Rezension »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay

anouks spiel akhram el bahay

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»Anouks Spiel«
von Akram El-Bahay

Ueberreuter Verlag, Februar 2020
ISBN-13: 978-3-7641-5168-3
384 Seiten
Preis: 12,99€ eBook | 14,95€ Hardcover

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Inhalt

Jedes Jahr zu ihrem Geburtstag trägt Anouk einen ganz besonderen Wunsch im Herzen. Dieses Jahr wird ihr Wunsch zu einem Albtraum.

Anouk liebt ihren Geburtstag. Aber dieses Jahr ist alles anders. Dieses Jahr gibt es auch ihre Schwester Maya und seit Mayas Geburt muss Anouk die Aufmerksamkeit ihrer Eltern teilen. Anouk ist eifersüchtig.
Am Abend vor ihrem Geburtstag setzt sich ihrem Herzen ein dunkler Wunsch fest: Sie hätte ihre gerne Eltern gerne wieder für ich allein.
Am nächsten Morgen ist die Reue groß, doch Maya ist schon verschwunden und niemand außer Anouk erinnert sich an den kleinen Säugling.
Verzweifelt ergreift Anouk die einzige Chance ihren Wunsch rückgängig zu machen: Sie tritt in einem magischen Spiel gegen den dunklen Prinzen an. Vier Runden gegen einen Kontrahenten, der immer schneller zu sein scheint und Anouk am Ende vor eine unmögliche Wahl stellt, einzig mit einem exzentrischen Affen als Hilfe an der Seite, entscheiden über Mayas Zukunft.

Fazit

Phantastisch. Märchenhaft. Mitnehmend. »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay ist die spannende Geschichte der fast 13-jährigen Anouk, die geleitet durch einen Moment der Eifersucht einen dunklen Herzenswunsch äußert.
Sie hätte ihre Eltern gerne wieder für sich alleine und will keine Aufmerksamkeit mehr mit ihrer kleinen Schwester teilen. Anouks Wunsch wird erhört, am nächsten Morgen ist es, als hätte es Maya nie gegeben.
Anouk ist verzweifelt, was hat sie sich da nur gewünscht? In ihrer Reue erhält sie ein mysteriöses Paket. Ein Geschenk, denkt sie erst. Doch in Wahrheit ist das enthaltene Brettspiel die letzte Chance für Anouk ihre kleine Schwester zurückzubekommen.

Tolle Charaktere. Magie. Spannung.

In dem Brettspiel muss sich Anouk dem dunklen Prinzen stellen. Ein mysteriöser Gegenspieler, der Anouk immer wieder Steine in den Weg legt und ihr immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Aber Anouk ist nicht alleine, ihr steht der sehr selbstbewusster, exzentrischer, manchmal etwas nerviger, Affe -‚tschuldigung Schimpanse!- Pan als Begleiter zur Seite.

Zusammen mit Pan betritt Anouk das Spiel, vier Spielgebiete -Wald, Wüste, Meer, Berge – wollen bewältigt werden. Von nun an kreuzen Menschen, Fabelwesen, sprechende Tiere und andere Unmöglichkeiten Anouks Weg.
Die Welt, der Autor Akram El-Bahay mit seinem bildhaften Schreibstil so wunderbar Leben einhaucht, besticht durch ihre Originalität und Vielfalt. Akram El-Bahay hat hier eine bunte Spielwiese für die Fantasie seiner (jungen) Leser*innen geschaffen.

Das Salz in der Suppe

Kleiner Wermutstropfen an der Umsetzung dieser großartigen Idee von Akram El-Bahay ist die Wiederholung. Alle vier Spielrunden ähneln sich im Ablauf sehr: Anouk ist dem Sieg der Runde zum Greifen nahe und der dunkle Prinz stellt sie vor eine scheinbar unmögliche Wahl. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Auch mehr Hintergründe für einige Situationen, Entwicklungen oder Figuren wie den Spielemacher, hätten mir hier sehr gut gefallen. Wett macht das Anouk, sie ist eine authentische, tolle Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck. Sie wächst an den Herausforderungen und Aufgaben, die sie bewältigt und lernt viel über sich selbst.

Kein schnödes Happy End – ein Ende mit Message!

»Anouks Spiel« von Akram El-Bahay ist die märchenhaft-spannende Rettungsmission einer fast 13-jährigen, auf der Kennenlernreise ihrer selbst. Besonders gelungen – gerade für die Zielgruppe – finde ich das Ende der Geschichte, kein schnödes Happy End, sondern Ende mit Message!
Es geht um Mitgefühl, Empathie, sich selbst verstehen, sich selbst treu zu bleiben und aus eigenen Fehlern zu lernen.

»Anouks Spiel« ist ein toller Jugendroman und eine Empfehlung für alle Leser*innen, die sich ein spannendes, lebendig erzähltes, mysteriöses Abenteuer mit Tiefgang und Wortwitz wünschen.

Bewertung

Bewertung 3,5
3,5 von 5

Autor

Akram El-Bahay wurde 1976 geboren, ist Schriftsteller und Journalist. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs der Autor mit den Einflüssen von zwei Kulturkreisen auf. Elemente dieser Einflüsse finden sich auch in seinen Romanen wieder: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an Klassiker wie den „Herrn der Ringe“ als auch an orientalische Märchen erinnern.

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Weitere Meinungen zu »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay

Prettyigers Bücherregal (3,5 /5)
Hörnchens Büchernest (5/5)
Skyline of Books (5/5)

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Cover: Ueberreuter Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Ein Gedanke zu „Rezension »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay

  1. karin sagt:

    Hallo liebe Jasmin,

    auch wenn es nett verpackt ist…..das Thema “ Gefühl der Zurücksetzung bei Geschwistern untereinander“ gibt es im realen Leben ja wirklich immer wieder .
    Das man einfach mit dem neuen Brüder-oder Schwesterchen nicht klar kommt….Eltern tragen da auch ihren Teil bei ….mit weniger Aufmerksamkeit ..für die Große usw. ……und im schlimmsten extrem Fall wird es sogar tödlich…

    Eine 12.Jährige hat doch letztens ihre gerade geborene Schwester umgebracht…stand sogar in der Zeitung…

    Deshalb habe ich bei dieser Geschichte so meine Probleme..O.K.

    LG..Karin..

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