BLOGTOUR „Erellgorh – Geheime Pläne“ von Matthias Teut

Banner ErellgorhHerzlich Willkommen zu Beitrag eins von Tag 3 der Blogtour zu „Erellgorh – Geheime Pläne“ von Matthias Teut

Gestern ging es bei Charleens Traumbibliothek um die Protagonisten und bei Claudis Gedankenwelt um das wunderschöne Erellgorh. Heute geht es um die Prophezeiung.
Folgende kurze Fanfiction ist meine Version der Entstehung der Prophezeiung und ihrer Interpretation. Sie ist frei erfunden, lediglich die Prophezeiung selbst ist aus der Geschichte von Matthias Teut übernommen.

Die Prophezeiung

Irgendwo in Jukahbajahn, unbekanntes Zeitalter

Meine Umgebung ist ebenso dunkel wie mein Umhang und die Kapuze, die ich mir über den Kopf gezogen habe. Obwohl mein Gesicht in den Schatten liegt und damit, wie in der Einladung gefordert, verborgen ist, habe ich mir zusätzlich eine Maske aufgesetzt. „Absolute Anonymität zum Schutz aller Beteiligten“ hieß es in der magischen Nachricht, die vor genau sechs Mondzyklen zu der Stunde zwischen Tag und Nacht, in der keine Lebensform oder Gegenstand einen Schatten wirft, plötzlich in der Luft brannte und fast verging, bevor ich alles gelesen hatte.
Die Anweisungen waren kurz und knapp: Es galt die eigene Anonymität zu wahren und sich in sechs Mondzyklen, kurz um Mitternacht vor dem nächsten Elbenportal zu warten.  Einen Absender gab es nicht. Ein Grund wurde auch nicht genannt.
Es gibt in Jukahbajahn nur einen Magier, der mächtig genug war, solche Zauber zu wirken und die Portale in Erellgorh zu öffnen. Rihenrod-Thaath, der einzige Elb, der mit seinem kurzen Namen aus der Tradition seines Volkes fällt. Vielleicht ist er aber auch so alt, dass es die Tradition der langen Elbennamen damals einfach noch gar nicht gab. Niemand weiß, wie alt Freund Rihen ist. Er ist also auf jeden Fall so alt, dass niemand mehr um seine Herkunft und Vergangenheit weiß. Er war immer einfach da. Was mag der mächtigste Magier unserer Welt nur zu seiner kryptischen Botschaft bewogen haben?

Lichtbögen, die plötzlich das Portal vor mir umspielen, reißen mich aus meinen Überlegungen. Als sich ein Bild im Portal zeigt, bin ich verwirrt. Ich sehe nicht wie erwartet den Portalraum in Erellgorh, sondern einen anderen Ort. Ein Raum ohne Begrenzung, der sich in Dunkelheit verliert und dessen Boden von Nebelschwaden verdeckt ist, tut sich vor mir auf. In der fünf (?!) weitere Portale mit Gestalten in Umhängen und ins Gesicht gezogenen Kapuzen im Kreis um ein hüfthohes Becken angeordnet sind, aus dem stetig Nebel zu entweichen scheint.
Neben dem Becken steht eine weitere Gestalt in dunkler, bodenlanger Robe. Die Arme waren bis eben dramatisch ausgebreitet, sind jetzt aber verschränkt, die Hände in den weiten Ärmeln der Robe versteckt. Das wird Freund Rihen sein. Sicher bin ich mir aber nicht, denn auch sein Gesicht ist verdeckt. Langsam dreht sich die Gestalt -es muss Rihen sein, wer sonst?- im Kreis und blickt zu jedem der sechs Portale. Als er zuletzt in meine Richtung blickt, ist es, als würden sich seine Augen in meine bohren. Etwas kratzt an meiner Seele und ein Schauer rinnt über meinen Rücken. Ich ahne, heute ändern wir den Lauf der Welt.

