Rezension: »Aschenglitzer« von B.E. Pfeiffer

Aschenglitzer B.E. Pfeiffer

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»Aschenglitzer – kein Herzenswunsch ohne Feerich«
von B.E. Pfeiffer

Sternensand Verlag, Juni 2019
ISBN: 978-3-0389-6047-8
350 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 14,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Oder an Wunschfeen, die Herzenswünsche erfüllen?

Prinzessin Alessandra glaubt in erster Linie daran, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte. Sie möchte nicht von einer Fee abhängig sein oder auf den edlen Prinzen in glänzender Rüstung warten, der sie und ihren Vater rettet. Stattdessen ist sie bereit, jedes Risiko einzugehen, um den König vor dem Tod zu bewahren. Dass sie dabei nicht nur einen Drachen, sondern auch noch den Stallburschen Nathaniel und dessen Wunschfeerich an ihrer Seite hat, könnte ihre Aufgabe leichter gestalten. Könnte … denn Nathaniel und sie verbindet eine ganz besondere Magie, die sie erst noch akzeptieren müssen. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob sich ihre Geschichte wirklich zum Guten wenden kann.

Fazit

Vielseitig talentiert

High Fantasy, Romantasy, Märchenadaption – B.E. Pfeiffer ist vielseitig und vielseitig talentiert.

LOCKER-FLOCKIG MIT HUMOR – Märchen mal anders

Eine rebellische Prinzessin, ein wenig mutiger Stallbursche, ein rosaroter Wunschfeerich und ein menschenscheuer Drache – klingt ein bisschen wie »Der Zauberer von Oz« 2.0, ist aber eigentlich ganz anders und sehr viel mehr. Eher ein »Aschenputtel« in reverse, mit männlichen Feen, viel Glitzer und einem Drachen.

Das Schicksal meint es nicht gut mit König Stephan und Königin Vanya – der König erkrankt und niemand kann ihm helfen. Ein Schicksalsschlag, den Tochter Alessandra nicht akzeptieren will. Wie immer nichts auf die gesellschaftliche Ordnung gebend macht sie sich mit ihrem bunten Gefolge auf den Weg ein Heilmittel zu finden.
Stallbursche Nathaniel, der seine Prinzessin begleitet, könnte sich nicht mehr von Alessandra unterscheiden. Wo sie mutig und direkt ist, nimmt Nathaniel stets den Weg des geringsten Widerstandes.
Mehr kann ich aber leider gar nicht über die beiden Protagonisten sagen. Beide sind unterhaltsam, aber blass in ihrer Gestaltung. Mir fehlte meine emotionale Bindung zu den beiden Protagonisten.
Feerich und Drachen hingegen haben mir sehr gefallen – ich hab ein Herz für großartige Sidekicks! Rosalinda und Dabur, Feerich und Drache, tun so viel Gutes für »Aschenglitzer« und haben mir beim Lesen viel Freude bereitet.

Die Welt ist immer wieder beeindruckend

Immer wieder positiv und eine der absoluten Stärken von B.E. Pfeiffer ist das Worldbuilding. Ihr Können in dieser Disziplin hat B.E. Pfeiffer bereits in »Weltportale« gezeigt und in »Aschenglitzer« wieder unter Beweis gestellt – auf nur 326 Seiten!
Die Reise der bunten Truppe und gerade das Ziel ihrer Reise sind detailliert, lebendig und mitnehmend beschrieben.

»Aschenglitzer« von B.E. Pfeiffer ist eine süße Märchenadaption, die trotz blasser Protagonisten mit so viel überzeugt: rosaroter Feerich, menschenscheuer Drache, locker-flockiger Schreibstil, tolle Welt und einem unterhaltsamen Lesegefühl.
»Aschenglitzer« ist eine Empfehlung für Märchenliebhaber, die es glitzrig-chaotisch mögen und bei einer Märchenadaption keine eins-zu-eins Nacherzählung erwarten.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Bettina Pfeiffer wurde 1984 in Graz geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Baden bei Wien.
Die Autorin dachte sich schon immer gerne Geschichten aus, gerade zu ihrem zahlenorientierten Job als Knozerncontrollerin ein wichtiger Ausgleich.  Schließlich begann B.E. Pfeiffer, die auch ausgebildete Yoga- und Kinderyogalehrerin ist, ihre Geschichten aufzuschreiben und mit der Welt zu teilen.

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Weitere Meinungen zu »Aschenglitzer« von B.E. Pfeiffer

Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (3,5/5)
All you need is a lovely book (4,5/5)
Eine Bücherwelt (o.A.)
L.C.’s Bookshelf (o.A.)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.

