Rezension »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay

anouks spiel akhram el bahay

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»Anouks Spiel«
von Akram El-Bahay

Ueberreuter Verlag, Februar 2020
ISBN-13: 978-3-7641-5168-3
384 Seiten
Preis: 12,99€ eBook | 14,95€ Hardcover

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Inhalt

Jedes Jahr zu ihrem Geburtstag trägt Anouk einen ganz besonderen Wunsch im Herzen. Dieses Jahr wird ihr Wunsch zu einem Albtraum.

Anouk liebt ihren Geburtstag. Aber dieses Jahr ist alles anders. Dieses Jahr gibt es auch ihre Schwester Maya und seit Mayas Geburt muss Anouk die Aufmerksamkeit ihrer Eltern teilen. Anouk ist eifersüchtig.
Am Abend vor ihrem Geburtstag setzt sich ihrem Herzen ein dunkler Wunsch fest: Sie hätte ihre gerne Eltern gerne wieder für ich allein.
Am nächsten Morgen ist die Reue groß, doch Maya ist schon verschwunden und niemand außer Anouk erinnert sich an den kleinen Säugling.
Verzweifelt ergreift Anouk die einzige Chance ihren Wunsch rückgängig zu machen: Sie tritt in einem magischen Spiel gegen den dunklen Prinzen an. Vier Runden gegen einen Kontrahenten, der immer schneller zu sein scheint und Anouk am Ende vor eine unmögliche Wahl stellt, einzig mit einem exzentrischen Affen als Hilfe an der Seite, entscheiden über Mayas Zukunft.

Fazit

Phantastisch. Märchenhaft. Mitnehmend. »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay ist die spannende Geschichte der fast 13-jährigen Anouk, die geleitet durch einen Moment der Eifersucht einen dunklen Herzenswunsch äußert.
Sie hätte ihre Eltern gerne wieder für sich alleine und will keine Aufmerksamkeit mehr mit ihrer kleinen Schwester teilen. Anouks Wunsch wird erhört, am nächsten Morgen ist es, als hätte es Maya nie gegeben.
Anouk ist verzweifelt, was hat sie sich da nur gewünscht? In ihrer Reue erhält sie ein mysteriöses Paket. Ein Geschenk, denkt sie erst. Doch in Wahrheit ist das enthaltene Brettspiel die letzte Chance für Anouk ihre kleine Schwester zurückzubekommen.

Tolle Charaktere. Magie. Spannung.

In dem Brettspiel muss sich Anouk dem dunklen Prinzen stellen. Ein mysteriöser Gegenspieler, der Anouk immer wieder Steine in den Weg legt und ihr immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Aber Anouk ist nicht alleine, ihr steht der sehr selbstbewusster, exzentrischer, manchmal etwas nerviger, Affe -‚tschuldigung Schimpanse!- Pan als Begleiter zur Seite.

Zusammen mit Pan betritt Anouk das Spiel, vier Spielgebiete -Wald, Wüste, Meer, Berge – wollen bewältigt werden. Von nun an kreuzen Menschen, Fabelwesen, sprechende Tiere und andere Unmöglichkeiten Anouks Weg.
Die Welt, der Autor Akram El-Bahay mit seinem bildhaften Schreibstil so wunderbar Leben einhaucht, besticht durch ihre Originalität und Vielfalt. Akram El-Bahay hat hier eine bunte Spielwiese für die Fantasie seiner (jungen) Leser*innen geschaffen.

Das Salz in der Suppe

Kleiner Wermutstropfen an der Umsetzung dieser großartigen Idee von Akram El-Bahay ist die Wiederholung. Alle vier Spielrunden ähneln sich im Ablauf sehr: Anouk ist dem Sieg der Runde zum Greifen nahe und der dunkle Prinz stellt sie vor eine scheinbar unmögliche Wahl. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Auch mehr Hintergründe für einige Situationen, Entwicklungen oder Figuren wie den Spielemacher, hätten mir hier sehr gut gefallen. Wett macht das Anouk, sie ist eine authentische, tolle Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck. Sie wächst an den Herausforderungen und Aufgaben, die sie bewältigt und lernt viel über sich selbst.

