REZENSION: »Das Haus der tausend Welten« von T.S.ORGEL

Haus der Tausend Welten T.S. Orgel

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»Das Haus der tausend Welten«
von T.S. Orgel

HEYNE Verlag, Februar 2020
ISBN-13: 978-3-4533-1979-0
592 Seiten
Preis: 11,99€ eBook | 14,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Nach über 60 Jahren ist es wieder soweit, das Tor wurde geöffnet…

Über 16 Menschen, 3 Gruppen, 1 Ziel – Das Haus der aufgehenden Sonne. Alter Hauptsitz der Magiergilde und heute berühmt-berüchtigtes Gasthaus, zumindest in den unteren Etagen. Was hinter dem Tor am Ende der Galerie des ersten Stocks liegt, weiß nämlich niemand so genau. Der wertvollste aller Schätze soll es sein, unendlich viele Räume voller Gold und Artefakte. Mächte, die einem die Welt zu Füßen legen – sagen die Gerüchte, die seit Jahrhunderten durch die Straßen Atails wehen.

Fremde, Freunde, Feinde – um dem ehemaligen Sitz der Magiergilde sein Geheimnis zu entreißen und den Gefahren zu trotzen, bilden sich ungewöhnliche Bündnisse. Was erwartet die Schatzsucher in dem Haus mit den vielen Räumen und wieso ist noch nie zuvor jemand wieder lebend aus dem Turm der Magier zurückgekehrt?

Fazit

»Das Haus der tausend Welten« von T.S. Orgel zu lesen ist wie einen guten, alten Abenteuerfilm gucken. 3 Gruppen mit demselben Ziel brechen auf, um noch vor allen anderen das Haus der tausend Welten zu erkunden und zu plündern. Ein spannendes Wettrennen um einen Schatz, dessen Preis keiner wirklich kennt.

Vielschichtige Charaktere. Spannung. Mega Setting.

Die drei Gruppen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da haben wir einmal die Gang aus der Jurdagasse unter Führung der recht humorlosen, aber effizienten Stern.
Eigentlich hält sich die Gang mit kleineren Überfallen und Diebstählen in Atail über Wasser und lebt alles andere als im Überfluss.
Zusammen mit dem Groog, Kratzer, Ensu, Marai, Pelly und Fuchs bricht Stern in das Unbekannte auf. Der Gang schließt sich noch Ako an, die erst just am Morgen des Aufbruchs in Atail ankam.

Dann haben wir die Guam, Gesandte und offizielle Stimme des Kaisers in Atail, mit ihrem Gefolge und Söldnerin Baelis aufbricht.
Und Mlima, eine Institution der Unterwelt Atails und Besitzerin des Hauses der aufgehenden Sonne. Mit ihr bricht unfreiwillig Salter, kaiserlicher Magister, auf, um das Geheimnis jenseits des Tores zu erkunden.

T.S. Orgel haben es wieder getan

T.S. Orgel haben ihre Charaktere wieder lebendig und auffallend vielschichtig konzipiert. Wer bereits andere Bücher, zum Beispiel »Die Blausteinkriege«-Trilogie kennt, weiß, dass es kein einfaches Gut und Böse bei den beiden Autoren gibt. Die Charaktere haben ihre Motive und ihre Vergangenheit, die sie zu denen macht, die sie sind. Und wer bereit ist, auch mal die Betrachtungsweise zu ändern, wird feststellen, dass manche Handlung der Charaktere nachvollziehbar wird. So falsch sie von außen auch scheinen.
Es ist immer wieder erfrischend, wenn Charaktere so differenziert dargestellt werden und es keine schwarz-weiße Protagonist-, Antagonist-, Nebenfigur-Klassifizierung gibt.
Jeder Figur trägt zur Entwicklung der Geschichte bei und ist wichtig.
Besonders zu erwähnen sind Fuchs, der mit seiner sarkastischen Art in manchen Situationen den Bogen fast schon überspannt, aber auf dieser Reise auf eine Art mit sich selbst konfrontiert, wie es wohl niemandem sonst. Aber auch darüber hat er seinen Sarkasmus nicht verloren.
Auffallend gelungen ist auch Kratzer. Ein überzeugendes, misogynes, vielleicht auch rassistisches Arschloch, das seine Rolle perfektioniert hat – aber eben auch mehr kann.

