Rezension: »Die Chroniken der Weitseher 01 – Die Gabe der Könige« von Robin Hobb

Die Gabe der Koenige von Robin Hobb

»Die Chroniken der Weitseher 01 – Die Gabe der Könige«
von Robin Hobb

Penhaligon Verlag, August 2017
ISBN-13: 978-3764531836
608 Seiten
Preis: 9,99€ eBook Ι 15€ Broschiert

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Inhalt

Fitz ist der Bastard von einem Prinzen und einem Bauernmädchen. Er ist sechs Jahre alt, als ihn sein Großvater vor den Toren der Burg des Königs abgibt. Dieser Tag ändert sein Leben.
Er steht im Dienste des Königs und versucht als Bastard des Thronfolgers seinen Platz am Hof und im Leben zu finden. Erst das Erwachen seiner Gabe zeigt Fitz einen Weg auf, der gepflastert ist mit Intrigen, Verzicht, Selbstaufgabe und Gefahr.  Fitz muss sich immer wieder entscheiden, ob er auf sein Gefühl oder den Befehl des Königs hört.

Fazit

Leser von Robin Hobb kennen dieses Buch vielleicht schon unter dem Titel »Die Legende vom Weitseher 01 – Der Adept des Assassinen« aus dem Bastei-Lübbe Verlag oder »Der Weitseher« aus dem Heyne Verlag. »Die Gabe der Könige« ist eine neue Auflage vom Auftakt der Fantasy Trilogie von Robin Hobb.

Robin Hobb hat einen ganz eigenen Schreibstil. Ausschweifend, detailliert und dennoch angenehm zu lesen füttert die Autorin ihre Leser langsam aber stetig mit Informationen der Geschichte. Sie lässt Fitz seine Geschichte niederschreiben und rekapitulieren, was er erlebt hat. Die Leser lernen den Protagonisten Fitz als alten Mann an seinem Lebensabend kennen, werden aber zügig an den Tag katapultiert, an den sich Fitz als ersten Tag bewusst erinnern kann.
Es ist kalt, es schneit und sein Großvater übergibt den sechsjährigen Fitz an den Hof des Königs bringt und den Jungen zurück lässt.

Weniger ist manchmal mehr

Den Spannungsbogen baut die Autorin stetig auf, unterbricht ihn aber leider immer wieder mit Szenen, die zwar schön zu lesen, aber nicht für die Geschichte unbedingt notwendig sind. Diese Längen haben dann doch trotz angenehmen Schreibstils meinen Lesefluss beeinflusst. Andererseits gab dadurch gute Stellen, um das Buch ohne schlechtes Gefühl mal aus der Hand zu legen. Eigentlich schade, denn die Idee und die Welt von Robin Hobb haben viel Potenzial und wurden mit viel Liebe zum Detail entwickelt. Auch der Aufbau der Handlung und die Erzählweise der Autorin sind Stärken von »Die Gabe der Könige«, die unter den Längen der Handlung leiden.

FITZ, der schwierige Charakter

Die Charaktere von Robin Hobb sind sehr interessant. Sie sind gut ausgearbeitet und besitzen Tiefe, aber gerade Fitz ist ein herausfordernder Charakter. Er ist nicht der typische junge Held der Geschichte, dem übel mitgespielt wird und der sich dennoch prächtig entwickelt. Vielmehr neigt er zu Selbstmitleid und stellt sich manchmal schon sehr naiv und hilflos an. Ich bevorzuge eigentliche starke Protagonisten, wodurch »Die Gabe der Könige« mit Fitz eine Herausforderung für mich war. Ich durch meine Vorliebe nicht ganz warm mit Fitz, kann Robin Hobb aber nicht absprechen Charaktere lebendig werden lassen zu können – man muss nur auch ein Herz für sie haben.

Kurz:  »Die Gabe der Könige« von Robin Hobb ist ein schöner Auftakt mit viel Potential und einigen Schwächen. Die Welt und Handlung versprechen eine aufregende Geschichte mit einem untypischen Protagonisten, die durch zu viele Längen ausgebremst wird. Wer sich an Längen und Details in einer Geschichte nicht stört, mittelalterliche Settings mag und ein Herz für untypische Protagonisten hat, sollte einen Blick auf die Weitseher-Reihe von Robin Hobb werfen.

Bewertung

3 von 5

 

Autorin

© Frank Hanewacker/Sedan Sieben

Robin Hobb wurde 1952 in Kalifornien geboren. Sie hat vier Kinder und lebt heute in Washington. Mit 18 heiratete Robin Hobb ihren Mann und veröffentlichte im selben Jahr ihre erste Kurzgeschichte. Mit „Die Gabe der Könige“ (1995) gelang der Autorin der internationale Durchbruch.

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Weitere Meinungen zu »Die Gabe der Könige« von Robin Hobb

 


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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