Kein schnödes Happy End – ein Ende mit Message!

»Anouks Spiel« von Akram El-Bahay ist die märchenhaft-spannende Rettungsmission einer fast 13-jährigen, auf der Kennenlernreise ihrer selbst. Besonders gelungen – gerade für die Zielgruppe – finde ich das Ende der Geschichte, kein schnödes Happy End, sondern Ende mit Message!
Es geht um Mitgefühl, Empathie, sich selbst verstehen, sich selbst treu zu bleiben und aus eigenen Fehlern zu lernen.

»Anouks Spiel« ist ein toller Jugendroman und eine Empfehlung für alle Leser*innen, die sich ein spannendes, lebendig erzähltes, mysteriöses Abenteuer mit Tiefgang und Wortwitz wünschen.

Bewertung

Bewertung 3,5
3,5 von 5

Autor

Akram El-Bahay wurde 1976 geboren, ist Schriftsteller und Journalist. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs der Autor mit den Einflüssen von zwei Kulturkreisen auf. Elemente dieser Einflüsse finden sich auch in seinen Romanen wieder: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an Klassiker wie den „Herrn der Ringe“ als auch an orientalische Märchen erinnern.

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Weitere Meinungen zu »Anouks Spiel« von Akram El-Bahay

Prettyigers Bücherregal (3,5 /5)
Hörnchens Büchernest (5/5)
Skyline of Books (5/5)

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Rezension »All-Souls 01 – Die Seelen der Nacht« von Deborah Harkness

Cover die seelen der Nacht Deborah Harkness

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»All-Souls 01 – Die Seelen der Nacht«
von Deborah Harkness

blanvalet, Januar 2013
ISBN: 978-3-4423-7719-0
832 Seiten
Preis: 8,99€ eBook | 10,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Die Welt beherbergt mehr, als die Menschen wissen: Dämonen, Vampire und Hexen leben bisher unerkannt unter ihnen.

Diana ist Wissenschaftshistorikerin aus Überzeugung – und außerdem die Erbin einer der stärksten und ältesten Hexenfamilien. In ihr hat sich das Blut der Bishops und der Proctors vereint, was das für Dianas Kräfte bedeutet, weiß niemand. Nicht einmal die junge Frau selbst, denn während andere mit Freuden ihre Macht erprobt hätten, versucht Diana ihrer Magie und allem Übernatürlichen aus dem Weg zu gehen. Was gut funktioniert, bis sie eines Tages ein verschollen geglaubtes Manuskript in den Händen hält.
Plötzlich steht Diana nicht nur im Mittelpunkt des Interesses aller übernatürlichen Völker, sondern begegnet auch Matthew Clairmont – Naturwissenschaftler und 1500 Jahre alter Vampir. Eine schicksalhafte Begegnung, die nicht nur Diana tief berührt, sondern die ganze übernatürliche Welt erschüttert und eine Jagd sondergleichen auslöst.

Fazit

Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so im Zwiespalt zurückgelassen hat. Wirklich. Mal wollte ich das Buch abbrechen, am Ende bin ich aber doch neugierig auf die Fortsetzung.

Was waren die Probleme?

Fangen wir von vorne an: Das Buch ist lang – 832 Seiten. Ich lese gerne dicke Schinken, aber dann müssen die Passagen entweder einen Sinn für die Geschichte haben oder mich fesseln. In den Längen ihres Buches hat Deborah Harkness mich hier oft verloren, ja, manche Seiten habe ich -Schande! – nur überflogen! Aber der gefühlt 25. geistige Orgasmus von Diana, wenn sie ein altes Manuskript streichelt oder von Matthew die x. Anekdote über seine früheren Best Buddys Charles Darwin, William Shakespeare oder Queen Elizabeth (ja, er kannte sie natürlich immer alle!), hat dann weder ihre Glaubhaftigkeit als Wissenschaftshistorikerin erhöht, noch irgendetwas anderes für die Geschichte getan. Das war, ich muss es leider so sagen, schlicht langweilig.
Ich schätze, hier ist die Geschichtsprofessorin in der Autorin durchgegangen.

