Rezension »Harrowmore Souls – Zimmer 111« von Miriram Rademacher

Harrowmore Souls Miriam Rademacher

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»Harrowmore Souls – Zimmer 111«
von Miriam Rademacher

Sternensand Verlag, Oktober 2019
ISBN: 978-3-0389-6100-0
260 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 12,90€ Taschenbuch

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Inhalt

Conny Bligh und Allison Harrowmore haben gerade erst ihr Büro in einer fragwürdigen Gegend Londons eröffnet, als auch schon die erste Klienten vor der Tür der Anwaltskanzlei für Übernatürliches steht: In der Idylle Cumbrias werden immer wieder verwirrte Menschen aufgegriffen, denen keine Erinnerung bleiben und die unter furchtbaren Qualen zu leiden scheinen und die ihr Leben zu oft selbst beenden um dem zu entkommen.
Eine Spur für Allison und Conny zum in die Jahre gekommen Mayflower Hotel – Zimmer 111. Und ehe sich die beiden versehen, sind sie der Wahrheit schon näher gekommen, als gesund für sie ist….

Fazit

Hach! Ein neues Abenteuer aus dem Livie-Versum <3 Mit Gastauftritten der beliebten Banshee, immerhin ist Allison eine Harrowmore und gehört zu Livies Schutzbefohlenen.

Gewohnt LOCKER-FLOCKIG MIT HUMOR

Es ist schön ein neues Abenteuer aus dem Livie-Versum zu lesen und bekannte Charaktere besser kennenzulernen. Miriam Rademacher steigt gewohnt locker und flüssig, mit einer Prise Sarkasmus und einem ordentlich Schuss Humor in die Geschichte ein.
Allison und Conny sind vom Schicksal für einander bestimmt – wissen aber nicht so recht etwas miteinander anzufangen und hinterfragen das Schicksal und seine Wege. Dennoch gehen sie ihren Weg nunmehr gemeinsam, wenn auch weit weg von der Liebe.

Durch die Erzählerperspektive schafft Miriam Rademacher immer wieder Einblicke in ihre Charaktere und ihre Gefühlswelt. Es ist unterhaltsam und faszinierend, wie die Autorin die Beziehung dieser zwei sehr unterschiedlichen Charaktere -Allison ist präsent, laut und immer ganz vorne dabei, no risk no fun. Conny ist eher zurückhaltend, überlegend und ruhig – gedeihen und ihre Leser*innen daran teilhaben lässt.
Zusammen sind die beiden ein sehr gutes Team, sie müssen es nur noch merken – und sich eingestehen.

EIN KURZWEILIGES Vergnügen

Unterhaltsam und spannend treibt Miriam Rademacher das Abenteuer von Allison und Conny voran. Dabei baut sie skurrile Begegnungen mit einzigartigen Charakteren ein und nutzt gekonnt gut gewählte Szenenwechsel. Zusammen mit ihrem lebendigen, mitnehmenden Schreibstil ergibt sich aus den stilistischen Mitteln und den lebendigen Charakteren ein kurzweiliger Lesegenuss.

»Harrowmore Souls – Zimmer 111« von Miriam Rademacher ist der Auftakt einer Reihe um die Abenteuer der Anwaltskanzlei »Harrowmore Souls« – kurzweilig, unterhaltsam, spannend.

Eine klare Leseempfehlung für Leser*innen, die humorvolle, leichte Literatur mögen sowie witzige Dialoge und Situationskomik zu schätzen wissen.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Miriam Rademacher wurde 1973 im Emsland geboren und wuchs in einem kleinen Barockschloss auf.  Heute lebt die Autorin, die schon früh mit dem Schreiben begann, in Osnabrück. Neben dem Schreiben unterrichtet Tanz.
Mariam Rademacher veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, Fantasy-Romane, Krimis und ein Kinderbilderbuch.

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Bücherschicksal (4/5)

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GEWINNSPIEL

Platz 1 : »Harrowmore Souls«-Buch Paket (Buch + Goodie Sets)
Platz 2-4: Goodie-Paket

Dieses Gewinnspiel ist Teil der Release-Party zu »Harrowmore Souls – Zimmer 111« auf Facebook.

So geht’s
Beantworte meine Gewinnspielfrage in den Kommentaren und sammel ganz einfach ein Los. 

