Rezension »Sanni« von Stefanie Scheurich

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»Sanni«
von Stefanie Scheurich

Sternensand Verlag, Januar 2019
ISBN: 978-3-0389-6020-1
532 Seiten
Preis:  3,99€ eBook | 16,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Was würdest du tun, wenn ein Mensch, den du liebst, einfach verschwindet?
Was würdest du riskieren, um ihn zurückzubekommen?

Die siebzehnjährige Susanna hat alles außer echten Problemen. Als Mitglied einer privilegierten Gesellschaft, die ihr perfektes Leben in einer Stadt hinter schützenden Mauern führt, gleicht ihr Dasein einem Hauptgewinn. Nur ist ihr gar nicht bewusst, wie viel Glück sie tatsächlich hat.
Nachdem ihr Bruder jedoch eines Tages spurlos verschwindet, setzt sie alles daran, ihn zu finden, und stößt dabei auf Wahrheiten, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißen.

›Sanni‹ ist das Prequel zu ›Deceptive City‹ und die Antwort auf die Frage: Wer ist Susi wirklich?(Quelle: Sternensand Verlag)

Fazit

Zwei Seiten einer Medaille

»Sanni« ist das Prequel – übrigens unabhängig lesbar – von »Deceptive City. Zumindest am Rande treffen wir hier Mitchell wieder, aber eigentlich geht es um die Vergangenheit von Susi, die Leser*innen von »Deceptive City« schon kennen. Hier geht es aber nicht nur um die Susi, die die Geschichte von Thya und Mitchell prägt, sondern um ihre Vergangenheit und wie aus Sanni Susi wurde.
Aufgewachsen ist die Frau voller Geheimnisse nämlich in dem goldenen Teil der Stadt – dort, wie Kinder auf Bestellung kreiert werden und Unvollkommenheit nicht geduldet ist. Wir lernen ein -im Rahmen- rebellisches, 17 jähriges Mädchen kennen, dass ihre Lehreinheiten furchtbar findet,  ihre Eltern für deren Scheinheiligkeit verachtet, ihre kleine Schwester nicht leiden kann aber ihren Bruder liebt. Dabei ist Sanni gar nicht bewusst, wie gut es ihr wirklich geht – bis zu dem Tag, an dem sie aufwacht, ihr Bruder spurlos verschwunden ist und niemand ihr Antworten geben will.

Charakterstark & starker Charakter

Einzigartig und authentisch bewegt sich Protagonistin Sanni/Susi durch ihre Geschichte.
Beeindruckend fand ich den Wandel von Sanni zu Susi, Stefanie Scheurich hat den Entwicklungsprozess vom jungen Mädchen zu  junger Erwachsenen, die kritisch hinterfragt und Konsequenzen aus ihren Überlegungen und den Geschehnissen zieht, sehr lebendig und glaubhaft gestaltet. Und damit einen sehr, sehr starken Charakter geschaffen.
Sanni ist, auch als Susi – was zugegebener maßen schizophren klingt – eine vielschichtige Protagonistin mit Tiefgang und Authentizität.
Aber nicht nur Sanni hat mich überzeugt, auch die anderen Charaktere sind klar umrissen, stimmig und machen beim Lesen Spaß.

Neben Charakteren (und vor allem Sanni – nur, um das noch einmal zu betonen) gefällt mir auch der Schreibstil von Stefanie Scheurich sehr. Flüssig und klar hat die Autorin Sannis Geschichte niedergeschrieben. Dabei lässt sie ihre Protagonisten aus der Ich-Perspektive erzählen und spielt mit dem Wechsel zwischen den Zeiten – mal befinden wir uns in der Gegenwart, im nächsten Kapitel in der Vergangenheit. Das sorgt nicht nur für einen guten Lesefluss, sondern auch für konstante Spannung. Stück für Stück fügt Stefanie Scheurich auf diesem Weg das große Ganze zu einem Bild zusammen und endet, bevor der Leser genaue Details über Sannis weiteres Schicksal erfährt. Was jetzt nach komischen, offenen Ende klingt, ist in Wahrheit die einzig richtige Art gewesen, um »Sanni« enden zu lassen. Immerhin handelt es hier um ein Prequel der »Deceptive City«-Trilogie und ich hoffe doch darauf, dass wir alles weitere von Sanni in der Fortsetzung der Trilogie zu lesen bekommen.

»Sanni« von Stefanie Scheurich ist das großartige Prequel einer Dystopie, die aktuelle Diskussionen aufgreift und Themen wie Genmanipulation oder Zweiklassen-Gesellschaften dramatisch, brisant und abwechslungsreich präsentiert.

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

AUTORIN

Stefanie Scheurich wurde 1997 im Schwabenland geboren und lebt mit ihrer Familie in einem Stadtteil in Esslingen. Die Autorin liebt die Ruhe und könnte stundenlang einfach nur lesen. Nach dem Abitur begann Stefanie Scheurich allerdings erste eigene Seiten zu füllen und veröffentlichte 2016 ihre ersten Geschichten.
Die Autorin träumt davon, vom Schreiben leben zu können, widmet sich bis dahin allerdings ihrem Studium und dem Ballett.

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Weitere Meinungen zu »Sanni« von Stefanie Scheurich

Süchtig nach Büchern (5/5)
Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (4/5)
Seductive Books (o.A.)
Manjas Buchregal (5/5)

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Bücher von Stefanie Scheurich

 


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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.
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Rezension »New Arc« von Nicole Obermeier

New Arc Blogtour

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»New Arc«
von Nicole Obermeier

Zeilengold Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-9469-5511-5
408 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,99€ Taschenbuch

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Inhalt

50 Jahre ist der Krieg nun her, das Umland unbewohnbar und nur New Arc ist sicher. So lässt es zumindest die Oberschicht von New Arc verlauten.
Als Caitlyn bei Chronist Lennart in die Ausbildung geht, kommt sie nicht nur dem Erbe ihrer toten Mutter immer näher, sondern auch dem jungen Chronisten mit den traurigen Augen. Je mehr sich Caitlyn in Lennart, desto näher kommen sie gemeinsam einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das ganz New Arc zerstören kann.