Gehadert habe ich aber nicht nur mit den Längen, die wurden ja auch immer wieder durch spannende, unterhaltsame Passagen unterbrochen, sondern durchaus auch mit Diana und Matthew.
Diana ist anfangs tough und sehr auf ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit bedacht. Das selbstständige Denken stellt sie dann quasi komplett ein, ca. 5 Minuten, nachdem sie dem Super-Alpha-Vampir Matthew begegnet ist. Der weiht sie dreiviertel des Buches nämlich in gar nichts ein, sondern macht einfach und versteckt sich hinter der „Ich bin 1500 Jahre alt und Vampire leben wie Wölfe. Der Alpha sagt, der Rest macht“-Fassade. Selbst seine Vampirmutter fügt sich dem Willen ihres jüngsten Sohnes, dabei ist der eigentlich nicht mal offizielles Familienoberhaupt, sondern hat nur dann das Sagen, solange sein Bruder Baldwin nicht in der Nähe ist.

Erst im letzten Viertel des Buches sieht Matthew dann ein, dass er nicht mehr im 7. Jahrhundert lebt und sich einiges getan hat. Da macht er recht schnell eine 90 Grad Wende und weiht Diana nun immerhin über die meisten seiner Entscheidungen für sie ein. Diana erwirbt sogar etwas von ihrem alten Ich zurück und wird wieder etwas mutiger, selbstständiger und hat nicht mehr so oft einen Zusammenbruch.

Und dennoch bin ich auf die Geschichte und die Serie neugierig

Was soll ich sagen? Obwohl mir so vieles nicht gefallen hat, ich bin dennoch neugierig auf die Geschichte! Deborah Harkness hat nicht nur immer wieder mitnehmende Passagen in ihre Geschichte gebaut, sondern auch wundervolle Nebencharaktere geschaffen, die sehr, sehr viel für die Geschichte tun – allen voran Matthews Sohn Marcus und Dianas Tante Sarah. Auch die Liebe zwischen Diana und Matthew hat mir -bis auf Dianas ungesunde Charakteränderung- gefallen. Der Autorin ist es gut gelungen, die Tiefe der Gefühle, die Diana und Matthew verbotener Weise füreinander hegen, festzuhalten.
Und der Cliffhanger am Ende ist auch wirklich mies – das macht neugierig. Ich werde aber in diesem Fall von Buch zur Serie („A discovery of witches“) wechseln und mal sehen, wie mir die Verfilmung des ersten Bandes gefällt.

»Die Seelen der Nacht« ist eine Empfehlung für Leser*innen, die keine Angst vor wissenschaftlichen Details haben, keine Längen scheuen und keine hochtraben Geschichte zum Nachdenken erwarten. Der Auftakt der All-Souls-Trilogie ist solide, seichte Unterhaltungsliteratur mit Schwächen und Stärken.

Bewertung

2,5 von 5 Bücher

Autorin

Deborah Harkness wurde 1965 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Sie ist eine angesehene Medizin- und Wissenschaftshistorikerin und lehrt europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles.
Ihre »All-Souls«-Trilogie, bestehend aus den Romanen »Die Seelen der Nacht«, »Wo die Nacht beginnt« und »Das Buch der Nacht«, war ein großer internationaler Erfolg. Der erste Band wurde bereits als Serie verfilmt, die Verfilmung der anderen Bände sind in Planung.
Neben Romanen schreibt Deborah Harkness außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog.


Weitere Meinungen zu »Die Seelen der Nacht« von Deborah Harkness

Bookakolics: Till the End of time (2,5/5)
Buchkritik bei Focus (o.A.)
analog 2.0 (5/5)
Escape into dreams (3/5)

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Andere Vampir-Romane


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Rezension »Die goldenen Wölfe« von Roshani Chokshi

ie goldenen Wölfe Roshani Chokshi

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»Die goldene Wölfe (Band 1)«
von Roshani Chokshi

Arctis Verlag, August 2019
ISBN: 978-3-0388-0026-2
448 Seiten
Preis: 14,99€ eBook | 19,00€ Hardcover

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Inhalt

Paris, 1889. In wenigen Tagen eröffnet die Weltausstellung ihre Tore, die Stadt ist mit Menschen aus aller Herren Länder überfüllt.

