Rezension »Deceptive City 02 – Verraten« von Stefanie Scheurich

Deceptive City Verraten Stefanie Scheurich

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»Deceptive City 02 – Verraten«
von Stefanie Scheurich

Sternensand Verlag, Juli 2019
ISBN: 978-3-0389-6055-3
384 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Mitchells und Thyas Leben wird nie wieder dasselbe sein.

Während Mitchell mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu kämpfen hat, sieht sich Thya mit der harten Realität außerhalb der Stadt konfrontiert. Sie muss feststellen, dass sie bisher in einer Traumblase gelebt hat, die nun geplatzt ist. Und auch Mitchell weiß nicht mehr, wem er eigentlich vertrauen kann. Gerade als er droht, all seine Hoffnung zu verlieren, taucht ausgerechnet der eine Mensch auf, der nicht mehr am Leben sein sollte, und bringt eine grausame Wahrheit ans Licht.

Fazit

Die erste Seite schlägt ein wie eine Bombe

Bäm! Was für ein spannungsgeladener Einstieg, »Deceptive City – Verraten« geht genau da weiter, wo »Deceptive City – Aussortiert« aufgehört hat. Me gusta!

»Deceptive City – Verraten« ist die Fortsetzung um Thya und Mitchell, die in zwei getrennten Welten aufgewachsen sind und deren Wege sich eigentlich nie gekreuzt hätten. Hätte ist aber ein Konjunktiv und somit müssen Thya und Mitchell mit ihren Entscheidungen (über-)leben.
Was so simpel klingt, kann in der Welt von Deceptive City so schwer sein!

4+1

In meiner Rezension zu »Deceptive City – Aussortiert« haben ich mir für den spannenden Charakter-Mix aus Thya, Mitchell, Susi und Theo eine Weiterentwicklung gewünscht. Das hat Stefanie Scheurich durch zwei Arten geschafft: zum einen wächst das Konglomerat der Erzähler*innen, die Autorin gibt einer weiteren Erzählerin eine Stimme. Wie die anderen vier Erzähler*innen hat auch die Neue eine ganz eigene Art. Stefanie Scheurich bringt mit jedem Kapitel und jeder/jedem neuen Erzähler*in andere Eigenschaften ihrer Charaktere in den Vordergrund und erzählt die einzelnen Kapitel auf eine ganz eigene Art. Als hätten dieses Mal nicht vier Autorinnen/Autoren an dem Buchgearbeitet, sondern fünf!

Zum anderen gibt es für alle Charaktere mehr Tiefe. Vor allem der undurchsichtige Theo bekommt in »Deceptive City – Verraten« mehr Raum und was soll ich sagen – aktuell ist er einer meiner liebsten Charaktere dieser Reihe.

Manche Geschichten hat man länger im Kopf, als das Buch in der Hand

Neben den Charakteren, die mir wegen ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und ihrer Weiterentwicklung wieder sehr gut gefallen haben und der Wandelbarkeit bzw. Anpassungsfähigkeit von Stefanie Scheurichs Schreibstil an ihre Charaktere, hat mir auch die Entwicklung der Geschichte wieder sehr gefallen.
»Deceptive City« ist immer noch keine Dystopie, die ihre Charaktere schnell, fast hektisch durch Katastrophen jagt. Stefanie Scheurich setzt sich vielmehr immer noch in einem ruhigen Ton mit gesellschaftskritischen Themen auseinander und lässt diese in die Geschichte einfließen.

Das hat ganz viel mit mir gemacht. Wo ich andere Dystopien gelesen (auch genossen!) und beiseite gelegt habe, wirkte »Deceptive City – Verraten« nach und beeinflusste meinen Blick auf einige Themen. Am meisten beschäftigt hat mich die Frage: Wer hat das Recht zu entscheiden, wer die Konsequenzen einer Entscheidung auf Kosten der Menschlichkeit zu tragen hat?

