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Rezension »Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« von J. P. Meyer

von buecherleser
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»Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens«
von J. P. Meyer

Selfpublishing / BoD
ISBN-13: 978-3-7543-1798-3
Seiten: 356
Preis: 2,99€ eBook | 12,99€ Taschenbuch
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Bewertung
4 Bücher

Inhalt

Es ist ein Montag, der Atlas Leben für immer verändert. Vormittags schreibt er noch die Abschlussprüfung, am Abend steht sein Heim im Flammen, ein Mann mit Maske und zwei Vogelkreaturen versuchen Atlas und seinem Ziehvater zu töten.
Als Atlas am Tag nach dem Überfall aufwacht, ist alles anders. Kobolde, Zentauren, Nymphen, Dryaden – Wesen, die gestern noch dem Reich der Fantasie angehört haben, werden für Atlas Wirklichkeit.
Sein Ziehvater Artemis ist mit Atlas nach Flügelwald geflohen – einem Refugium für magische Wesen, um sie vor den Augen der Menschen zu verbergen. Für Atlas tut sich eine neue Welt auf, war er vorher der Freak und Außenseiter der Kleinstadt, in der er lebte, ist er in Flügelwald willkommen und findet schnell Anschluss.
Aber so magisch diese neue Realität ist, friedlich ist sie nicht. In der Welt der magischen Wesen brodelt es, eine alte Dunkelheit erhebt sich, Unfrieden und Gewalt brodeln unter den Völkern. Verrat und Gewalt halten auch vor dem Refugium nicht inne.
Gerade erst in Flügelwald angekommen, muss sich Atlas mit seinen neuen Freunden in einem Wettlauf gegen die Zeit der Bedrohung stellen.

Fazit

Was passiert, wenn man Indianer Jones mit Animox und Harry Potter mischt und dabei eine Prise des Prinzips von Escape Games hinzugibt? Dann bekommt man eine Idee davon, wie sich »Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« von J. P. Meyer liest.

Der Urband-Fantasy Roman für junge Erwachsene ist ein gelungenes Debüt! »Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« ist mitnehmend, fesselnd, lebendig und unterhaltsam.

Tolle Charaktere braucht jedes Buch

Leser*innen begleiten den jungen Atlas durch sein eher einsames, tristes Leben als Außenseiter. Der einzige Freund ist gerade kurz vor den Abschlussprüfungen weggezogen, für seine Mitschüler ist er ein Freak und sein Ziehvater ist manchmal aus beruflichen Gründen tagelang unterwegs.
Wie einsam Atlas ist, wird deutlich, als er in Flügelwald ankommt und erstmals wirklich Anschluss an eine bunt gemischte Gruppe findet – (fast) ohne Vorbehalte.
Hier lernt er die witzige, kluge Tia kennen, die die Krankenstation mit ihrem Wissen unterstützt. Und dann ist noch der waghalsige Philian, der sich als Sohn des Leiters von Flügelwald und Anführer der Zentauren seinen ganz eigenen Herausforderungen stellen muss.

Zusammen brechen die drei mit anderen auf, um sich der dunklen Bedrohung zu stellen und die vier Artefakte zu finden, die die anderen auf keinen Fall in ihre Hände bekommen dürfen. Dabei müssen sie verschollene Tempel finden, uralte Rätsel lösen und als Gruppe zusammenarbeiten. Dabei ist nicht jeder in der Gruppe, was zu sein vorgibt…

J. P. Meyer schont seine Charaktere wirklich nicht – egal ob Protagonist, Antagonist oder Begleiter*in. Er hat ihnen in »Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« keine heile Welt geschaffen, sondern eine, die sich einer tödlichen Bedrohung gegenübersieht.

Mir haben alle Charaktere sehr gefallen, ich habe mit ihnen gelacht, gelitten und einige auch wirklich, wirklich tief verachtet. Ich glaube, so sollte das auch sein.

Ein gelungener Jugend-Fantasy-Roman

J. P. Meyer schickt vor allem Atlas durch ein Wechselbad der Gefühle – Sorge, Wut, Einsamkeit, Verlust, aber auch Freude, Glück und Zusammenhalt. Atlas muss auf seiner Reise viel Ertragen – und die Leser*innen mit ihm. Die gewählte Erzählperspektive gibt einen Einblicke in Atlas Innerstes.
Angenehm ist der lebendigen, bildhaften Schreibstil von J. P. Meyer, der durch die Geschichte führt und das Abenteuer von Atlas kurzweilig und schnell gestaltet. Das Erzähltempo und die Spannungskurve sind ab dem Moment, in dem Atlas in Flügelwald aufwacht, hoch. So hoch, dass ich mir bei manchen Szenen mehr Raum für das Geschehen gewünscht habe. Gerade das finden der Artefakte hätte für mich noch mehr passieren dürfen. Ein egoistischer Wunsch, der meinem Lesespaß keinen Abbruch getan hat.

»Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« ist ein gelungener Jugend-Fantasy-Roman: lebendig und bildhaft geschrieben, kurzweilig, spannend und voller toller Charaktere. Ich hoffe es gibt irgendwann noch mehr um Atlas und Flügelwald zu lesen. Leser*innen von »Animox«, »Percy Jackson« oder »Magisterium« sollten einen Blick auf »Flügelwald – Das Vermächtnis des geheimen Ordens« werfen.

Autor

J. P. Meyer lebt am Fuße des Schwarzwalds und liebt das Leben umringt von einzigartiger Natur – und Gesellschaftspiele.
Als Künstler durch und durch schuf er Visuelle Effekte ganze Welten und Kreaturen für internationale Projekte der Film- und Fernsehbranche wie »Game Of Thrones«, »Justice League« und »Star Wars: The Mandalorian«. Privat lebt der Autor seine Kreativität durch das Schreiben und in der Musik aus.

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Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

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