Rezension: »Dein letzter Tag« von A. J. Rich

dein-letzter-tag-a-j-rich»Dein letzter Tag«
von A. J. Rich

blanvalet, Juni 2016
3-7341-0267-7
352 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Haben ihre Hunde wirklich ihren Verlobten getötet?
Die Frage muss sich Morgan stellen, als sie eines Nachmittags die übel zugerichtete Leiches ihres Verlobten und ihre blutverschmierten Hunde in ihrem Schlafzimmer findet. Für die Polizei ein klarer Fall, doch bei Morgan bleiben Zweifel: Warum gibt es Kratzspuren an der Tür vom Schlafzimmer ins Bad?
Ihre Zweifel wachsen, als Morgan versucht die Eltern ihres Verlobten zu kontaktieren. Schnell wird klar, Bennett war nicht, wer er vorgab zu sein. Und Morgan war auch nicht seine einizige Verlobte. Als die anderen Verlobten dann eine nach der anderen vermeintlichen Unfällen zum Opfern fallen, wird Morgan nervös. Ist eine von den anderen die eigentliche Mörderin? Und: Ist Morgan die Nächste auf der Liste?

Fazit

„Dein letzter Tag“ von A. J. Rich klang wirklich vielversprechend, Klappentext und Leseprobe haben mich angefixt. Ich hatte mal wieder richtig Lust auf einen guten Psychothriller.
Leider hat „Dein letzter Tag“ das Level der Leseprobe nicht halten können. Die Spannung flachte schnell ab und es wurde zu schnell offensichtlich, wer hinter den Morden steckt.
Mir fehlte hier der Kick eines guten Psychothrillers.
Durch das Buch hat mich lediglich der angenehme Schreibstil von A. J. Rich getragen. Zwar nicht spannend, aber dennoch flüssig und angenehm zu lesen hat der Autor viele Fachbegriffen in sein Buch eingebunden und so konnte ich ein bisschen neues Wissen für mich mitnehmen.

„Dein letzter Tag“ von A. J. Rich ist ein Psychothriller, der leider ohne große Überraschungen oder unvorhersehbaren Wendungen auskommt. Wer aber genau das an seinen Büchern mag und einen angenehmen Schreibstil zu schätzen weiß, sollte mal einen Blick auf „Dein letzter Tag“ werfen.

Bewertung

2 von 5 Bücher

2 von 5

 

 

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Rezension [Hörbuch]: »Der Schlafmacher« von Michael Robotham

Der Schlafmacher von Michael Robotham

»Der Schlafmacher«
von Michael Robotham

der Hörverlag, Januar 2015
3-8445-2066-X
Laufzeit: 8h 21
Preis:  12,74€

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LChoice

Inhalt

Psychologie Joe O’Loughlin wird nach Sommerset gerufen: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, wurden ermordet. Als eine weitere Leiche mit einem auf der Stirn eingeritzten „A“ auftaucht und immer mehr Polizeiberichten von Überfallopfern auftauchen, die keine Anzeige erstatten wollen, wir O’Loughlin klar, dass der Täter verstört und gefährlich ist. Er wird wieder zuschlagen und vor niemanden halt machen, auch nicht vor O’Loughlins Familie…

Fazit

Michael Robotham ist ein Könner in seinem Metier. Mit „Der Schlafmacher“ hat er die Reihe um Psychologe Joe O’Loughlin fortgesetzt (trotzdem eigenständig les- /hörbar) und zu einem neuen Höhepunkt geführt.
Zum Aufbau der mitreißenden Spannungskurze wechselt Robotham zwischen den Perspektiven von Joe O’Loughlin und dem Täter. Neben den analytischen Gedankengängen des sitzengelassenen Familienvaters erlebt der Leser so auch die kranke Wahrnehmung des Täters, ohne dabei dessen Identität erraten zu können. Bis zu Ende haben mich die Hochspannung, der Gruselfaktor, die Geschehnisse und der Nervenkitzel gepackt und zeitweise für Gänsehaut gesorgt.
Aber Autor Michael Robotham beherrscht nicht nur das Genre Psychothriller wie ein Könner, auch die Gestaltung und Entwicklung seiner Charaktere sind gut ausgearbeitet und dargestellt. So bekommt Joe O’Loughlins Privatleben in diesem Buch viel Platz.
Rein inhaltlich gibt es für „Der Schlafmacher“ von Michael Robotham von mir die volle Punktzahl. Der Psychothriller erfüllt meine Kriterien an ein Meisterwerk seines Genres.

Allerdings… ja, allerdings hat mir die gekürzte Fassung des Hörbuchs nicht so gut gefallen, wie der Inhalt. Das war mein erstes Hörbuch und offensichtlich bin ich bei diesem Medium nicht ganz zu Hause. Ich fand schade, dass die Fassung gekürzt war. Außerdem haben mir beide Sprecher nicht wirklich gefallen, sondern an manchen Stellen in ihrer Betonung oder Dramatisierung übertrieben.
Aber ich gebe das Medium noch nicht auf. Andere Sprecher können hier womöglich wunder bewirken.

Kurz: „Der Schlafmacher“ von Michael Robotham ist eine uneingeschränkte Empfehlung für Fans spannender Thriller, auch an die, die vorherigen Fälle von Joe O’Loughlins noch nicht kennen. Denn die Bücher können unabhängig von einander gelesen werden.
Wer also Spannung und Nervenkitzel mag, ist bei dem aktuellen Werk (vorzugsweise als Buch) von Michael Robotham gut aufgehoben.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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Rezension: »Während du stirbst« von Tammy Cohen

Während du stirbst Tammy Cohen»Während du stirbst«
von Tammy Cohen

blanvalet, November 2015
3-7341-0219-7
416 Seiten
Preis: 9,99€ TB/ 8,99€ eBook

 

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Inhalt

Jessica Gold ist 29, lebt in London und hat eine Knopfphobie.

