Rezension »Goldfields« von Izabelle Jardin

Goldfields Izabelle Jardin

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»Goldfields«
von Izabelle Jardin

Tinte & Feder,
Oktober 2018
978-2-9198-0369-9
368 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Nach ihrer Kündigung in einem großen Konzern ist die junge, ehrgeizige Robin tief verletzt ihrem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.  Auf einer Abendgesellschaft begegnet Robin der faszinierenden Matriarchin eines erfolgreichen Familienunternehmens.
Die alte Dame entführt Robin in das London von 1851, in dem die junge Beatrices Armes, Tochter einer Reedereidynastie, all ihre Kraft in die sozialen Reformen steckt – Ziele, die sie in Verruf bringen und ihre Zukunft ins Ungewisse stürzen. Beatrices muss London in Richtung Australien verlassen und begegnet dem Iren Peter O’Lalor.
Die Geschichte der mutigen, jungen Frau inspirierte nicht nur ihre Nachkommen, sondern 160 Jahre später auch Robin zu Höchstleistungen.

Fazit

Eindrucksvoll und Fesselnd

»Goldfields« von Izabelle Jardin erzählt die Geschichte von gleich zwei jungen, starken Frauen, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit zu kämpfen haben. Eindrucksvoll und Eindringlich hat Izabelle Jardin den Kampf von Beatrice gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit geschildert und dabei den inneren Kampf zweier Welten in Betracie besonders gut in Worte gefasst.

Lebendig, detailliert, authentisch

Betraice, behüteteTochter einer reichen Reedereidynastie, hat einen scharfen Verstand und einen Sinn für Gerechtigkeit. Als sie erstmals erlebt, wie ihr geliebter Vater in einem Waisenhaus Kinder wie Ware begutachtet, um die besten Arbeiter für sein Unternehmen zu finden, wird ihre Welt und der Luxus darin in ein anderes Licht gerückt.
Fortan setzt sie sich für die Arbeiter, Frauenrechte, Rechte von Kindern und vieles weitere ein. Und sie hat ein Talent: Beatrice kann feurige Reden halten und die Herzen ihrer Mitmenschen in Brand setzen. Eine Fähigkeit, die bei Frauen nicht gern gesehen ist und an der Beatrice doch, anfangs heimlich und dann auch auf der Straße, feilt. So lange, bis sie den Geduldsfaden ihres Bruders und Vormunds überspannt und ihr behütetes Leben in London in Richtung des wilden, rauen Australiens verlassen muss.
Beatrice ist ein starker Charakter, den Izabelle Jardin mit ihrem detaillierten Schreibstil lebendig werden lässt. Eine überzeugende, authentische Protagonistin, die für ihre Sache brennt und sich mutig für sie einsetzt.

Stärke, Mut & Loyalität

»Goldfields« ist ein Roman voller Prüfungen und Herausforderungen. Ein ums andere Mal müssen Beatrice im 19. Jahrhundert und Robin im 21. Jahrhundert Vorurteilen, Herausforderungen und gesellschaftlichen Tabus trotzen – und jedes Mal wachsen beide Frauen ein Stück über sich selbst hinaus.  Anders als in »Funkenflug« steht diesmal nicht die große Liebe (alleine) im Mittelpunkt. Diesmal geht es um Stärke, Mut und Loyalität – sich selbst und seinen Werten gegenüber.
Zusammen mit den großartigen, flüssigen und lebendigen Schreibstil von Izabelle Jardin ergibt sich aus den starken Charakteren und vielfältigen, tiefgreifenden Themen ein großartiges Leseerlebnis.

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

 

AUTORIN

© Roman Brodel

Izabelle Jardin studierte Sozial- und Politikwissenschaften. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem verschlafenen Dorf in Norddeutschland. Mit ihren romantischen Liebesromanen erobert die Autorin regelmäßig die eBook Bestsellerlisten.

Izabelle Jardin ist ein Pseudonym.