Absolut empfehlenswert

»Deceptive City – Verraten« ist eine spannende, bewegende Dystopie voller Intrigen, Gesellschaftskritik sowie alter und neuer Geheimnisse. Verpackt in einem wandelbaren, lebendigen Schreibstil präsentiert Stefanie Scheurich weiterhin aktuelle, gesellschaftskritische Themen brisant, spannend, und absolut lesenswert.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Stefanie Scheurich

Stefanie Scheurich wurde 1997 im Schwabenland geboren und lebt mit ihrer Familie in einem Stadtteil in Esslingen. Die Autorin liebt die Ruhe und könnte stundenlang einfach nur lesen. Nach dem Abitur begann Stefanie Scheurich allerdings erste eigene Seiten zu füllen und veröffentlichte 2016 ihre ersten Geschichten.
Die Autorin träumt davon, vom Schreiben leben zu können, widmet sich bis dahin allerdings ihrem Studium und dem Ballett.

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Gewinnspiel

  1. Preis: »Deceptive City«-Buch-Paket (Band 1 & 2 als Taschenbuch)
  2. – 4. Preis: Goodie Paket

So geht’s:
Beantworte bis einschließlich 12.07.2019 die Tagesfrage als Kommentar auf dem Blog oder in der Facebook-Veranstaltung und sammele so je teilnehmenden Blog ein Los.

Tagesfrage:
Welches aktuelle Thema/Welchen aktuellen Trend unserer Gesellschaft betrachtest du gerade als besonders kritisch?

Teilnahmebedingungen:
– Du bist über 18 Jahre alt oder besitzt eine Einverständniserklärung Deiner Eltern.
– Du hast einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
– Du bist damit einverstanden, dass Dein Name im Gewinnfall öffentlich bekannt geben wird
– Keine Haftung für auf dem Versandweg Verlorenes
– Keine Barauszahlung des Gewinns möglich
– Der Gewinner werden schnellstmöglich bekannt gegeben.
– Teilnahmeschluss ist der 12.07.2019 23.59 Uhr

Teilnehmende Blogs:
Seductive Books (ab 05.07.)
Thoras Bücherecke (ab 07.07.)
Lizas Bücherwelt (ab 09.07.)
Fuchsias Weltenecho (ab 10.07.)
All you need is a lovely book (ab 10.07.)
L.C.s Bookshelf (ab 11.07.)
Aus dem Leben einer Büchersüchtigen. (ab 11.07.)


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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.

Klappentext: Sternensand Verlag
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Rezension: »Ein Tess-Carlisle-Roman 02 – Jägernacht« von Nicole Schuhmacher

Jägernacht Nicole Schuhmacher

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»Ein Tess-Carlisle-Roman 02 – Jägernacht«
von Nicole Schuhmacher

Sternensand Verlag, Juni 2019
ISBN: 978-3-0389-6051-5
384 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Hey, ich bins wieder!
Tess Carlisle, Kautionsdetektivin und Mitglied der größten Chaos-Crew in New Orleans. Seid ihr bereit für eine zweite Runde Böse-Jungs-Vermöbeln? Wollt ihr mit mir in gefährliche Mysterien schlittern und kein Fettnäpfchen auslassen? Ja? Ich wusste, ich kann auf euch zählen.
All Hallows’ Eve beginnt in diesem Jahr ganz beschaulich für carlislesche Verhältnisse. Bis die Geschwister eines gewissen Höllendämons auftauchen und mir an die Gurgel wollen. Aber ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin – völlig mittellos und chronisch pleite –, wenn ich mich von ein bisschen Hokuspokus aus den Latschen hauen ließe. Vielleicht gibt es auch ein Wiedersehen mit unserem Lieblings-Teacup-Schweinchen und dessen Anhängsel, dem schlecht gelauntesten Bodyguard der westlichen Hemisphäre. Und für ein bisschen Voodoo ist zwischen all meinen seriösen Tätigkeiten im Rotlichtviertel der Stadt auch noch Platz. Ihr seht, es rast wieder ein ereignisreiches Abenteuer auf uns zu. Wäre doch furchtbar, wenn es einmal langweilig würde …

Fazit

sarkastisch, chronisch pleite, eigenwillig – Tess is back!

