Rezension »Wächter der Runen 02« von J.K. Bloom

JK Bloom Wächter der Runen 2

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»Wächter der Runen 02«
von J.K. Bloom

Sternensand Verlag, August 2019
978-3-0389-6061-4
500 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 16,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Trotz der schweren Verluste, die Ravaneas Seele gebrochen haben, beschließt sie, ihren Auftrag auszuführen und den Erbauer zu suchen.

Sie hat sich geschworen, diese Reise allein anzutreten, doch ihre Wege kreuzen die eines Runenschmiedlehrlings, der ihr seine Hilfe anbietet. Dabei ahnt sie nicht, dass er sie in noch größere Schwierigkeiten stürzt, denn das Imperium ist nicht die einzige Macht, die Ravaneas Kräfte für sich nutzen will.

Fazit

„Schwer getan habe ich mit allerdings mit dem Schreibstil von J.K. Bloom“, „anfänglichen Schwierigkeiten“ – ich hatte einige Kritikpunkte beim ersten Band von »Wächter der Runen«. Dieses Mal nicht, Seite eins und ich war sofort drin und voll dabei.

Perspektivwechsel steigert die Spannung

Wie im ersten Band lässt J.K. Bloom ihre Protagonisten, Finnigan und Ravanea abwechselnd erzählen. Nach dem ziemlichen aufwühlenden Ende vom ersten Band gibt das der Fortsetzung eine ganz besondere Dynamik. Aus dem „Hoffentlich kommen die beiden da wieder raus“-Momenten, die ich beim Lesen des ersten Bandes hatte, wurden hier „Oh mein Gott, hoffentlich überleben die beiden das!!!“ und „WTF, sie soll das nur weitergehen“-Ewigkeiten. Fand ich die Fortsetzung von »Wächter der Runen« also spannend? Himmel, ja! Inkl. Spannungs-Chips und Panik-Beruhigunstee war hat J.K. Bloom mir mit ihrer Fortsetzung alles angeboten.

Neben der gelungenen Spannungskurve haben mich auch Finn und Rave wieder voll abgeholt. Lebendig und unterhaltsam erzählen die beiden ihre Abenteuer und Treffen dabei auf mal mehr oder weniger sympathische Charaktere. Ich mochte vor allem die unberechenbare Diya und den doch etwas undurchsichtigenn, aber nicht minder faszinierenden Iian.

Gelungen sind J.K. Bloom neben Charakteren, Aufbau und Spannung wieder vor allem die Idee. Wer viel liest, weiß bei Geschichten oft, was als nächstes passiert. An sich nichts Schlimmes, eine wunderbare Geschichte muss das Rad nicht neu erfinden, sondern noch viel mehr können.
Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich Geschichten lese, die sich anders entwickeln, als ich dachte. Und siehe da: J.K. Bloom hat mich mit einigen Wendungen wirklich überrascht.

Sehr gelungene Fortsetzung

Der Zweite Band der »Wächter der Runen« von J.K. Bloom ist eine gelungene Fortsetzung, die spannende Wendungen bereithält und wieder mit lebendigen, fesselnden Charaktere überzeugt.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

J. K. Bloom

J.K. Bloom wurde 1995 geboren und lebt in Saarlouis. Die Verwaltungsfachangestellte schreibt seit sie elf Jahre alt ist ihre eigenen Geschichten und liebt es neue Welten erschaffen. Die Autorin ist abenteuerlustig und reist sehr gern. Neben dem Schreiben ihrer eigenen Geschichten entdeckt die J.K. Bloom auch gerne Welten zwischen den Seiten anderer Autoren und beschäftigt sich gerne mit ihren zwei Katzen.

 

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Rezension »Der Fluch des dunklen Prinzen« VON B.E. Pfeiffer

Der Fluch des dunklen Prinzen B.E. Pfeiffer

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»Der Fluch des dunklen Prinzen«
von B.E. Pfeiffer

Sternensand Verlag, August 2019
ISBN: 978-3-0389-6057-7
402 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Ein Fluch, der ein Königreich ins Verderben stürzen könnte.
Eine Prinzessin, die um Hilfe fleht.
Und ein Prinz, dem alle Mittel recht sind, nach der Krone zu greifen.