Gewinnspielfrage: Wer oder was bin ich?

Ich bin ein Phänomen! Was eigentlich getrennt gehört, verschiebe ich und lasse ich überlappen. Ich zeige dem Lebenden Schatten aus vergangenen Zeiten.

Wer oder was bin ich?
a) Banshee
b) Zeitverschiebung
c) bessesene Gegenstände

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeschluss ist der 25.Oktober 2019, 23.59h
Veranstalter ist der Sternensand Verlag


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.
Cover: Sternensand Verlag

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Rezension »Alia 02 – Der schwarze Stern« von C.M. Spoerri

Alia der schwarze Stern C.M. Spoerri

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»Alia 02 – Der schwarze Stern«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, Oktober 2019
ASIN: B07YJLQB35
566 Seiten
Preis: 3,99€ eBook

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Klappentext

Alia und Reyvan fliehen in die Eiswälder. Sie suchen den Schwarzmagier, der Alia vor achtzehn Jahren nach Lormir brachte. Alia hofft, von ihm einen Hinweis auf ihre Herkunft zu erhalten. Unterwegs kann sie endlich das geheimnisvolle silberne Kästchen öffnen. Der Inhalt wirft allerdings weitere Fragen auf und lässt sie erahnen, dass ihre Reise gerade erst begonnen hat.

Fazit

Nach der Überarbeitung von »Alia – der magische Zirkel« hat C.M. Spoerri nun auch die Überarbeitung des zweiten Bandes der Alia-Reihe veröffentlicht.

Die größte Überraschung war für mich das Treffen eines alten Bekannten, der in dieser Reihe bisher nichts zu suchen hatte! Meinen Lieblingselfen Maryo konnten die Leser*innen sonst erst in der Greifen-Saga treffen und dann mit »Die Legenden von Karinth« sein ganz eigenes Abenteuer lesen. In der überarbeiteten Version der Alia-Reihe, tritt Maryo nun erstmals in »Alia – Der schwarze Stern« auf.
Das bedeutet, wie schon im überarbeiteten Auftakt der Alia-Reihe, ganz neue Szenen für die Leser*innen. Ein Re-Read lohnt sich hier allemal.

Tiefe Verbundenheit

Auch »Alia – Der schwarze Stern« profitiert von der gesammelte Erfahrung von C.M. Spoerri. Die Autorin hat all ihre Erfahrung der letzten Jahre in ihre Charaktere, ihren Schreibstil und die Spannungskurve gepackt.

Neben Rayven und Alia, die gerade aus dem Zirkel Lormir geflohen sind und in den Eiswäldern den Schwarzmagier suchen, der Alia vor 18 Jahren nach Lormir brachte, tauchen neue Wesen und Charaktere auf.
Gorkas, Eiszwergen, Ateren, Vexatoren und und und – »Alia – Der schwarze Stern« liefert den Leser*innen eine Andeutung davon, wie vielfältig die Welt ist, die C.M. Spoerri für ihre bisher erschienen High Fantasy Romane ersonnen hat.

Aber nicht nur die Vielfältigkeit ist Besonders, die Beziehung von Aria und Reyvan wird tiefer, gefestigter und ehrlicher. Gerade der geschickt platzierte Perspektivwechsel der Kapitel lässt beim Lesen ein warmes Gefühl in der Brust entstehen, wenn Alia und Reyvan über ihre Gefühle sprechen.

Neue Einblicke

Aber nicht nur Reyvan und Alia kommen in »Alia – Der schwarze Stern« zu Wort, auch Zaron, eben jener gesuchte Schwarzmagier, kommt zu Wort. Er und seine Geschichte bekommen dadurch viel mehr Tiefe. Die neue Perspektive bedeutet außerdem neue Einblicke in Alias Geschichte – auf die Momente ihres Lebens, in denen sie ein Säugling war und sich nicht daran erinnern kann.