Ein Haus, tausende Möglichkeiten

Neben den Charakteren ist auch das Setting gelungen. Es war spannend zu sehen, wie T.S. Orgel den Raum ihrer Geschichte erst verengt haben, um ihn das explosionsartig zu erweitern.
Mit Salter und Ako reisen die Leser*innen erst noch durch das Land, aber unweigerlich laufen alle Erzählstränge in Atail und dann im Gasthaus der aufgehenden Sonne zusammen. Nur um dann mit dem Haus der tausend Welten wieder in schier unmögliche Möglichkeiten überzugehen.

Fesselnd sind aber nicht nur das Setting und die Charaktere, sondern sondern auch die Art der Erzählung. Als Leser*inn wird man durch die abwechselnden Erzählperspektiven schnell durch die Geschichte getragen.
Abwechselnd erzählen Baelis, Ako, Fuchs und Salter die Geschichte, was verwirrend klingt sorgt anfangs für einige lose Fäden, die mit dem Fortlauf der Geschichte zu einem starken Erzählstrang verwoben werden – mit Wendungen, die oft nicht vorhersehbar sind und einer fesselnden Atmosphäre.

Es war mir eine Freude »Das Haus der tausend Welten« zu lesen und ist eine klare Empfehlung von mir. Einziger kleiner Wermutstropfen: Der Klappentext spiegelt den Inhalt nicht gekonnt wider bzw. dürfte zum Teil andere Erwartungen wecken. Hier könnte bei einer neuen Auflage nachjustiert werden.
Nichtsdestotrotz hatte ich mit »Das Haus der tausend Welten« über 500 Seiten Lesespaß und wurde, wie bisher immer, nicht von T.S. Orgel enttäuscht.

Bewertung

5 Bücher

Autoren

T.S. Orgel und Bücherleser

Hinter dem Pseudonym T.S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. Wenn sie nicht schreiben, sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter bzw. Verlagskaufmann unterwegs.
2012 erschien mit »Orks vs. Zwerge« der erste gemeinsame Roman von T.S. Orgel.

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Weitere Meinungen zu »Das Haus der tausend Welten« von T.S. Orgel

Seitenzauberin (o.A.)
Weltenwanderer (3,5/5)

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Cover: Heyne

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»Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes« von Patrick Hertweck

Tara und Thanee Verloren im Tag des Goldes Patrick Hertweck

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»Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes«
von Patrick Hertweck

Thienemann Verlag, Februar 2020
ISBN-13: 978-3-5221-8467-0
304 Seiten
Preis: 12,99€ eBook | 15€ Hardcover

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Inhalt

Zwei junge Mädchen, zwei Welten, ein Geheimnis.

Tara und Tahnee könnten gar nicht unterschiedlicher aufwachsen, die eine lebt gut behütet im großen Haus auf dem Hügel in San Francisco bei ihrem Großvater, die andere in der Hütte im Wald bei ihrem Vater.
In dieser Hütte wartet Tahnee auf die Rückkehr ihres Vaters, der schon längst zurück sein wollte. Als statt ihres Vaters ein Kopfgeldjäger auftaucht überschlagen sich die Ereignisse. Tahnee muss ihrem Vater helfen und so macht sich das junge Mädchen alleine auf den Weg aus der Wildnis nach San Francisco, auf der Suche nach dem Mann, der in dem großen Haus auf dem Hügel wohnt und dem Geheimnis, dass dort so lange gehütet wird.

Fazit

Als ich das erste Mal gelesen habe, dass im Februar 2020 ein neues Buch von Patrick Hertweck erscheint, machte mein Herz einen kleinen Satz vor Freunde. »Maggie und die Stadt der Diebe« ist eines der Bücher, dass ich immer mal wieder lese und jetzt gab es etwas Neues aus der Feder, die auch Maggie erschaffen hat. Ich habe mich wirklich auf »Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes« gefreut. Zurecht.