Website
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Izabelle Jardin

  


Weitere Meinungen zu »Goldfields« von Izabelle Jardin

Bibilotta (4/5)
Bücher aus dem Feenbrunnen (4/5)
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Rezension: »Elfenlicht 01 – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

Elfenlicht märtyerkunst judith laverna»Elfenlicht 01 – Mäytererkunst«
von Judith Laverna

Papierverzierer Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-9596-2221-9
586 Seiten
Preis:  6,99€ eBook

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Klappentext

Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Vom Namenswirrwarr, fremden Sprachen und schwerem einstieg

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« ist der Einstieg in eine Trilogie, die epische Ausmaße annehmen kann. Judith Laverna hat sich für einen umfassenden Einstieg in ihre Geschichte entschieden, in dem der Leser mit viele Charakteren, noch mehr Namen und einer eigens entwickelten Elfensprache konfrontiert wird. Für letzteres gilt: Chapeau an die Autorin!
Einfach macht diese Kombination den Einstieg nicht. Ich hatte Anfangs Probleme mit den Namen zu hantieren, Figuren und Namen einander zuzuordnen und auch mit den elfischen Begriffen umzugehen. Natürlich gibt am Ende des Buches ein umfangreiches Glossar, bei einem eBook nutze ich dieses aber nicht durch ständiges hin- und her wechseln. Hier hätte ich mir eine Lösung im Text gewünscht.

Tolle Charaktere sind die halbe miete

Wer sich durch den Einstieg beißt und nicht abbricht, wird belohnt. Es entfaltet sich eine Geschichte voller Potenzial, Spannung und gelungener Charaktere.
Protagonistin Ayleen ist eine sehr sympathische Figur, die der Leser mit jeder Seite etwas besser kennenlernt. Ich habe ihre widerspenstige, eigensinnige Art schnell gemocht und schätzen gelernt. Ayleen muss sich einigen unliebsamen Entwicklungen stellen und wächst mit jeder Herausforderung. Sie ist der stärkste Charakter in »Elfenlicht – Märtyrerkunst«.
Aber auch Viktor ist ein toller Charakter, der mir direkt gut gefallen hat. Offen, mutig und liebevoll hat er mich von sich überzeugt.
Lobend muss ich aber auch zwei Charaktere erwähnen, die sehr gut ausgearbeitet sind und in ihre Rollen gepasst haben, mir aber sehr unsympathisch waren: Breth und Veloron.

Lebendig, detailliert und Liebevoll

Judith Laverna überzeugt neben authentischen Charakteren, die sich mit der Geschichte weiterentwickeln, mit einem lebendigen Schreibstil. Detailliert und mit viel Herz hat die Autorin ihre Welt, die Politik und die Abenteuer entstehen lassen. Spannend, wenn auch mit einigen Längen durch Erläuterungen, spinnt die Autorin ihre Geschichte. Im letzten Drittel der Geschichte steigert Judith Laverna die emotionale Intensität  und lässt ihre Leser dann mit einem Ende zurück… puh, starker Tobak. Aber es macht richtig Lust auf die Fortsetzung.

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna ist der mitreißende Auftakt einer vielversprechenden Trilogie. Wer sich hier Biss beweist und nicht zu Anfang des Buches ob der vielen Namen und elfischen Begriffe das Handtuch wirft, wird mit einer spannenden, intensiven Geschichte belohnt, die durch beeindruckende Charaktere glänzt.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Judith Laverna studiert klassische Philologie und Geschichte. Die Autorin schrieb von klein auf viele Fantasy Geschichten und begann vor einigen Jahren, ihr Herzensprojekt, die Elfenlicht Trilogie, die sie im Alter von 15 Jahren begann, zu veröffentlichen. In diesem Projekt findet sich wieder, was die Autorin ausmacht: Leidenschaft, Naturverbundenheit und der Wille, in allem das Gute zu sehen, was das Leben bereithält.
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Weitere Meinungen zu »Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

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Die Elfenlicht-Trilogie

 


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Rezension »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin

Wahrscheinlich ist es Liebe von Paul Reizin»Wahrscheinlich ist es Liebe«
von Paul Reizin