»Alia – Der schwarze Stern« ist die fesselnde Fortsetzung eines spannenden High Fantasy Abenteuers voll lebendiger, authentischer Charaktere, die sich mit ihrer Geschichte entwickeln. Der bildhafte Schreibstil von C.M. Spoerri jagt die Leser*innen geradezu durch das Geschehen und lässt eine ganze Welt lebendig werden. Gekrönt wird die Neufassung von »Alia – Der schwarze Stern« von einem Ende, das fast zu fies ist, um wahr zu sein. Es kratzt am Herzen, macht aber wirklich Lust auf die -dringend erwartete – Fortsetzung.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

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Außerdem von C.M. Spoerri gelesen


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Rezension »Alia 01 – der magische Zirkel« von C.M. Spoerri

Alia der magische Zirkel C.M. Spoerri

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»Alia 01 – Der magische Zirkel«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, September 2019
ASIN: B07Y7K75FC
569 Seiten
Preis: 3,99€ eBook

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Klappentext

Alia beherrscht keines der vier Elemente. Jeder in Altra trägt Wasser, Feuer, Luft oder Erde in sich – sie nicht. Da sie demnach zu keiner angesehenen Arbeit taugt, wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir geschickt. Dort soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Einen Tag vor ihrer Abreise erfährt sie allerdings von ihrer Mutter ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird.

Fazit

NOSTALGIE PUR – DER NEUE BEGINN EINER BEKANNTEN REISE

Viereinhalb Jahre ist es her, seit ich das Debüt von C.M. Spoerri gelesen habe und erste Mal mit Alia auf die Reise ging. „Überaus lebendig“ und „dynamisch“ waren damals Begriffe, die meine zu der Zeit noch sehr kurze Rezension, prägten. Das Buch hat damals für mich eine Reise in Altra begonnen, die mich dann über Chakra (Die Greifen-Saga) bis nach Karinth (Die Legenden von Karinth) gebracht hat. Dank »Alia 01 – Der Magische Zirkel« konnte ich in den letzten Jahren so viel von C.M. Spoerris Welt entdecken und die Entwicklung der Autorin miterleben. Natürlich war ich sehr neu- na ja, eher begierig- auf die überarbeitete Version von Alia.

WAS PASSIERT, WENN EINE GROßARTIGE GESCHICHTE MIT MEHR ERFAHRUNG NEU GESCHRIEBEN WIRD?

Bei »Alia 01 – Der Magische Zirkel« hat sich nicht nur das Cover durch eine Meisterhand (Danke dafür Alexander Kopainski!) neugestaltet. C.M. Spoerri hat all ihre gesammelte Erfahrung der letzten Jahre in ihre Charaktere, ihren Schreibstil und die Spannungskurve gepackt.

Rayven und Alia haben sich beide entwickelt. Gerade dem Elf Reyvan merkt man nun an, dass er mit seinen doch reichlichen Lebensjahren etwas erwachsener und erfahrener ist als die junge Alia. Mit seiner charmanten und geheimnisvollen Art, mit der er immer wieder überrascht und das Bild von sich vertieft, ist der Elf ein heißer Kandidat für den Leserliebling dieser Reihe.
C.M. Spoerri hat aber nicht nur Reyvan mehr Tiefe und Leben eingehaucht. Auch Alia wirkt überzeugender. Ihr (Selbstmit-)Leid über ihr Schicksal auch mit 16 noch keine magischen Kräfte entwickelt zu haben, ist greifbar und noch präsenter als in der ursprünglichen Version. Als sogenannte Nehil muss sie an ihrem 16. Geburtstag ihre Familie verlassen und im örtlichen Zirkel als Dienerin arbeiten. Hier lernt sie nicht nur den Elfen Reyvan kennen, sondern wird vor allem das Opfer hochnäsiger Magiebegabter, die noch nicht verstanden haben, dass die eigenen Fähigkeiten kein Grund sind andere zu Quälen. Und gequält wird Alia wirklich – mehr als einmal kann eine Situation für sie tödlich enden. Ein schwerer Weg, der die junge Frau immer stärker, mutiger und selbstbestimmter macht.

CM. Spoerri hat aber nicht nur ihren Protagonisten mehr Leben eingehaucht. Auch Sidekicks wie Rana, Alias Freundin im Zirkel, wirkt lebendig, authentisch und ergänzt die Geschichte perfekt.
Ein Charakter, der mich schon 2015 faszinierte, ist Xenos – Antagonist und Alias persönlicher Albtraum. Na ja gut, er ist wohl der Albtraum von vielen Wesen in Altra. Als Zirkelleiter gehört er zu den mächtigsten Magiern in Altra und verfolgt die nicht ganz so helle Seite der Magie. Auch an ihm konnte ich in der überarbeiteten Version neue Aspekte entdecken.

