Rezension: »Die Herren der grünen Insel« von Kiera Brennan

»Die Herren der Grünen Insel«
von Kiera Brennan 

blanvalet Verlag, Februar 2015
3-7645-0559-1
960 Seiten
Preis:  19,99€ HC/ 15,99€ eBook/ 24,99€ Hörbuch

bestellen bei Amazon

LChoice

Inhalt

Irland im 12. Jahrhundert, die grüne Insel ist im Aufruhr.

Theoretisch vereint unter einem Hochkönig ist Irland in Wahrheit ein Flickenteppich kleiner Herrschaftsgebiete. Untereinander pflegen die Kleinkönige ihre blutigen Machtkämpfe, langjährige Fehden und spinnen immer neue Intrigen.
Bündnisse werden quasi stündlich geschlossen und gebrochen, wenn sie überhaupt ernsthaft angestrebt wurden.
Von außerhalb baut sich eine Gefahr auf und ein gemeinsamer Feind tritt auf den Plan: Henry Plantagenet, König von England, will über die grüne Insel herrschen.

Reicht ein gemeinsamer Feind, damit sich die Herren der Grünen Insel vereinen und geschlossen ihre Heimat verteidigen?

Fazit

„Die Herren der Grünen Insel“ ist ein spannender, historischer Roman über die anglonormannische Invasion Irlands.
Angereichert mit fiktiven Charakteren gibt Autorin Kiera Brennan die Invasion wieder – ausschließlich aus irischer Sicht. Ich will gar nicht wissen,… oder doch, ich würde gerne wissen, wie viel Zeit die Recherche für „Die Herren der Grünen Insel“ in Anspruch genommen hat. Denn es ist ja bekannt, dass die Gewinner die Geschichte schreiben und es folglich schwer gewesen sein muss, aus dieser Zeit verlässlichere Quellen von reinen Propagandaschriften zu unterscheiden.
Auch als Geschichts-Fan bin ich dankbar, wenn trockene Fakten lebendig aufbereitet und fesselnd dargestellt werden, Kiera Brennan ist genau das in ihrem Roman „Die Herren der Grünen Insel“ gelungen. Die Leser erleben diesen prägenden Abschnitt der irischen Geschichte durch das begleiten verschiedener Charaktere. Dadurch fehlen den Lesern zu keiner Zeit wichtige Informationen und sie können einen gut den Überblick über die Gesamtsituation behalten.
Die Charaktere sind stimmig und gut ausgearbeitet, sodass es Spaß macht ihrem Schicksal zu folgen. Besonders gut haben mit Faolán, Caitlín und Róisín gefallen. Gerade die beiden Frauen waren mit ihrem starken Charakter in ihrer Zeit beeindruckende Figuren für mich.

Sehr gut fand ich die Karte und die Hierarchieübersicht im Einband des Buches, außerdem ist auf dem Lesezeichen ein kleines und am Ende des Buches ein großes Personenverzeichnis sowie ein Zeitstrahl.

„Die Herren der Grünen Insel“ ist eine Leseempfehlung für alle Fans von Geschichte, die es mögen, wenn wahre Fakten mit fiktiven Charakteren und einem flüssigen, bildhaften Schreibstil wieder zum Leben erweckt werden.

Bewertung

5 von 5

 

 

 

Ein Auszug

Reinhard Kuhnert liest: Die Herren der Grünen Insel von Kiera Brennan

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Rezension: »Die Clifton-Saga 01: Spiel der Zeit« von Jeffrey Archer

»Die Clifton-Saga 01: Spiel der Zeit«
von Jeffrey Archer
(Zur Leseprobe)

Heyne Verlag, Juli 2015
3-4534-7134-2
560 Seiten
Preis: 9,99€ TB | 8,99€ eBook

bestellen

Inhalt

Harry Clifton wächst in ärmlichen Verhältnissen im Bristol der 1920er und 1930er auf.
Nach dem geheimnisumwitterten Tod seines Vaters zieht ihn seine Mutter Maisie alleine groß. Während sie versucht ihre kleine Familie zu ernähren und jede erdenkliche Arbeit annimmt, sticht Harry durch seine schöne Gesangsstimme und seine schulischen Leistungen hervor. Durch scheinbar glückliche Fügungen schafft es Harry auf eine der besseren Schulen und seine Mutter kann sogar das Schulgeld aufbringen.
Auf der British Grammar School in Bristol lernt Harry den jungen Giles Barrington kennen. Die beiden Jungen werden beste Freunde. Dabei ahnt  keiner von ihnen, dass ihre Familien eine gemeinsame Vergangenheit haben und ein dunkles Geheimnis hüten, das die Zukunft von Harry und Giles gefährden kann.
Und über allem bahnt sich die nächste große Katastrophe der Menschheit an, der zweite Weltkrieg.