Fazit

Was bei »New Arc« von Nicole Obermeier nach einer Dystopie mit Liebesgeschichte klingt, ist vielmehr eine Liebesgeschichte vor einem dystopischen Hintergrundrauschen. Ich lese gerne Dystopien und an diese hier bin ich mit hohen Erwartungen rangegangen. Leider  wurden meine Erwartungen nicht erfüllt und das Potential nicht ausgeschöpft.
Nicole Obermeier hat viele gesellschaftliche Themen einer Dystopie wie Machtmissbrauch, Armut, Sklaverei und andere angerissen, aber keines davon konsequent zu Ende gebracht. Viel mehr lag der Fokus auf der Liebe zwischen Caitlyn und Lennart, die durch vorhersehbare Komplikationen enger zusammenrücken sollten.

Leider hat mich aber auch die Liebesgeschichte nicht berührt und die Charaktere nicht erreicht. Sie wirkten sehr gestellt und oberflächlich. Wie zwei Schausteller, die in einem anderen Setting, einem anderen Plot besser aufgeblüht wären.

Gefallen hat mir der Schreibstil von Nicole Obermeier. Auch wenn mich der Hintergrund und die Charaktere erreicht haben, versteht die Autorin ihr Handwerk und weiß, wie sie Worte lebendig werden lässt. Einfach, flüssig und in einem angenehmen Tempo lässt Nicole Obermeier sich die Geschichte von New Arc aufbauen und hat mich trotz allem bis zum Ende mitgenommen.

»New Arc« von Nicole Obermeier ist keine Dystopie sondern eine Liebesgeschichte mit dystopischen Elementen. Und kann Leser, die nicht auf eine Dystopie fixiert sind sicher begeistern.

Bewertung

2 von 5 Bücher

2 von 5

 

Autorin

Nicole Obermeier  wurde 1988 in Leipzig geboren und studierte Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden Thüringens und arbeitet als Bibliothekarin. Ihre Liebe zu Büchern pflegt die Autorin nicht nur im Beruf, sondern auch in der Freizeit. Bei langen Waldspaziergängen, Autofahrten und dem Musikhören kommen ihr die Ideen für ihre Bücher.

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Weitere Meinungen zu »New Arc« von Nicole Obermeier

Trallafittibooks (o.A.)
Schwarzbuntgestreift (o.A)
Corinnas World of Books (o.A.)
Bookwormdreamers (4/5)
Mohinis und Greys Bookdreams (4/5)
Charleens Traumbibliothek (4/5)

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Mehr von Nicole Obermeier

  


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Rezension »Angelfall 03 – Am Ende der Welt« von Susan Ee

Angelfall - Am Ende der Welt von Susan Ee»Angelfall 03 – Am Ende der Welt«
von Susan Ee

HEYNE Verlag, Januar 2018
ISBN: 978-3-453-31909-7
432 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Flucht. Überleben.
Seit die Engel die Erde in Chaos gestürzt haben
, gibt es für Penryn nichts anderes mehr. Wieder einmal muss Penryn vor dem Zorn der Engel fliehen, diesmal mit Erzengel Raphael, ihrer Schwester Paige und den schrecklichen Zwitterwesen, die Paige folgen wie brave Haustiere.
Während Penryn Hilfe für ihre Begleiter sucht, rüstet sich die Menschheit für eine letzte Schlacht gegen die Engel. Eine Schlacht, die sie nur mit der Hilfe von Erzengel Raphael zu überleben hoffen dürfen. Der wird aber von seiner Vergangenheit eingeholt und Penryn muss sich entscheiden, ob sie dem Engel, den sie liebt, vertraut oder ob sie ihn wie die anderen Engel bitterlich bekämpfen wird.

Fazit

Epischer Abschluss

»Angelfall – Am Ende der Welt« von Susan Ee ist der würdige, finale Band einer epischen Dystopie. Wie aus den ersten beiden Bänden gewohnt, erzählt Susann Ee die Geschichte von Penryn und Raffe episch, fesselnd, emotionale und mitreißend.

Die Endzeit-Stimmung ist Susan Ee mit ihrem bildhaften, lebendigen Schreibtsil  hervorragend gelungen. Anders als viele andere Autoren von Dystopien, die maximal andeuten, was neben ihrer betrachteten Heldengruppe passiert, wirft Susan Ee immer wieder einen totalen Blick auf den drohenden Untergang der Menschheit. Dabei skizziert sich ein glaubhaftes Szenario des menschlichen Verhaltens. Das Ergebnis ist die bedrückende Endzeit-Stimmung, die die Angelall-Trilogie auszeichnet.

