Übergänge, Intrigen, Morde, die stete Zunahme der Spannung und die Liebe sorgen nach der Gewöhnung an den Schreibstil für einen Sog durch das Buch.
Bei den Charakteren tut sich vor allem Agnes hervor. Eigenwillig, stark und überzeugend ist Agnes ein toller Charakter, der sich mit der Geschichte entwickelt und Tiefe zeigt.
Aber auch Ullrich ist ein spannender Charakter, dessen Schicksal zum Mitfiebern einlädt.

Begeistert hat mich neben den Charakteren, dem Schreibstil und dem Spannungslevel auch etwas, was ich bei historischen Romanen schätze: der Kern der Geschichte beruht auf wahren Fragmenten. So steht das Schloss Friedberg wirklich in Bayern und auch das Haus Wittelsbach hat es wirklich gegeben.

 

Monika Pfundmeier hat mit »Blutföhre« einen spannenden historischen Roman geschaffen, der überzeugt. Wer gerne einen Blick in die -fiktionale- Vergangenheit mit wahren Begebenheiten der deutschen Geschichte wirft, sollte einen zweiten Blick auf »Blutföhre« riskieren. Aber Achtung, das Debüt von Monika Pfundmeier ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte, um den ganzen Zauber genießen zu können.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

monika-pfundmeier

Monika Pfundmeier kommt beruflich aus dem Bereich der Unternehmensberatung und ist in diesem Bereich noch immer als freiberuflicher Consultant tätig. Außerdem ist sie als Bloggerin unterwegs und ihre Texte erscheinen auch in den Münchener Stadtmagazinen. »Blutföhre« ist das Debüt der Autorin und gleichzeitig Auftakt einer Reihe historischer Romane um das Haus Wittelsbach. Die Autorin ist ein bayrisches Septemberkind des Jahres 1979 und lebt seit 2013 in München.

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Weitere Meinungen zu »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

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Yvonnes Bücherecke 


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Von Monika Pfundmeier

 

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Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar

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Ein Gedanke zu „Rezension: »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

  1. Mikka Liest sagt:

    Huhu!

    Nicht schlecht – die Autorin hat es mit diesem Cover geschafft, dass es auf den ersten Blick aussieht wie ein Verlagsbuch aus einem der großen Publikumsverlage! Das Cover ist natürlich nicht das Wichtigste an einem Buch, aber oft kann man am Cover schon sehen, wenn ein Selfpublisher wirklich viel Arbeit in sein Buch gesteckt hat. 🙂

    Und das Buch klingt richtig gut, das muss ich mal auf die Wunschliste setzen. Die Sprache schreckt mich nicht ab – mir ist es immer lieber, eine Autorin bemüht sich um eine authentische Sprache, als dass Ritter klingen wie moderne Halbstarke… 🙂

    Ich habe deinen Beitrag für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt! HIER (mein Blogspot-Blog) und HIER (mein WordPress-Blog).

    LG,
    Mikka

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