Rezension: »AURA – Die Gabe« von Clara Benedict

Clara Benedict Aura Die Gabe»AURA – Die Gabe«
von Clara Benedict

Thienemann Verlag, März 2018
ISBN-13: 978-3-5222-0241-1
368 Seiten
Preis: 13,99€ eBook / 18,00€ Hardcover

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Inhalt

Kann man einen Menschen manipulieren und ihn zwingen, sich selbst zu töten?

Eben war ihr Leben noch ganz normal – Schule, Freundinnen, Shoppen und seit Jan an der Schule ist auch Jungs, bestimmen ihren Alltag. Als sich erst komische Zwischenfälle häufen und Jan sich dann plötzlich für sie interessiert muss Hannah sich Fragen, wer ihre wahren Freunde sind. Wem kann sie von ihrer Gabe und deren dunkle Seite erzählen? Wem kann Hannah wirklich vertrauen.

Fazit

Emoji-Rätsel: Wie hat mir »AURA-Die Gabe« von Clara Benedict gefallen?  😍😀👍❤️.

Ich bin wirklich gut in das Buch gekommen, Clara Benedict lässt Protagonistin Hannah ihre Geschichte als Ich-Erzählerin preisgeben. Dadurch ergibt sich gleich eine große Nähe zu Hannah, ihren Gefühlen und Gedanken, ihren Freundinnen und Hannahs Schwärmerei für Jan.
Gleichzeitig lernt der Leser durch die Erzählperspektive aber auch sehr gut Hannahs Schwächen kennen, die durchaus etwas anstrengend werden konnten. Hannah ist zum Beispiel recht naiv – Jan zeigte anfangs an ein sehr wankelmütiges, launisches Verhalten. Er lässt teils Verachtung, teils Wut und dann plötzlich doch Interesse an Hannah durchblicken. Und statt vorsichtig zu sein, offenbart Hannah ihm gleich ihre Gabe. Das war… nervig naiv. Wichtig für die Geschichte, aber nervig naiv. Nett ausgedrückt.
Gut gefallen hat mir Jan. Er war sehr undurchschaubar, hat widersprüchliche Signale gesendet, sein Verhalten nie erklärt und war am Ende zu stimmig und überzeugend, dass er seine Rolle perfekt erfüllt hat.

Der Schreibstil von Clara Benedict ist toll. Knapp, präzise und einfach, aber nicht karg. Dadurch ergibt sich ein gutes Lesetempo, das Clara Benedict mit einem fast perfekt gelungenen Spannungsaufbau unterstützt. In der Mitte hat mich die Autorin ganz kurz verloren, das war mir kurzzeitig zu viel Naivität von Hannah, die ihre Gabe erforscht und dabei ihre Moral dehnt. Ich habe aber schnell zurück zur Geschichte gefunden und dann den Rest weiter verschlungen. Und als dann das Ende kam… puh, da hat Clara Benedict einen wirklich guten Plot Twist ausgepackt, der beim Lesen schon  die ganze Zeit ganz sanft als Möglichkeit im Bewusstsein der Leser kratzt, aber eigentlich zu böse scheint, um wahr zu werden. Ich habe die ganze Zeit damit gerechnet, dass irgendwas schlimmes passieren wird, aber so schlimm dann auch wieder nicht. Das hat mich noch einmal wirklich überzeugt und mir gut gefallen.

»AURA-Die Gabe« von Clara Benedict hat es fast zu einem Jahreshighlight 2018 geschafft. Der Auftakt von AURA weist ein, zwei Schwächen auf, für die es Punktabzug gab, aber das Große und Ganze hat mich überzeugt, mir gut gefallen und mir spannende Lesestunden verschafft.
Wer gerne spannende Jugendromane liest und sich selber fragen möchte, wo die eigenen Moralvorstellungen anfangen und aufhören, sollte einen Blick auf »AURA-Die Gabe« von Clara Benedict werfen.

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Clara Benedict

Die Autorin über sich auf clara-benedict.de: „Kaffeesüchtiger Workaholic mit einem Faible für Metal, Bücher und Videospiele.“

Clara Benedict ist vielseitig. Geboren wurde die Autorin 1981 und lebt heute mit Mann, drei Kindern und drei Katzen an der deutschen Weinstrasse.
Sie unterrichtet Deutsch und Musik, spielt in einer Rockband und hat stets zu wenig Zeit für zu viele Hobbys und Projekte. Clara Benedict liest viel, spielt Videogames, geht Geocachen, ist Teil der örtlichen Schauspielgruppe, macht Pole-Fitness und und und… Die Autorin flucht übrigens wie ein Rohrspatz, besitzt sehr (sehr!) viele Chucks und nennt ihr Auto „Capricorn“.

Website · Facebook

 

 


Weitere Meinungen zu »AURA – Die Gabe« von Clara Benedict

World of Books and Dreams (o.A.)

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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