Thementage „Eine Krone aus Feuer und Sternen“ von Audrey Coulthurst

Herzlich Willkommen zu den Thementagen zu
»Eine Krone aus Feuer und Sternen« von Audrey Coulthurst

Bisher gab es eine inspirierende Coveranalyse bei Lovin Books und ein sehr treffendes Moodbord bei Ina’s Little Bakery. Ich beschäftige mich heute mit unterschätzten Königinnen und Frauen unserer Geschichte.
Anlass für diese Themenwahl war Prinzessin Dennalaia, Protagonistin aus »Eine Krone aus Feuer und Sternen« . Als Zweitgeborene von Havenmont war schon kurz nach ihrer Geburt klar, dass sie als Preis für ein Bündnis mit Mynaria den Thronerben heiraten wird. In Vorbereitung auf ihre Aufgabe genießt die Prinzessin eine umfassende Bildung, etwas, was ihre schärfste Waffe über die Jahre immer mehr formt: ihre Intelligenz.
In Mynaria sind Frauen zu Dennalaias Leidwesen vor allem eines: zierendes Beiwerk. Nur wenige am Hofe Mynarias bemerken die Intelligenz und die Fähigkeiten der Prinzessin und noch weniger wissen Prinzessin Dennalaia zu dafür schätzen.

Ein Schicksal, dass viele Frauen unserer Geschichte mit Dennalaia teilten. Selten wurden Frauen in früheren Zeiten für ihre Fähigkeiten und ihre Intelligenz geschätzt – oft wurden sie verspottet oder mussten für ihr Wissen sterben. Dennoch gibt es einige Herrscherinnen und Frauen aus dem Volk, die ihren Platz in der Geschichte trotz aller Widerstände einnehmen konnten.

HILDEGARD VON BINGEN

Hildegard von Bingen wurde 1098 Bermerheim geboren und starb im hohen Alter von 81 Jahren 1179 im Kloster Rubertsberg bei Bingen. Wenn auch keine Herrscherin hatte die Nonne und Äbtissin großen Einfluss auf die Menschen ihrer Zeit. Als eine der wenigen oder vielleicht einzige Schriftstellerin, Universalgelehrte, Dichterin und Komponistin ihrer Zeit verfasste Hildegard von Bingen naturheilkundliche und medizinische Schriften, aber auch Werke über Ethik, Religion, Musik oder Kosmologie entsprangen ihrer Feder. Ihre Lehren sicherte Hildegard von Bingen gegen die gängige Meinung Frauen seien nicht aus eigener Kraft in der Lage theologische Kenntnisse zu erlangen ab, in dem sie sich auf Vision berief.
Außerdem predigte sie als erste Nonne öffentlich dem Volk die Umkehr zu Gott. Sie stand zudem mit vielen Würdenträgern ihrer Zeit im steten Briefverkehr und scheute sich nicht offene, auch mahnende Worte an Könige und Päpste zu richten.
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Elisabeth I.

Elisabeth I., Tochter von Heinrich VIII., Erbin der Tudors, wurde 1533 in Greenwich geboren und starb 1603 in Richmond. Nach einigem hin und her in der britischen Thronfolge der Tudors wurde Elisabeth I., erst von der Thronfolge ausgeschlossen und wurde erst nach dem Tod von zwei Halbgeschwistern 1558, im Alter von 25 Jahren, zur Königin gekrönt. Bis zu diesem Punkt musste die junge Frau schon zu einem heimlich das Andenken an ihre enthauptete Mutter Anne Boleyn aufrechthalten und gleichzeitig öffentlich ihrem Vater folgen sowie ihren Glauben wechseln, um der Ungnade zu entgehen. Dabei schaffte sie es weder die katholische noch die noch junge protestantische Kirche über die Maßen zu verärgern.
Erst nach ihrer Körnung machte sie sich daran, die katholische Kirche zurückzudrängen und den Glaubenskrieg im eigenen Land langsam zu Ende zu bringen. Entgegen der Bräuche ihrer Zeit heiratete Elisabeth I. nie – obwohl es mehr als einen Freier und eine Verhandlung für eine Hochzeit gab. Unter der 44 jährigen Herrschaft von Elisabeth I. blühte England, trotz wirtschaftlicher Probleme am Ende, auf. Elisabeth I. hielt die eigene Kirche von den Einflüssen Roms fern, förderte Musik, bildende Kunst und Literatur, sie sprach sechs Sprachen fließend, musizierte und übersetzte antike Philosophen. Unter ihrer Herrschaft holte die britische Marine auf und stand der spanischen Marine nicht mehr lange in Schlagkraft und Siegen nach.
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Katharina die Große