Eine spannende und vielfältige Reise beginnt

»Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes« spielt im wilden Westen – Kopfgeldjäger, Cowboys, Goldfieber und Rassismus prägen die Gesellschaft.

Im der rauen Wildnis, wo der Revolver das Gesetz macht lebt die junge Tahnee mit ihrem Vater in einfachen Verhältnissen. Eine Hütte im Wald, genügen Essen, geflickte Kleidung – Tahnee lebt gut, aber nicht im Überfluss.
Ihre Welt zerfällt, als ein Kopfgeldjäger aus San Francisco auf der Suche nach ihrem Vater vor der Tür steht. Mit dem Versprechen an ihren Vater, sich nach San Francisco durchzuschlagen, muss Tahnee alleine reisen.
Eine Reise, die sie viel sehen lässt: Angst, Rassismus, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Da ist zum Beispiel die Begegnung mit dem jungen Indianer, der nicht die Erde verlässt, unter der sein Volk verrottet, weil die weißen Siedler Krankheiten mitgebracht haben. Und die Begegnung mit einem entflohenen Sklave, der sich dumm stellt, weil das Leben mit weißen Cowboys für einen dummen Schwarzen einfacher ist, als für einen intelligenten.
Es macht Freude zu lesen, wie offen, mutig, stark sich Tahnee auf ihrer Flucht verhält und wie sie an ihren Erlebnissen wächst.

Ein krasser kontrast

Einen starken Kontrast dazu bildet Tara, die die Leser*innen anfangs vor allem über Briefe kennenlernen. Sie schreibt ihrer Mutter, was sie unter der Obhut ihres Großvaters alles erlebt. Dabei sind ihre Tage anfangs wenig abwechslungsreich, sie wächst sehr behütet fernab des Trubels in San Francisco hinter einer Mauer auf.
Sie ist zwar neugierig, hinterfragt anfangs aber wenig. Erst als ein Mann versucht ihre Kutsche zu stoppen, dann abends über die Grundstücksmauer klettert und ihr Großvater einen Schock erleidet, fängt Tara an ihr Leben, die zurückhaltenden Antworten ihrer Nanny und das Schweigen ihres Großvaters zu hinterfragen.

Mit fortlaufender Geschichte verwebt Patrick Hertweck auf gelungene Art und weise die Schicksale von Tara und Tahnee immer enger miteinander, die ihre Erlebnisse zuvor in abwechselnden Kapiteln erzählen.

Patrick Hertweck ist hier wieder etwas ganz Wunderbares gelungen. Wie »Maggie und die Stadt der Diebe« gehört auch »Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes« zu jenen Büchern, die man aufschlägt und sofort entführt wird.
Die Charaktere sind lebendig, detail- und facettenreich mit Liebe ausgearbeitet, haben eine ganz besondere Dynamik und sind starke Persönlichkeiten mit Herz. Sie fügen sich perfekt in diesen spannenden Abenteuerroman ein, der wie ein Kinofilm vor dem inneren Auge abläuft. Man schmeckt regelrecht den Staub der Straße, hört die Pferde und riecht das Schießpulver.

Bewertung

5 Bücher

Autor

Patrick Hertweck wurde 1972 geboren, hat drei Söhne und lebt in Freiburg im Breisgau. Nach dem Abitur bereite der Autor viele Gegenden Europas mit dem Fahrrad. Danach arbeitete er jahrelang im Management eines Medienunternehmens, bis er seine heimliche Passion zum Beruf machte.
2015 veröffentlichte der freie Schriftsteller sein Debüt »Maggie und die Stadt der Diebe«.