Stark, herzzerreißend, Mitnehmend

Neben der gelungenen Atmosphäre hat mich Susan Ee auch wieder mit ihren Charakteren überzeugt. Penryn ist nach wie vor ein junges Mädchen, dass zu viel zu früh erwachsen werden musste und gelernt hat sich durchzusetzen. Sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und tut alles für diejenigen, die sie liebt. Trotz vieler harter Entscheidungen, die sie für das Überleben treffen musste, hat sie ihre Menschlichkeit nicht eingebüßt.
Auch Erzengel Raphael ist wieder absolut gelungen. Der Gute hat ja nun mehr als einen tiefen Fall von seiner Position im Reich der Engel hinter sich und ist, ohne sein Wesen zu verlieren, menschlicher geworden. Er ist mitfühlender, hinterfragt mehr und hat gelernt, auch mal seinem Herzen zu folgen.
Zusammen sind Penryn und Raffe ein beeindruckendes Duo. Die beiden sind eigentlich Feinde, verlieben sich aber. Dabei lässt Susan Ee die Liebe der beiden aber nicht zu einem schnulzigen Klischee-Gesabbel verkommen, sondern macht aus dieser Liebe etwas besonderes. Penryn und Raffe sind sich die ganze Zeit bewusst, dass sie aus unterschiedlichen Lagern kommen, sich eines Tages möglicherweise auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. Penryn und Raffe bleiben die ganze Zeit sich selbst treu und halten zusammen.
Den Lesern ist die ganze Zeit schmerzlich bewusst, dass sich die beiden irgendwann gegeneinander wenden müssen. Es ist herzzerreißend, authentisch und mitnehmend.

Eine Empfehlung

»Angelfall – Am Ende der Welt« von Susan Ee ist das Ende einer epische Dystopie mit düsterer Atmosphäre. Schnell, fesselnd und abwechslungsreich beendet Susan Ee die spannende Geschichte um Penryn und Raphael stark, authentisch, rau und zärtlich – voller Gefühl und ohne Kitsch.
Die Angelfall-Trilogie ist eine klare Empfehlung für Fans von Dystopien.

 

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

AUTORIN

Bevor Susan Ee beschloss ihrer Leidenschaft freien Lauf zu lassen und kreatives Schreiben studierte, war die Autorin Anwältin. Heute lebt Susan Ee in San Francisco, Kalifornien, arbeitet als Autorin und Filmemacherin. Ihre Angelfall-Trilogie wurde bisher in mehr als 20 Sprachen übersetzt und gilt als Welterfolg.

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Weitere Meinungen zu »Angelfall – Am Ende der Welt«
von Susan Ee

Kittty’s Buch- und Filmkiste (2/5)
Anna Salvatore’s Bücherreich (4,5/5)
Teriis Bücherblog (3/5)
BookieDreams (o.A.)

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Die Angefall-Trilogie


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Rezension »Deceptive City 01 – Aussortiert« von Stefanie Scheurich

Deceptive City Aussortiert Stefanie Scheurich»Deceptive City – Aussortiert«
von Stefanie Scheurich

Sternensand Verlag, Juni 2018
ISBN: 978-3-9068-2990-6
440 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Sicher. Sauber. Perfekt.
Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler.
Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Fazit

Perfekt (Un)Perfekt

»Deceptive City – Aussortiert« von Stefanie Scheurich ist schon jetzt der Buchtitel, den ich am häufigsten falsch geschrieben habe. Dabei ist er gar nicht so schwer. Aber das nur vorweg am Rande.

»Deceptive City – Aussortiert« ist der Auftakt um die Trilogie von Thya und Mitchell, die in zwei getrennten Welten aufwachsen und deren Wege sich eigentlich nie gekreuzt hätten. Wäre da nicht dieser eine Makel in Thyas perfekten, teuren Genen und wäre Mitchell nicht so ein fürsorglicher, warmherziger Mensch, der für Familie und Freunde alles riskiert – auch sein Leben.
Die beiden Protagonisten harmonieren perfekt miteinander und entwickeln sich stetig weiter. Die naive Thya lernt, dass nicht alles in ihrer behüteten, überzüchteten Welt perfekt ist und wie teuer Unvollkommenheit die Menschen zu stehen kommen kann. Mitchell kann seine Sicht ebenfalls verändern und sich weiter entwickeln.
Neben den beiden Protagonisten ergänzen zwei wichtige Charaktere, das Quartett der erzählenden Perspektiven: Susi, eine Freundin von Mitchell und der undurchsichtige Theo.
Ich bin sehr gespannt, welche weiteren Entwicklungen Stefanie Scheurich für ihre Charaktere in der Fortsetzung bereit hält und hoffe, dass sie vor allem an einem festhält: dem individuellen Stil ihrer Erzähler. Jeder der vier schildert die Geschichte auf seine eigene Art. als hätte nicht eine Autorin, sondern vier Autoren an dieser Geschichte geschrieben.

Eine Rasse – Zwei Klassen

Neben den Charakteren, die mir wegen ihrer Einzigartigkeit und Authentizität gut gefallen haben und der Wandelbarkeit bzw. Anpassungsfähigkeit von Stefanie Scheurichs Schreibstil an ihre Charaktere, hat mir auch der Plot gut gefallen. Eine Rasse, Spezies für alle, die diesen Begriff bevorzugen, aber zwei Klassen. Überzüchtete Vollkommenheit mit designten Wunschkindern auf der einen und in Armut lebenden Menschen, die nicht einmal vernünftigen Zugang zu Medikamenten, auf der anderen Seiten.
Zwei Extreme, die nach einer pervertierten Version unseres Zwei-Klassen-Models im Gesundheitwesen klingen.
Zwei Extreme, über die wir hoffentlich noch viel, viel mehr in den folgenden zwei Bänden erfahren. Also noch sehr, sehr, sehr viel mehr.
Stefanie Scheurich hat mich sehr neugierig gemacht und ich bin verdammt gespannt, was sie sich weiteres für die Geschichte von Thya und Mitchell überlegt hat.

Eine „ruhige“ Dystopie – geht das?