Für Prinz Liam bedeuten Gefühle Schwäche, daher holt er sich nur Mägde ins Bett, die ihm ein schnelles Vergnügen bieten können. Er ist der dunkle Prinz, der Zweitgeborene, auf dem ein grausamer Fluch lastet, denn sein Schicksal soll es sein, das Land zu verwüsten, um den Thron zu erringen. Die Untertanen fürchten ihn und seine mächtige Magie – keine gute Voraussetzung, um König zu werden. Liam sucht daher nach einer Möglichkeit, den Fluch zu umgehen und dennoch die Krone für sich zu gewinnen, doch dabei muss er gegen seinen Bruder bestehen. Als eines Tages Prinzessin Celeste aus dem verbündeten Königreich an den Hof kommt, gipfelt der brüderliche Wettstreit darin, dass sie beide um die Gunst der Prinzessin buhlen. Nur besitzt diese eine Waffe, gegen die selbst ein dunkler Prinz nicht gefeit ist: Liebe.

Fazit

Märchen mit Sex. Sex und Märchen. Mächensex?!?

Was war ich gespannt, als B.E. Pfeiffer ihren neuen Roman angekündigt hat. Erotisches Märchen. Was zum Henker? Kommt hier jetzt die Zeit nach der märchenhaften Traumhochzeit? Gibt es Girlstalk von Cinderella und ihren Märchenprinzessin-Freundinnen? Infos über den Sex mit Prinz Charming?
Ich war so, so, so neugierig auf die Idee von B.E. Pfeiffer.

Und dann kam alles irgendwie anders. Oder na ja, nicht ganz.

Ja, es gibt erotische Szenen. Leidenschaftliche – wenngleich manchmal etwas holprige- Momente, die mich mitgerissen haben. Szenen, die „so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel“ (Na, wer hört jetzt auch den Jingle aus dem Werbespot?)
Also ja, Erotik hat seinen Anteil, nein »Der Fluch des dunklen Prinzen« von B.E. Pfeiffer ist kein platter Bums-Roman. (No offence, jedes Buch hat seine Leser*innen und Berechtigung).

»Der Fluch des dunklen Prinzen« ist vielmehr ein fesselndes Märchen mit prickelnden Szenen, voller Liebe, Magie, Gefahr und Emotionen. Mit einer Prinzessin, zwei Prinzen, Flüchen, und mehreren Völkern.

Alles eine Frage der Perspektive

In »Der Fluch des dunklen Prinzen« hat sich B.E. Pfeiffer für die Ich-Perspektive entschieden. Eine gute Wahl, ich habe so viel Nähe zu Liam aufgebaut, der mich mit seiner Entwicklung beeindruckt hat.
Neben Liam haben mir auch die anderen Charaktere sehr gut gefallen: Liams Zwillingsbruder Kieran, mit dem Liam als Zweitgeborener und verfluchter Bruder stets im Wettstreit steht und Prinzessin Celeste, die alles andere als eine normale Prinzessin ist. Die Ich-Perspektive von Liam wirft ein besonders intensives Licht auf die Beziehung der drei jungen Menschen und den Machenschaften bei Hofe, was der Geschichte eine große Dynamik verleiht.

Die Welt ist immer wieder beeindruckend

Neben den Charakteren glänzt B.E. Pfeiffer wieder mit einer ihrer Königindisziplinen: der Welt. Detailliert kreiert und interpretiert die Autorin Legenden und Mythen der Reiche in »Der Fluch des dunklen Prinzen«.

Fasziniert von der Welt, verzaubert von den Charakteren, getragen von dem angenehmen Schreibstil, gefesselt von der Dynamik und Spannung des neuen Werkes von B.E. Pfeiffer war ich viel zu schnell durch die 402 Seiten der Geschichte. Leise still und heimlich hoffe ich, dass B.E. Pfeiffer mich irgendwann wieder mitnimmt in diese Welt.

»Der Fluch des dunklen Prinzen« ist eine Empfehlung für Märchenliebhaber, die es spannend mögen und offen für erotische Abenteuer von Prinzen und Prinzessinnen sind.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Bettina Pfeiffer wurde 1984 in Graz geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Baden bei Wien.
Die Autorin dachte sich schon immer gerne Geschichten aus, gerade zu ihrem zahlenorientierten Job als Knozerncontrollerin ein wichtiger Ausgleich.  Schließlich begann B.E. Pfeiffer, die auch ausgebildete Yoga- und Kinderyogalehrerin ist, ihre Geschichten aufzuschreiben und mit der Welt zu teilen.