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Weitere Meinungen zu »Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes« von Patrick Hertweck

Buchmagie (o.A.)
Claudis Gedankenwelt (5/5)
Lesen im Mondregen (5/5)

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Cover: Thienemann
Vielen Dank an den Thienemann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension »Alia 05 – Die Magier von Altra« von C.M Spoerri

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»Alia 05 – Die Magier von Altra«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, Dezember 2019
ASIN: B081K914YK
536 Seiten
Preis: 3,99€ eBook

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Klappentext

Die Erfüllung von Alias Schicksal steht kurz bevor. Doch wenn sie glaubte, dass sie damit an ihrem Ziel angekommen ist, hat sie sich getäuscht. Der sich anbahnende Umbruch ruft in den Rängen der Magier von Altra nicht nur Ränkeschmiede, sondern auch uralte Allianzen auf den Plan. Ist Alia stark genug, um sich all dem entgegenzustellen? Und welche Opfer muss sie bringen, damit sich die Prophezeiung erfüllt?

Fazit

Nach der Überarbeitung von »Alia – Der magische Zirkel«, »Alia – Der schwarz Stern«, »Alia – Das Land der Sonne« & »Alia – Das Auge des Drachen« erschien heute die überarbeitete Neufassung von einem Titel, der 2015 als Spin Off den Abschluss der Alia-Saga bildete und heute als fünfter Teil in die Reihe integriert ist »Alia – Die Magier von Altra«.
Und wow, mit der Überarbeitung wurden aus früher 416 Seiten jetzt knapp 536 Seiten.

Was. Für. Ein. Finale.

Die ganze Alia-Reihe hat von den gesammelte Erfahrungen von C.M. Spoerri als Autorin profitiert, bei »Alia – Die Magier von Altra« ist die Qualität und das Ausmaß der Überarbeitung am deutlichsten. Ich war baff, wie bekannt und gleichzeitig neu die Geschichte einfach war.
Das war einfach… das war einfach ein WoW-Erlebnis.

Wie gewohnt ließ die Autorin mit ihrem bildgewaltigen Sprachstil und ihren lebendigen Charakteren ihre Welt (neu) vor meinen Augen entstehen und hat mich wieder mit nach Altra genommen. Und mit einem Kapitel wahrlich Gänsehaut beschert.

Zu den bekannten Charakteren aus den vorherigen Bänden kommen auch in diesem Band wieder neue Charaktere und neue Erzählstränge dazu. Ein Charakter hat mich wirklich sehr neugierig gemacht – mit Elfenkönigin Myerta erleben wir nur ein Kapitel (aus ihrer Perspektive), aber diese Kapitel hat mich gefesselt, aufgeregt, mitgenommen. Ich hatte Gänsehaut und wäre sehr für ein Buch mit Myertas Geschichte. Wer war sie früher? Was hat sie erlebt?

Habe ich »Die Magier von Altra« von mit “ Auch, wenn diesmal keine großen Abenteuer im Vordergrund standen, sondern es mehr um politische Hintergründe in Altra und das Wiedersehen alter Freunde, […]“ rezensiert, muss ich das hier erweitern. Es gab die großen Abenteuer, es gab Gänsehaut, es gab so viel Emotionen und »Alia – Die Magier von Altra« war so spannend zu lesen.

Die Perspektivwechsel, in diesem Fall keine absolute Neuheit, weil bereits aus der ersten Fassung bekannt, machen den Lesefluss sehr einfach – jeder Handlungstrang ist spannend, die Stellen der Perspektivwechsel oft wie durch kleine Cliffhänger gut gewählt und ich habe die Seiten einfach verschlungen. Sehr interessant fand ich, dass auch Xenos eine erzählende Stimme bekommen. Es ist so interessant mehr über einen der Antagonisten zu erfahren und mir gefällt, dass ihm dadurch mehr Platz in der Geschichte eingeräumt wird.