Katharina II., genannt die Große, wurde 1729 in Stettin geboren und starb 1796 in Sankt Petersburg. Sie ist die einzige Herrscherin, die in der Geschichtsschreibung den Beinamen „die Große“ erhielt. Geboren als Prinzessin von Anhalt-Zerbst wurde Katharina II. 1745 mit dem russischen Thronerben Peter III. verheiratet. 1762 starb die Zarin und Mutter von Peter III., für Katharina kam eine gemeine Besteigung des Throns aber schon lange nicht mehr in Frage.
Peter III. hegte eine Vorliebe für alles Preußische und beschäftigte sich lieber mit seinen Soldatenfiguren, als mit seiner Frau. Im Juli 1762 ließ sich Katharina mit Hilfe ihrer Unterstützer zur Zarin Ausrufen, während Zar Peter als abgesetzt erklärt wurde. Kurz nachdem er seine Abdankung akzeptierte kam Peter III. unter ungeklärten Umständen zu Tode.
Katharina II., die gerne musizierte und viele historische und politischtheoretische Werke las, nahm stets am religiösen Leben teil und brachte sich ein.
Nach dem Tod ihres Mannes lebte Katharina II. mehr oder weniger öffentlich ihr Leben mit diversen Liebhabern aus – schon ihr in der Ehe mit Peter III. geborenem Sohn wird nachgesagt, das Ergebnis einer Liebschaft zu sein. Ihr werden heute sechs Liebhaber nachgesagt, die zum Teil Väter ihrer Kinder sind.
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Das waren drei Abrisse zu den drei Frauen aus der Geschichte, die erst unterschätzt wurden und sich dann hervorgetan haben – mit mehr oder weniger grausamen und fragwürdigen Methoden zum Teil.

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DAS BUCH ZUR TOUR

Eine Krone aus Feuer und Sternen von Audrey Coulthurst

Klappentext:
Zwei mutige Heldinnen verweigern sich ihrer vorbestimmten Rolle

Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle …
(Quelle: cbt)


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GEWINNSPIEL

Platz 1-2: Gewinne je 1x Print »Eine Krone aus Feuer und Sternen«

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Tagesfrage: Gibt es eine Frau aus unserer Geschichte oder auch aus dem aktuellen Zeitgeschehen, die Du bemerkenswert findest?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärst du dich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.


Die Thementage

27.08. – Lovin Books
28.08. – Ina’s little Bakery
29.08. – hier
30.08. – Liza’s Bücherwelt
31.08. – Bücherfarben
Cover: cbt
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8 Gedanken zu „Thementage „Eine Krone aus Feuer und Sternen“ von Audrey Coulthurst

  1. Phillip Neske sagt:

    Da fällt mir jetzt nur unsere Kanzlerin Angela Merkel ein. Auch wenn viele Leute sie vielleicht nicht mögen, und sie weg haben wollen, finde ich dass sie einen super Job macht. Und das bemerkenswerte ist denk ich mal, wie sie sich anderen Politikern wie z.b. Trump oder Putin entgegen stellt. Sie lässt sich nicht von anderen einschüchtern, und geht entschlossen ihren Weg. Und das ist wirklich bemerkenswert, und leider das was mache Leute augenscheinlich vergessen.

  2. Wayland liest sagt:

    Ooh, da gibt es so viele. Angefangen bei Cleopatra und Jeanne D’arc über Anne Frank, Malala yousafzai, bis hin zu Astrid Lindgren. Eigentlich auch Maria Stuart, wobei ich mich schon immer wieder Frage, ob sie nicht einfach zu stolz war und hätte verzichten sollen.