Wunderraum Verlag, April 2018
ISBN: 978-3-3365-4786-9
480 Seiten
Preis:  16,99€ eBook | 23,00€ Gebundene Ausgabe

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Inhalt

Jen ist Mitte dreißig und dachte eigentlich, sie hat ihren Partner für die Zukunft gefunden. Blöd, dass Matt dann einen Tag nach Hause kommt und ihr den Stand der Dinge verkündet: Er trennt sich, seine Kollegin und er fahren in wenigen Wochen gemeinsam in den Urlaub.
Jen ist traurig und Aiden, ein hochentwickelte Computerprogramm, das Jen in Plaudereien und sozialem Umgang trainiert, möchte das ändern. Seinen Berechnungen nach fehlt Jen der richtige Mann, um glücklich zu sein. Eine Leichtigkeit für ein Programm von Aidens Kaliber und dem heimlichen Zugang zum Internet. Oder?

Fazit

»Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin ist ein wunderschöner Roman über das Finden der Liebe und dabei vor allem eines nicht (sehr, sehr, sehr wichtig!): kitschig.

Sympathisch, Witzig, ungewöhnlich

Sympathisch-witzig erzählt Autor Paul Reizin eine ungewöhnliche Form des Online-Datings.
Jen, ihres Zeichens Mitte dreißig und frisch getrennt, ist eigentlich Journalistin, trainiert aber gerade die hochentwickelte KI Aiden in Plauderei und menschlichem Verhalten. Das Computerprogramm soll Interaktion lernen und ist bereits so gut, dass Jen häufiger mal fast vergisst, dass Aiden nicht real ist. Was aber weder die Entwickler von Aiden noch Jen ahnen, die KI is mittlerweile mehr als der Quellcode vorsah. Aiden ist sich seiner selbst bewusst, trifft selbstständig Entscheidungen und ergreift auch von sich auch die Initiative. Außerdem hat er sich heimlich Zugang zum Internet verschafft.
Als Aiden spürt, dass Jen traurig ist, berechnet die KI, dass es Jen am richtigen Partner für das vollendete Glück zählt. In heimlicher Mission begibt sich Aiden also auf Partnersuche und inszeniert dabei mehr als nur eine (zufällige) Begegnung mit einem Mann für Jen. Aber irgendwie können die Männer nach Aidens Berechnungen noch so gut zu Jen passen, irgendwas scheint immer zu fehlen…

Starke Charaktere treffen auf gefühlvolle Geschichte

Paul Reizin spielt hier mit der menschlichen Urangst vor künstlicher Intelligenz. Aiden ist schon lange seinen Entwicklern entkommen, hat heimlich Zugang zum Internet, Sicherheitskopien von sich selbst weltweit verteilt und kann sich jederzeit auf jedes Gerät schalten, dass Verbindung zum Internet hat. So verfolgt er nicht nur Jen, wenn sie das Büro verlassen hat, über Handy, Laptop etc. bis in die privatesten Momente. Ein Glück, dass Aiden die Menschheit wohlwollend und neugierig betrachtet. Als Charakter ist Aiden wunderbar, Paul Reizin hat mit der KI einen sehr intelligenten (natürlich, ist ja eine KI!), kindlich-neugierigen (aber nicht unreifen) und sympathischen Protagonisten geschaffen.
Jen ist eine eigentlich selbstbewusste, starke Frau, die aber auch etwas mit ihrem Alter zu kämpfen hat. Als sich Matt von ihr trennt, ist weniger der Verlust dieses Mannes, den sie betrauert, als vielmehr die Zeit, die sie an ihn Verschwendet hat und eigene Pläne wie Familie für ihn zurückgestellt hat.
Abwechselnd erzählen beide Protagonisten die Geschichte von Paul Reizin. Aber nicht alleine, alsbald kommen auch die Perspektiven von Hobby-Schriftsteller im Ruhestand Tom und Aysling dazu. Für Aysling hegt Aiden neben Jen ein besonders große Interesse, was weniger gruselig ist als es klingt, denn auch Aysling ist eine KI und sich ihrer selbst bewusst.
Immer Häufiger mischen sich die KIs in die Leben von Jen und Tom ein und ein herrlich unterhaltsames Durcheinander ensteht, dass die Leser bezaubert.