An Weihnachten verschwindet die junge Jessica Gold scheinbar mitten aus einem vollen Kaufhauscafé in Mitten von London. Sie wurde entführt. 12 Tage verbringt sie in den Fängen eines gestörten Mannes. 12 Tage, in denen sie weiß: er wird sie töten. 12 Tage, in denen Polizistin Kim ihr privates Glück opfert, um Jessica zu finden.
12 Tage, in denen Kim immer öfter der Verdacht kommt, dass da irgendwas nicht stimmen kann.
12 Tage, durch die Jessica bewusst wird: Natalie ist nicht zu trauen.

Wer spielt hier mit wem?

Fazit

„Während du stirbst“ von Tammy Cohen ist ein spannender Thriller, der mich an Anfang gepackt und erst am Ende wieder losgelassen hat. Tammy Cohen hat hier spannenden Nervenkitzel der Extraklasse geschaffen und mich nach der Hälfte des Buches völlig überrascht. Ich habe mit Jessica gelitten und gefiebert, mich gefragt, ob Kim sie wohl finden wird und dann…..
Tja, dann stand ich vor der Frage, wie weit der Mensch gehen darf, um sich selbst und andere zu schützen. Was ist moralisch vertretbar, was ist aber Selbstjustiz und sollte bestraft werden?

Neben den moralischen Fragen ist Tammy Cohen auch mit Jessica Gold gelungen mich zu überzeugen. Die unscheinbare, naive Jessica ist eine Antiheldin und in ihrer Unzulänglichkeit, die sich selbst gegenüber konstant empfindet, eine ungewöhnliche Protagonistin. Auf den ersten Seiten erinnerte sich mich an ein Charakter, der zwar das erste Opfer eines  Serienkillers ist, aber nicht die Protagonistin. Im Laufe der Geschichte hat Tammy Cohen aber dafür gesorgt, dass Jessica als Hauptcharakter perfekt gepasst hat.
Zwischenzeitlich empfand ich die Geschichte als sehr konstruiert und fast lückenhaft, wer aber bis zum Ende weiterliest wird mit der Auflösung belohnt. Ich habe verstanden, dass die Autorin diese Momente nicht früher auslösen konnte, ohne zu viel zu verraten.
Highlight des Buches ist der flüssige Schreibstil von Tammy Cohen, der mit den gut gewählten Perspektivwechseln die Spannungskurve richtig in die Höhe treibt. Und der Autorin ist es mit ihrem Schreibstil gelungen, Jessica facettenreich darzustellen, obwohl der Leser trotz Ich-Perspektive von Jessica nicht in ihr Innerstes vordringt. Eine Distanz, die gekonnt gewählt ist, da sie typisch für Jessica ist.

Fazit: Wer Spannung mag, wird „Während du stirbst“ lieben. Der Psychothriller von Tammy Cohen wird seinem Genre vollkommen gerecht.

Bewertung

4 von 5

 

 

 

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Rezension: »Die Frau, die Männer mochte« von Petra Hammesfahr

Die Frau, die Männer mochte von Petra Hammesfahr (Leseprobe)

Diana Verlag, September 2015 (Neuauflage)

3-453-35845-4

Inhalt

Am Dienstag nach Pfingsten wird Marisa Behrend, Besitzerin des Waldschlösschens, tot in ihrem Bett gefunden. Nackt und gefesselt. Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener soll die Leiche in Augenschein nehmen – diskret – und möglichst nicht viel Wirbel um die Tote machen. Denn Marisa Behrend war Freundin, Bettgefährtin, Seelentrösterin und Liebesspenderin der lokalen Politprominenz, da wird kein Skandal gebraucht.
Zum Unglück der Politiker erkennt Kommissar Wegener in der Toten etwas, das ihm seit Jahren fehlt. Er ist von einem Mord überzeugt und macht sich verbissen auf die Suche nach dem Täter.

 

Fazit

-Achtung, Spoilergefahr!-

„Die Frau, die Männer mochte“ mit dem oben abgebildeten Cover ist eine Neuauflage. Erstmalig erschien der Psychothriller von Petra Hammesfahr 1991.
Wer hier auf Grund des Klappentexts einen spannungsgeladenen Thriller mit Krimi-Elementen erwartet, ist schief gewickelt. Vielmehr begleitet der Leser Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener und seinen psychischen Verfall. Von der Mutter geschlagen, von der Ehefrau gedemütigt steigert sich Wegener in den Fall Marisa Behrend herein, begeht berufliche und private Fehler und rastet aus, bevor er die Reißleine ziehen kann.
So sehr mir die Spannung fehlte, so sehr ist Petra Hammesfahr gelungen den psychischen Niedergang ihres Protagonisten  zu veranschaulichen. Durch den einmaligen Schreibstil von Petra Hammesfahr braucht die Geschichte einige Kapitel, bis sie in rollen kommt und kann dann auch weniger mit Spannung als mit einem gelungenen Einblick in die Psyche eines zerstörten Menschen punkten. Und ganz nebenbei ist es Petra Hammesfahr gelungen nicht nur ihren Protagonisten gekonnt zu gestalten, sondern auch ihre anderen Charaktere in „Die Frau, die Männer mochte“ wirken überzeugen und echt. Anhand ihrer Charaktere zeigt sie, wie es hinter der Tür von unserem Nachbarn zugehen könnte.

„Die Frau, die Männer mochte“ ist eine Leseempfehlung für Fans von Thrillern, bei denen nicht die Story, sondern der Protagonist im Mittelpunkt steht.

 

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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