Fazit

In „Spiel der Zeit“ breitet Jeffrey Archer das Leben von Harry Clifton zwischen 1929 und 1940 vor seinen Lesern aus. Dabei zaubert er durch seinen detaillierten und bildhaften Schreibstil eine lebendige Atmosphäre von einem Bristol, in dem langsam die Kutschen den Automobilen weichen müssen und  in dem knapp 100 Jahren zuvor die Industrialisierung Einzug gehalten hat: Durch die Automatisierung steigt die Zahl der Arbeitslosen, Löhne sinken und die Lebenskosten steigen.
„Spiel der Zeit“ war mein erstes aber definitiv nicht mein letztes Buch von Jeffrey Archer. Nicht nur sein Schreibstil sucht seines gleichen, auch der Aufbau des Romans ist absolut gelungen. Als Leser begleitet man nicht nur Harry, sondern betrachtet die erzählte Geschichte auch durch die Augen anderer Charaktere. Durch den Perspektivenwechsel verwebt Archer gekonnt die Schicksale seiner Figuren – trotz ihrer sozialen Unterschiede. Allerdings muss der Leser als Folge dessen auch in Kauf nehmen, dass einige Ereignisse  wiederholt erzählt werden, ergänzt durch die Rolle oder Informationen des erzählenden Charakters.

„Spiel der Zeit“ ist ein gelungener Auftakt einer Familiensaga und für jeden Fan historischer Romane geeignet, der sich gerne Zeit nimmt, um Protagonisten zu begleiten und nicht von einem Ereignis zum nächsten hetzen muss.

Bewertung

5 von 5

Buchtrailer

Die Clifton-Saga

    

Rezension zu „Das Vermächtnis des Vaters“→

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Rezension: »Haus der Geister« von John Boyne

Haus der Geister – John Boyne

Piper Paperback,  2014

3-492-06004-8

Inhalt

England 1867. Die junge Eliza Caine zieht es nach dem Tod ihres Vaters von London in die Grafschaft Norfolk. Auf dem Anwesen Gaudlin Hall soll sie als Gouvernante  die beiden Westerley-Kinder unterrichten und behüten.

Was eigentlich ein ruhiges Leben werden sollte, wird Eliza’s großes Abenteuer. Am Abend ihrer Ankunft und die Tage danach begegnet ihr kein Erwachsener. Isabella und Eustace scheinen mehr oder minder alleine, auf jeden Fall aber ohne Eltern, in dem Haus zu leben. Eliza versucht diesen Umstand aufzuklären, dabei hat sie immer wieder Erlebnisse, die rational nicht zu erklären sind.

Nach und nach bringt Eliza Licht in eine furchtbare Geschichte. Sie findet raus, warum sie die sechste Gouvernante innerhalb eines Jahres ist und warum vier ihrer Vorgängerinnen gestorben sind. Und sie findet heraus was und wer mit ihr in Gaudlin Hall lebt.

Fazit

„Haus der Geister“ verspricht durch Klappentext und Cover mehr, als der Leser am Ende bekommt. Die Geschichte, erzählt aus der Perspektive von Eliza, plätschert ganz nett vor sich hin, während ich ein paar mehr Spannungsbögen erwartet habe.

Ich kann weder behaupten, dass Buch schlecht war oder wirklich langweilig, aber es war auch nicht gut oder spannend. Es ist: „Ganz nett“. Schön für zwischendurch, aber definitiv nicht den Preis wert. Wenn Du es trotzdem lesen möchtest, empfehle ich die eBook Variante.