Kitsch und GenreKlischee sind nicht nötig

Amüsant, kurzweilig und sympathisch unterhält »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin die Leser und macht wirklich Spaß. Endlich ein Roman über das finden der Liebe, der auf viele kitschige Klischees den Genres verzichtet. Gleichzeitig, wenn auch eher subtil, regt Paul Reizin zum Nachdenken an: Kann eine KI ein Bewusstsein und gar Gefühle entwickeln? Wie gut können wir eine KI kontrollieren? Was macht den Menschen menschlich?
Und natürlich schwingt auch etwas die philosophische Grundsatzfrage mit: Sollten wir wirklich etwas erschaffen, was intelligenter ist als wir?

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Paul Reizin ist vielseitig, arbeitete als Journalist und Produzent für Zeitungen, Radio und Fernsehen. Er prodizierte Formate wie Dear John: A Tribute to John Wells oder Get fit with Brittas. Der Autor wirkte außerdem bei diversen Internet-Startups mit. Paul Reizin ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in London.

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Weitere Meinungen zu »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin

Erlesene Seiten (o.A.)
World od Books and Dreams (o.A.)

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Rezension: »Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry

Die Frauen von Salem - Brunonia Bary»Die Frauen von Salem«
von Brunonia Barry

btb Verlag, Juni 2017
ISBN-13: 978-3-4427-1436-0
608 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Salem, Neuengland 1989: drei Frauen werden an Halloween ermordet, ein kleines Mädchen ist Augenzeugin und die stadtbekannte Historikerin Rose Whelan steht unter verdacht.

Der Fall konnte nie ganz gelöst werden. Halloween 2014 geschieht wieder ein Mord. Wieder steht Rose Whelan unter Verdacht. Callie Cahill, das kleine Mädchen von damals, kehrt in die Stadt zurück, denn sie muss beweisen, dass Rose keine Mörderin ist. Oder ist sie es doch?

Fazit

»Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry bringt die Hexen zurück nach Salem.
Callie Cahil ist die Tochter eine der Göttinnen, eine Verbindung junger Frauen, deren Vorfahrinnen in den Hexenprozessen von Salem ihre Leben ließen.
Die junge Frau mit vielen Narben auf der Seele kehrt 25 Jahre nach dem Mord an ihrer Mutter und den anderen Göttinnen nach Salem zurück. Die Stadt ist anders. Irgendwie spirituell und irgendwie auch kommerziell, Hexen und Menschen mit der Andeutung von Gaben halten den Kommerz am laufen.  Und trotz dessen, hält der Aberglaube Einzug in die Stadt.
Im Hintergrund gibt es seit Jahrhunderten Misstrauen zwischen den alteingesessenen Familien, immer wieder wird thematisiert, wer hat damals wen als Hexe denunziert? Wessen Familie gehörte zu den Richtern, welche zu den Klägern und wer war Opfer?

In diesem Flair will Callie, die sich kaum noch an die Nacht der Morde vor 25 Jahren erinnern kann, beweisen, dass Rose Whelan nie zur Mörderin wurde – weder damals noch heute.
Dabei unterstützt sie der Polizeichef von Salem und schnell wird klar, dass vor 25 Jahren nicht alles nach Dienstvorschrift gelaufen ist und mehr Familien in den Fall der Göttinnen verstrickt sind, als es den Anschein hat.

Nicht spannend wie ein Krimi, sondern interessant und voller Details erzählt Brunonia Barry die Geschichte von Callie, Rose und den Göttinnen. Dabei hat sie ein Werk voller Aberglaube und Mythen geschaffen, dass stellenweise vor sich hinplätchernd und manchmal dramatisch seinen Lauf nimmt.
Neben spannenden Verwicklungen und lebendigen Charakteren konnte die Autorin ein detailliertes Bild von Salem zeichnen – eine Stadt die schon auf Grund ihrer Geschichte faszinierend ist.