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Weitere Meinungen zu »Der Fluch des dunklen Prinzen« von B.E. Pfeiffer

Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (4,5/5)
Seductive Books (o.A.)
Eine Bücherwelt (o.A.)
Manjas Buchregal (5/5)

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Klappentext: Sternensand Verlag
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Rezension »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

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»Es wird keine Helden geben«
von Anna Seidl

Oetinger Taschenbuch Verlag, Januar 2016
ISBN: 978-3-8415-0402-9
256 Seiten
Preis: 7,99€ eBook | 8,99€ Taschenbuch

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Inhalt

In Filmen gibt es immer Helden. Einer riskiert für andere sein Leben. Die Wahrheit ist oft anders – reine Angst. Miriam kennt die Wahrheit.

Miriam hätte diesen Morgen eigentlich verschlafen, wenn ihr Freund Tobi sie nicht so süß geweckt hätte. Dann hätte sie nicht auf einer Toilettenschüssel gestanden, als ein Mitschüler vor der Toilettentür getötet wurde. Dann wäre sie nicht voller Panik durch die Schulflore gerannt.
Dann hätte sie ihrem Freund nicht dabei zugesehen, wie er verblutet.

Matias, ein Schüler aus der Parallelklasse läuft an diesem Tag Amok. Lehrer, Mittelstufenschüler, Grundschüler – erst richtet er über sie und dann richtet er sich selbst.
Miriam überlebt den Tag, aber ist ein Leben voller Angst und Albträume es wert gelebt zu werden? Hat das Leben ohne Tobi noch einen Sinn? Wer ist schuld an Matias Tat? Nur er selbst oder ist es die Schuld von Miriam und ihren Mitschülern?

Fazit

»Es wird keine Helden geben« von Anne Seidl ist ein eindringlicher Roman, der tief unter die Haut geht, im Innersten wühlt und einen Gefühlscocktail aus Schock, Entsetzen und Optimismus zurücklässt.

Eindringlich, einfühlsam, grausam

Anna Seidl hat hier ein eindrucksvolles Debüt geschaffen, das mich noch lange nach dem letzten Satz beschäftigt hat. »Es wird keine Helden geben« ist eines der Bücher, die nachhallen. Mich hat das Schicksal von Miriam beschäftigt. Manchmal war es ein lautes Geräusch am Bahnhof, manchmal ein hübsches junges Mädchen, das in der S-Bahn über Mitschüler*innen lästert. Immer wieder musste ich an Miriam denken und war beeindruckt, wie großartig tiefgreifend Anna Seidel ihr Debüt gelungen ist.

»Es wird keine Helden geben« setzt mit der Geschichte da an, wo andere Bücher aufhören. Kern ist nicht der Amoklauf an sich, sondern das Überleben. Das Leben mit den Folgen. Das Leben mit der Frage „Bin ich schuld?“

Intensiv

Miriam ist 15, hübsch, beliebt. Seit sie in den Sommerferien mit Tobi zusammengekommen ist. Oberflälich betrachtet ist ihr Leben perfekt. Wären da nicht ihr Vater, der mit seinem Job verheiratet ist und ihre Mutter, die schon vor Jahren die Familie verlassen hat. Und die Momente in denen Miriam über die Stränge schlägt und Mitschüler*innen unnötig gemein gegenübertritt.
Momente, die sie nach dem Amoklauf von Matias Revue passieren lässt.
Momente, an denen sie rückblickend wächst und mehr von sich selbst entdeckt.

Miriam ist ein gelungener Charakter. Sehr verletzlich, sehr emotional, sehr durchschnittlich und sehr authentisch. Manchmal aber nervig bockig, irrational und selbstbemitleidend. Die ganze Bandbreite, die ein Trauma auslösen kann.
Die anderen Charaktere sind recht blass gehalten, der Fokus in »Es wird keine Helden geben« liegt ganz auch Miriam und ihrem Weg.
Trotz all des Lobes, gibt es auch Kritik: Der künstlich aufgelöste Mutter-Tochter-Konflikt tut der Geschichte nichts Gutes, sondern ist eher störend.

Ungeachtet der Dramatik und dem Ernst des Themas, hat ich »Es wird keine Helden geben« auch optimistisch zurück gelassen. Denn so traurig das Kernthema des Buches ist, am Ende geht es um das (Weiter-)Leben.