»Ich träume nie. Und doch habe ich geträumt.« hebt Freund Rihen an. »Ich habe geträumt und den Untergang von Jukahbajahn gesehen. Ein Schatten legte sich über die Länder, verbrannte die Völker und trieb Horden von Verrottenden vor sich her. Ich befragte die Orakel, ich befragte die Sterne und Ältesten. Mein Traum sprach Wahr, alle sahen den Untergang unserer Nachfahren und nirgends gab es Hoffnung.« Wieder sieht Freund Rihen uns der Reihe nach an, wieder spüre ich das Kratzen auf meiner Seele. Drängender, stärker als zuvor. Freund Rihen scheint bereits einen Zauber zu wirken, während er mit uns spricht. Sein Blick bleibt an mir hängen, als er weiter spricht.
»Verzweifelt habe ich nach einem Weg gesucht, den Schatten zu bannen. Und ich habe einen gefunden. Ihr seid hier, weil ihr Meister eures Elementes, die mächtigsten Magier seid. Ich habe euch gerufen, um mir zu helfen. Ihr seid gekommen und ich danke euch. Zusammen werden wir Jukahbajahn die Hoffnung auf einen Sieg schenken. Zusammen werden wir sterben. Denn der Zauber, den ich fand, wird uns all uns alls unsere Kraft kosten, uns verzehren und doch keinen Sieg unserer Völker garantieren. Aber sie werden Hoffnung haben und eine Chance. Wenigstens das.« Die Gestalt in der schlägt die Kapuze der Robe zurück, es ist wirklich Meister Rihen. Instinktiv greife ich nach meiner Kapuze, wenn wir uns eh opfern, wozu dann die Anonymität?
»Nein!«, hält Freund Rihe mich in der Bewegung auf. »Wir wirken heute verbotene Magie und auch wenn ich glaube, dass wir alle sterben, weiß ich nicht, ob wir das wirklich werden. Und noch kann natürlich jeder vom Portal zurücktreten und seinen Anteil an der Rettung Jukahbajahns versagen.« Freund Rihen blickt auffordernd in die Runde und tatsächlich, die Gestalt mir gegenüber tritt zurück in die Dunkelheit hinter dem Portal. Freund Rihen seufzt und lässt den Lichtbogen des Portals erlöschen.  »Auch in diesem Fall sollte eure Identität geschützt sein.«, ergänzt Rihen.

Sechs Magier bleiben also, um die Welt in wer weiß wie vielen Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten zu retten.
»Nun denn, frisch ans Werk! Wir haben viel zu tun und nur noch wenig Zeit, der Zauber muss in dieser Nacht noch vor der zweiten Stunde des Tages gewirkt werden.« sagt Freund Rihen, als er Becken tritt und seine Hände über das Becken hält. »Legt eure Hände an die Barriere eures Portals und lasst eure Magie strömen, bis ihr entweder tot oder der Zauber vollendet ist!« weist und der Elb an.
Wie gefordert lege ich meine Hände flach auf die Barriere und lasse meine Magie los. Das Kratzen auf meiner Seele wird zu einem Brennen, der sich anfühlt, als würde mein Rückgrat gespalten und meine Seele vom Körper getrennt. Helle Lichtblitze tanzen auf der Barriere des Portals um meine Hände, fließen in den Portalbogen und kriechen auf der anderen Seite auf Freund Rihen zu. Sie lecken an ihm empor und ergießen sich in das Becken. Der Nebel verfärbt sich schwarz, ein rotes glimmen kommt aus dem Becken und hüllt Rihen ein.

Ich spüre, dass meine Magie schnell fließt und ebenso schnell versiegt. Wie viel braucht es noch? Irgendwo höre ich einen Schrei, aus den sechs Magiequellen für den Elben sind fünf geworden. Der erste von uns ist gestorben.
In der Mitte steht Rihen und …. vergeht. Er löst sich auf, langsam, von den Füßen an. Mit einem Mal versiegen drei weitere Magieströme, jetzt müssen wir zu zweit Rihen unterstützen. »Gleich ist es vorbei. Gleich haben wir erschaffen, wozu wir hier sind.« presst Freund Rihen gequält hervor.
Mein Magiestrom flackert bereits, der andere verbliebene Strom ist eben versiegt.

Plötzlich ist auch meine Magie aufgebraucht. Kraftlos sinke ich auf den Boden, die Augen auf das Portal gerichtet. Rihenrod-Thaath ist vergangen, der Nebel verschwunden. Nichts weist auf die Magie hin, die hier gerade gewirkt wurde. War alles umsonst? Gerade, als ich das letzte Mal den  Blick auf die auf das Becken und die anderen Portale richte, sehe ich Worte in der Luft brennen.

