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Rezension »Pandemic Monsters 01 – The Vampires will save you« von Rebecca F. Kenney

von buecherleser
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»Pandemic Monsters 01 – The Vampires will save you«
von Rebecca F. Kenney

Selfpublishing, Oktober 2021
ISBN: 979-849932432
Seiten: 409
Preis: 2,69€ eBook | 14,74€ Taschenbuch
Sprache: Englisch
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Bewertung

INHALT

Schwarzmärkte, Sklavenhandel, Zwangsprostitution….

Nur wenige Jahre ist es her, dass ein mutiertes Virus nach der Infektion innerhalb von Sekunden aus Mitmenschen Zombies macht. Seither jagen die Horden über den Planeten und wollen nur eines: fressen. Sicher sind nur Tiere… und Vampire. Letztere stellen sich als Schutzwall vor die Menschheit und bewahren die letzten Überlebenden vor der Ausrottung. Dafür brauchen sie das Blut von Menschen zum Überleben.

Finley Mars hat sich letzten Wochen alleine durchgeschlagen, gegessen, was sie gefunden hat und sich versteckt, wenn Gefahr drohte. Jetzt steht sie halbnackt auf einer Bühne und wird von gierigen Augen betrachtet, ihr ist bewusst, dass sich nun ihr Schicksal entscheidet. Sie ist jetzt eine Sklavin und ihrem Käufer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Fazit

Ich lese ab und an ganz gerne Romane, die nicht vor den ausgefallensten Plottwists glänzen, keine tiefen Charaktere haben und in die Kategorie „spicy“ fallen. Da darf es auch mal eine toxisch-fragwürdige Beziehung sein, bei der ich jede:n Freund:in fragen würde, warum the Fuck er/sie nicht die Beine in die Hand nimmt und ganz weit rennt.
Wenn mich die Geschichte packt, packt mich eben die Geschichte.
»The Vampires Will Save You« von Rebecca F. Kenney hat mich nicht gepackt.

Schwierige Vergangenheit? Gerne, aber nur mit Aufarbeitung.

Protagonistin ist Finley Mars, die vor der Zombieapokalypse Grundschullehrerin war und sich an ihren Arschloch-Freund geklammert hat. Ich nehme an, dass Rebecca F. Kenney hier das Bild einer jungen Frau zeigen wollte, die in der Apokalypse abgehärtet und gereift ist.
Ich habe aber eine junge Frau erlebt, die sich ihrem Freund beugt und von ihm zu sexuellen Handlungen mit Fremden zwingen lässt, damit er seine Zigaretten bekommt. Ein Umstand, der eigentlich nichts für die Geschichte tut und der auch in dem ersten Band der Reihe nicht aufgearbeitet wird. Da hilft auch nicht das Bild von Finley, die ihrem Freund nach seiner Wandlung zum Zombie den Kopf mit einem kleinen Messer abschneidet und sich seither befreit fühlt.
Es tauchen immer wieder Situationen auf, die zeigen, dass Finley von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und eben nicht wirklich darüber hinweg ist. Nicht schlimm, wenn das entsprechend aufgearbeitet wird.
So wie die Vergangenheit der Protagonistin hier von Rebecca F. Kennedy verwendet wird, hat der Hintergrund keinen Mehrwert für den ersten Band der Reihe.

Auch der Protagonist holt es für mich nicht raus. Finley wird auf dem Schwarzmarkt als Blutsklavin des Vampirs Atlan gekauft. Atlan ist beim Militär und natürlich der stärkste Kämpfer. Wie bei den anderen Vampiren ist seine Existenz das Ergebnis einer wissenschaftlichen Forschung. Vor Jahrzehnten versuchten Mediziner todkranke Patienten zu heilen und schossen über das Ziel hinaus: Ihre Versuchsobjekte waren nicht nur geheilt, sie konnten fast gar nicht mehr sterben. Kleiner Nachteil: sie brauchen menschliches Blut.
Nach einigen Jahren der Forschung wurden die Experimente eingestellt und das Serum zerstört. Seither konnten keine weiteren Vampire geschaffen werden.
So gehört Atlan zur Spitze seiner Spezies, als einer der Ältesten und damit Stärksten. Viele Vampire haben sich bei Ausbruch der Apokalypse dem menschlichen Militär angeschlossen. Sie können von Zombies nicht wahrgenommen werden und diese so im Kampf fast ohne Beeinträchtigung niedermetzeln. Eine Aufgabe in der Atlan, der vor der Apokalypse erfolglos, durch die meisten Menschen diskriminiert, verschiedene Jobs schmiss, vollkommen aufgeht. Er tötet gerne, ist gut darin und weil es Zombies sind ist es für alle vollkommen ok.
Eigentlich auch nichts, was mich stören würde, aber für mich mit der Vergangenheit hinkt. Da ist Atlan erst ein todktanker normaler junger Mann, dann ein geheilter Vampir, der von der Gesellschaft ausgegrenzt wird und – zack – mit Ausbruch der Apokalypse liebt er es schwertschwhingend durch Zombiehorden zu laufen. Das war für mich einfach nicht in sich stimmig.

Keine Funken.

Die Protagonist:innen haben mich nicht nur einzeln nicht überzeugt – auch im Zusammenspiel sind bei mir keine Funken geflogen. Daran könnte meine enttäuschte Erwartung schuld sein. Als ich auf TikTok auf das Buch aufmerksam wurde, habe ich hier einen erotischen Roman erwartet – mit Sex.
Tatsächlich ist eine nicht seltene Nebenwirkung des Vampirismus eine geminderte Libido. Oder im Fall von Atlan: vollständiger Verlust des sexuellen Empfindens. Ja, ich verstehe warum die Autorin das so eingebaut hat und damit der jungen, aufkeimenden Beziehung zwischen Finley und Atlan Raum gegeben hat. Leider hat mich eben diese nicht überzeugt.

»The Vampires Will Save You« ist für mich zu oberflächlich, um ein Liebesroman mit Sexszenen zu sein und zu wenig, um ein spicy Roman in einem dystopischen Setting zu sein.

So wenig mir die Charaktere und ihr Zusammenspiel zugesagt haben, so gut hat mir die grundsätzliche Idee und der Schreibstil gefallen. Rebecca F. Kenney hat einen angenehmen Schreibstil, der mich das Buch auch als Nicht-Muttersprachlerin gut lesen ließ. Sie kann mit Wörtern Bilder zaubern und auch erotische Szenen aufreizend, aber nicht billig rüberbringen.
Eiegntlich schade, dass »The vampires will save you« mich so gar nicht abgeholt hat. Vielleicht probiere ich es mit einem ihrer anderen Bücher.


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Autorin

Rebecca F. Kenney lebt mit ihrer Familie in South Carolina. Sie schreibt bevorzugt Fantasy Romance über Monster und die Leute, die sie küssen. Dabei webt sie oft Aspekte der irischen und franzözischen Mythologie ein.

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»Pandemic Monsters«-Reihe von Rebecca F. Kenney

The Vampires Will Save You

Cover : Rebecca F. Kenney

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