Dystopien, die bisher meinen Weg gekreuzt haben, waren vor allem eines: schnell, fast hektisch. Entweder flohen die Protagonisten vor einer Krankheit, einer Mutation oder den Auswirkungen eines chemischen Unfalls. Alles und jeder war ständig in Bewegung, oft (nicht immer!) haben die Charaktere und ihre Entwicklung hinter dem Adrenalin und der Spannung zurück stehen müssen.
(Beispiele für Autoren und Dystopien, die beides verbinden: »Countdown to Noah« von Fanny Bechert, »Raubzug des Phoenix« von D.B. Granzow).
Eine ruhigere Dystopie konnte ich mir nicht vorstellen, aber siehe da mit »Deceptive City – Aussortiert« hat mich Stefanie Scheurich eines Besseren belehrt. Sie legt vor allem Wert auf die Entwicklung ihrer Charaktere, lässt dabei aber weder das Tempo, die Spannung noch das große Ganze aus den Augen.

»Deceptive City – Aussortiert« von Stefanie Scheurich ist eine Dystopie, die aktuelle Diskussionen aufgreift und Themen wie Genmanipulation oder Zwei-Klassen-Gesellschaften dramatisch, brisant und abwechslungsreich präsentiert.

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

AUTORIN

Stefanie Scheurich wurde 1997 im Schwabenland geboren und lebt mit ihrer Familie in einem Stadtteil in Esslingen. Die Autorin liebt die Ruhe und könnte stundenlang einfach nur lesen. Nach dem Abitur begann Stefanie Scheurich allerdings erste eigene Seiten zu füllen und veröffentlichte 2016 ihre ersten Geschichten.
Die Autorin träumt davon, vom Schreiben leben zu können, widmet sich bis dahin allerdings ihrem Studium und dem Ballett.

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Weitere Meinungen zu »Deceptive City – Aussortiert«
von Stefanie Scheurich

Eine Bücherwelt (o.A.)
Süchtig nach Büchern (4/5)
All you need is a lovely book (5/5)
Seductive Books (o.A.)

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GEWINNSPIEL

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So geht’s
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Teilnahmebedingungen
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast die Zustimmung Deines Erziehungsberechtigten. Ausgelost wird unter allen Teilnehmern, die die Bedingungen erfüllt haben, per Zufallsprinzip.
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Der Gewinn kann nicht umgetauscht und nicht in bar ausgezahlt werden.
Keine Haftung auf dem Postweg.
Mitmachen kannst Du noch bis zum 22.06.2018. 11:59h.

Veranstalter ist der Sternensand Verlag

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Rezension: »Countdown to Noah 02 – Unter Bestien« von Fanny Bechert

countdown-to-noah-band-2-unter-bestien»Countdown to Noah – Unter Bestien«
von Fanny Bechert

Sternensand Verlag, November 2017
ISBN: 978-1-5039-4680-4
320 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Diese Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« nicht gelesen haben.

Inhalt

Den größten Kampf trägt nicht die Menschheit gegen die Noahs aus.
Den größten Kampf trägt die Menschlichkeit gegen das Noah-Virus aus.
Und das Virus gewinnt immer. Oder?

Cassy, Daniel, Jeff und Rita sind auf dem Rückweg – angeschlagen und verletzt, aber am Leben. Zwischen ihnen und der sicheren Stadt stehen nur noch einige Tagesmärsche und unzählige Noahs, die frisches Fleisch suchen. Stets bereit sich zu verteidigen, vergessen sie fast den Feind in ihren Reihen. Die Noah in Cassy wird immer stärker und der Tag rückt näher, an dem Cassy ihre Menschlichkeit an die Bestie in sich verliert.

Fazit

Hui, da hat Fanny Bechert nach ihren grandiosen Auftakt »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« würdig nachgelegt. Zum Auftakt der Dilogie habe ich gesagt “ [..] eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ und auch in der Fortsetzung hat Fanny Bechert ihre Leser nicht geschont.
Mitreißend und voller Gefühl, aber niht ohne Action und Spannung lässt Fanny Bechert ihre Leser Cassys letzte Tage vor der Wandlung miterleben. Dabei liegt diesmal ein größerer Fokus auf Cassys innerer Kampf und ihre sozialen Beziehungen sowie deren Entwicklung.
Wie in ihren anderen Büchern hat die Autorin wieder ihr Können in Sachen lebendige und authentische Charaktere bewiesen.
Den inneren Kampf zwischen Cassy und der Noah hat Fanny Bechert so großartig, fesselnd und lebendig beschrieben, dass ich stellenweise Gänsehaut beim Lesen hatte und mich vor allem eine Frage beschäftigt: Wie wird die Autorin die Geschichte von Cassy enden lassen? Dicht gefolgt dem Gedanken: Will ich das wirklich wissen? Was ist, wenn ich das Ende doof finde?

Ich wusste schon beim Auftakt der Dilogie nicht, ob und wie Autorin Fanny Bechert die Geschichte zu meiner Zufriedenheit lösen kann. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich vom Ende halten soll. Das Ende kam einerseits recht schnell, ist aber schlüssig und passt zur Geschichte. Aber andererseits … ich weiß auch nicht. Ich befinde mich im Zwiespalt, einerseits bin ich Fanny Bechert sehr dankbar für das stimmige Ende ihrer Dilogie, andererseits höre ich die leise Stimme im Hinterkopf, die flüstert: „Aber hätte es mir vielleicht noch besser gefallen, wenn…“. Lest am besten selbst, wie Fanny Bechert die Geschichte um Cassy, Daniel, Jeff und Rita enden lässt.

Auch »Countdown to Noah – Unter Bestien« zu lesen war wieder ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Ich hatte Gänsehaut, ich hatte Momente, wo ich nicht wusste, ob ich wirklich wissen will, wie es ausgeht und doch weiterlesen musste. Wer mich beim Lesen beobachtet hat, hält mich jetzt vermutlich für schizophren, so oft, wie ich das Buch aufgewühlt weggelegt und direkt danach doch wieder in die Hand genommen habe.
Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig und nervenaufreibend, aber Dank Cassy und Daniel auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Unter Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

Fanny_Bechert

Fanny Bechert wurde 1986 in Schkeuditz geboren und lebt mit ihrem Mann und Katze Lucy im Thüringer Vogtland.
Die gelernte Physiotherapeutin griff erst 2012 ein Hobby ihrer Kindheit wieder auf und arbeitete an ihrem Debüt »Elesztrah«, das sie im Juni 2015 als Selfpublisherin veröffentlichte. Im November 2016 nahm der Sternensand Verlag das High Fantasy Abenteuer in das Verlagsprogramm auf.