»Alle Gute zum Einjährigen« ist eine Nachricht, die Kautionsdetektivin Tess an All Hallows Eve an den Kontakt Blödmann sendet – ein ganzes Jahr ist seit dem Turbulenten Abenteuer aus »Jägerseele« vergangen.
Geändert hat sich nicht viel. Mit Danial ist ein weiterer Bewohner in die ungewöhnliche WG gezogen, Tess ist aber nach wie vor sarkastisch, chronisch pleite, eigenwillig und immer auf dem besten Weg in die nächste Katastrophe.

ICH. LIEBE. DIE. CHARAKTERE. – JEDEN.

Aber nicht nur Tess ist wieder absolut Gold wert mit ihrer toughen Art, ihren Sprüchen und ihrer Loyalität ihren Freunden gegenüber. Auch die Sidekicks sind Zucker: Da ist Katzenmensch Fin, Tess Assistentin. Was würde ich für eine Kurzgeschichte aus Fins Perspektive geben!
Oder Puck, der pseudo-mürrische, Comic-besessene Wichtel. Schroff, aber liebevoll. Wie ein einsamer, süßer, verbitterter Greis, der seine Gefühle nicht zeigen kann. Und dann ist da noch der Zuckerguss auf dem Zucker: Danial, der .. Nein, das verrate ich nicht 😀
Tess und ihre Chaos Crew geben einen bunten Haufen voll dynamischer Charaktere ab, die beim Lesen absolut unterhalten.

Humor, Humor, Humor. Entwicklung.

Nicole Schuhmacher hatte meine Lacher wieder auf ihrer Seite. Mit ihrem humorvollen, eingängigen Schreibstil hat die Autorin wieder ein lebendiges New Orleans gezaubert, das mich mit seiner Atmosphäre gefangen genommen hat. Unterstützt durch einen gut gewählten Spannungsbogen zaubert Nicole Schuhmacher mit »Jägernacht« eine ganz eigene, unterhaltsame Geschichte.
Was sofort beim Lese auffällt, ist die Weiterentwicklung der Autorin. Fand ich »Jägerseele« noch gelungen, aber vorhersehbar, weißt »Jägernacht« eine deutliche Entwicklung der Autorin auf. Die Bösen sind weniger vorhersehbar, die ganze Geschichte wird undurchsichtiger und Wendungen zeichnen sich nicht mehr deutlich einige Seiten im Voraus ab.

Die Welt ist immer wieder beeindruckend

»Jägernacht« von Nicole Schuhmacher ist eine Empfehlung für alle, die sich gerne in unterhaltsame Fantasy Abenteuer stürzen, ein magisches New Orleans lieben, kurzweilige Geschichten zu schätzen wissen und keine Angst vor triefendem, unterhaltsamen Sarkasmus haben.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Nicole Schuhmacher wurde im Mai 1987  in der sächsischen Schweiz geboren und lebt heute immer noch in einem Ort ist Ostsachsen. Die Autorin ist vielfältig, ist Cosplayerin, Disney-Verehrerin und Musical-Gängerin. Sie ist Tagträumerin und hat ein Faible vor unnütze glitzernde PINKE Dinge. Nicole Schuhmacher liebt außerdem Mangas, Animes, ihre Playstation, Knoblauch, Meerjungfrauen und Bücher. Sie bezeichnet sich selbst als Fangirl, Superhelden-Süchtling und Vampir-Lady.

