Blogtour „Wächter der Runen“ von J.K. Bloom

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Banner Wächter der RunenHerzlich Willkommen zu Tag 7 der Blogtour
„Wächter der Runen“ von J.K. Bloom

Gestern ging es bei Aus dem Leben einer Büchersüchtigen. um das Imperium Amatea, die Hierachie in den dunklen Gassen des Staates und die Gefahren, die sich dort herumtreiben. Besonders spannend dabei sind die Sicaria, Meuchelmörder im Dienste des Imperiums. Ist man nah genug, um die dunkle Rüstung und das Abzeichen der Meuchelmörder zu erkennen, stellt sich wohl unweigerlich die Frage, ob man schnell genug ist, um zu entkommen.
Heute nimmt unsere Blogtour eine andere Richtung: es geht um die Protagonisten Finnigan und Ravanea. Die nachfolgende kurze Fanfiction ist frei erfunden, lehnt sich aber an einer Szene aus »Wächter der Runen« an.

In der Stunde nach dem Sonnenuntergang, direkt nach dem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist und die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen herauswinden, ist es im Wald still. Als würde der Wald den Atem anhalten und warten, welche Grausamkeiten sich in dieser Nacht zwischen den dicken und dünnen, jungen und alten Stämmen ereignen.
Es ist die Stunde, in dem der Nebel aus dem Boden kriecht, alles feucht und klamm wird. Die Stunde, in der Feuer vermutlich kilometerweit zu hören ist. Es knistert, knackt und zischt so laut, dass das Mädchen fast ihre eigenen Gedanken nicht mehr hören kann. Aber das ist ihr egal, sie wirft weiterhin von dem Holz nach, dass sie den ganzen Tag über gesammelt hat. Da Feuer muss brennen, bis jeder in Amatea es sehen kann. Es ist der Anfang vom Ende. Es ist das vereinbarte Zeichen für den Untergang des Imperiums.
Als das Mädchen kein Holz mehr zum nachlegen hat, greift sie nach der Feuerrune um ihren Hals, um die Flammen zu unterstützen. Sie muss jetzt auf die beiden warten, die Amatea stürzen werden – daran glaubt das Mädchen ganz fest, seit sie vor nicht allzu langer Zeit  Kopfgeldjäger Finnigan Basset und der Abtrünnigen Ravanea Cahem in einem Bordell Massotts, der Stadt in der man besser ein Niemand ist,  das erste Mal begegnete.
Das Mädchen geht noch einmal diese Begegnung im Kopf durch, analysiert jede kleine Einzelheit.

Der Tag im Bordell war furchtbar, es war voll, die Gäste laut und die Huren lauter. Wer noch nicht betrunken war, arbeitete hart daran, das zu ändern. Ständig griffen dreckige Händen nach dem Mädchen, das an der Schwelle zur Frau stand. Noch durften diese Hände nicht mehr tun als zu kneifen und zu streicheln, aber heute war der letzte Tag, an dem die feiste Bordellbesitzerin ihre schützende Hände über sie hielt. Morgen feierte das Mädchen ihren 13. Geburtstag – 12 mehr, als die meisten Neugeborenen in Massot je feiern – und dann endete die Frist. Morgen würde die Besitzerin ihre erste Nacht meistbietend verkaufen und dann müsste das Mädchen wie jede andere Hure ihr Geld an diesem Ort verdienen. Nicht zum ersten Mal dachte das Mädchen daran am nächsten Morgen, wenn sie zum Betteln geschickt wird, Massott zu verlassen. Konnte es etwas schlimmeres als eine Zukunft in diesem Loch geben?
Mitten in wilden Zukunftsplänen verstrickt hätte das Mädchen die Frau mit der dunklen Rüstung und dem Abzeichen der Sicaria fast übersehen. Jetzt war ihr Interesse geweckt. Was machte eine Meuchelmörderin des Imperiums hier? Soll sie die Besitzerin umbringen? Dann sollte sich das Mädchen schnell in Sicherheit bringen, bevor hier alles im Chaos versank. Das Mädchen war gerade dabei, sich einen Weg durch die schwitzenden Leiber zu suchen, als sie die zweite Frau sah: markante Wangenknochen, schwarzes Haar und dunkle Augen – beides mit einer Nutzrune gefärbt, was Mädchen dank der eigenen Nutzrune erkennen konnte. Eigentlich war die Frau blond und hatte grauweiße Augen. Sie sah einer Abtrünnigen von den Plakaten am Brunnenplatz sehr ähnlich.