»Alia – Die Magier von Altra« ist so vieles: spannend, lebendig, mitnehmend, magisch. Ich habe jede Stunde mit Alia genossen – manchmal wollte ich sie schütteln, manchmal in den Arm nehmen. Schade, dass die Reise von Alia damit (wieder) ein Ende gefunden hat.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

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Außerdem von C.M. Spoerri gelesen


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Rezension »Alia 04 – Das Auge des Drachen« von C.M. Spoerri

Alia -  das Auge des Drachen - CM. Spoerri

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»Alia 04 – Das Auge des Drachen«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, November 2019
ASIN: B0818HKK82
395 Seiten
Preis: 3,99€ eBook

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Klappentext

Alia war von Anfang an zu Großem bestimmt. Jeder Schritt, den sie gegangen ist, führte sie der Erfüllung ihrer Prophezeiung näher. Sie kennt jetzt ihr Schicksal, weiß, wer sie ist, und sie hat Verbündete, die ihr ins Talmerengebirge folgen. Denn für den letzten Kampf wird sie nicht nur Kraft und Mut benötigen, sondern auch die Unterstützung aller Völker von Altra: der Menschen, Elfen, Gorkas, Zwerge und … der Drachen.

Fazit

Nach der Überarbeitung von »Alia – Der magische Zirkel«, »Alia – Der schwarz Stern« & »Alia – Das Land der Sonne« erschien heute die überarbeitete Neufassung von »Alia – Das Auge des Drachen«.

Auch »Alia – Das Auge des Drachen« profitiert wieder von der gesammelte Erfahrung von C.M. Spoerri. Die Autorin hat all ihre Erfahrung der letzten Jahre in ihre Charaktere, ihren Schreibstil und die Spannungskurve gepackt – und in die neuen Erzählstränge.

Zu den bekannten Charakteren aus den vorherigen Bänden kommen auch in diesem Band wieder neue Charaktere und neue Erzählstränge dazu. Eine Änderung, die dieser Reihe wirklich – und das betone ich auch dieses mal gerne wieder – gut getan hat, ist der Wechsel der Erzählerperspektiven, wo die Leser*innen früher nur Alias Perspektive wahrnehmen konnten, lässt C.M. Spoerri neben der Protagonistin auch Reyvan, Zaron, Maryo, Kampfmagier Duhr und andere zu Wort kommen. Neben der Perspektive von Maryo hat mir vor allem die Ergänzung von Duhrs Perspektive gefallen. Ein Charakter, der mich mit seinem Wesen wirklich neugierig gemacht hat und eigentlich eine eigene kleine Geschichte verdient.

Aus einer zuvor schon mitnehmenden Geschichte – Band vier war immer mein Liebster – kitzelt C.M. Spoerri in dieser Überarbeitung noch so viel mehr heraus: Die Charaktere haben mehr Tiefe bekommen, haben sich entwickelt und sind lebendiger. Der Spannungsbogen hat sich entwickelt, stellenweise konnte ich das Buch einfach wirklich nichts aus der Hand legen – selbst, wenn ich gewollt hätte.
C.M. Spoerri hat mich mit dieser Überarbeitung erneut verzaubert und mir schöne Stunden in Altra beschert.

»Alia – Das Auge des Drachen« ist so vieles: spannend, lebendig, mitnehmend, magisch. Ich habe jede Stunde mit Alia genossen und freue mich auf das große Finale der Alia-Reihe!

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

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Außerdem von C.M. Spoerri gelesen


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Rezension »Mystic Highlands«-Reihe von Raywen White

Die Geschichte von Rona & Sean 

Cover Mystic Highlands Druidenblut Raywen White

Ein fantastischer Roman über die sagenhafte Welt Schottlands und eine gefährliche Liebe 
**Von Feenhügeln und anderen Wundern**

Als Rona Drummond auf einen versteckten Brief ihres Cousins stößt, beschließt die Studentin eine Reise nach Schottland zu wagen, um mehr über ihre ursprüngliche Heimat und ihre Ahnen zu erfahren. Schon lange hat sie das wilde Hochland und die weiten Wiesen vermisst. Doch mit was für einer Augenweide Rona tatsächlich konfrontiert wird, findet sie erst am Flughafen in Inverness heraus. Vor ihr steht Sean, ein athletischer, tätowierter Schotte, der einfach nur zum Umfallen gut aussieht. Und genau der ist es, der Rona auf ihre Ausflüge quer durch Schottland begleitet. Dabei sorgen merkwürdige Ereignisse dafür, dass sie einem dunklen Familiengeheimnis näherkommen, das nicht nur Ronas bisheriges Leben, sondern auch ihre aufkeimenden Gefühle für Sean in ein ganz anderes Licht stellt…