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Gewinnspiel

  1. Preis: »Tess Carlisle«-Buch-Paket (Band 1 & 2 als Taschenbuch)
  2. – 4. Preis: Goodie Paket

So geht’s:
Beantworte bis einschließlich 28.06.2019 die Tagesfrage als Kommentar auf dem Blog oder in der Facebook-Veranstaltung und sammele so je teilnehmenden Blog ein Los.

Tagesfrage:
Katzenmensch, Wichtel, Troll und co. – welchem phantastischen Wesen würdest du gerne einmal begegnen?

Teilnahmebedingungen:
– Du bist über 18 Jahre alt oder besitzt eine Einverständniserklärung Deiner Eltern.
– Du hast einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
– Du bist damit einverstanden, dass Dein Name im Gewinnfall öffentlich bekannt geben wird
– Keine Haftung für auf dem Versandweg Verlorenes
– Keine Barauszahlung des Gewinns möglich
– Der Gewinner werden schnellstmöglich bekannt gegeben.
– Teilnahmeschluss ist der 28.06.2019 23.59 Uhr

Teilnehmende Blogs:
All you need is a lovely Book (ab 22.06.)
Thoras Bücherecke (ab 23.06.)
Eine Bücherwelt (ab 25.06.)
Seductive Books (ab 25.06.)
Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (ab 27.06.)


(*Anmerkung: Werbung –  Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.

Klappentext: Sternensand Verlag
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Rezension »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

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»Es wird keine Helden geben«
von Anna Seidl

Oetinger Taschenbuch Verlag, Januar 2016
ISBN: 978-3-8415-0402-9
256 Seiten
Preis: 7,99€ eBook | 8,99€ Taschenbuch

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Inhalt

In Filmen gibt es immer Helden. Einer riskiert für andere sein Leben. Die Wahrheit ist oft anders – reine Angst. Miriam kennt die Wahrheit.

Miriam hätte diesen Morgen eigentlich verschlafen, wenn ihr Freund Tobi sie nicht so süß geweckt hätte. Dann hätte sie nicht auf einer Toilettenschüssel gestanden, als ein Mitschüler vor der Toilettentür getötet wurde. Dann wäre sie nicht voller Panik durch die Schulflore gerannt.
Dann hätte sie ihrem Freund nicht dabei zugesehen, wie er verblutet.

Matias, ein Schüler aus der Parallelklasse läuft an diesem Tag Amok. Lehrer, Mittelstufenschüler, Grundschüler – erst richtet er über sie und dann richtet er sich selbst.
Miriam überlebt den Tag, aber ist ein Leben voller Angst und Albträume es wert gelebt zu werden? Hat das Leben ohne Tobi noch einen Sinn? Wer ist schuld an Matias Tat? Nur er selbst oder ist es die Schuld von Miriam und ihren Mitschülern?

Fazit

»Es wird keine Helden geben« von Anne Seidl ist ein eindringlicher Roman, der tief unter die Haut geht, im Innersten wühlt und einen Gefühlscocktail aus Schock, Entsetzen und Optimismus zurücklässt.

Eindringlich, einfühlsam, grausam

Anna Seidl hat hier ein eindrucksvolles Debüt geschaffen, das mich noch lange nach dem letzten Satz beschäftigt hat. »Es wird keine Helden geben« ist eines der Bücher, die nachhallen. Mich hat das Schicksal von Miriam beschäftigt. Manchmal war es ein lautes Geräusch am Bahnhof, manchmal ein hübsches junges Mädchen, das in der S-Bahn über Mitschüler*innen lästert. Immer wieder musste ich an Miriam denken und war beeindruckt, wie großartig tiefgreifend Anna Seidel ihr Debüt gelungen ist.