EINE DER GRÖßTEN ÄNDERUNGEN

Eine der größten Änderungen sind die Erzählperspektive. Wo im Debüt von 2014 noch ausschließlich Alia ihr Abenteuer erzählte, wechselt C.M. Spoerri in der überarbeiteten Version zwischen fünf Perspektiven und endlich, endlich kommt auch Reyvan zu Wort!

Aber nicht nur die Perspektivwechsel sind neu, auch für Kenner der Geschichte gibt es neue Szenen zu entdecken.
»Alia 01 – Der Magische Zirkel« ist und bleibt magisch, vielschichtig, spannend und fesselnd. C.M. Spoerris lebendiger Schreibstil, die temporeiche Handlung und die authentischen Charaktere machen »Alia 01 – Der Magische Zirkel« zu einer absoluten Empfehlung! Ich bin schon sehr auf die Überarbeitung der Folgebände gespannt!

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

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Rezension »All-Souls 01 – Die Seelen der Nacht« von Deborah Harkness

Cover die seelen der Nacht Deborah Harkness

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»All-Souls 01 – Die Seelen der Nacht«
von Deborah Harkness

blanvalet, Januar 2013
ISBN: 978-3-4423-7719-0
832 Seiten
Preis: 8,99€ eBook | 10,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Die Welt beherbergt mehr, als die Menschen wissen: Dämonen, Vampire und Hexen leben bisher unerkannt unter ihnen.

Diana ist Wissenschaftshistorikerin aus Überzeugung – und außerdem die Erbin einer der stärksten und ältesten Hexenfamilien. In ihr hat sich das Blut der Bishops und der Proctors vereint, was das für Dianas Kräfte bedeutet, weiß niemand. Nicht einmal die junge Frau selbst, denn während andere mit Freuden ihre Macht erprobt hätten, versucht Diana ihrer Magie und allem Übernatürlichen aus dem Weg zu gehen. Was gut funktioniert, bis sie eines Tages ein verschollen geglaubtes Manuskript in den Händen hält.
Plötzlich steht Diana nicht nur im Mittelpunkt des Interesses aller übernatürlichen Völker, sondern begegnet auch Matthew Clairmont – Naturwissenschaftler und 1500 Jahre alter Vampir. Eine schicksalhafte Begegnung, die nicht nur Diana tief berührt, sondern die ganze übernatürliche Welt erschüttert und eine Jagd sondergleichen auslöst.

Fazit

Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so im Zwiespalt zurückgelassen hat. Wirklich. Mal wollte ich das Buch abbrechen, am Ende bin ich aber doch neugierig auf die Fortsetzung.

Was waren die Probleme?

Fangen wir von vorne an: Das Buch ist lang – 832 Seiten. Ich lese gerne dicke Schinken, aber dann müssen die Passagen entweder einen Sinn für die Geschichte haben oder mich fesseln. In den Längen ihres Buches hat Deborah Harkness mich hier oft verloren, ja, manche Seiten habe ich -Schande! – nur überflogen! Aber der gefühlt 25. geistige Orgasmus von Diana, wenn sie ein altes Manuskript streichelt oder von Matthew die x. Anekdote über seine früheren Best Buddys Charles Darwin, William Shakespeare oder Queen Elizabeth (ja, er kannte sie natürlich immer alle!), hat dann weder ihre Glaubhaftigkeit als Wissenschaftshistorikerin erhöht, noch irgendetwas anderes für die Geschichte getan. Das war, ich muss es leider so sagen, schlicht langweilig.
Ich schätze, hier ist die Geschichtsprofessorin in der Autorin durchgegangen.

Gehadert habe ich aber nicht nur mit den Längen, die wurden ja auch immer wieder durch spannende, unterhaltsame Passagen unterbrochen, sondern durchaus auch mit Diana und Matthew.
Diana ist anfangs tough und sehr auf ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit bedacht. Das selbstständige Denken stellt sie dann quasi komplett ein, ca. 5 Minuten, nachdem sie dem Super-Alpha-Vampir Matthew begegnet ist. Der weiht sie dreiviertel des Buches nämlich in gar nichts ein, sondern macht einfach und versteckt sich hinter der „Ich bin 1500 Jahre alt und Vampire leben wie Wölfe. Der Alpha sagt, der Rest macht“-Fassade. Selbst seine Vampirmutter fügt sich dem Willen ihres jüngsten Sohnes, dabei ist der eigentlich nicht mal offizielles Familienoberhaupt, sondern hat nur dann das Sagen, solange sein Bruder Baldwin nicht in der Nähe ist.