Severin, Tristan, Enrique, Laila und Zofia – fünf Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Zielen haben sich zu einer Gruppe gefunden, die zusammen schon das eine oder andere geschmiedete Artefakt in ihren Besitz gebracht haben.
Zur Weltausstellung steht ihnen ein Coup bevor, der ihr aller Leben verändern soll, was sie finden, dürfte aber tatsächlich die ganze Welt verändern…

Fazit

Paris, je t’aime!

Der Einstieg in »Die goldenen Wölfe« fiel mir leicht, Roshani Cokshi hat einen flüssigen, lockeren Schreibstil und ein tolles Wordlbuilding.
Sie greift die verträumte, aber auch dreckige und überfüllte Atmosphäre von Paris des 19. Jahrhunderts auf und erweckt sie zum Leben.

5 + 1 sind keiner zu viel

Ohne langes Vorspiel wirft Roshani Chokshi ihre Leser in das Geschehen, ein kurzer Prolog, dann erzählen die einzelnen Charaktere die Geschichte abwechselnd. Hört sich vielleicht nach einem undurchsichtigen Einstieg an, ist es aber nicht. Die Autorin hat ihre Charaktere zugänglich gestaltet. Egal, wer der fünf gerade erzählt, es bleibt übersichtlich und eingängig.

Neben Severin, der darum kämpft als Nachfahre von Haus Vanth, anerkannt zu werden, auch wenn der Orden von Babel, die Geheimgesellschaft des Schmiedens, ihn diesen Titel aberkannt hat, erzählen auch Laila, Tristan, Enrique und Zofia von dem herausfordernden Coup, der eine weltverändernde Entdeckung bereithält und nur der Anfang eines Abenteuers ist, das Opfer fordern wird.

Besonders spannend fand ich, den Mix der Gruppe, jeder einzelne von ihnen verfolgt eigene Ziele und dennoch ergänzen sich die Fähigkeiten der Fünf so perfekt, dass sie die Gruppe und die damit einhergehende Chance zu schätzen wissen.
Jeder von ihnen ist etwas Besonderes: Tristan und Zofia besitzen die Schmiedekunst und können herstellen, was auch immer sie sich vorstellen. Enrique ist der Gelehrte der Gruppe, sein Wissen hat schon so manches Rätsel um die gestohlenen Artefakte gelöst.
Laila ist… Laila ist etwas anderes, ein Kind dunkler Schmiedekunst, ein Geheimnis und verzaubert als Tänzerin reihenweise die Männer.
Severin hält die Gruppe zusammen, er ist meist Aufreger und doch auch Ruhepol der Gruppe. Er trifft die Entscheidungen und trägt alle Konsequenzen.

Einen Charakter möchte ich noch erwähnen, ich weiß nämlich nicht, wohin Roshani Chokshi mit ihm möchte: Hypnos, Patriarch von Haus Nyx und alter Bekannter von Severin. Es wirkt, als suche er unbedingt Freunde in einer Welt, in der Bastarde, wie er nun einmal per Definition einer ist, keine ehrliche Anerkennung bekommen. Aber – mal ganz unter uns- ich traue dem Braten irgendwie nicht. Ich bin gespannt, welche Rolle er in der weiteren Geschichte spielen wird.

Hier ist (fast) alles Gold, was glänzt

Was habe ich bisher schon gelobt? Charaktere und Worldbuilding.
Neben den beiden genannten Punkten hat mir auch die Spannungskurve gefallen. Roshani Chokshi hat mit ihrem bildhaften Schreibstil eine lebendige, dynamische Atmosphäre geschaffen, die die Geschichte vorantreibt und sehr viel Spaß beim Lesen macht.

