Blogtour „Eonvár – Zwischen den Welten“ von Kat Rupin

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»Eonvár – Zwischen den Welten« von Kat Rupin

Gestern ging es bei Romantic Bookfan um Elisa, die Protagonistin aus »Eonvár – Zwischen den Welten«. Heute geht es um zauberhafte Welt Eonvár.

 

Lina

Ich wollte schon immer wissen, wie Eonvár auf die Kinder der Erde wirkt. Wir sind mit den Wundern und Magie hier aufgewachsen und nehmen viel zu viel als gegen hin. Jetzt habe ich die Chance. Endlich. Schulleiterin Simone Bauldin wäre über diesen Verstoß gegen die Ethik sicher empört, aber ich kann dem Drang nicht widerstehen.
Neben mir liegt Elisa, die erst vor wenigen Wochen zu uns gekommen ist. Wir haben uns gleich gut verstanden und haben heute einen Mädelsabend gemacht. Vor einer Stunde ist sie eingeschlafen – kein Wunder, so wenig wie sie mit ihrem Leben in zwei Welten schläft.
Mit einem leicht schlechten Gewissen schließe ich meine Augen und konzentriere mich auf Elisas Gedanken. Im Schlaf sind sie ruhig, aber da mich ihre aktuellen Gedanken nicht kümmern, ist das nicht wichtig. Ich will eine Schicht tiefer, ich will einen Blick in ihre Erinnerung werfen.

Das erste Bild zeigt mir einen jungen Gabriel, der sich komisch verhält und dann geht. Elisa ist unsicher und wirft beim Überqueren einer Straße einen Blick zurück. Plötzlich gibt es einen Knall, Schmerz und alles wird schwarz.
Ich bin zu früh, soweit wollte ich nicht zurück. Vorsichtig taste ich mich durch den bunten Kosmos von Elisas Erinnerung. Als ich das nächste mal innehalte, sehe ich Elisa, wie sie jetzt aussieht. Nur sitzt sie in einem Stuhl mit großen Rädern. Sie trägt eine rote Bluse. Plötzlich wird es heiß auf der Brust und als Elisa hoch blickt, steht Gabriel neben ihr, einen fast leeren Becher Kaffee in der Hand.
Das muss ihr Wiedersehen sein, von dem Elisa mir erzählt hat. Ich bin also ganz nah dran! Vorsichtig taste ich mich weiter durch Elisas Erinnerung. Da ist er, einer der Momente, die ich gesucht habe!
Elisa steht vor dem Schulgebäude und bestaunt das Anwesen, das sie als viktorianisch bezeichnet. Sie rennt über die saftige Wiese und betritt das Gebäude. Sie bleibt stehen und ich spüre ihre Begeisertung. Sie betrachtet die Türklinken, die sich unter den Händen der Schüler bilden, wenn sie einen Raum betreten wollen. Die Gänge, die sich weiten und zusammenziehen, je nachdem, wie viele Schüler gerade Platz benötigen und sieht sie die Treppen. Mal kopfüber, aber immer in Bewegung bringen die Treppen ihre Nutzer immer an Ziel. Manche von ihnen gibt es ständig, andere bauen sich nur durch Händeklatschen vor den Schülern auf.
Faszination und ein leichter Kopfschmerz spülen in Elisas Wahrnehmung. Bereitwillig lässt sie sich von Gabriel, der hinter sie getreten war, auf eine Bank setzen. Ich fühle, wie verwirrt und aufgeregt Elisa ist. Und wie begeistert. Ich beschleunige die Erinnerung etwas – heute kann ich meine Fähigkeiten voll nutzen.
Als eine größere Aufregung bei Elisa merke, lasse ich ihre Erinnerung etwas langsamer werden – okay, vielleicht bin ich wirklich etwas zu neugierig. Mein schlechtes Gewissen verfliegt, als ich Elisas Faszination bemerke. Schulleiterin Bauldin, die Elisa gegenüber in ihrem Büro sitzt, erklärt gerade das Verhältnis von Erde und Eonvár.

eonvar blogtour

»Eonvár und die Welt sind Zwillingswelten. Sie sind so unterschiedlich wie Eiskristalle und bilden doch eine untrennbare Einheit. Eine magische und eine technische Welt. Das ist zumindest die einfache Erklärung.«
Simone Bauldin in »Eonvár – Zwischen den Welten« von Kat Rupin 

Okay, der Rest der Erklärung langweilt mich dann doch, das kenne ich schon aus dem Unterricht. Trotzdem ist es schön zu erleben, wie faszinierend unsere Welt sein kann!