»Es wird keine Helden geben« setzt mit der Geschichte da an, wo andere Bücher aufhören. Kern ist nicht der Amoklauf an sich, sondern das Überleben. Das Leben mit den Folgen. Das Leben mit der Frage „Bin ich schuld?“

Intensiv

Miriam ist 15, hübsch, beliebt. Seit sie in den Sommerferien mit Tobi zusammengekommen ist. Oberflälich betrachtet ist ihr Leben perfekt. Wären da nicht ihr Vater, der mit seinem Job verheiratet ist und ihre Mutter, die schon vor Jahren die Familie verlassen hat. Und die Momente in denen Miriam über die Stränge schlägt und Mitschüler*innen unnötig gemein gegenübertritt.
Momente, die sie nach dem Amoklauf von Matias Revue passieren lässt.
Momente, an denen sie rückblickend wächst und mehr von sich selbst entdeckt.

Miriam ist ein gelungener Charakter. Sehr verletzlich, sehr emotional, sehr durchschnittlich und sehr authentisch. Manchmal aber nervig bockig, irrational und selbstbemitleidend. Die ganze Bandbreite, die ein Trauma auslösen kann.
Die anderen Charaktere sind recht blass gehalten, der Fokus in »Es wird keine Helden geben« liegt ganz auch Miriam und ihrem Weg.
Trotz all des Lobes, gibt es auch Kritik: Der künstlich aufgelöste Mutter-Tochter-Konflikt tut der Geschichte nichts Gutes, sondern ist eher störend.

Ungeachtet der Dramatik und dem Ernst des Themas, hat ich »Es wird keine Helden geben« auch optimistisch zurück gelassen. Denn so traurig das Kernthema des Buches ist, am Ende geht es um das (Weiter-)Leben.

Eine Empfehlung

»Es wird keine Helden geben« ist ein mitnehmender Jungendroman, der unter die Hautgeht. Durch ihren einfachen, einprägsamen Schreibstil schafft Anna Seidl eine Intensität, die berührt, fesselt, beeindruckt und zum Nachdenken anregt.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Anna Seidl wurde 1995 in Freising geboren, wohnte u.a. in Budapest und zog mit ihrer Familie nach Bayern. Die Rohfassung ihres Debütromans »Es wird keine Helden geben« schrieb die Autorin mit 16.
Interview mit Anna Seidl bei Geile-Zeile (Dezember 2018)


Weitere Meinungen zu »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

Mona liest (4/5)
Geile-Zeile (5/5)
Susen liest(5/5)

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Rezension: »Eine wir wir« von Dana Mele

Eine wie wir Dana Mele

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»Eine wie wir«
von Dana Mere

Arctis Verlag, Februar 2019
ISBN: 978-3-0388-0021-7
352 Seiten
Preis: 12,99€ eBook | 16,00€ Broschiert

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Inhalt

Kay hat ihr Leben am Bates-Internat neu eingerichtet – in ihrer Clique ist sie beliebt und niemand weiß um ihre Vergangenheit.
Bis sie und ihre Freundinnen in der Nacht vom Halloweenball eine Leiche im North Lake finden. Mitschülerin Jessica Lane ist tot. Und doch spricht sie jetzt mit Kay mehr als je zuvor. Über einen Blog hat Jessica sorgsam Geheimnisse und Vergehen von Kays Clique vorbereitet und Kay soll ihre Freundinnen damit konfrontieren. Tut sie das nicht, erfahren alle anderen am Bates-Internat von Kays Geheimnis…

Fazit

bleibt hinter den erwartungen zurück

»Eine wie wir« von Dana Mele ist ein Titel, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ich habe ein Herz für Geschichten á la »One of us is lying« und »Tote Mädchen lügen nicht« – Freundschaft, Intrigen, Geheimnisse, Rätsel.
»Eine wie wir« von Dana Mele versprach genau in diese Richtung zu gehen, bleibt in der Umsetzung aber hinter meinen Erwartungen zurück.