Aber ich habe auch einen Kritikpunkt: Ein Kernelement in »Die goldenen Wölfe« ist das Schmieden. Nicht das verformen von Metall durch Hitze, Hammer und Amboss, sondern durch nutzen von eigenen, angeborenen Fähigkeiten. Das war stellenweise sehr abstrakt, da hätte ich mir mehr Informationen drumherum gewünscht. Aber wer weiß, vielleicht kommt dazu in den Folgebänden mehr.

Absolut empfehlenswert

»Die goldenen Wölfe« von Roshani Chokshi ist ein spannender Fantasyroman voller Spannung, Geheimnisse, Magie und ja auch zarten Gefühlen der Liebe. Tolle Charaktere, eine spannende Handlung, mit unvorhersehbarem Ende und der mitnehmende Schreibstil von Roshani Chokshi machen »Die goldenen Wölfe« zu einem Lesevergnügen.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Roshani Chokshi wurde 1991 in den USA geboren. Sie stand mit ihrer Kinderbuchreihe Kinderbuchreihe Aru Sha und ihren Fantasy-Romanen The Star Touched Queen und A Crown Of Wishes auf der New York Times-Bestsellerliste. Chokshi ist verheiratet und lebt in Georgia.

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Rezension »Secret Game« von Stefanie Hasse

Secret Game Stefanie Hasse

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»Secret Game«
von Stefanie Hasse

Ravensburger Verlag, Juli 2019
ISBN: 978-3-0389-6055-3
384 Seiten
Preis: 12,99€ eBook | 16,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Wahl, Wahrheit oder Pflicht – womit startest du?

Die Eliteschule in New York ist genauso, wie das Klischee vermittelt: die Kids der Superreichen werden vom Chauffeur in der Limousine bis ins Halteverbot vor der Schule gefahren, Oberflächlichkeit ist Trumpf und Geld regiert die Welt.
Das alles ist Ivory völlig fremd, als sie das Stipendium der St. Mitchell erhält und sich in Mitschüler Heath verliebt. Eigentlich könnte ihr Leben in New York kaum schöner sein, bis das neue Schuljahr startet, Heath sich ohne Erklärung zurückzieht und Ivory Teil eines verbotenen Spiels wird, bei dem aus Spaß schnell bitterer Ernst wird…

Fazit

OMG! Ich liebe Gossip Girl – New York, Elite, Geld, Intrigen – GEIL!

»Secret Game – Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz« von Stefanie Hasse hat mich direkt an Gossip Girl erinnert. Eine Serie, die ich liiiieeeebbbeee: Intrigen, Freundschaft, Upper East Side, verwöhnte Rich Kids… diese Serie hat mich so lange unterhalten, das Buch von Stefanie Hasse hatte mit meiner Assoziation zu Gossip Girl auf jeden Fall eine sehr hohe Messlatte! Wie sich »Secret Game« geschlagen hat?

me gusta!

Leicht und fesselnd erzählt Stefanie Hasse die Geschichte von Ivory, Tochter einer Pfarrerin, die von Deutschland nach Big Apple zieht. Dort besucht sie dank eines Stipendiums die elitäre St. Mitchells Shool, Ausbildungsstätte des Nachwuchses der New Yorker Elite.
Zwischen all den Oberflächlifkeiten und Cliquen findet Ivory nicht nur Freundinnen, sondern auch die Liebe: Mitschüler Heath verdreht Ivory in den Sommerferien den Kopf. Umso mehr bricht es ihr das Herz, als Heath sich nach den Ferien kommentarlos zurückzieht und die Gerüchte über eine Liebelei zwischen ihm und seiner Stiefschwester mehr als nur Gerüchte zu sein scheinen.
Als die neue Runde des eigentlich verbotenen Spiels an der St. Mitchells startet, ist Ivory mit von der Partie und lernt ganz schnell, dass das Spiel dieses Jahr eskaliert und die vermeintlich harmlose Aufgaben und Geheimnisse die Teilnehmer*innen ihr ganzes Leben lang angreifbar machen. Oder tödlich enden.