    Liebe Grüße,
    Wayland

  3. Martina Suhr sagt:

    Tausend Dank für diesen tollen Beitrag.
    Ich finde, es gibt viele spannende und beeindruckende Frauen.
    Marie Curie, Jeanne D’Arc oder auch Emma Watson sind für mich Vorbilder, auch wenn sie auf unterschiedliche Weise Dinge bewegt haben oder noch bewegen. Auch J.K. Rowling ist für mich eine Heldin, denn sie hat es mit ihren Büchern geschafft, Millionen Menschen wieder zum Lesen und zum Träumen zu bringen. Unterschiedliche Arten von Engagement und dennoch hinterlassen sie ihre Spuren.
    Liebe Grüße
    Martina Suhr

  4. Zeilenspringerin sagt:

    Hallo 🙂

    Ich finde ja Emma Watson immer wieder bemerkenswert, da sie eine starke und selbstbewusste Frau ist, die sich für Menschenrechte im allgemeinen und Frauenrechte im Speziellen einsetzt. Sie ist ein Vorbild für viele Mädchen und (junge) Frauen, leistet sich keine Eskapaden, ist intelligent und wortgewandt und scheut sich auch nicht davor, für ihre Ideale zu kämpfen. Solche Helden darf es gerne mehr geben in unserer Welt.

    Liebe Grüße
    Jessy

  5. Veronika Ro sagt:

    Hallo Jasmin,
    Danke für den tollen Beitrag. 🙂

    Es gibt für mich mehrere Frauen in der Geschichte, die ich einfach inspierierend und bemerkenswert finde. Um hier niht ausschweifend zu werden, nenne ich jetzt einfach mal zwei. 😀
    Elizabeth I. (die du ja auch erwähnt hast ❤ ) und Elizabeth II. von England. Meine Tochter ist mit Zweitnamen nach diesen beiden Frauen benannt, weil ich sie so unglaublich finde. Beide Herrscherinnen haben sich in einer von Männern dominierten Welt behauptet und sind sich selbst treu geblieben. Sie haben politisch viel erreicht und sind in meinen Augen echte Vorbilder.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag für dich,
    Veronika von den Lila Bücherwelten

  6. Anna Radke sagt:

    Hallo Jasmin,

    vielen Dank für den tollen Beitrag 🙂

    Ich finde ja Corrie ten Boom ist eine bemerkenswerte Frau.
    Ich habe vor einigen Jahren mal eine Biografie über sie gelesen und ja, was soll ich sagen, diese Frau hat meinen größten Respekt. In einer schweren und auch grausamen Zeit hat sie Stärke und Mut gezeigt und nie den Glauben verloren.

    Liebe Grüße
    Anna

  7. Jutta sagt:

    Hallo,
    eine Frau aus der Geschichte: Eleonore von Aquitanien finde ich sehr bemerkenswert. Was sie als Frau zu ihrer Zeit erreicht hat.
    Und natürlich meine Mutter. Sie ist zweimal als Au Pair weg gegangen, in einer Zeit, in der das noch nicht so üblich war. Sie hat das zweite Mal gemacht, weil sie als Kinderkrankenschwester unfair behandelt wurde und es sich nicht hat bieten lassen. Sie ist immer für andere da, auch wenn es ihr inzwischen gesundheitlich schlecht geht. Und obwohl sie unmenschliche Schmerzen hat, sieht sie noch ganz oft das Positive im Leben.

    Liebe Grüße, Jutta

  8. Manuela Schäller sagt:

    Hallo,
    Danke für deinen tollen Beitrag.
    Es gibt keine Frau die groß bekannt wäre.
    Ich finde schon bemerkenswert was manche Frauen heute so leisten, alleinerziehend, arbeitend und ohne Unterstützung schaffen sie so viel und meine Nachbarin hat dazu noch immer ein offenes Ohr und steht mit Rat und Tat anderen zur Seite.
    Das finde ich bemerkenswert.

    LG Manu

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