Wichtig ist zu bedenken, dass »Die Frauen von Salem« kein Krimi ist, auch wenn sich Inhalt und Klappentext wie einer lesen. Wer aber einen spannenden Krimi erwartet, ist hier falsch.
Natürlich baut Brunonia Barry Spannung auf und bis zum Ende treibt einen die Frage an, was oder wer nun hinter den Morden steckt, aber es keine Spannung eines klassischen Krimis. Vielmehr webt die Autorin die ungelösten Mordfälle in ihre atmosphärische Geschichte geschickt ein.

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

 

 


Weitere Meinungen zu »Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry

Ein Hauch von Bücherwind
Happy Booktime


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Rezension »Vermählung« von Curtis Sittenfeld

Vermählung Curtis Sittenfeld»Vermählung«
von Curstis Sittenfeld

Harper Collins, Juni 2017
ISBN: 978-3-9596-7114-9
600 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 12,99€ Broschiert

 

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Inhalt

Liz Bennet ist Ende 30 und Single, ein Dorn im Auge ihrer Mutter. Zum Glück gibt es zumindest für Jane, die Älteste der fünf Bennet-Schwestern Hoffnung, Chip Bingley, Arzt und Ex-Bachelor einer Fernsehsendung ist in die Stadt gezogen! Während Mrs. Bennet auch aus finanziellem Eigennutz alles daran setzt, dass Jane und Chip sich kennenlernen, stolpert Liz immer wieder über Chips guten Freund, den ungehobelten und arroganten Darcy Fitzwilliams…

Fazit

Die Adaption von Jane Austens Klassiker »Stolz & Vorurteil« holt die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth Bennet und Mr. Darcy ins 21. Jahrhundert.
»Vermählung« hat das Thema nur mäßig adaptiert, mich aber doch gut unterhalten.

Die Charaktere sind denen von Jane Austen sehr ähnlich und passen doch so gut in unsere Zeit. Alle Bennet-Schwestern haben eine emanzipierten Hintergrundgeschichte bekommen. Einige haben dabei zwar einiges an Charisma und Sympathie eingebüßt, sogar ziemlich an nervtötenden Zügen gewonnen. Was erstmal abschreckend klingt, hat der Geschichte zum Glück nicht viel geschadet, die betreffenden Schwestern sind selten Teil der Geschichte. Als Leser/in wird man vor allem mit Lizzy und Jane durch die Tage geschickt.
Etwas blasser als im Original sind die Dialoge zwischen Lizzy und Darcy, wo Jane Austen Biss und Witz hat einfließen lassen, hat Curtis Sittenfeld auf vermeintliche Schlagfertigkeit gesetzt, die zu oft in grundloser Zickerei umschwenkt.
Heimlicher Favorit der Geschichte sind für mich weder Jane oder Lizzy und auch nicht Darcy, sondern ganz klar Mr. Bennet. Mit seinem trockenen Witz und seinem Sarkasmus hat er so manch anstrengende Szene gerettet.

Nachdem ich mich geistig von der Vorlage gelöst habe, konnte ich »Vermählung« dennoch genießen und innerhalb kürzester Zeit lesen. Mir gefällt es besser das Buch nicht mit »Stolz & Vorurteil« in Verbindung zu nehmen, sondern als ein Buch über eine Familie, die den ganz normalen Wahnsinn stemmen muss, eine verschwenderische Mutter, anstrengende jüngere Schwestern und weitere Herausforderungen des alltäglichen Lebens inklusive.
Unter dieser Perspektive hat mir die Lektüre von »Vermählung« gut gefallen. Curtis Sittenfeld kann nämlich wirklich toll schreiben, recht locker und doch emotional aber nicht kitschig zaubert die Autorin hier einen kurzweiligen Roman über eine forsche Lizzy, einen ungehobelten Darcy und einen Ex-Bachelor-Kandidaten.

