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Rezension »Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht« von Sarah J. Maas

von buecherleser
crescent city sarah j maas
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»Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht«
von Sarah J. Maas

dtv, September 2020
ISBN-13: 978-3-4237-6296-0
Seiten: 928
Preis: 16,99€ eBook | 23,00€ Taschenbuch
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Bewertung

Inhalt

Die Welt ist seit langer Zeit nicht mehr dieselbe. Vor Jahrtausenden kamen mächtige Wesen – Engel, Hexen, Dämonen, Werwölfe, Fae,…- in diese Welt und unterwarfen die Schwachen. Seit Jahrtausenden sind unsere Welten verschmolzen und die Stärken herrschen über die Schwachen.

Bryce, Halb-Mensch, Halb-Fae und ohne nennenswerte Kräfte, lebt im Schmelztigel diesseits des Ozeans und genießt jedes Vergnügen, das Crescent City zu bieten hat. Drogen, Sex, Party bei Nacht. Ein Job als Assistentin in einem Antiquariat am Tag.

Die wilde, fast unbeschwerte Zeit endet abrupt, als Bryces beste Freundin brutal ermordet. Bryce muss sich nicht nur alleine durch die tristen Tage schleifen, sondern wird auch in die Mordermittlungen hineingezogen. An der Seite von Hunt Athalar – arrogant, ernst und zu Bryce Leidwesen sehr attraktiv. Und außerdem Engel, Auftragsmörder und Sklave des mächtigsten Mannes der Stadt.

Die Spur des Mörders führt in die Tiefen der Unterwelt von Crescent City und offenbaren eine Macht, die ganz Crescent City zerstören könnte.

Fazit

»Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht« von Sarah J. Maas ist eine unterhaltsame Romantasy. Lebendig, kurzweilig, aber auch ein bisschen Flach, voller Klischees und Stereotypen des Genres.

Bryce & Hunt

Bryce Quinlan, Bastardtochter eines Menschen und eines Fae, ist eine anfangs naiv wirkende junge Frau, die immer einen kernigen Spruch auf den Lippen hat. Mit der Entwicklungs der Geschichte erfahren Leser*innen mehr über Bryce, ihre Kindheit, ihre Freundschaft zu der ermordeten Danika und ihrem Leben in Crescent City. Sarah J. Maas versucht ihrer Protagonistin mit einem Stück für Stück offenbarten Leidensweg mehr Tiefe zu geben – das funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Dennoch wirkt Bryce blass und ist ein Paradebeispiel für den Stereotyp des Genres.
Sarah J. Maas versucht hier die junge, starke Frau zu zeigen, die niemanden an ihrer Seite braucht. Bis sie auf Hunt Athalar trifft und er bemerkt, dass ihre Starke nur eine Fassade ist. Schnell wird aus Bryce, die alleine auf Dämonenjagd geht, die Kleine, die Hilfe braucht. Dafür hat sie aber jederzeit einen Hintern zum Anbeißen, die Haare sitzen und alle Männer wollen sie jederzeit haben.
Hunt Athalar ist seinerseits ein Stereotyp des Genres in Perfektion: düster, schweigend, sich selbst geißelnd, mächtig, durchtrainiert. Der Bad Boy, der gar nicht so bad ist, wenn man ihm erstmal unter die Haut gegangen ist.
Zwischen ihm und Bryce entspannt sich über die Seiten das typische Katz-und-Maus-Spiel. Sie wollen sich, sie sind doch zu verschieden, sie dürfen nicht, sie wollen sich aber, sie kämpfen für einander. Er will ihren perfekten Arsch, sie ist fasziniert von seinen mega Muskeln.

Neben Bryce und Hunt gibt es noch viele Charaktere, die nette, unterhaltsame Sidekicks darstellen: Ruhn Danaan, der Herbstkönig, Erzengel Michael, Jesiba, Lehabah und Junpier, um nur einige zu nennen.

Crescent City

Wer hier eine fantastische fremde Welt erwartet hat, wird enttäuscht. »Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht« beinhaltet fantastische Elemente, aber auch alltägliche Gegenstände unserer Gesellschaft.

Fast alle übernatürliche Wesen, denen Bryce begegnet sind super schön, super mächtig und super reich. Und sehr oft an Sex interessiert. Sehr, sehr oft. Äußerlichkeiten und Sexualität spielen in Crescent City eine bemerkenswert große Rolle. Sarah J. Maas betont immer wieder das Aussehen von Charakteren.
Spannend sind die politischen Ansätze, die die Autorin hier durchblicken lässt: Menschen und magische Wesen, die die Gleichberechtigung von Schwächeren und nicht magischen Wesen fordern, Rebellen auf der anderen Seite des Ozeans, angedeutet Auflehnung gegen das politische System. Schade, dass das Thema hier eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ich hoffe auf mehr Informationen dazu im zweiten Band – ja, den werde ich lesen.

»Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht« hat mich unterhalten, aber….

Ich habe das Buch verdammt lange in meinem Regal gehabt. Das Buch wurde so gehyped, als es erschienen ist, dass ich keine Lust hatte es zu lesen. So ganz verstehe ich den Hype ehrlicherweise nicht. Mich haben zwar Charaktere, ihr oft auch ruppiges Geplänkel und die Story unterhalten. Auch der Schreibstil von Sarah J. Maas und die Übersetzung sind lebendig, aber ein Must-Read ist das Buch nicht.
»Crescent City 01 – Wenn das Dunkel erwacht« ist ein erotischer (Krimi-)Romantasy-Roman, der explizite „spicy“ Szenen enthält. Dabei bedient Sarah J. Maas gelernte, flache Klischees des Genres.
Wer sich an einem Fokus auf Sexualität, ruppigen Sprüchen und dem Widerkäuen von Klischees nicht abgeneigt ist, findet hier sicher ein Buch für tolle Lesestunden. Ich werde »Crescent City 02 – Wenn ein Stern erstrahlt« lesen, wenn mir nach seichter Unterhaltung und Lesestoff, den ich nicht zerdenken möchte, ist.


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Autorin

Sarah J. Maas, geboren am 05. März 1986 in Manhatten, New York lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in Pennsylvania. Den ersten Entwurf für ihren Erfolgsroman »Throne of Glass« schrieb die Autorin bereits mit 16. Die Bücher von Sarah J. Maas wurden bisher in 36 Sprachen übersetzt.

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