Einer wird wiederkehren, Düsternis zu verbreiten.
Leid und Tod sind seine Späher, Frost und Eis seine Begleiter.
Wenn das Land erkaltet  und die Vögel ziehen,
wenn die Seelen rufen und die Mächte erstarken,
müssen die Säulen der Macht fallen und die letzte Schlacht wird geschlagen –
ein Kampf der Elemente, der Verbundenen und des Einsamen!
aus: »Erellgorh – Geheime Pläne« von Matthias Teut, S. 31

Eine Prophezeiung. Sechs Magier haben ihr Leben gegeben, um Jukahbajahn die Chance und die Hoffnung auf ein Überleben zu geben.

Heute Nachmittag um 17 Uhr geht es bei Charleens Traumbibliothek mit zauberhaften Zeichnungen weiter.

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Das Buch zur Tour

Erellgorh Geheime Pläne

DichtFest, März 2018                    ISBN-13: 978-3-946937-02-9         590 Seiten                                        Preis: 14,95€ Taschenbuch

Klappentext:

 „Ich sah, was seine schwarze Magie aus Menschen macht. Ich habe seine Opfer gesehen. Verstümmelt, verbrannt und wie Unrat zu Haufen aufgetürmt.“

Als Atharu und Selana nach Erellgorh zurückkehren, soll das magische Medaillon neu geschmiedet werden. Doch plötzlich entzieht die Elbenfürstin ihnen ihr Vertrauen und der Nebelmacher scheint die Seiten zu wechseln. Unterdessen stoßen Pitu und sein Zwergenfreund Semje in den Tiefen der Hochebene Abrinor auf Herausforderungen, die ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen.
Alle drei kämpfen gegen ein Gespinst aus Machthunger und Rachsucht, das die Hoffnungen auf einen Sieg schwinden lässt. Denn die Zeit wird knapp – und die Macht des Kreh reicht viel weiter, als alle geahnt haben …
(Quelle: DichtFest)


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Gewinnspiel

Gewinn

 

 

 

 

 

Preise:
1. Preis: Ein Erellgorh Kaffeebecher nach Wahl aus dem Dichtfestshop
2. Preis: Ein Erellgorh Kalender 2018
3. Preis: Ein Puzzle von Jukahbajahn

So geht’s: 
Beantworte jeden Tag beide Tagesfragen und sammel so bis zu 10 Lose.

Tagesfrage
Wie interpretierst Du die Prophezeiung?

Teilnahme bis einschließlich 23.04.2018 möglich.
Teilnahmebedingungen


Stationen der Blogtour
18.04.
05 Uhr – Weltenzauber mit Matthias bei Claudis Gedankenwelt
17 Uhr – Warum ich Erellgorh so liebe? bei Elchi’s World of Books & Crafts
19.04.
05 Uhr – Das Mädchen, der Krieger und der Antiheld bei Charleens Traumbibliothek
17 Uhr – Wundervolles Erellgorh bei Claudis Gedankenwelt
20.04.
05 Uhr – Eine rätselhafte Prophezeiung bei mir
17 Uhr – Zauberhafte Zeichnungen bei Charleens Traumbibliothek
21.04.
05 Uhr – Von Freunden und Feinden bei Elchi’s World of Books & Crafts
17 Uhr – Erellgorhlesungen – immer wieder ein Erlebnis bei Drachenleben
22.04.
05 Uhr – Gefährliches Erellgorh bei Drachenleben
17 Uhr – Dichtfest on Tour bei mir
Die Gewinner werden zeitnah auf der Agenturseite bekannt gegeben.
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2 Gedanken zu „BLOGTOUR „Erellgorh – Geheime Pläne“ von Matthias Teut

  1. karin sagt:

    Hallo und guten Tag,

    gewaltig, beklemmend und zerstörend…..sind mir dann dem Lesen der Prophezeiung als erstes an Wörter durch den Kopf gegangen.

    Und so sehe ich diese Prophezeiung auch an…..es geht um Sein oder nicht Sein…um Untergang oder Verbleibt….jeder der seine Welt erhalten will muss kämpfen..egal ob Kind, Mann, Frau oder Greis….Arm oder Reich…jeder und alles ist gefragt und muss seinen Beitrag leisten…..

    LG..Karin…

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