Die Charaktere und ihre Beziehungen

Die Charaktere von Dana Mele sind oberflächlich gestaltet, alle sehr egoistisch und zum Teil nicht nachvollziehbar.
Protagonistin Kay betont zum Beispiel immer wieder ihre besondere und tiefe Freundschaft zu Brie, vertraut sich ihrer besten Freundin aber nicht an. Nie. Nicht über ihre Vergangenheit, nicht über ihre Gefühle, nicht über den Blog und die Aufgaben von Jessica. Stattdessen sucht Kay bei einer quasi fremden Mitschülerin Hilfe und setzt dann recht bedenkenlos ihre Freundschaft zu Brie aufs Spiel.
Generell ist Kay ein sehr Ich bezogener Mensch, der fast bedenkenlos alle Freunde ans Messer liefert – weil der Blog einer Toten es vorschreibt.

Wirklich gelungen sind der Autorin zwei Nebencharaktere: Megan und Spencer. Die beiden wirken besser ausgearbeitet und authentischer als die anderen Charaktere.

Toller Schreibstil

Neben den seichten Charakteren konnte mich leider auch die Entwicklung der Geschichte nicht überzeugen. Dana Mele hat viel Potential verschenkt und durch den gewählten Aufbau einen überraschenden Plottwist verhindert. Das Ende von »Eine wie wir« war leider sehr vorhersehbar. Dana Mele macht es ihren Leser*innen zu einfach herauszufinden, was passiert ist.

Großer Pluspunkt, der »Eine wie wir« trotz der blassen Charaktere und der Vorhersehbarkeit kurzweilig macht, ist der Schreibstil von Dana Mele. Einnehmend und eindringlich lässt sie ihre Protagonistin die Geschichte um die Tote Jessica Lane schildern und schafft so eine beklemmende Atmosphäre.
Dazu streut die Autorin immer wieder Bruchstücken aus Kays Vergangenheit ein, die wirklich neugierig machen – ich wollte über Kays Vergangenheit mehr wissen, als über die Gegenwart am Bates-Internat.

Neben dem Schreibstil fand ich sehr gut, wie Dana Mele das Thema Mobbing in ihre Geschichte eingebaut hat. Sie rückt in den Fokus, welche Folgen Mobbing haben und wie ernst vermeintlich kleine Scherze unter Mitschülern werden können.

»Eine wie wir« von Dana Mele ist eine solide Geschichte über ein ernstes Thema. Der einnehmende Schreibstil von Dana Mele verleiht der doch vorhersehbaren Geschichte Kurzweiligkeit und Unterhaltungswert.

Bewertung

3 von 5

Autorin

Dana Mele ist studierte Theaterwissenschaftlerin und Juristin. Die US-Amerikanische Autorin veröffentlichte nach einigen Kurzgeschichten 2018 mit »People like Us« ihr Debüt.

Website · Instagram


Weitere Rezensionen zu »Eine wie wir« von Dana Mele

Stürmische Seiten (o.A.)
Lovin Books (5/5)
Claudis Gedankenwelt (4/5)

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Rezension »I can see u« von Matthias Morgenroth

I can see u matthias morgenroth

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»I can see U«
von Matthias Morgenroth

Coppenrath Verlag, Februar 2019
ISBN: 978-3-6496-3190-3
304 Seiten
Preis: 10,99€ eBook | 16,00€ Hardcover

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Inhalt

Für die meisten ihrer Mitschüler ist Marie unscheinbar, fast unsichtbar. Aber nicht für Ben. Ben ist der Neue. Ben sieht gut aus, ist aufmerksam und wenn er sie ansieht, fühlt sich Marie gesehen und die Sonne scheint plötzlich heller zu strahlen.
Es kann also nur ein blöder Zufall sein, dass im Klassenchat plötzlich Fake-Bilder von ihr auftauchen und die Geheimnisse ihrer Mitschüler sich wie Lauffeuer verbreiten. In Maries Klasse gerät ein Mahlstrom aus Misstrauen in Gang, als dessen Konsequenz Marie ein Eisenrohr in den Händen hält und Ben mit geschlossenen Augen vor ihr sitzt…

Fazit

Den Klappentext von »I can see U« fand ich sehr spannend, leider konnte der Inhalt nicht ganz mithalten, überrascht hat mich Matthias Morgenroth mit seiner Idee aber dennoch.