Eine Empfehlung

»Es wird keine Helden geben« ist ein mitnehmender Jungendroman, der unter die Hautgeht. Durch ihren einfachen, einprägsamen Schreibstil schafft Anna Seidl eine Intensität, die berührt, fesselt, beeindruckt und zum Nachdenken anregt.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Anna Seidl wurde 1995 in Freising geboren, wohnte u.a. in Budapest und zog mit ihrer Familie nach Bayern. Die Rohfassung ihres Debütromans »Es wird keine Helden geben« schrieb die Autorin mit 16.
Interview mit Anna Seidl bei Geile-Zeile (Dezember 2018)


Weitere Meinungen zu »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

Mona liest (4/5)
Geile-Zeile (5/5)
Susen liest(5/5)

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Rezension »Die Weltportale – Band 02« von B.E. Pfeiffer

Die Weltportale 02 B.E. Pfeiffer

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»Die Weltportale – Band 2«
von B.E. Pfeiffer

Sternensand Verlag,  Februar 2019
ISBN: 978-3-0389-6023-2
512 Seiten
Preis: 6,99€ eBook | 16,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Auch nach dem Sieg über den Schatten findet Eleonora keine Ruhe. In ihren Träumen begegnet sie einer mysteriösen Frau, die sie vor etwas zu warnen versucht. Als auch noch die Magie zu erlöschen droht, besteht kein Zweifel mehr: Der Schatten ist nicht besiegt, sondern lauert auf seine Chance, seinem Gefängnis zu entfliehen. Nur die Lunara können den Verlust der Magie abwenden. Doch dieses mysteriöse Volk versteckt sich in den Tiefen des Meeres, verborgen vor den Augen der Menschen. Wird es Eleonora und ihren Freunden dennoch gelingen, sie zu finden, bevor es zu spät ist?
(Quelle: Sternensand Verlag)

Fazit

lebendig, detailliert, authentisch

B.E. Pfeiffer hat ihren sehr einnehmenden Schreibstil behalten, der von Seite eins an gefangen nimmt und mich wieder mit einem enormen Tempo durch die Geschichte getragen hat. Einfach, flüssig und bildhaft, verwoben zu einer harmonischen Symphonie erzählt B.E. Pfeiffer mit ihrem Schreibstil die Geschichte von Eleonora weiter.
Beeindruckend fand ich, dass ich nach über einem halben Jahr nach »Die Weltportale« und etlichen anderen Abenteuern und Geschichten dazwischen, wieder direkt in der Geschichte von Eleonora war – ohne viel Federlesen, ohne große Einführung. Es fühlte sich wie ein nach Hause kommen an.

Drei sind (manchmal) eine(r) zu viel

Die Fortsetzung der Weltportale ist etwas ruhiger, ein Umstand, dem wohl der Dreickes-Geschichte zwischen Eleonora, Lucius und Aestus zu Grunde liegt. Ich mag jeden der drei Charaktere – sie sind einzigartig, authentisch und haben ihre Ecken und Kanten. Ihr Zusammenspiel bzw. ihre Dreiecks-Beziehung, bei Eleonora mit ihrer Liebe zwischen dem strahlenden Lucius und dem etwas düsteren Aestus schwankt, fand ich nicht notwendig für ein High Fantasy Abenteuer, das mit einem umfassenden Weltenbau und gelungenen Charakteren punkten kann. Die Wankelmütigkeit von Eleonora hat mir hier Platz von den Orten und Völkern weggenommen, von denen ich gerne mehr gehört hätte.

Neben Charakteren und Weltenbau hat es mir das Ende angetan. Nicht, weil es dann vorbei war, sondern weil B.E. Pfeiffer einen Cliffhänger par excellence eingebaut hat. Ich bin schon sehr gespannt, was mit Aestus passiert, wie es mit Eleonora weitergeht und wer in ihrem undurchsichtigen Familienangelegenheiten jetzt eigentlich wo steht – und mit wem verwandt ist.

»Die Weltportale – Band 02« von B.E. Pfeiffer ist ein magisches High Fantasy Highlight, das durch Weltenbau, Völker, Charaktere und den kleinen Begebenheiten und Wendungen begeistert.
Eine gelungene Fortsetzung, die mich trotz Dreiecks-Geschichte begeistern konnte und sehr viel Spaß beim Lesen und Entdecken macht.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

AUTORIN

Bettina Pfeiffer wurde 1984 in Graz geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Baden bei Wien.
Die Autorin dachte sich schon immer gerne Geschichten aus, gerade zu ihrem zahlenorientierten Job als Knozerncontrollerin ein wichtiger Ausgleich.  Schließlich begann B.E. Pfeiffer, die auch ausgebildete Yoga- und Kinderyogalehrerin ist, ihre Geschichten aufzuschreiben und mit der Welt zu teilen.