Ich springe ein paar Erinnerungen weiter. Ich suche den Wald. Ein Ort, den Gabriel Elisa erst vor wenigen Tagen gezeigt hat. Da! Gefunden. Ich steige in die Erinnerung ein, als sich der Insektenschwarm, der Elisa und Gabriel eingehüllt hat, lichtet.
Das Staunen von Elisa und das Gefühl völliger Faszination und purer Freude sind wie eine Droge. Noch nie habe ich meine Heimat mit diesem Blick gesehen. Obwohl Bäume und Sträucher auf dem ersten Blick wohl denen auf der Erde ähneln, bemerkt Elisa dennoch die Wurzeln und Triebe, die sich zur Seite biegen, um ihr und Gabriel platz zu schaffen. Die beiden Menschen bleiben vor einer Eiche stehen, Gabriel murmelt etwas und der Efeu, der den Stamm bedeckt gleitet zur Seite und gibt einen Eingang frei. Elisas Staunen über die fluroszierenden Flechten ist wirklich erfrischend. Ich folge Gabriel und Elisa aus dem Tierkrankenhaus, als das sich die Eiche entpuppt zu einem See, in dem die Fische in allerlei Farben schimmern und die Tiefe einem Regenbogen gleicht. Als sich die Stimmung zwischen Elisa und Gabriel verändert, ziehe ich mich zurück. Elisa hat mir erzählt, was an diesem See passiert ist, aber dieser Teil der Erinnerung gehört dann doch nur ihr.

Ich suche lieber nach einer anderen Erinnerung. Elisa und Gabriel waren erst gestern in einer Stadt, die ich auch noch selber gesehen habe: Eraspolis, die größte Stadt Eonvárs.
Diesmal fühle ich nicht nur Elisas Staunen und Bewunderung, sondern auch meine eigene. Eraspolis ist mit den Villen, Parks, den vielen Geschäften, hohen Türmen und dem Gewimmel der Menschen auf der Straße wirklich ein Hingucker.  Zusammen mit Elisa bewundere ich die Auslagen der Geschäfte, an denen Gabriel und Elisa vorbeischlendern: Rechenmaschinen mit Runen, Gläser voller Sonnenschein, Sturm oder Regen und vieles mehr wecken immer wieder Elisas Neugier.

Als Elisa und Gabriel mit Einkäufen für ein Picknik auf einen Park zuschlendern, ziehe ich mich zurück. Meine Magie einzusetzen kostet Kraft und ich bin jetzt wirklich müde. Außerdem wird mein schlechtes Gewissen immer größer und ich muss überlegen, wie ich damit umgehen soll.
Seufzend lege ich mich auf den Rücken, kämpfe mit meinem Gewissen und bin doch glücklich, die Wunder meiner Welt durch die Augen eines Erdenmädchen entdeckt zu haben.

Morgen geht es bei Büchermomente mit einem Ausflug nach Eonvár weiter.

Gewinnspiel

Gewinne eonvar1. Preis: „Eonvár“-Taschenbuch mit Wunschsignatur, Poster + Häkelstern
2. Preis: 1 Wunschebook aus dem Verlagsprogramm
3. – 5. Preis: je 1 x eBook „Eonvár“

So geht’s:
Beantworte die Fragen unter den Blogtour-Biträgen und sammel so pro Tag ein Los für das Gewinnspiel.

Gewinnspielfrage:
Welche magische Fähigkeit hättest Du gerne?

Das Gewinnspiel läuft bis 26.2.18 um 23:59 Uhr.
Teilnahmebedingungen


Stationen der Blogtour

21.02. – Eonvár – ein ungewöhnliches Buch bei Denise von Books of Fantasy
22.02. – Elisa – eine besondere Protagonistin bei Desiree von Romantic Bookfan
23.02. – Die zauberhafte Welt von Eonvár bei Jasmin von Bücherleser
24.02. – Ein Ausflug nach Eonvár bei Sandy von Büchermomente
25.02. – Autorentalk mit Kat Rupin bei Anni von Anni-chans fantastic books

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7 Gedanken zu „Blogtour „Eonvár – Zwischen den Welten“ von Kat Rupin

  1. Melanie Kurt sagt:

    Hallo!hmm…. vielleicht die Fähigkeit in die Köpfe anderer rein schauen zu können, oder aber ein wenig an der uhr drehen zu können…. alles nette Vorstellungen 😂 lg😉

  2. Bücherfarben sagt:

    Hey Liebes <3

    oh welche magische Fähigkeit ich gerne hätte? Ich würde gerne die Jahreszeiten beherrschen können. Dann könnte ich den Winter kürzer machen und den Sommer ohne Regen herbeirufen. Oder zumindest nicht dauerregen haben lassen.

    Liebe Grüße,

    Benny

  3. Manuela Schäller sagt:

    Huhu,
    Danke für den schönen Beitrag.
    Da ich gerade Katzen sitte und manchmal gar nicht weiß was sie wollen wenn sie mich anmauntzen wäre es toll sie zu verstehen.
    Mit Tieren sprechen können wäre eine tolle Fähigkeit.
    LG Manu

  4. Christina P. sagt:

    Hallo und einen schönen guten Morgen,

    oha, dann ist Gabriel indirekt daran Schuld, dass Elisa im Rollstuhl sitzt?
    So ganz wohl ist mir ja nicht, wenn ich weiß, dass andere in meinem Kopf rumlesen können. Ich würd gern den Wind beherrschen, könnte damit Wände errichten gegen Regen und Geräusche oder zum Schutz vor wilden Tieren, könnte darauf aber auch wie auf einem Teppich durch die Gegend getragen werden.
    LG Christina P.

  5. Jenny Siebentaler sagt:

    Hallöchen 🙂
    ich würde gerne Portale zu fernen und magischen Orten in verschiedenen Zeiten erschaffen können damit ich dann reisen kann wie ich möchte! Auch sich unsichtbar machen können klingt verlockend. 🙂
    LG Jenny

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