Tolle Idee mit schwacher Umsetzung

Matthias Morgenroth startet direkt in seine Geschichte, ohne große Vorstellung der Charaktere, die leider auch im Rest der Geschichte eher blass bleiben.
Marie, eher unsichtbar mit wenig guten Freunden verfällt Ben direkt, als er die Klasse das erste Mal betritt. Dabei ignoriert sie die Warnungen und das Misstrauen von ihrer besten Freundin – wie kann jemand an einem Jungen zweifeln, der so gut aussieht wie Ben, der seinen Klassenkameraden hilfsbereit Links schickt und für die ganze Klasse Ausflüge organisiert? Auch merkwürdige Gespräche zwischen dem Schuldirektor und Ben wecken nicht Maries misstrauen. Erst als Fake-Bilder von ihr und ihrer besten Freundin im Klassenchat auftauchen und auch ihr Lieblingslehrer die Bilder geschickt bekommt, wird Marie langsam misstrauisch.

undifferenzierte Kritik

In welche Richtung Matthias Morgenroth gehen will, wird schnell offensichtlich, hat mich aber überrascht. Erwartet habe ich einen Jugenthriller über einen neuen Mitschüler, der ein grausames, gefährliches Geheimnis hat. Ich dachte an eine Straftat in der Vergangenheit, die einen Schulwechsel bedingte, Ben aber durch Papis Geld vor schwerwiegenderen Folgen verschont blieb. Damit lag ich ganz, ganz falsch.

Matthias Morgenroth geht es um ein viel digitaleres Thema: eine Überspitzung unseres Nutzerverhaltens in der digitalen Welt und die Folgen.
Auch wenn »I can see U« eine Überspitzung ist, hätte ich mir eine differenziertere Betrachtung der Thematik für die Zielgruppe gewünscht – nicht nur mit dem digitalen Nutzerverhalten von Jugendlichen, sondern auch mit dem Mobbing, das in der Klasse um sich greift. Ersteres bekommt schlicht einen schalen Beigeschmack und letzteres wird gar nicht thematisiert. Schade eigentlich, denn in Zeiten des (Cyber-) Mobbings und der Sensibilisierung für den Schutz der eigenen Daten sind beide Themen sehr wichtig.
Was genau Ben mit dem digitalen Nutzerverhalten und dem Mobbing seiner Mitschüler zu tun hat? Nun, das herauszufinden überlasse ich euch

Ein oberflächlicher Einstieg in umfassende Themen

»I can see U« von Matthias Morgenroth ist flüsig zu lesen, der einfache, angenehme Schreibstil gehört zu den großen Stärken des Jugendbuches.
Für ein begleitendes Lesen und erstes, kritisches Auseinandersetzen mit den Themen zum Beispiel im Rahmen eines Schulfaches ist »I can see U« ein guter Einstieg. Für jede*n Leser*in, der/die selbst schon aktiv die digitalen Medien nutzt, ist »I can see U« zu wenig differenziert und die Charaktere zu blass, um den oberflächlichen Umgang mit der Thematik zu wett zu machen.

Bewertung

2 von 5 Bücher
2 von 5

Autor

Matthias Morgenroth ist Reporter und Redakteur für Radio und Fernsehen beim Bayrischen Rundfunk, schreibt für verschiedene Zeitungen, hält Seminare, geht gerne auf Lesereise und macht mit Freunden Straßenmusik.
Seit vielen Jahren schreibt er außerdem Kinder- und Jugendbücher sowie Sachbücher für Erwachsene.


Weitere Meinungen zu »I can see U« von Matthias Morgenroth

Die Bücherwelt von Corni Holmes (5/5)
Uwes Leselounge (4/5)
Buchbahnhof (4/5)

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Cover: Coppenrath Verlag

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