Mehr Informationen beim Verlag

Cover Mystic Highlands Druidenliebe Raywen White

Band 2 der fantastischen Reihe über die sagenhafte Welt Schottlands und eine gefährliche Liebe
**Von Elfengefühlen und anderen Kräften**


Zu viel steht zwischen Rona und Sean. Obwohl sie es sich fest vorgenommen hat, gelingt es Rona nicht, ihre Gefühle für Sean zu vergessen. Zu sehr zieht der Schotte sie mit seiner charmanten Art in den Bann. Nun wird auch noch die Welt der Síd, und damit auch Ronas Heimat, bedroht und beginnt allmählich zu zerfallen. Um der Fehde zwischen Menschen und Síodhach ein für alle Mal ein Ende zu setzen, will der Herr der Elfen in die Schlacht ziehen. Rona kann und will diese Lösung nicht akzeptieren und beschließt aus der Anderswelt in die Menschenwelt zurückzukehren, um Sean trotz allem um Hilfe zu bitten…

Mehr Informationen beim Verlag

Die Geschichte von Katherine & Logan

Cover Mystic Highlands Mythenbaum Raywen White

Band 3 der romantischen Reihe über die faszinierenden Highlands und ihre einzigartige Sagenwelt. 
**Von Druiden und anderen Geheimnissen**

Eigentlich wollte Kathrine nur in Ruhe ihr Mathematikstudium im imposanten Edinburgh hinter sich bringen. Doch seltsame Vorfälle und mysteriöse Blackouts machen ihr einen Strich durch die Rechnung und lassen sie an ihrem Verstand zweifeln. Als dann auch noch ein attraktiver, jedoch nicht sehr vertrauenerweckender Typ namens Logan auftaucht und behauptet ein Druide zu sein, überschlagen sich die Ereignisse und ihr Leben gerät vollkommen aus den Fugen. Plötzlich befindet sie sich mitten in einer uralten Fehde zwischen Druiden und Síodhach und muss ausgerechnet mit Logan in die Highlands fliehen. Doch welche Geheimnisse verbirgt er vor ihr? Und kann er ihr helfen, ihr Familiengeheimnis aufzudecken?

Mehr Informationen beim Verlag

Cover Mystic Highlands Mythenschwert Raywen White

**Von dunklen Elfen und anderen Mythen**

Der Gedanke, Logan verloren zu haben, lässt Kathrine in ein tiefes Loch fallen. Der attraktive und charismatische Druide war alles für sie und das nicht nur, weil er ihr gezeigt hat, dass hinter den magischen Mythen ihrer Heimat viel mehr steckt als nur Geschichten. Allein und gefangen im zerstörten Reich der Síd, droht sie alle Hoffnung zu verlieren. Sie weiß nicht, dass ihr geliebter Schotte noch nicht völlig verloren ist. Währenddessen bereiten sich die Síodhach auf den alles entscheidenden Krieg zwischen Elfen und Menschen vor – einen Kampf, in dem Kathrine eine weitaus größere Rolle spielt, als sie ahnt…  

Mehr Informationen beim Verlag

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»Mystic Highlands« (Band 1-4, e-Box)
von Raywen White

Dark Diamonds, September 2019
ISBN-13: 978-3-5222-0256-5
484 Seiten
Preis: 16,99€ eBook

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Fazit

Magie, Druiden, Steinkreise, Runen, Liebe – meine erste Assoziation, als ich
die Cover der »Mystic Highlands«-Reihe entdeckte. Raywen White hat diese stummen Versprechen in den Inhalten ihrer Geschichten gehalten.