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Weitere Meinungen zu »Countdown To Noah – UNter Bestien« von Fanny Bechert

Manjas Buchregal (5/5)
Der Lesefuchs (4/5)
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Countdown to Noah

 


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Rezension: »Junktown« von Matthias Oden

»Junktown«
von Matthias Oden

Heyne, Mai 2017
978-3453318212
400 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 12,99€ Taschenbuch

Leseprobe

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Inhalt

Eine faschistische Stadt in der Zukunft. Konsum ist alles, Abstinenz bedeutet Hochverrat.
Anhänger der KP, der Konsumistischen Partei, haben die Regierung übernommen. Mensch und Maschine können sich lieben, auch heiraten ist erlaubt.
Sich zudröhnen ist Pflicht, Müll im Vorgarten zeugt von Wohlstand. Bürger werden in Humanklassen eingeteilt, die Drogenmenge im Blut bedeutet Privilegien oder Tod. Der Goldene Schuss für die Partei ist das höchste Ziel fanatischer Anhänger.

Solomon Cain, Mittfünfziger, ist Witwer und Ermittler bei der Gemapo, der Geheimen Maschinenpolizei. Als alter Kämpfer der Partei Hinterbliebener einer Goldenen Schützin hat er einige Freiheiten, die als Blasphemie an der KP gelten. Bisher hat man ihn beobachtet und in Ruhe gelassen.
Als er eines Tages zu einer toten Brutmutter gerufen wird, steckt Cain plötzlich in einem Fall, der ungeahnte Ausmaße annimmt und das Ende seines Lebens bedeuten kann. Dieser Fall führt ihn an die Grenzen seines Gewissens, in die Abgründe von Junktown und zu der allen überlagernden Fage, was vom Menschsein übrig bleibt, wenn der Tod der letzte große Kick ist.

Fazit

»Junktown« von Matthias Oden ist ein Buch, dass ich gleich zum Erscheinen im Mai gelesen habe und das mich in den letzten Monaten immer wieder beschäftigt hat, bevor ich endlich die Rezension schreiben konnte.

Matthias Oden zeichnet das Bild einer dystopischen Zukunft der Faschisten in einem Stadtstaat zeigt. Für das passende Setting sorgt der Autor nicht nur mit seinem harten, aber detaillierten Schreibstil und Inspektor Solomon Cain. Auch die Nutzung vom Bezeichnungen wie „Gemapo“, „Humanklassen“ sowie „Ausfall“ und „Recycling“ im Zusammenhang mit Menschen, verdichtet die Atmosphäre, die an die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands erinnert.
Die historischen Anspielungen finden zu einem dichten, totalitären Stadtstaat zusammen, der nicht nur seine Bewohner gefangen hält.  Auch der Leser ist schnell gefangen von den strengen Vorschriften und Kontrollen, regelmäßige Drogentest sorgen hier dafür, dass die Bürger nie zu nüchtern oder entsorgt werden, falls die Konzentration der Drogen im Blut zu niedrig ist.

In diese Welt hat Matthias Oden seinen Protagonisten Solomon Cain gesetzt, Mitte 50, Witwer hat der ehemalige Kämpfer für die Konsumistische Partei so langsam seine Zweifel an dem System, dem er an die Macht geholfen hat. Dabei ist er mürrisch, etwas selbstherrlich und trotzdem sympathisch. Und er ist ein Ermittler, der nicht aufhört, wenn der Befehl von oben dazu kommt, sondern gerne seine Fälle löst. Ungelöste Rätsel sind ihm ein Greuel. Genauso wie systemtreue Speichellecker.

Kurz: Wer sich durch den Anfang von »Junktown« beißt und bereit sich mit dem direkten Einstieg ohne große Erklärungen zu Beginn zurechtzufinden, liest hier ein Buch voll skurriler Momente, Tempo, überzeugender Charaktere und wenig hoffnungsvoller Momente. Die Lektüre hat eine dichte Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und die Dystopie lebendig macht.
»Junktown«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Büchern, die sich gerne unterhalten lassen, aber auch versteckten Tiefgang und Hintergründe zu schätzen wissen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

© Sarah El-Wassimy

Matthias Oden ist Träger des Hans-Strothoff- und des Deutschen Journalistenpreises und lebt in München.
Er macht 2007 seinen Master in Geschichte, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Freien Universität Berlin, arbeitete als Redakteur bei der Fianancial Times Deutschlad, übernahm die Redaktionsleitung des Lifeytle-Magazins Business Punk und war danach Chef-Redakteur Werbe- und Kommunikationsfachzeitschrift Werben & Verkaufen.
Laut seinem XING-Profil befindet sich der Autor seit November 2016 auf Weltreise (Stand Oktober 2017).

 

 


Weitere Meinungen zu »Junktown« von Matthias Oden

Kultplatz
Deutsche Science Fiction
kitsune books
Das Bücherregal


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Rezension: »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« von Fanny Bechert inkl. Gewinnspiel

Countdown to Noah Gegen Bestien Fanny Bechert»Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien«
von Fanny Bechert

Sternensand Verlag, September 2017
ISBN 13: 978-3-9068-2951-7
300 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Sie dachten, sie hätten den Tod überlistet. Sie dachten, sie hätten die Unsterblichkeit gefunden.
In Wahrheit haben sie den Untergang der Menschheit besiegelt. 