Klappentext: Sternensand Verlag
Cover: Sternensand Verlag

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Rezension: »Banshee Livie 04 – Seelensorge für Debütanten« von Miriam Rademacher

Banshee Livie Seelensorge für Debütanten Miriam Rademacher

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»Banshee Livie 04 – Seelensorge für Debütanten«
von Miriam Rademacher

Sternensand Verlag, Mai 2019
ISBN: 978-3-0389-6044-7
350 Seiten
Preis: 6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Es könnte so schön ruhig sein auf Schloss Harrowmore – wären da nicht die Zwillinge, die irgendwie zu schnell wachsen. Und hätte es diesen Pokerabend nicht gegegen, an dem der Südflügel von Schloss Harrowmore gesetzt und verloren wurde. Aus dem unbewohnten baufälligen Teil des Schlosses wird so ein Heim für ruhelose Seelen. Eine Entwicklung, an der scheinbar die junge Zeitreisende Allison die Verantwortung trägt.
Walt und Livie machen sich auf, das Rätsel um die untoten Untermieter zu lösen und Allison ihre Geheimnisse zu entreißen.

Fazit

Hach! Endlich geht es mit einem neuen Abenteuer von Banshee Livie und Todesbote Walt weiter. <3

Gewohnt LOCKER-FLOCKIG MIT HUMOR

Es ist so schön endlich ein neues Abenteuer meiner Lieblings-Banshee zu lesen. Miriam Rademacher steigt gewohnt locker und flüssig, mit einer Prise Sarkasmus und einem ordentlich Schuss Humor in die Geschichte ein. Und schont mit den jüngsten Familienmitgliedern der Harrowmores nicht gerade die Nerven ihrer Charaktere. Die zuweilen müde-gereizte Stimmung auf Schloss Harrowmore kennt wohl jeder mit Freunden, die gerade Eltern geworden sind.
Zusätzlich stresst Miriam Rademacher ihre Charaktere mit mal mehr mal weniger harmlosen Seelen, die nach einem verlorenen Pokerabend im Südflügel von Schloss Harrowmore einziehen. Ein buntes Sammelsurium an Seelen, die von geplagten Nachkommen nicht mehr geduldet werden oder die Verbindung zum Ort ihres Todes verloren haben.

Faszinierend ist, dass Miriam Rademacher mit den ruhelosen Seelen Geschichten in den der Geschichte schafft. Die Leser*innen können nicht nur die weitere Entwicklung von Livie, Walt und Millie genießen, sondern auch Geschichten in der Geschichte entdecken. Was wahnsinnig viel Spaß macht. Trotzdem hat die Autorin ihren Charakteren genug Raum zur weitere Entwicklung gelassen und es geschafft, auch die Dynamik der Beziehungen zwischen den Charakteren zu entwickeln.

IMMER WIEDER EIN KURZWEILIGES HIGHLIGHT

Unterhaltsam und spannend treibt Miriam Rademacher das neue Abenteuer von Livie und den anderen voran. Dabei baut sie skurrile Begegnungen mit ruhelosen Seelen und ihrer Vergangenheit ein und nutzt gekonnt gut gewählte Szenenwechsel. Zusammen mit ihrem lebendigen, mitnehmenden Schreibstil ergibt sich aus den stilistischen Mitteln und den überzeugenden Charakteren ein kurzweiliger Lesegenuss. Humorvolle Urban-Fantasy par excellence.

»Banshee Livie – Seelensorge für Debütanten« von Miriam Rademacher ist die gelungene Fortsetzung der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen macht.
Das neue Abenteuer von Livie und Walt  ist eine klare Leseempfehlung für Leser, die humorvolle, kurzweilige, leichte Literatur mögen sowie witzige Dialoge und Situationskomik zu schätzen wissen.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Miriam Rademacher wurde 1973 im Emsland geboren und wuchs in einem kleinen Barockschloss auf.  Heute lebt die Autorin, die schon früh mit dem Schreiben begann, in Osnabrück. Neben dem Schreiben unterrichtet Tanz.
Mariam Rademacher veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, Fantasy-Romane, Krimis und ein Kinderbilderbuch.

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Weitere Meinungen zu »Banshee Livie 04 – Seelensorge für Debütanten« von Miriam Rademacher

Thoras Bücherecke (5/5)

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»Banshee Livie« Band 1 bis 3


GEWINNSPIEL

Platz 1 : »Banshee Livie«-Buch Paket (Band 1 – 4 als Taschenbuch)
Platz 2-4: Goodie-Paket

Dieses Gewinnspiel ist Teil der Release-Party zu »Banshee Livie 04– Seelensorge für Debütanten« auf Facebook.

