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Rezension »Der Fluch des Phönix« von Aimée Carter

Der Fluch des Phönix Aimee Carter

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»Anouks Spiel«
von Aimée Carter

Oetinger Verlag, Mai 2020
ISBN-13: 978-3-7891-1516-5
352 Seiten
Preis: 5,99€ eBook | 15€ Hardcover

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Inhalt

Zac und Lu sind Zwillinge. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Lu ist immer Unterwegs, hilft Tieren und macht mit ihrer besten Freundin die Gegend unsicher. Zac ist fast immer zu Hause. Oder im Krankenhaus. Viele Allergien und Unverträglichkeiten machen ihm das Leben schwer und haben ihn isoliert. Beide Zwillinge eint aber ein schwerer Schicksalsschlag: ihre Mutter ist gestorben. Gefangen in seiner Trauer und alleine überfordert mit seinem Job und den Kindern schickt ihr Vater die Zwillinge in den Sommerferien über den Ozean zu unbekannten Verwandten seiner Frau.
Was sich anfangs nach einer Abschiebung anfühlt, entwickelt sich schnell zum Abenteuer ihres Lebens: Hinter einem Torbogen mitten im Wald wartet eine Welt voller Fabelwesen auf die Kinder. Was sie nicht ahnen: wer durch den Torbogen tritt, wird mit dem Fluch des Phönix belegt und muss die Welt der Fabelwesen immer wieder betreten, sonst stirbt er.

Fazit

»Der Fluch des Phönix« ist die neue Geschichte aus der Feder von Aimeé Carter, deren Jugendbuch Reihe »Animox« eine absolute Empfehlung ist. Mit »Der Fluch des Phönix« konnte Amiée Carter in meinen Augen hier nicht gleichziehen, hat aber wieder einen wundervollen Roman für junge Erwachsene geschaffen.

Tolle Charaktere. Magie. Spannung.

Lu und Zac sind zwei sehr unterschiedliche Zwillinge, die sich lieben und beneiden. Während Zac Lu für ihre Freiheit und Gesundheit beneidet, neidet Lu ihrem Bruder die viele Zeit mit und Aufmerksamkeit der Mutter, die sie selbst auch gerne hätte. Als ihre Mutter stirbt, bricht für die beiden eine Welt zusammen und als ihr Vater sie nach England zu unbekannten Verwandten schickt, fühlen sie sich völlig verlassen.

In England lernen Lu und Zac dann nicht nur ihre Großeltern, Onkel, Cousin und andere kennen, sondern erfahre auch viel über die Vergangenheit ihrer Mutter. Als sie bei der Erkundung ihres Sommerdomizils durch einen Torbogen im Wald hinter dem Haus treten, lüften sie ein Geheimnis der Familie und stolpern in eine Welt voller Zentauren, Einhörnern und anderen Fabelwesen. Aber sie trifft auch der Fluch des Phönix, der Fluch ihrer Familie: wer den Torbogen durchquert, muss der Welt und den Wesen dahinter helfen und die Welt immer wieder betreten, sonst kann er sterben. Ein Fluch, der nicht alle Mitglieder Familie glücklich macht und ehe sich die Zwillinge versehen, sind sie dabei den letzten Phönix und damit die ganze Welt der Fabelwesen zu retten.

Während ihres Abenteuers kommen die Zwillinge immer wieder ins Gespräch und schlagen Brücken, wo früher Gräben zwischen ihnen lagen. Sowohl Lu als auch Zac entwickeln sich im Laufe der Geschichte stark weiter und gehen immer mehr aufeinander zu. Wo sie sich früher zwar geliebt haben, verstehen sie sich mit dem Fortlauf der Geschichte wirklich und lernen den jeweils anderen, aber auch sich selbst mehr und mehr schätzen.

Ein bisschen Salz in der Suppe – Abzug in der B Note

»Der Fluch des Phönix« ist ein sehr kurzweiliger Roman, einfach und verständlich geschrieben. Ein Buch, dass sich wirklich angenehm und schnell lesen lässt. Einziger Kritikpunkt dieser lebendigen Welt, die Aimée Carter hier geschaffen hat: das Ende. Hier hat es sich die Autorin einfach gemacht, ich hätte mir hier mehr gewünscht. Mehr Abenteuer und mehr Details. Es wirkte zum Teil wie eine Aneinanderreihung glücklicher Zufälle, die Lu und Zac in die Tasche gespielt haben.

Kein schnödes Happy End – ein Ende mit Message!

»Der Fluch des Phönix« von Aimée Carter ist der berührende, spannende Roman um zwei Geschwister, die wieder zueinander finden und ein wirklich fantastisches Abenteuer erleben. Besonders gelungen – gerade für die Zielgruppe – finde ich das Ende der Geschichte, kein schnödes Happy End, sondern Ende mit Message!
Es geht um Mitgefühl, Empathie, sich selbst verstehen, sich selbst treu zu bleiben und aus eigenen Fehlern zu lernen.

»Der Fluch des Phönix« ist ein toller Jugendroman und eine Empfehlung für alle Leser:innen, die sich ein spannendes, lebendig erzähltes, mysteriöses Abenteuer mit Tiefgang wünschen.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Aimée Carter wurde 1986 in Michigan, USA geboren. Bereits im Alter von 11 Jahren begann sie mit dem Schreiben von Geschichten. Noch heute schreibt die Autorin, die noch in Michigan lebt, leidenschaftlich gern Geschichten.

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Cover: Oetinger Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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2 Comments

  • Norbert Schimmelpfennig
    18. Dezember 2020 at 18:29

    Hallo,
    gut beschrieben, so dass man sich darunter etwas vorstellen kann!
    Aber beim „Ende“, so scheint mit, widersprichst du dir ein wenig?

    Liebe Grüße, Norbert S.

    Reply
    • buecherleser
      18. Dezember 2020 at 18:30

      Hi Norbert!
      Danke 🙂
      Inwiefern widerspreche ich mir? Was meinst du genau? Vielleicht kann ich das dann besser in Worte fassen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jasmin

      Reply

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