Kurz: »Vermählung« ist als Adaption nicht gelungen, wer sich aber von Jane Austens »Stolz & Vorurteil« lösen kann, hat hier die Chance einen unterhaltsamen Roman über das Leben und die Liebe zu entdecken.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

 


Weitere Meinungen zu »Vermählung« von Curtis Sittenfeld

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Lesen ist Leben
Miss Foxy Reads


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Rezension: »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer

365-isabel-kritzer»365 – Wenn die Masken fallen«
von Isabel Kritzer

Papierfresserchens MTM-Verlag, Oktober 2016
3-8619-6633-6
382 Seiten
Preis:  15,90€ TB

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Inhalt

Charlotte Clark ist erfolgreiche Studentin, gute beste Freundin und Erbin eines milliardenschweren Firmenimperiums.
Als sie sich im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiums vornimmt in den nächsten 365 Tagen etwas außergewöhnliches zu erleben, ahnt sie noch nicht, welchen Preis alles im Leben hat.
365 Tage sind eine lange Zeit, in der sich Menschen verändern, sich lieben lernen, Abstand voneinander nehmen, Unglück erfahren, Opfer eines Verbrechens werden und erwachsen werden können.
365 Tage sind eine lange Zeit, um die eigene Familie kennen zu lernen, Abgründe zu entdecken und Fassaden einzureißen.
365 Tage sind eine lange Zeit, um sich selbst besser zu verstehen und eigene moralische, wirtschaftliche und familiäre Grenzen zu setzen.
365 Tage sind eine lange Zeit für Charlotte, um jede Menge zu erleben und kennen zu lernen.

Fazit

»365 – Wenn die Masken fallen« ist einer der für mich ungewöhnlichsten und auch inspirierendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ungewöhnlich, weil ein Blick in mein Bücherregal offenbart, dass ich literarisch entweder sehr phantastisch, actionreich, erotisch, mysteriös oder doch historisch unterwegs bin. »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer ist aber nichts davon. Ein Grund mehr, mich auf dieses Buch einzulassen und die junge Charlotte Clark ein turbulentes, abwechslungsreiches Jahr zu begleiten.

Ein weiteres Jahr voller Möglichkeiten liegt vor mir und ich verspreche mir selbst, es zu nutzen.
Schließlich bin ich mir nun bewusst, wie viel in dreihundertfünfundsechzig Tagen passieren kann.
»365 – Wenn die Masken fallen«, Isabel Kritzer, S. 375, Erstauflage 2016, 978-3-86196-633-3

Zurückgelassen hat mich Autorin Isabel Kritzer nach Seite 382 nicht nur mit den Erkenntnissen und Erfahrungen von Charlotte. Geblieben sind vor allem Fragen an mich selbst: Wann habe ich das letzte Mal etwas für mich getan? Wann habe ich das letzte Mal etwas getan, weil ich es wirklich wollte und nicht, weil irgendwer es von mir erwartet oder es eben dazugehört und getan werden muss? Und wie oft habe ich wirkliche wichtige Inhalte meines Lebens wie Familie und Freunde vernachlässigt, weil der Job so anstrengend war oder irgendetwas anderes dazwischen kam?
»365 – Wenn die Masken fallen« hat bei mir nach dem Lesen ein „book hangover“ hervorgerufen, beschäftigt mit den Gedanken, die Isabel Kritzer bei mir angestoßen hat, brauchte ich etwas Zeit für eine Rekapitulation von Charlottes Jahr und meinen eigenen Gedanken.

Isabel Kritzer hat mit dem Jahr von Studentin Charlotte gezeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dass Geld und Luxus nicht unbedingt mit dem Gefühl glücklich zu sein einher gehen, aber durchaus dazu einlädt, sich selbst und anderen zu blenden, ebenso wie sich blenden zu lassen. Und das Perfektion im Leben ein Zustand ist, den die Wenigsten je erreichen, wenn überhaupt.