So geht’s
Beantworte meine Los-Frage in den Kommentaren und sammel ganz einfach ein Los. 

Los-Frage:
Was wäre deine Rolle in »Banshee Livie«: Banshee, Todesbote, Zauberer, Druide oder jemand ganz anderes?

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeschluss ist der 17. Mai 2019, 23.59h
Veranstalter ist der Sternensand Verlag


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Klappentext: Sternensand Verlag
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Wie können Schulen präventiv gegen Mobbing vorgehen?

#bleibdu-Aktion| Werbung |zeitliche Vorgabe

„Tod einer Elfjährigen – Offenbar schon früher massive Mobbing Probleme an Berliner Schule“

stern.de vom 05.02.2019, abgerufen am 30.04.2019

Eine Schlagzeile, die betroffen macht. Der Ort, an dem Schutzbefohlene sich sicher fühlen sollen und knappe 12 Jahre ihres Lebens verbringen wird für Manche zur Hölle. Eine Falle, die täglich zuschnappt und für viele junge Menschen zum Spießrutenlauf wird.

Viele Schulleitungen leisten hier gute Arbeit – akut und präventiv, einige haben noch Luft nach oben.

Wie können Schulen präventiv gegen Mobbing vorgehen?

Der Schlüssel ist Kommunikation. Reden, ein Bewusstsein schaffen, die jungen Menschen dafür sensibilisieren, was ihre Worte und Taten on- und offline ausrichten können. Aber auch dafür, wann sie nach Hilfe fragen sollten – für sich und Mitschüler*innen.
Lehrer*innen stehen vor der schwierigen Aufgabe aus einer Gruppe von Individuen eine Gemeinschaft zu machen, die sich respektiert, ihr Verhalten reflektiert und sich untereinander stärkt.

Schulen sollten angepasst an ihre Situation und Möglichkeiten:
– Kinder und Jugendliche altersgerecht sensibilisieren
– Lehrer und Eltern sensibilisieren
– stets ein offenes Ohr für Anliegen ihrer Schüler*innen haben
– prosoziales Verhalten in den Klassen bestärken
– Methoden zur Konfliktlösung schaffen, um aus Konflikten kein Mobbing werden zu lassen
– Hilfsangebote und Anlaufstellen für Schüler*innen kommunizieren
– Selbstreflexion der Kinder und Jugendlichen fördern
– stets Informationen über bundesweite Präventionsprojekte einholen
– auch mal externe Stimmen mit Themen wie Mobbing betreuen

Über pädagogisches Vorgehen kann ich an dieser Stelle nichts sagen, dazu fehlt mir das Fachwissen.

Eine Methode kenne ich aber aus meiner Zeit und die hat mir sehr gut gefallen. In grauer Vorzeit, irgendwann in der Mittelstufe zwischen 2002 und 2004 gab es an meiner Oberschule regelmäßig Blockwochen – Projektwochen, die einem Thema gewidmet sind und in der klassenübergreifende Arbeitsgruppen unterschiedliche Aspekte des Themas erarbeiten und am Ende im Klassenverband präsentieren.
Oft mega ätzend, rückblickend dann aber meistens doch gar nicht mehr so sehr.

Eine dieser Blockwochen beschäftigte sich auch im kalten Schatten der Amokläufe von Freising (2002) und Erfurt (2004) mit Mobbing. Rollenspiele, selbstständige Recherchen, Einblicke von Betroffenen und Gespräche mit Experten machten aus den fünf Tagen eine sehr einprägsame Zeit, nach der wir als Jahrgang sehr viel umsichtiger im miteinander waren
Außerdem wurden kurz danach Mediatoren aus der Schülerschaft heraus gesucht und damit ein weiterer Weg für die Konfliktlösung geschaffen.

Projekte gegen Mobbing an Schulen:
Stoppt Mobbing / Camp Stahl
Fairplayer
„Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“
Respekt Coaches
Mobbing – bei uns nicht?!

Du willst auch ein Bild mit Statement gegen Mobbing? Dann geht’s hier lang.

Auf bleibdu.de wird heute die Arbeit von Schauspieler, Kampfsportler und Gewaltpräventions-Berater Carsten Stahl vorgestellt.


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♦ ♦ ♦ ♦
Das Buch ZUM BEITRAG

Alles beginnt wie ein normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausengong hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Sie überlebt – fragt sich aber, ob das Leben ohne Tobi und mit den schlimmen Albträumen noch einen Sinn hat. Waren Miriam und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?

Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt

»Es wird keine Helden geben« beim Verlag
»Es wird keine Helden geben« bei Amazon
Unterrichtsmaterial zum Buch
Zur Rezension von »Es wird keine Helden geben«


Die Aktion #bleibdu

Mobbing – 100 Artikel in 50 Tagen, unterstützt von vielen Veragen und Gesichtern aus Buch-, Musical-, Musik und Bloggerszene. Im Rahmen der Aktion werden Anlaufstellen vorgestellt und Interviewpartner erzählen von ihren Erlebnissen.
Alles zur Aktion: bleibdu.de

Cover & Klappentexte: Oetinger Verlag
Banner: Authors Assistant


Rezension »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

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»Es wird keine Helden geben«
von Anna Seidl

Oetinger Taschenbuch Verlag, Januar 2016
ISBN: 978-3-8415-0402-9
256 Seiten
Preis: 7,99€ eBook | 8,99€ Taschenbuch

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Inhalt

In Filmen gibt es immer Helden. Einer riskiert für andere sein Leben. Die Wahrheit ist oft anders – reine Angst. Miriam kennt die Wahrheit.

Miriam hätte diesen Morgen eigentlich verschlafen, wenn ihr Freund Tobi sie nicht so süß geweckt hätte. Dann hätte sie nicht auf einer Toilettenschüssel gestanden, als ein Mitschüler vor der Toilettentür getötet wurde. Dann wäre sie nicht voller Panik durch die Schulflore gerannt.
Dann hätte sie ihrem Freund nicht dabei zugesehen, wie er verblutet.

Matias, ein Schüler aus der Parallelklasse läuft an diesem Tag Amok. Lehrer, Mittelstufenschüler, Grundschüler – erst richtet er über sie und dann richtet er sich selbst.
Miriam überlebt den Tag, aber ist ein Leben voller Angst und Albträume es wert gelebt zu werden? Hat das Leben ohne Tobi noch einen Sinn? Wer ist schuld an Matias Tat? Nur er selbst oder ist es die Schuld von Miriam und ihren Mitschülern?

Fazit

»Es wird keine Helden geben« von Anne Seidl ist ein eindringlicher Roman, der tief unter die Haut geht, im Innersten wühlt und einen Gefühlscocktail aus Schock, Entsetzen und Optimismus zurücklässt.

Eindringlich, einfühlsam, grausam

Anna Seidl hat hier ein eindrucksvolles Debüt geschaffen, das mich noch lange nach dem letzten Satz beschäftigt hat. »Es wird keine Helden geben« ist eines der Bücher, die nachhallen. Mich hat das Schicksal von Miriam beschäftigt. Manchmal war es ein lautes Geräusch am Bahnhof, manchmal ein hübsches junges Mädchen, das in der S-Bahn über Mitschüler*innen lästert. Immer wieder musste ich an Miriam denken und war beeindruckt, wie großartig tiefgreifend Anna Seidel ihr Debüt gelungen ist.

»Es wird keine Helden geben« setzt mit der Geschichte da an, wo andere Bücher aufhören. Kern ist nicht der Amoklauf an sich, sondern das Überleben. Das Leben mit den Folgen. Das Leben mit der Frage „Bin ich schuld?“

Intensiv

Miriam ist 15, hübsch, beliebt. Seit sie in den Sommerferien mit Tobi zusammengekommen ist. Oberflälich betrachtet ist ihr Leben perfekt. Wären da nicht ihr Vater, der mit seinem Job verheiratet ist und ihre Mutter, die schon vor Jahren die Familie verlassen hat. Und die Momente in denen Miriam über die Stränge schlägt und Mitschüler*innen unnötig gemein gegenübertritt.
Momente, die sie nach dem Amoklauf von Matias Revue passieren lässt.
Momente, an denen sie rückblickend wächst und mehr von sich selbst entdeckt.

Miriam ist ein gelungener Charakter. Sehr verletzlich, sehr emotional, sehr durchschnittlich und sehr authentisch. Manchmal aber nervig bockig, irrational und selbstbemitleidend. Die ganze Bandbreite, die ein Trauma auslösen kann.
Die anderen Charaktere sind recht blass gehalten, der Fokus in »Es wird keine Helden geben« liegt ganz auch Miriam und ihrem Weg.
Trotz all des Lobes, gibt es auch Kritik: Der künstlich aufgelöste Mutter-Tochter-Konflikt tut der Geschichte nichts Gutes, sondern ist eher störend.

Ungeachtet der Dramatik und dem Ernst des Themas, hat ich »Es wird keine Helden geben« auch optimistisch zurück gelassen. Denn so traurig das Kernthema des Buches ist, am Ende geht es um das (Weiter-)Leben.