Die Geschichte von Rona & Sean 

In »Druidenblut« und »Druidenliebe« geht es um die aufwühlende, teils schon fast kitschige Liebesgeschichte von Rona und Sean.

Rona, New Yorker Stadtkind, will unbedingt den schottischen Teil ihrer Familie kennen lernen. Ihre Eltern sind strikt dagegen, äußern sich aber nicht genau über ihre Beweggründe. Rona, stur, ganz so wie man es den Schotten nachsagt, reist dennoch nach Schottland. Dort begegnet ihr Großcousin Sean – was jetzt nach nettem Mittvierziger in Pollunder klingt, ist ein attraktiver junger Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Rona in diesem Sommer Schottland zu zeigen. Für die junge Protagonistin und die Leser*innen beginnt ein malerische, wunderschöne Reise durch Schottland. Eine Reise, die dank des lebendigen Schreibstils von Raywen White sehr viel Spaß macht – fast wie ein Reiseführer mi Roman.

Das ist natürlich nicht der ganze Plott – wo kämen wir dahin? Für Rona verändern sich in diesem Sommer die Dinge: sie sieht etwas, was gar nicht da ist und zweifelt an ihrem Verstand. Sean bemerkt diese Veränderungen und hätte Rona sagen können, was da mit ihr passiert – Kommunikation ist aber nicht die Stärke der beiden. Manchmal hat mich dieses Nicht-Reden fast wahnsinnig gemacht. Natürlich brauchte der Plott das, aber na ja… ich hätte die beiden Schütteln können.

Gut gelungen ist Raywen White neben dem Erschaffen einer kurzweiligen Unterhaltung und einem Schnell-Urlaub für den Kopf auch das düstere Familiengeheimnis. Die Autorin versteht es ihre Leser*innen in die ihre zu führen und eine Bombe platzen zu lassen.

Die Geschichte von Katherine & Logan

Ist die Geschichte von Rona und Sean fast kitschig, ist die von Katherine und Logan klischeehaft – auf die gute Art. Streberin trifft Bad Boy, ein Spiegel überzieht sich mit Eis und eine uralte Fehde. Nachdem mir schon »Druidenblut« und »Druidenliebe« gut gefallen haben, wollte ich unbedingt auch die weiteren Teile lesen. Und es hat sich gelohnt.
Wie in den ersten Bänden ist der Schreibstil von Raywen White locker, flüssig, lebendig. Die Bücher lesen sich quasi von allein und entführen die Leser*innen wieder in das wunderschöne Schottland.

Auch wenn der Plot klischeehaft ist, ist die Umsetzung von Raywen White gelungen. Katherine ist eine sympatische junge Frau und Logan ein rauer, liebenswürdiger Typ, der mir als bester Freund von Sean bereits gefallen hat.
Katherine, die eigentlich nur ihr Mathematikstudium durchziehen will, steht plötzlich mitten in der uralten Fehde zwischen Druiden und Síodhach und muss dann mit dem eigentlich wildfremden Logan in die Highlands fliehen. Man kommt sich näher – ihr kennt das! Aber Raywen White hat das mit ihrem Schreibstil so toll gemacht, dass auch mir Teilzeit-Romance-Muffel das Herz aufgegangen ist und ich die Bücher schnell gelesen habe.

Spannung, Drama, Humor und Action – Raywen White holt aus ihrer »Mystic Highlands«-Reihe sehr viel heraus.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Raywen White lebt mit ihrem Mann im Raum Frankfurt am Main. Ihre lebhafte Fantasie begleitet die Autorin bereits seit ihrer Kindheit – in ihrem Romanen verbindet Raywen White die beiden Genres, die es ihr besonders angetan haben: Fantasy & Romance.


Weitere Meinungen zu der »Mystic Highlands«-Reihe von Raywen White

  • -folgt-

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Cover & Klappentexte : Dark Diamonds Verlag
Vielen Dank an den Dark Diamonds Verlag „Mythenbaum“ & „Mythenschert“ Rezensionsexemplare

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