Vor über 17 Jahren entwickelten Forscher ein Serum, dass den Alterungsprozess stoppte, die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers um ein vielfaches steigerte und der Menschheit scheinbar das ewige Leben brachte.
Voller Gier verzichtete man auf Langzeitstudien und so war es zu spät, zu viele infiziert, als sich zeigte, dass das Serum das Hirn schädigt und Menschen zu aggressiven, triebgesteuerten und höchst infektiöse Bestien – sogenannte Noahs – mutieren.
Cassidy ist 17 und mit ihrer kranken Schwester alleine auf dem Weg durch eine Welt voller Monster, um einen sicheren Platz und Medikamente zu finden. Eine Aufgabe, die so schon schwer genug wäre, aber seit wenigen Stunden unmöglich ist. Cassidy wurde gebissen und ihr bleiben im besten Fall noch  30 Tage, bis für sie aus ihrer schutzbedürftigen jüngeren Schwester eine Mahlzeit wird.
Alleine kann Cassidy ihre Schwester keine Medikamente besorgen, aber wer hilft einer tickenden Zeitbombe, deren unbedachte Berührung zur Ansteckung führen kann?

Fazit

Holy Shit, was für ein Auftakt! Erst dachte ich, hier kommt die nächste Dystopie, der nächste Zombie-Roman. Zwar von Fanny Bechert, also sehr wahrscheinlich gut geschrieben, aber eben nichts außergewöhnliches.
Ich war eine Ungläubige.

Dann bin ich in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« eingestiegen und BÄÄÄÄÄM, Fanny Bechert hat mich eines Besseren belehrt.
»Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert ist eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ Jedenfalls ging es mir so. Ich weiß nicht, was ich mir für die Fortsetzung wünschen soll und habe so gar kein Gefühl dafür, in welche Richtung Fanny Bechert hier gehen wird. Das macht mich leicht wahnsinnig 😀

Erzählt wird die Geschichte von Cassidy, die zuweilen fast vergisst und dann wieder an dem Gedanken zu ersticken droht, dass ihr nur noch 30 Tage bleiben bis sie zu einer triebgesteuerten Bestie und Gefahr für alle anderen wird. Fanny Bechert ist die Darstellung dieses Zwiespalts zwischen jungen Mädchen, dass eigentlich noch Leben will und abgeklärter Person, die weiß, dass das nicht mehr möglich ist, ausgesprochen gut gelungen. Auch den inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah in ihrem Kopf hat Fanny Bechert gut dargestellt. Dabei gibt es Momente im Buch, in denen Gedanken von Cassidy nicht nur die Leser sondern auch die Protagonistin selbst zutiefst erschrecken.
Neben Cassidy, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und für die ich als alte Happy-End-Liebhaberin, auf eine Wunderheilung hoffe, haben mir auch ihre Begleiter gut gefallen. Ja, Cassidy stellt sich der Suche nach Medikamenten für ihre Schwester nicht alleine. Sie wird von Daniel, ganzer Kerl der Marke „harte Schale, weicher Kern“, Jeff, Typ „Es gibt nur schwarz und weiß“ und seiner Schwester Rita, typisch „ist nicht so zickig wie befürchtet“ begleitet.
Daniel weiß als einziger aus der Gruppe um Cassidys bevorstehende Wandlung, er achtet stets auf eine Verringerung des Ansteckungsrisikos und kommt Cassidy dabei näher, als er eigentlich sollte.
Jeff und Daniel sind sich gleichzeitig sehr ähnlich und doch sehr verschieden. Wo Daniel kalkuliert und abwägt, handelt Jeff gerne mal, bevor er überlegt. Obwohl er auf den ersten Blick sehr offen scheint, halte ich ihn für engstirniger und vorurteilsbelasteter als Daniel. Trotzdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck und ist in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« ein sympathischer Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat. Ich bin gespannt, wie Fanny Bechert seine Reaktion auf Cassidys Infektion ausfallen lässt. Ich hoffe anders, als ich vermute.
Rita ist Zucker, anfangs die eifersüchtige Zicke entpuppt sie sich schnell als durchsetzungsfähiges, junges Mädchen, das für seine Freunde da ist. Ich mochte das aufgeweckte, etwas vorlaute junge Mädchen von Anfang sehr gerne.

Fanny Bechert konnte mich aber nicht nur mit ihren lebendigen, authentischen Charakteren, dem Geplänkel zwischen den vier Freunden und dem gelungenen inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah überzeugen, auch der Schreibtsil der Autorin ist grandios.
Lebendig, bildhaft und in einer Symphonie aus Atmosphäre, Spannung, Nervenkitzel und ja auch Romantik erzählt Fanny Bechert die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich noch so viel erleben will, im Zwiespalt des Kampfes zweier Wesen in ihrem Inneren steht und doch mehr an andere als sich selbst denkt.

»Countdown to Noah – Gegen Bestien« zu lesen war ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig, nervenaufreibend aber Dank Cassy auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend  bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

Fanny Bechert wurde 1986 in Schkeuditz geboren und lebt mit ihrem Mann und Katze Lucy im Thüringer Vogtland.
Die gelernte Physiotherapeutin griff erst 2012 ein Hobby ihrer Kindheit wieder auf und arbeitete an ihrem Debüt »Elesztrah«, das sie im Juni 2015 als Selfpublisherin veröffentlichte. Im November 2016 nahm der Sternensand Verlag das High Fantasy Abenteuer in das Verlagsprogramm auf.

Website · Facebook

 

Countdown to Noah

 

 


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Gewinnspiel

Gewinnspiel_CtN

Hier gibt es  ein Los  für das Facebook-Gewinnspiel in der Release-Party. D.h. es gibt bei mir nichts zu gewinnen, aber mit einem Kommentar auf meine Los-Frage steigt eure Gewinnchance auf den Hauptgewinn in der Veranstaltung: Zur Veranstaltung.

