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Rezension »Das Juwel der Talmeren – Band 01« von C. M. Spoerri

von buecherleser
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»Das Juwel der Talmeren – Band 01«
von C. M. Spoerri

Sternensand Verlag, Dezember 2021
ASIN: B09P6N8R76
Seiten: 328
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch (ET 11.02.2022)
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Bewertung

Inhalt

Zusammen mit seinem Freund Steinwind, einem ehemaligen Assassinen und einer Wassermagierin soll Greifenreiter Léthaniel in die Talmeren reisen und mit Zirkelleiter Fayl im Namen der Herrscherin von Altra zu verhandeln. Ein riskanter diplomatischer Auftrag, so viel ist klar.
Wie riskant die Mission in dem kalten Hochgebirge wirklich wird, wird der Gruppe erst bewusst, als sie über Dunkelelfen, Drachen, viele andere Gefahren und einem uralten, mächtigen Artefakt stolpern: Das Juwel der Talmeren.

Fazit

Ich liebe die Bücher von C. M. Spoerri. Sie gehört zu den wenigen Autor:innen, bei der mich noch kein Buch nicht begeistert hat. Und mit dem ersten Band von »Das Juwel der Talmeren« hat die Autorin mir zu Weihnachten noch ein schönes Highlight für mein Lesejahr 2021 geschenkt.

Gute Charaktere sind Gold wert.

In dem ersten Band »Das Juwel der Talmeren« erzählt C. M. Spoerri die Geschichte von Léthaniel und Gabriella. Leser:innen der Geschichten von C. M. Spoerri werden die Namen bekannt vorkommen, beide hatten Zuletzt einen Auftritt in dem Finalen von »Damaris«.
In »Das Juwel der Talmeren«, das zeitlich ganz kurz vor »Damaris« beginnt, muss sich Léthaniel mit einer kleinen gruppe in die Tamleren begeben. Er soll, begleitet von seinem Greif, seinem Freund Steinwind, dem Assassinen Schatten und der Wassermagierin Lucja, den Zirkelleiter Fayl diplomatisch überzeugen sich der neuen Ordnung in Altra zu beugen und die alten Bräuchen abzuschwören.
Auf ihrer Reise kommt die Gruppe in so einige Gefahren, die an der Verlässlichkeit einiger Mitglieder zweifeln lassen und schier unüberwindbar scheinen.
In diesem Chaos trifft Léthaniel, gezeichnet von den Narben seiner Vergangenheit, auf Gabriella. Sie lebt mit ihrer Schwester Damaris und deren Greif Schneeflocke in den Talmeren. Alleine versorgen sich die beiden Frauen mit allem, was sie zum Leben brauchen.

Léthaniel, seines Zeichens Schwerenöter, kommt bei der selbstbewussten Gabriella schnell an seine Grenzen. Er schwankt zwischen Versuchung, Rücksicht und Angst vor den Schatten seiner Vergangenheit. Gabriella, unerfahren, aber willensstark, spürt diese Anziehung zu einem quasi Fremden und möchte dieses Gefühl erkunden. Bei der Geschichte von Damaris und Cilian habe ich Damaris oft als jung und recht naiv wahrgenommen, Gabriella indes handelt besonnener. Trotz ihrer Neugier auf Léthaniel und als das, was er ihr zeigen kann, rennt Gabriella ihm nicht blind in die Arme und schmeißt ihr Leben hin. Sie möchte ihn kennenlernen, aber eben nicht um jeden Preis der Welt. Sie ist vorsichtig, neugierig und mutig, aber nicht naiv oder blind vor Liebe. Aber auch Léthaniel, der sonst keine Sekunde verliert eine schöne Frau in sein Bett zu bekommen, zögert. Er spürt das Besondere in der Anziehung zu Gabriella und weiß, dass er erst sich selbst heilen muss, bevor er sich Gabriella ganz öffnen kann.
Dieser zarte Beginn einer Liebe, die vielleicht einmal heller strahlen wird, als die der anderen Paare in dem Universum von C. M. Spoerri, hat überzeugt. Aber nicht nur Gabriella, Léthaniel und ihre Dynamik hat »Das Juwel der Talmeren« zu dem Lesehighlight gemacht, was es für mich war.

Endlich gab es auch einmal wieder etwas von dem Assassinen Schatten! Seine Veränderungen sind enorm, seit er die Gilde verlassen hat, lernt er gerade kennen, was Leben wirklich bedeutet. Das wird nie Ändern, wer er ist, was er getan hat und wie er dazu steht, aber es lässt zu, dass er eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Und ich finde sehr spannend, was C. M. Spoerri hier von ihm zeigt.

Lucja ist ebenfalls ein spannender Charakter: stark, unabhängig und doch verletzlich. Mit einer Vergangenheit, die nach Rache und Fehde schreit, sie aber auch in den Abgrund reißen kann. Eine explosive Mischung, die bestimmt in der Fortsetzung noch für Überraschungen sorgen wird.

Auch Elderion, der im vierten Band von Damaris seinen bereits vorkam, bekommt hier eine Role. Leser:innen erfahren, wie der Zwerg zu der Gruppe gestoßen ist, die später in Chakas eintrifft. Elderion ist witzig, gerissen und mit allen Wassern gewaschen. Er ist aber auch ein wahrer Gefährte, stressresistent und pflichtbewusst. Ich mochte den Zwerg bereits in der Geschichte von Damaris und freue mich sehr, in »Das Juwel der Talmeren« mehr über ihn zu erfahren.

Worldbuilding.

Die High Fantasy Bücher von C. M. Spoerri sind wie ein nach Hause kommen. Jedes neue Abenteuer in Venera fügt sich ein beeindruckendes, großes Gefüge ein und rückt vergangene Ereignisse in einen Zusammenhang. Die Komplexität der Welt ist bemerkenswert und in dieses Werk spinnt die Autorin die Geschichte einzelner Charaktere, um daraus ein Geflecht aus Liebe, Verrat, Rebellion und Gerechtigkeit zu kreieren.

Ein tolles Fantasy-Abenteuer für Herz & Seele.

»Das Juwel der Talmeren« ist der mitnehmende Auftakt eines neuen Abenteuers aus Venera. Mit ihrem lebendigen Schreibstil, den authentischen Charakteren und dem gelungen Mix spannenden Szenen und kurzen Ruhepausen zum Durchatmen hat C. M. Spoerri hier die Geschichte aus Venera geschrieben, die mir bisher wohl am besten Gefällt.
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und frage mich, was die Autorin sich für ihre Charaktere wohl ausgedacht hat.


Autorin

C.M. Spoerri

C. M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C. M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

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Cover : Sternensand Verlag

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