Bewertung

2 von 5

 

 

 

 

zum Bewertungssystem

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcover steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Rezension: »Der Ritter und die Bastardtochter« von Annika Dick

Der Ritter und die Bastardtocher – Annika Dick

books2read, 2014

bei Amazon erhältlich

Inhalt

Rayne ist die uneheliche Tochter des hingerichteten Earls of Ravenglass und durch ihre Heilkünste als Hexe verschrien. Sie steht gerade auf dem Scheiterhaufen, als zwei Unbekannte ihre Hinrichtung unterbrechen. Rayne wird Ohnmächtig…

…und findet sich in den Armen eines Fremden Ritters mit Narbe im Gesicht wieder, begleitet von einem jungen Schotten. Nicholas, wie sich der fremde Krieger mit der Narbe vorstellt, ist der aktuelle Earl of Ravenglass und benötigt Rayne’s Hilfe. Sein Bruder Jacob ist krank und dem Tode nahe. Nur widerwillig folgt Rayne Nicholas auf die Burg, von der ihre Mutter in der Nacht von Rayne’s Geburt vertrieben wurde, weil sie einer Hexe das Leben geschenkt haben soll.

Die Burgbewohner begegnen Rayne voller Angst, Verachtung und Hass. Lediglich der Earl, seine Schwester und der junge Schotte haben keine Vorbehalte. Während Rayne sich um Jacob kümmert, wird ihr schnell klar, dass der Bruder des Earls nicht krank ist, sondern vergiftet wurde. Nur wer steckt dahinter?

Während Rayne um das Leben von Jacob kämpft, kommt sie Nicholas näher und beide verlieben sich. Aber dann ist nicht nur Rayne in Gefahr, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, sondern auch die ganze Familie des Earls. Wer möchte die Familie des Earls tot sehen? Und kann Nicholas Rayne retten?

Fazit

„Der Ritter und die Bastardtochter“ hat mir gut gefallen. Es ist kein Buch mit einer Geschichte, die zum Nachdenken anregt, aber es entführt seine Leser lebhaft in eine Zeit, in der vermeintliche Hexen brannten und Ritter auf Pferden daher kamen, um eine Maid vor dem Unheil zu bewahren. Die Charaktere harmonisieren auf wunderbare Art mit einander und ergänzen sich, ohne dabei gekünstelt zu wirken.

Wer also gerne aus seinem Alltag entführt werden möchte, sollte sich „Der Ritter und die Bastardtochter“ kaufen.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

 

zum Bewertungssystem

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcover steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Rezension: »Der entschwundene Sommer« von Rebecca Martin


Der entschwundene Sommer

Rebecca Martin

Diana Verlag, 2014

3-453-35754-X

 Inhalt

Mia ist 30 und eigentlich ist ihr Leben ziemlich perfekt. Sie hat geheiratet, hilft bei ihrem Mann ab und zu aus und muss sich um Geld eigentlich keine Sorgen machen.

Völlig unerwartet erreicht sie das Testament ihrer einzigen Verwandten: Ihre Großmutter ist tot und hat ihr ein Anwesen vererbt. Mia will das Erbe erst ausschlagen, wurde sie doch adoptiert und hatte nur eine -unglückliche- Begegnung mit ihrer Großmutter. Für Florian, Mias Mann, ist das Erbe eine willkommene neue Geldquelle und so rät er Mia dazu, dass Erbe anzunehmen.

Währen Mia noch mit dem Erbe hadert, fällt ihr immer mehr auf, dass zwischen ihr und Florian längst nicht mehr alles so ist, wie es mal war. Unter anderem deswegen entschließt sie sich, sich ihr Erbe zumindest einmal anzusehen. Sie fährt in den Taunus und verliebt sich sofort in das Anwesen, dass einst ein Hotel war. Fasziniert von der Geschichte des Hauses und seiner Bewohner begibt Mia sich auf die Erkundung eines dunklen Geheimnisses um Beatrice, Corinna, Johannes und Ludwig, das im Sommer 1912 seinen Anfang nahm. Dabei hilft ihr der junge Schotte Séan, der auf dem Dachboden seines Großvaters einen Hinweis gefunden hat, der ihn direkt zum ehemaligen Hotel führt.

Fazit

Rebecca Martin kann wunderbar Bilder vor den Augen entstehen lassen. Ich konnte quasi fühlen und sehen, was für Charaktere die Protagonisten sind. Rebeccas Martin steigt im Jahr 1912 mit ihren Charakteren ein und schafft es die Veränderungen der vier Protagonisten bedingt durch persönliche Entscheidungen und äußere Einflussfaktoren, wie den 1. Weltkrieg, zu verdeutlichen.

Bewertung

4 von 5

 

 

 

 

zum Bewertungssystem

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcover steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)