Erst im letzten Viertel des Buches sieht Matthew dann ein, dass er nicht mehr im 7. Jahrhundert lebt und sich einiges getan hat. Da macht er recht schnell eine 90 Grad Wende und weiht Diana nun immerhin über die meisten seiner Entscheidungen für sie ein. Diana erwirbt sogar etwas von ihrem alten Ich zurück und wird wieder etwas mutiger, selbstständiger und hat nicht mehr so oft einen Zusammenbruch.

Und dennoch bin ich auf die Geschichte und die Serie neugierig

Was soll ich sagen? Obwohl mir so vieles nicht gefallen hat, ich bin dennoch neugierig auf die Geschichte! Deborah Harkness hat nicht nur immer wieder mitnehmende Passagen in ihre Geschichte gebaut, sondern auch wundervolle Nebencharaktere geschaffen, die sehr, sehr viel für die Geschichte tun – allen voran Matthews Sohn Marcus und Dianas Tante Sarah. Auch die Liebe zwischen Diana und Matthew hat mir -bis auf Dianas ungesunde Charakteränderung- gefallen. Der Autorin ist es gut gelungen, die Tiefe der Gefühle, die Diana und Matthew verbotener Weise füreinander hegen, festzuhalten.
Und der Cliffhanger am Ende ist auch wirklich mies – das macht neugierig. Ich werde aber in diesem Fall von Buch zur Serie („A discovery of witches“) wechseln und mal sehen, wie mir die Verfilmung des ersten Bandes gefällt.

»Die Seelen der Nacht« ist eine Empfehlung für Leser*innen, die keine Angst vor wissenschaftlichen Details haben, keine Längen scheuen und keine hochtraben Geschichte zum Nachdenken erwarten. Der Auftakt der All-Souls-Trilogie ist solide, seichte Unterhaltungsliteratur mit Schwächen und Stärken.

Bewertung

2,5 von 5 Bücher

Autorin

Deborah Harkness wurde 1965 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Sie ist eine angesehene Medizin- und Wissenschaftshistorikerin und lehrt europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles.
Ihre »All-Souls«-Trilogie, bestehend aus den Romanen »Die Seelen der Nacht«, »Wo die Nacht beginnt« und »Das Buch der Nacht«, war ein großer internationaler Erfolg. Der erste Band wurde bereits als Serie verfilmt, die Verfilmung der anderen Bände sind in Planung.
Neben Romanen schreibt Deborah Harkness außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog.


Weitere Meinungen zu »Die Seelen der Nacht« von Deborah Harkness

Bookakolics: Till the End of time (2,5/5)
Buchkritik bei Focus (o.A.)
analog 2.0 (5/5)
Escape into dreams (3/5)

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Rezension »Die goldenen Wölfe« von Roshani Chokshi

ie goldenen Wölfe Roshani Chokshi

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»Die goldene Wölfe (Band 1)«
von Roshani Chokshi

Arctis Verlag, August 2019
ISBN: 978-3-0388-0026-2
448 Seiten
Preis: 14,99€ eBook | 19,00€ Hardcover

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Inhalt

Paris, 1889. In wenigen Tagen eröffnet die Weltausstellung ihre Tore, die Stadt ist mit Menschen aus aller Herren Länder überfüllt.

Severin, Tristan, Enrique, Laila und Zofia – fünf Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Zielen haben sich zu einer Gruppe gefunden, die zusammen schon das eine oder andere geschmiedete Artefakt in ihren Besitz gebracht haben.
Zur Weltausstellung steht ihnen ein Coup bevor, der ihr aller Leben verändern soll, was sie finden, dürfte aber tatsächlich die ganze Welt verändern…

Fazit

Paris, je t’aime!

Der Einstieg in »Die goldenen Wölfe« fiel mir leicht, Roshani Cokshi hat einen flüssigen, lockeren Schreibstil und ein tolles Wordlbuilding.
Sie greift die verträumte, aber auch dreckige und überfüllte Atmosphäre von Paris des 19. Jahrhunderts auf und erweckt sie zum Leben.