Los-Frage:
Es ist 2028 und du steht vor der Entscheidung, die die Menschen in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« treffen mussten: Ab Morgen gibt es ein Serum, dass quasi Unsterblichkeit bedeutet.
Lässt Du Dich impfen?
Bitte mit Begründung 😛

Teilnahmebedingungen

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Rezension: »Angelfall 02 – Tage der Dunkelheit« von Susan Ee

angelfall-tage-der-dunkelheit-susan-ee»Angelfall 02 – Tage der Dunkelheit«
von Susan Ee

Heyne Verlag, Januar 2017
3-4533-1748-3
448 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Penry hat ihre kleine Schwester aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco gerettet. Alle weichen vor ihr un dem komischen kleinen Mädchen, dass nur auf etwas sehr bestimmtes Hunger verspürt, zurück. Für die Leute also kein Verlust, dass Paige wieder von den Engel entführt wird.
Penryn macht sich wieder auf den Weg, ihre kleine Schwester zu retten. Diesmal erfährt sie den ganzen grausigen Plan der Engel. Wenn sie nicht nur ihre Schwester, sondern womöglich das Leben vieler Menschen retten will, braucht Penryn Hilfe. Und damit stellt sie den gefallenen Erzengel Raffe vor die schwierigste Entscheidung seines Leben: Folgt er der Menschentochter und seinem Herzen oder holt er lieber seine Flügel zurück?

Fazit

“ <3 <3 <3 „, damit kann mich gerne zitieren. 😉

Ich habe mich so sehr auf »Angelfall – Tage der Dunkelheit“ von Susann Ee gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ich liebe »Angelfall – Nacht ohne Morgen«, den Auftakt der Trilogie, und auch die Fortsetzung ist absolut gelungen.

Fesselnd erzählt Susann Ee die Geschichte ihrer Protagonistin Penryn, die mutig, fähig und eine Kämpferin ist. Aber auch nur eine junge Frau, die versucht ihr neues Leben zu meistern und dabei auf ihre andersartige Schwester und ihre wahnsinnige Mutter achtzugeben – dabei immer im Zwiespalt, ob und wie sehr die beiden wirklich noch ihre Verantwortung sind und ob eine ortion mehr Angst vor ihnen nicht angebracht wäre.
Wer keine Charaktere mag, die sich selbstbewusst durch alle Situationen kämpfen und scheinbar alles meistern kann, sollte hier die Finger von lassen.
Neben Penryn, Namensgeberin meiner Jägerin in WoW, die mir sehr gut gefällt, sind auch Raffe, Paige und Penryns Mutter spannend wie im ersten Band. Da wie Leser aber vor allem Penryns Wahrnehmung teilen, sind mir die Charaktere nicht ganz so nah wie Penryn selbst.

Außer den Charakteren hat Susann Ee auch bei der Atmosphäre noch eine Schippe drauf gelegt, düster und bedrohlich beschreibt sie unsere Welt nach der Apokalypse. Diesmal befinden wir uns aber nicht nur in ausgestorbenen Städten, die wir eigentlich als belebt und wuselig kennen. Diesmal geht auch nach Alcatraz. Und neben all dem Leid und dem Blut befinden wir uns mit Penryn auf einmal in einer Welt, in der Engel mit Menschen handeln  – und Menschen lieber ihre eigene Art als ihr Leben verraten.

Ich bin quasi durch das Buch geflogen und hab dann vor dem letzten Kapitel innegehalten und gewartet. Ich wollte nicht, dass meine Zeit mit Penryn und Raffe schon wieder vorbei ist. Also habe ich einige Tage Pause gemacht, um den bittersüßen Schmerz eines guten Buches zu genießen.

Kurz, »Angelfall – Tage der Dunkelheit« ist spannend bis zum bitteren Ende mit etwas wenig, aber dafür einem wortwörtlich ausschlagenden Auftritt von Raffe.
Wer gerne Dystopien liest, die Idee böser Engel interessant findet und starke weibliche Charaktere mit einem Schuss Sarkasmus liebt, sollte unbedingt einen Blick auf »Angelfall« von Susan Ee werfen. 😀 <3

Bewertung

5 von 5

 

 

 

Die »AngelfaLL«-Trilogie


Weitere Meinungen zu »Angelfall – Tage der Dunkelheit« von Susann Ee

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Rezension: »Conversion 01 – Zwischen Tag und Nacht« von C.M. Spoerri & Jasmin Romana Welsch

Conversion C.M. Spoerri Jasmin Romana Welsch»Conversion 01 – Zwischen Tag und Nacht«
von C.M. Spoerri 

Sternensand Verlag, August 2016
978-3-906829-23-4
422 Seiten
Preis:  12,95€ TB/ 6,99€ eBook

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LChoice

Inhalt

Skya lebt auf der Insel Diés und Zero auf der Nachbarinsel Nox.

Ihre Anführer machen aus den beiden Völkern Diés  und Nox Feinde und bei Todesstrafe dürfen sie keine gemeinsamen Kinder bekommen, denn bei der Geburt muss die Mutter sterben….
Für Skya ist das Kontaktverbot kein Problem, die Nox gelten als hirnlose Muskelpakete, die nicht mehr als nächtliche Überfälle draufhaben und ihr Interesse nicht wert sind.
Als ihre beste Freundin und Ziehschwester Mona von einem Nox schwanger wird und sich Hals über Kopf verliebt, muss Skya sich ausgerechnet mit Zero, Anführer der Gen B, gegen die Obersten der beiden Völker zusammentun, um Mona zu retten.
Dabei ahnt sie nicht, welches Geheimnis hinter den außergewöhnlichen Kräften von Zero steckt und das dieses Abenteuer ihr bisheriges Leben infrage stellen wird…

Fazit

C.M. Spoerri & Jasmin Romana Welsch, zwei meiner liebsten Autorinnen haben ihr Können zusammengetan. Meine Erwartungen waren hoch, beide sind immerhin erfolgreiche Autorinnen und Koryphäen im Fantasy-Genre.