Als die Sicaria durch eine Tür in einem der Hurenzimmer verschwand, zögerte die Abtrünnige kurz. Bevor sie entscheiden konnte, ob sie der Sicaria durch die Tür folgen oder lieber umkehren sollte, drängt ein Mann, den das Mädchen bisher nicht bemerkt hatte, weil er sich seiner Umgebung perfekt angepasst hat, die Abtrünnige durch die Tür.
Aufgeregt folgte das Mädchen dem merkwürdigen Trio. Dabei ist sie intelligent genug, nicht die Tür zu nehmen, die der Mann mit den vielen Waffen bestimmt ohnehin bereits verschlossen hat. Aber sie ist in diesem Bordell groß geworden und weiß um die doppelten Wände, Geheimgänge und Verstecke. Schnell schlüpfte sie hinter einen Wandvorhang, ließ sich auf Hände und Knie fallen und krabbelte in einen kleinen Gang, der zu einem versteckten Gitter des Zimmers führt.
Einen Kampf gab es nicht, die Abtrünnige lag scheinbar  bewegungslos im Raum, die Sicaria und der Mann mit dem intelligenten, wachen Blick standen sich gegenüber.
Als der Mann in ihre Richtung blickte, schien sein Blick den des Mädchens zu kreuzen. »..viel zu einfach.«, sagte er gerade, als die Stelle hinter dem Ohr des Mädchens zu kribbeln begann, die ihr Mutter ihr einst mit einer Rune tätowierte und die die Vision der Vergangenheit und einer möglichen Zukunft zeigt.
Das Mädchen sieht den Mann, Finnigan Basset. Seine Eltern leben in Baltora und auch der legendäre Kopfgeldjäger will sich durch diesen luckrativen Auftrag endlich ein Anwesen in der Stadt leisten. Er ist gewitzt, ehrlich, mutig und unerschrocken. Und freundlich. Das Mädchen sieht kurz das Bild eines Mannes mit Brille und dunklen Haaren, der ein Neugeborenes im Arm hält und glücklich ist. Ein Freund des Kopfgeldjägers scheinbar. Als nächstes sieht das Mädchen die Abtrünnige, Ravanea Cahem – der Schlüssel zum Untergang Amateas. Das Mädchen sieht die Zeit in den Kerkern des Imperiums, das Geheimnis auf Ravaneas Rücken und ein gutes Herz trotz all der Folter und Schmerzen.
Das Bild, was sich dem Mädchen am meisten einprägt und das sie nur kurze Zeit später dazu bringt, ein großes Feuer in der stillsten Stunde des Tages in einem Wald zu entzünden ist das eines brennenden Amateas, in den Schatten von Finnigan und Ravanea. Unter ihnen kniet der Imperator, nichts als ein Schatten voller Qualen mit verlöschenden roten Augen.

Im Zimmer brach ein Kampf aus, die Abtrünnige setzte sich zur Wehr. Das Mädchen wusste, was sie tun musste, sie würde den Kopfgeldjäger und die Gejagte nicht mehr aus den Augen lassen. Amatea würde brennen.

Morgen geht es bei Lina’s Büchertraumwelt (auf Facebook) weiter mit einem Autoreninterview.

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DAS BUCH ZUR TOUR

Wächter der Runen

Klappentext:
Auf den ersten Blick ist Ivy Morgan eine normale junge Frau: Sie genießt das Studentenleben in New Orleans, und ist, seit dem tragischen Verlust ihrer ersten großen Liebe, überzeugter Single. Nur wenige ihrer Freunde wissen, dass Ivy einem Orden angehört, der die Menschen in New Orleans vor übernatürlichen Wesen schützt. Eines Tages wird Ivy von einer Fae angegriffen und schwer verletzt. Schnell ist klar, dass es bei dem Fae-Angriff nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann, deshalb schickt der Orden seinen Elite-Mann Ren Owens nach New Orleans, um die Sache gemeinsam mit Ivy aufzuklären. Ren ist attraktiv, arrogant und flirty – alles Dinge, die Ivy gehörig auf die Nerven gehen. Doch er ist auch so verboten sexy, dass sie ihm schon bald nicht mehr widerstehen kann …
(Quelle:  Sternensand Verlag)


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GEWINNSPIEL

Platz 1:
1x Taschenbuch von »Wächter der Runen«

Platz 2 und 3:
 je 1 x Goodiepaket

So geht’s
Um in den Lostopf zu hüpfen müsst ihr eigentlich nur die Tagesfrage in den Kommentaren beantworten und schon seid ihr im Lostopf.

Tagesfrage
Was ist Dir an Protagonisten wichtig?

Teilnahme bis einschließlich 28.09.2018 23.59h möglich.
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärst du dich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.