Ivory ist ein sympathisches, süßes Mädchen, das in das Gute in den Menschen glaubt und eine tolle Protagonistin ist. Besser noch als Ivory haben wir zwei andere Charaktere gefallen: Penelope, Heaths Stiefschwester und Kelly, eine von Ivory. Beide Mädchen sind so vielschichtig, dass ich mein Urteil über sie immer revidieren musste, neben der doch vorsehbaren Ivory haben Penelope und Kelly so viel mehr Tiefe bewiesen, als ich ihnen anfangs zugetraut habe. Ich war wirklich positiv überrascht, dass zwei Nebencharaktere meine Aufmerksamkeit von der Protagonistin ablenken konnte.

One of us is lying, Gossip Girl und Pretty Little Liars – Stefanie Hasse hat die Vibes getroffen

Neben dem spannenden Charaktermix, der eine fesselnde Dynamik zwischen den Charakteren erzeugt, hat Stefanie Hasse mich auch mit anderem überzeugt. Immer wieder gab es Situationen, die eigentlich ganz klar schienen, sich dann aber ganz anders entwickelt haben, als ich dachte.

Großer Pluspunkt und gleichzeitig eine kleine Schwäche in »Secret Game« ist ein Stilmittel: die X-Kapitel. Immer wieder wird Ivorys Geschichte durch X-Kapitel abgelöst, optisch durch einen grauen Hintergrund gekennzeichnet, gibt es kurze Szenen und Momente, die Charaktere aus der Geschichte aktuell erleben oder in der Vergangenheit erlebt haben. Dabei nutzt die Autorin in diesen Szenen keine Namen, es obliegt den Leser*innen zu entschlüsseln, mit welchem Charakter sie gerade ein Erlebnis teilen. Eine spannende Idee, die der Spanungskruze einen Kick gibt! Leider nagt an mir ein kleiner Zweifel, ob ich alle X-Kapitel den richtigen Charakteren zuordnen konnte. Ich hätte mir zumindest irgendwo eine kleine Auflösung gewünscht – nur für das gute Gefühl.

Absolut empfehlenswert

»Secret Game. Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz« von Stefanie Hasse ist eine mitnehmende Geschichte voller Intrigen, Liebe, Herzschmerz, Geheimnissen, Spannung und Rache. Eine absolute Empfehlung für Fans von »One of us is lying«, Gossip Girl und Pretty Little Liars.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Stefanie Hasse

Stefanie Hasse lebt zusammen mit ihrer lesebegeisterten Familie in Süddeutschlands. Wenn sie nicht gerade eigene Werke verfasst, bloggt die Autorin zusammen mit ihrem Mann über Bücher.
2015 fand das Debüt von Stefanie Hasse, die Darian & Victoria -Trilogie ein zu Hause bei Impress und seither versorgt die Autorin ihre Leser stets mit neuen romantisch-phantastischen Abenteuern.
© Foto: privat

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Außerdem von Stefanie Hasse gelesen


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Rezension »Der Fluch des dunklen Prinzen« VON B.E. Pfeiffer

Der Fluch des dunklen Prinzen B.E. Pfeiffer

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»Der Fluch des dunklen Prinzen«
von B.E. Pfeiffer

Sternensand Verlag, August 2019
ISBN: 978-3-0389-6057-7
402 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Ein Fluch, der ein Königreich ins Verderben stürzen könnte.
Eine Prinzessin, die um Hilfe fleht.
Und ein Prinz, dem alle Mittel recht sind, nach der Krone zu greifen.

Für Prinz Liam bedeuten Gefühle Schwäche, daher holt er sich nur Mägde ins Bett, die ihm ein schnelles Vergnügen bieten können. Er ist der dunkle Prinz, der Zweitgeborene, auf dem ein grausamer Fluch lastet, denn sein Schicksal soll es sein, das Land zu verwüsten, um den Thron zu erringen. Die Untertanen fürchten ihn und seine mächtige Magie – keine gute Voraussetzung, um König zu werden. Liam sucht daher nach einer Möglichkeit, den Fluch zu umgehen und dennoch die Krone für sich zu gewinnen, doch dabei muss er gegen seinen Bruder bestehen. Als eines Tages Prinzessin Celeste aus dem verbündeten Königreich an den Hof kommt, gipfelt der brüderliche Wettstreit darin, dass sie beide um die Gunst der Prinzessin buhlen. Nur besitzt diese eine Waffe, gegen die selbst ein dunkler Prinz nicht gefeit ist: Liebe.