Eine Empfehlung

»Es wird keine Helden geben« ist ein mitnehmender Jungendroman, der unter die Hautgeht. Durch ihren einfachen, einprägsamen Schreibstil schafft Anna Seidl eine Intensität, die berührt, fesselt, beeindruckt und zum Nachdenken anregt.

Bewertung

4 Bücher
4 von 5

Autorin

Anna Seidl wurde 1995 in Freising geboren, wohnte u.a. in Budapest und zog mit ihrer Familie nach Bayern. Die Rohfassung ihres Debütromans »Es wird keine Helden geben« schrieb die Autorin mit 16.
Interview mit Anna Seidl bei Geile-Zeile (Dezember 2018)


Weitere Meinungen zu »Es wird keine Helden geben« von Anna Seidl

Mona liest (4/5)
Geile-Zeile (5/5)
Susen liest(5/5)

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Weitere Bücher zum Thema


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Gewinnspiel zum Welttag des Buches 2019

Die UNESCO hat diesen weltweiten Feiertag  1995 eingeführt und dabei ganz bewusst den 23. April ausgesucht. Dieser Tag geht zurück auf den Georgstag und bezieht sich auf die katalanische Tradition am Namenstag des heiligen Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. 🙂

Danke Georg!

Nice to know: Auch das vermutete Geburts- sowie Todesdatum von William Shakespeare (u.a.) fallen auf diesen Tag.

Genug vom Fachwissen, hier der wirklich interessante Teil: die Gewinne & Verlosung

Trilogie »Chroniken des verlorenen Throns«
von Brian Staveley

Klappentext von Band 1 »Der verlorene Thron«:

Drei Erben, ein Reich und eine mörderische Intrige

Als der Kaiser von Annur heimtückisch ermordet wird, geht die Verantwortung für das Reich auf seine drei Kinder über. Seit acht Jahren haben sich die Geschwister nicht mehr gesehen, denn für jeden von ihnen ist ein anderes Schicksal vorherbestimmt: Kaden, der Thronerbe, wird in einem Bergkloster, fernab vom Zugriff seiner Feinde, darauf vorbereitet zu herrschen. Valyn wird auf einer abgelegenen Insel zum Elitekrieger ausgebildet, und Adare ist die oberste Ministerin am Kaiserhof. Entschlossen, den Tod ihres Vaters zu sühnen, machen sich die drei auf die Suche nach dem Täter – nicht ahnend, dass der Mord am Kaiser erst der Beginn einer gewaltigen Intrige ist, die Annur in seinen Grundfesten erschüttern wird …


»I can see u«
von Matthias Morgenroth

Klappentext:

Wir standen am Fenster neben dem Haupteingang und schauten in die Nacht. Wolken zogen über den Mond, die Schatten der Büsche tanzten im bleichen Licht.

Wir dachten alle dasselbe.
„Er ist irgendwo da draußen“, flüsterte ich.

Als Ben neu in die Klasse kommt, ist Marie fasziniert: Ben sieht gut aus, ist immer freundlich und liest ihr geradezu die Wünsche von den Lippen ab. Endlich jemand, der sie wahrnimmt! Doch dann geschehen merkwürdige Dinge: Im Klassenchat kursieren Fake-Bilder von ihr, gut gehütete Geheimnisse ihrer Mitschüler verbreiten sich plötzlich wie ein Lauffeuer; und was ist das für ein „Auftrag“, den der Neue angeblich hat? Langsam beginnt Marie zu ahnen, dass etwas Größeres dahintersteckt …

Packend geschrieben und umfassend recherchiert von BR-Journalist Matthias Morgenroth


The Belles Schönheit regiert - Dhonielle Clayton

»The Belles – Schönheit regiert«
von Dhonielle Clayton

Klappentext:

Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!

Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

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So kannst du gewinnen

Schreib Dein Wunschbuch/-trilogie als Kommentar unter diesen Beitrag. Ganz wichtig: möchtest Du für mehr als ein Buch in den Lostopf hüpfen, musst Du für jedes Buch einen EIGENEN Kommentar schreiben.
Unter allen Kommentaren lose ich dann aus – bitte gebt mir ein bisschen Zeit dafür .
Alle Bücher sind gelesen, aber in sehr gutem Zustand.
Das Gewinnspiel endet am 30. April 2019 um 23.59 h.

Teilnahmebedingungen

Viel Glück! <3


Cover und Klappentext »Chroniken des verlorenen Throns«: Heyne Verlag
Cover und Klappentext »I can see u«: Coppenrath Verlag
Cover und Klappentext »The Belles«: Thieneman Esslinger Verlag