Stationen der Blogtour

21.09.  –  Buchvorstellung – Seductive Books
22.09. – Erwartungen vs. Realität – Warum „Wächter der Runen“ lesenswert ist – Fuchsias Weltenecho
23.09. –  Runenmagie – Bücherfarben
24.09.  –  Kopfgeldjäger – Eine Bücherwelt
25.09.  –  Runen in der alten Zeit – All you need is a lovely book
26.09. – Hierachien in „Wächter der Runen“ – Aus dem Leben einer Büchersüchtigen.
27.09. – Finn und Ravanea – hier
28.09. – Autoreninterview – Lina’s Büchertraumwelt (Facebook)

Cover: Sternensand Verlag
Banner: Jasmin Wurzel
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13 Gedanken zu „Blogtour „Wächter der Runen“ von J.K. Bloom

  1. buecherleser sagt:

    Die Blogtour ist vorbei, »Wächter der Runen« ist im Handel erhältlich und uns bleibt nur noch eines zu tun:

    Vielen Dank an alle, die bei der Blogtour dabei waren <3

    Die Losfee hat unter allen Teilnehmern ausgelost:
    Platz1: Philip Neske
    Platz 2: Astrid Arndt
    Platz 3: Nicole Schneider

    Bitte meldet euch bis zum 03.10.2018 via PN bei Bücherleser oder E-Mail an buecherleserjw@gmail.com und schickt mir eure Adresse 🙂 <3

  2. Phillip Neske sagt:

    Wow. Echt ein toller Beitrag. Was mir wichtig ist, oder besser gesagt was ich toll finde ist wenn Protagonisten Namen haben die man so vielleicht noch nie gehört hat. Was mir auch wichtig ist, das es kein super duper Charakter ist der alle möglichen Superkräfte hat. Ich finde es toll wenn es einfach ganz normale Menschen sind, die durch besondere Umstände zu Helden werden. Natürlich hab ich auch nichts dagegen wenn die Charaktere mal Superkräfte oder so haben, aber nicht zu übertrieben. Zudem sollte sie von Beginn an sympathisch rüber kommen, heißt witzig sein aber auch gegen schüchterne Charaktere hab ich nichts einzuwenden. So bleibt es irgendwie auch normal, denn nicht jeder Mensch ist taff und super cool.

  3. Melanie kurt sagt:

    Hallo! Das ist gar nicht so leicht zu sagen bzw zu veralgemeinern….. aber wenn die protagonisten starke persönlichkeiten sind und authentisch daher kommen, ist es schon mal spitze! Ein wenig humor ist auch nicht schlecht😉 lieben gruss

  4. Jenny Siebentaler sagt:

    Er muss authentisch,bildlich-überzeugend dargestellt werden, mit Macken und allem drum und dran-umso spezieller um so besser!
    LG Jenny

  5. Christina P. sagt:

    Hallo,
    ich hab mich noch nie an eine Fanfiction herangewagt und find das echt super von dir! Klasse!
    An Protagonisten ist mir wichtig, dass sie authentisch daher kommen, keine unfehlbaren Superhelden sind (denn auch die haben ihre Macken) und bitte weder kindisch noch nervig agieren oder ausgelutschten Klischees entsprechen. Zum Glück können das genügen AutorInnen 🙂
    LG Christina P.

  6. Nicole Schneider sagt:

    Guten Morgen,

    tolle Fanfiction hast du da geschrieben. Das kann ich eigentlich gar nicht sagen, was mir an den Protagonisten wichtig ist. Ich finde das kommt, bei mir sowohl auf die Geschichte, als auch auf das Subgenre der Fantasy an. Für mich ist das von daher schwer zu sagen, was mir wichtig ist an einem/r Protagonist/in, denn das wechselt doch sehr stark.

    Liebe Grüße

    Nicole

  7. Sabrina Siebert sagt:

    Vielen Dank für die tolle Fanfiction, ich habe sie sehr genossen! Vielleicht solltest du öfter Kurzgeschichten schreiben? Mir ist wichtig dass Protagonisten ihre Ecken und kannten haben, dass sie auch mal zweifeln und vielleicht in Versuchung geführt werden? Dass sie sich Gedanken um ihr Handeln und Denken machen, nicht alles so hin nehmen… Und vor allem nicht die/der kleine Dumme sind die sich aus blinder liebe alles gefallen lassen!
    Lieben Dank für die Chance, Sabrina
    ps:Ich habe evtl versehentlich schon mal einen Beitrag von einem halben Satz abgeschickt, hab mich verdrückt 🙈

  8. karin sagt:

    Hallo und guten Tag,

    interessante Frage heute…..hm, vielleicht das sie sich und ihrem bis dato geführten Leben und den möglicherweise aufgestellten Grundsätzen/Vorhaben einfach treu bleiben.

    Also keine Protagonisten, die „ihr Fähnchen nach dem Wind halten“ …….und immer ihre Meinung ändern ..nur damit sie anderen möglicherweise gefallen und so eine Vorteil erhaschen.

    Auch dürfen bestimmte Eigenschaften wie Geduld, Mut, Zuversicht und eine allgemeine positive Grundeinstellung zumindest für mir nicht fehlen.

    LG..Karin…

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