Fazit

Märchen mit Sex. Sex und Märchen. Mächensex?!?

Was war ich gespannt, als B.E. Pfeiffer ihren neuen Roman angekündigt hat. Erotisches Märchen. Was zum Henker? Kommt hier jetzt die Zeit nach der märchenhaften Traumhochzeit? Gibt es Girlstalk von Cinderella und ihren Märchenprinzessin-Freundinnen? Infos über den Sex mit Prinz Charming?
Ich war so, so, so neugierig auf die Idee von B.E. Pfeiffer.

Und dann kam alles irgendwie anders. Oder na ja, nicht ganz.

Ja, es gibt erotische Szenen. Leidenschaftliche – wenngleich manchmal etwas holprige- Momente, die mich mitgerissen haben. Szenen, die „so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel“ (Na, wer hört jetzt auch den Jingle aus dem Werbespot?)
Also ja, Erotik hat seinen Anteil, nein »Der Fluch des dunklen Prinzen« von B.E. Pfeiffer ist kein platter Bums-Roman. (No offence, jedes Buch hat seine Leser*innen und Berechtigung).

»Der Fluch des dunklen Prinzen« ist vielmehr ein fesselndes Märchen mit prickelnden Szenen, voller Liebe, Magie, Gefahr und Emotionen. Mit einer Prinzessin, zwei Prinzen, Flüchen, und mehreren Völkern.

Alles eine Frage der Perspektive

In »Der Fluch des dunklen Prinzen« hat sich B.E. Pfeiffer für die Ich-Perspektive entschieden. Eine gute Wahl, ich habe so viel Nähe zu Liam aufgebaut, der mich mit seiner Entwicklung beeindruckt hat.
Neben Liam haben mir auch die anderen Charaktere sehr gut gefallen: Liams Zwillingsbruder Kieran, mit dem Liam als Zweitgeborener und verfluchter Bruder stets im Wettstreit steht und Prinzessin Celeste, die alles andere als eine normale Prinzessin ist. Die Ich-Perspektive von Liam wirft ein besonders intensives Licht auf die Beziehung der drei jungen Menschen und den Machenschaften bei Hofe, was der Geschichte eine große Dynamik verleiht.

Die Welt ist immer wieder beeindruckend

Neben den Charakteren glänzt B.E. Pfeiffer wieder mit einer ihrer Königindisziplinen: der Welt. Detailliert kreiert und interpretiert die Autorin Legenden und Mythen der Reiche in »Der Fluch des dunklen Prinzen«.

Fasziniert von der Welt, verzaubert von den Charakteren, getragen von dem angenehmen Schreibstil, gefesselt von der Dynamik und Spannung des neuen Werkes von B.E. Pfeiffer war ich viel zu schnell durch die 402 Seiten der Geschichte. Leise still und heimlich hoffe ich, dass B.E. Pfeiffer mich irgendwann wieder mitnimmt in diese Welt.

»Der Fluch des dunklen Prinzen« ist eine Empfehlung für Märchenliebhaber, die es spannend mögen und offen für erotische Abenteuer von Prinzen und Prinzessinnen sind.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Bettina Pfeiffer wurde 1984 in Graz geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Baden bei Wien.
Die Autorin dachte sich schon immer gerne Geschichten aus, gerade zu ihrem zahlenorientierten Job als Knozerncontrollerin ein wichtiger Ausgleich.  Schließlich begann B.E. Pfeiffer, die auch ausgebildete Yoga- und Kinderyogalehrerin ist, ihre Geschichten aufzuschreiben und mit der Welt zu teilen.

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Weitere Meinungen zu »Der Fluch des dunklen Prinzen« von B.E. Pfeiffer

Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (4,5/5)
Seductive Books (o.A.)
Eine Bücherwelt (o.A.)
Manjas Buchregal (5/5)

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Mehr von B.E. Pfeiffer


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Klappentext: Sternensand Verlag
Cover: Sternensand Verlag

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