Und… ich wurde nicht enttäuscht! C.M. Spoerri und Jasmin Romana Welsch haben mit „Conversion 01 – Zwischen Tag und Nacht“ den gelungenen Auftakt einer Dystopie geschaffen,  die in den kommenden Bänden wohl noch einige Überraschungen für die Leser parat hat.
Bildgewaltig und fesselnd haben die beiden Autorinnen eine faszinierende Welt entworfen, in der ihre vier jungen Protagonisten ihren Platz finden wollen und dabei altbekannte Regeln und Vorschriften hinterfragen.
Spannend finde ich, dass ich, obwohl ich die anderen Bücher beider Autorinnen kenne, nicht unterscheiden konnte, welche Szene oder welcher Charakter von welcher Autorin geschrieben wurde. Die unterschiedlichen Schreibstil verflechten sich hier zu harmonischen Symbiose, die dennoch die markanten Züge jeder Autorin trägt.
„Conversion – Zwischen Tag und Nacht“ hat also von beiden Autorinnen jeweils das Beste mitbekommen.

Wenig überraschend ist in Folge dessen, dass mir auch die Charaktere, allen voran Zero (den ich mir schon für mein Bookboyfriend-Harem reserviert habe ;P ) und Skya gut gefallen. Zero hat es mir mit seiner arrogant-lustigen Art einfach angetan. 😀
Gerade das Zusammenspiel zwischen Skya und Zero, dieses zwar klischeehafte, aber absolut toll umgesetzte Katz-und-Maus-Spiel hat mir beim Lesen wahnsinnig viel Spaß gemacht. Die beiden wirken einfach lebendig, authentisch und ausgereift.
Mona, Skyas beste Freundin, hingegen… Sagen wir, ich konnte mit Monas weinerlicher, schwächerer Art einfach nichts anfangen. Nichtsdestotrotz hat auch Mona ihren Anteil an der Entwicklung der Geschichte. Ich bin gespannt, ob sich in Mona noch mehr verbirgt, als sie mir in Band 1 von Conversion gezeigt hat.

Kurz: ganz klare Leseempfehlung für Fans spannender, lebendiger Dystopien, mit einem Hauch Dramatik, einem Schuss Romantik und viel Witz.

Für „Conversion – Zwischen Tag und Nacht“ von C.M. Spoerri und Jasmin Romana Welsch ist das erste Buch, das neben der vollen Punktzahl noch ein Bienchen für die Ausführung von mir bekommt und damit zu meines Jahreshighlight 2016 gehört.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

 

 

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Rezension: »Omega Cass 02: Das Feuerzeichen – Rebellion« von Francesca Haig

Francesca Haig Das Feuerzeichen Rebellion»Omega Cass 02: Das Feuerzeichen – Rebellion«
von Francesca Haig

Heyne fliegt, Mai 2016
3-4532-7041-X
480 Seiten
Preis: 16,99€ HC | 13,99 eBook

 

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Inhalt

Nach dem blutigen Angriff auf die Insel des Omega Widerstandes, sind die Rebellen über das ganze Festland zerstreut. Piper, Zoe und Cass sind dem Blutbad entkommen – und überlegen jetzt fieberhaft, wie es weitergehen jetzt mit dem Widerstand weitergehen soll.
Gerüchte sprechen von einem Land voller Omegas jenseits des Ozeans, also machen sich die drei in Richtung Küste auf. Dabei erleben sie erst das wahre Ausmaß von Zach’s perfiden Plan für die Zukunft der Omegas. So gut sie können warnen Cass und die anderen die Omegas, die ihren Weg kreuzen. Doch dabei müssen sie, trotz der Hilfe von einem fragwürdigen Verbündeten vorsichtig sein, denn Zach lässt überall nach Cass suchen….

Fazit

Francesca Haig hat in der Fortsetzung ihrer Dystopie am Anfang leider etwas den Fokus verloren – es ging weniger um die Geschehnisse, als vielmehr um den inneren Zwiespalt von Cass. Was bisweilen etwas zu ruhig im Vergleich mit dem Auftakt der Dystopie war.
Aber nach den ersten 100 Seiten hat Francesca Haig wieder ihre Spur gefunden und es richtig krachen lassen. Dabei hat sie vor allem die politischen Ränkespiele im Rat der Alphas geschickt eingesetzt, um die Geschichte von Cass voran zu treiben.

Neben dem flüssigen, bildgewaltigen und aufregenden Schreibstil von Francesca Haig hat mir vor allem Cass, die Protagonistin, wieder gut gefallen. Aber auch Zoe und Piper sind tolle Charaktere, die beim Lesen Spaß machen.
Trotz des langsamen Spannungsaufbaus in der Fortsetzung der Omega Cass-Reihe, ist auch dieser Teil der Geschichte spannend, unterhaltsam und, gerade zum Ende hin, absolut fesselnd.

„Das Feuerzeichen – Rebellion“ von Francesca Haig ist also eine kurzweilige, spannende und vor allem würdige Fortsetzung, die das Niveau des Reihenauftaktes halten konnte. Wer gute Dystopien mag, die es schaffen mit neuen Elementen und Einzigartigkeit zu überzeugen, der ist mit dieser Reihe gut beraten.

Bewertung

4 von 5

Die Omega Cass-Reihe

  


Weitere Meinungen zu »Das Feuerzeichen – Rebellion« von Francesca Haig

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