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Aus dem Leben einer Büchersüchtigen. (4/5)
Thoras Bücherecke (5/5)
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Rezension »Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning

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»Im Maulwurfstunnel«
von Thomas Kastning

Parlez Verlag,
Oktober 2018
978-3-8632-7050-6
256 Seiten
Preis: 8,99€ eBook | 15,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Konstantins ereignisloses Leben gerät aus den Fugen, als er sich in seine Nachbarin Leyla verliebt, die ihn in Kontakt mit der linksextremen Szene bringt. Dann erschüttert die Anschlagsserie einer linken Terrorzelle die Bundesrepublik.
Konstantin wird gegen seinen Willen in die Attentate verwickelt und sieht sich plötzlich mit der Frage konfrontiert, wie weit der Einzelne im Widerstand gegen den Staat gehen darf und ob Gewalt ein legitimes Mittel ist.
Unter dem Druck der Öffentlichkeit ermittelt die Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Dr. Priester auf Hochtouren, und schließlich gerät auch Konstantin in ihr Visier. Eine atemlose Verfolgungsjagd beginnt.
Ein fesselnder Roman, der den Spagat zwischen Spannung und politischer Philosophie wagt.
(Quelle: Amazon)

Fazit

»Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning war ein Experiment – um politische Literatur habe ich bisher einen Bogen gemacht. Langweilig, dachte ich immer. Beschöndigend und manipulativ, war meine Vermutung.

»Im Maulwurfstunnel« ist weder langweilig, noch beschönigt es irgendetwas und ist nicht manipulativ.  Thomas Kastning lässt seinen Protagonisten Konstantin die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählen. Die Leser*innen lernen einen abgestumpften Konstantin kennen, er steht auf, er geht arbeiten, er spielt Fußball, er geht schlafen. Sein Tagesablauf ist eintönig, ereignislos, langweilig. Bis unter ihm Leyla mit ihrem Sohn einzieht – Leyla, die aufregend ist, Leyla, die so lebendig ist, Leyla, die sich in der linksextremen Szene bewegt.
Über Leyla besucht Konstantin erst Demonstrationen, dann ist er bei Hausbesetzungen dabei und als eine linksextreme Terrorwelle Deutschland erschüttert, ist Konstantin mehr darin involviert, als er wollte. Oder haben die Täter recht mit ihren Taten? Wie weit darf der Widerstand gegen des Staat gehen? Sind Gewalt und Selbstjustiz legitime Mittel, wenn die Taten moralisch richtig scheinen?

Authentisch und unaufdringlich lässt Thomas Kastning Kontantin die Begegnungen mit dem Linksextremismus schildern. Dabei hinterfragt Konstantin immer wieder sich und andere, findet an machen Teilen der linkspolitischen Philioshie gefallen, schließt andere Aspekte für sich komplett aus. Neben diesem sehr interessanten intrinsischen Prozess von Konstantin schmückt Thomas Kastning seinen Roman aber auch noch mit einer spannenden Ermittlung. Der flüssige und angenehme Schreibstil des Autoren ermöglicht es den Leser*innen schnell mit Konsantin warm zu werden.
Dr. Priester hat nicht nach einem Fall mit so viel öffentlichem Interesse gebeten – war einfach dran. Der Druck aus Politik und Öffentlichkeit steigt mit jedem Toten, der dem linksextremistischen Terror zum Opfer fällt. Dabei muss Priester nicht nur schnöde Papierarbeit erledigen, sondern kommt den Tätern und Konstatin näher, als diesem lieb ist.

»Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning ist ein interessanter Roman, der nicht nur durch ein spannendes Thema überzeugt, sondern auch mit der Umsetzung punktet. Der Autor beleuchtet das Leben eines Durchschnittsbürgers, der unbeabsichtigt auf eine extreme Bahn gerät – etwas, was vielen passieren kann.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Thomas Kastning wurde 1985 geboren und lebt heute in Berlin. Nach seinem Studium in Thübing ging der Autor nach Westafrika, wo er sich unter anderen für die Friedrich-Ebert-Stiftung Ghana mit den bewaffneten Konflikten der Region auseinander.
Nach seinem anschließenden Masterstudium in Friedensforschung und Sicherheitspolitik begann er für die Berliner Wirtschaftsverbände zu arbeiten. Aktuell schreibt er an seinem nächsten Roman.


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Cover: Parlez Verlag

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