5 + 1 sind keiner zu viel

Ohne langes Vorspiel wirft Roshani Chokshi ihre Leser in das Geschehen, ein kurzer Prolog, dann erzählen die einzelnen Charaktere die Geschichte abwechselnd. Hört sich vielleicht nach einem undurchsichtigen Einstieg an, ist es aber nicht. Die Autorin hat ihre Charaktere zugänglich gestaltet. Egal, wer der fünf gerade erzählt, es bleibt übersichtlich und eingängig.

Neben Severin, der darum kämpft als Nachfahre von Haus Vanth, anerkannt zu werden, auch wenn der Orden von Babel, die Geheimgesellschaft des Schmiedens, ihn diesen Titel aberkannt hat, erzählen auch Laila, Tristan, Enrique und Zofia von dem herausfordernden Coup, der eine weltverändernde Entdeckung bereithält und nur der Anfang eines Abenteuers ist, das Opfer fordern wird.

Besonders spannend fand ich, den Mix der Gruppe, jeder einzelne von ihnen verfolgt eigene Ziele und dennoch ergänzen sich die Fähigkeiten der Fünf so perfekt, dass sie die Gruppe und die damit einhergehende Chance zu schätzen wissen.
Jeder von ihnen ist etwas Besonderes: Tristan und Zofia besitzen die Schmiedekunst und können herstellen, was auch immer sie sich vorstellen. Enrique ist der Gelehrte der Gruppe, sein Wissen hat schon so manches Rätsel um die gestohlenen Artefakte gelöst.
Laila ist… Laila ist etwas anderes, ein Kind dunkler Schmiedekunst, ein Geheimnis und verzaubert als Tänzerin reihenweise die Männer.
Severin hält die Gruppe zusammen, er ist meist Aufreger und doch auch Ruhepol der Gruppe. Er trifft die Entscheidungen und trägt alle Konsequenzen.

Einen Charakter möchte ich noch erwähnen, ich weiß nämlich nicht, wohin Roshani Chokshi mit ihm möchte: Hypnos, Patriarch von Haus Nyx und alter Bekannter von Severin. Es wirkt, als suche er unbedingt Freunde in einer Welt, in der Bastarde, wie er nun einmal per Definition einer ist, keine ehrliche Anerkennung bekommen. Aber – mal ganz unter uns- ich traue dem Braten irgendwie nicht. Ich bin gespannt, welche Rolle er in der weiteren Geschichte spielen wird.

Hier ist (fast) alles Gold, was glänzt

Was habe ich bisher schon gelobt? Charaktere und Worldbuilding.
Neben den beiden genannten Punkten hat mir auch die Spannungskurve gefallen. Roshani Chokshi hat mit ihrem bildhaften Schreibstil eine lebendige, dynamische Atmosphäre geschaffen, die die Geschichte vorantreibt und sehr viel Spaß beim Lesen macht.

Aber ich habe auch einen Kritikpunkt: Ein Kernelement in »Die goldenen Wölfe« ist das Schmieden. Nicht das verformen von Metall durch Hitze, Hammer und Amboss, sondern durch nutzen von eigenen, angeborenen Fähigkeiten. Das war stellenweise sehr abstrakt, da hätte ich mir mehr Informationen drumherum gewünscht. Aber wer weiß, vielleicht kommt dazu in den Folgebänden mehr.

Absolut empfehlenswert

»Die goldenen Wölfe« von Roshani Chokshi ist ein spannender Fantasyroman voller Spannung, Geheimnisse, Magie und ja auch zarten Gefühlen der Liebe. Tolle Charaktere, eine spannende Handlung, mit unvorhersehbarem Ende und der mitnehmende Schreibstil von Roshani Chokshi machen »Die goldenen Wölfe« zu einem Lesevergnügen.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Roshani Chokshi wurde 1991 in den USA geboren. Sie stand mit ihrer Kinderbuchreihe Kinderbuchreihe Aru Sha und ihren Fantasy-Romanen The Star Touched Queen und A Crown Of Wishes auf der New York Times-Bestsellerliste. Chokshi ist verheiratet und lebt in Georgia.

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Weitere Meinungen zu »Die goldenen Wölfe« von Roshani Chokshi

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Arctis Verlag.
Cover: Arctis Verlag

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