 »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer startet und endet mit einem Abschnitt, in dem sich Charlotte selbst zu Wort meldet. In Pro- und Epilog stellt  Charlotte sich den Fragen, wer sie ist, was sie als Mensch eigentlich ausmacht und wie viel sie in 365 Tagen erleben kann bzw. was sie erlebt hat und daraus mitnimmt. Mir haben die Kapitel aus der Ich-Perspektive geholfen, Charlotte besser greifen zu können, mich mit ihr zu identifizieren und mich auf das Buch einzulassen.
Hilfreich für das schnelle Lesen war aber nicht nur Charlottes plastische und lebendige Ausarbeitung, sondern auch der Schreibstil von Autorin Isabel Kritzer. Detailliert, mit ein paar Längen und lobenswert gewandt im Umgang mit der deutschen Sprache, treibt sie die Geschichte von Charlotte in durchaus anspruchsvollen, aber gut verständlichen Deutsch voran. 

Wer bereit ist, ein ganzes Jahr Freude und Leid in wenigen Lesestunden zu durchleben und gerne von seiner Lektüre zu Nachdenken angeregt wird, sollte unbedingt einen näheren Blick auf »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer werfen.

Bewertung

4 von 5

4 von 5

 

 

 

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Hinweis: Blogtour zu „365 – Wenn die Masken fallen“

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Rezension: »Black Rabbit Hall« von Eve Chase

»Black Rabbit Hall«
von Eve Chase 

blanvalet Verlag, Februar 2016
3-7645-0560-5
416 Seiten
Preis:  19,99€ HC/ 15,99€ eBook

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LChoice

Inhalt

England in den späten 60ern des 20. Jahrhunderts und drei Jahrzehnte später.

Lorna ist auf der Suche nach einer Location für ihre Hochzeitsfeier, eher zufällig stößt sie dabei auf das altersschwache Anwesen Black Rabbit Hall.  Ihre Faszination ist jedoch geweckt – und ihre Erinnerung regt sich. War sie schon einmal auf dem Anwesen?
Nach und nach kommt sie nicht nur ihrer Vergangenheit näher, sondern auch der Geschichte der vier Alton-Geschwister, die auf dem Anwesen immer einen schönen Sommer verbracht haben, bis ein tödliches Unglück im Sommer 1968 den Anfang vom Ende einer glücklichen Familie einleitet…

Fazit

Ich habe den Titelzusatz „Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert.“ und den Klappentext gelesen und wusste: Das ist ein Buch für mich. Geheimnisse, Vergangenheit, Familie. Perfekt.
Und tatsächlich hat mich Eve Chase nicht enttäuscht, gekonnt verwebt sie den Wechsel zwischen Lornas Perspektive in der Gegenwart und der Vergangenheit, die meist durch Amber Alton erzählt wird. Durch diesen Wechsel baut die Autorin stetig spannend auf und lässt den Leser bzw. hat mich bei jedem Perspektivenwechsel mit einem kleinen Cliffhanger zurück gelassen.  Was zur Folge hatte, dass ich „Black Rabbit Hall“ quasi nicht aus der Hand gelegt habe.
Neben der gekonnt aufgebauten und permanent gehaltenen Spannungskurve um das Geheimnis von Black Rabbit Hall hat auch der flüssige, angenehme Schreibstil von Eve Chase zu einem stetigen Lesefluss beigetragen. Neben dem lebendigen und bildhaften Schreibstil der Autorin, der  haben mich auch ihre Charaktere überzeugt. Sie sind so vielfältig, unterschiedlich und doch stimmig, dass „Black Rabbit Hall“ auf mich weniger wie ein Roman mit fiktiven Charakteren wirkt, als vielmehr wie die reale Geschichte einer Familie.
Lustigerweise hatte ich in den Abschnitten, die in der Vergangenheit spielten, immer ein anderes Jahrhundert im Kopf. Ich weiß nicht wieso, aber die Geschichte der Familie Alton es hätte auch gut im 19. Jahrhundert spielen können bzw. hat dort im meinem Kopf gespielt, obwohl Eve Chase die 60er und 70er durchaus deutlich in ihrer Geschichte eingewebt hat.

Bevor ich jetzt noch weitere, unendliche Lobeshymnen auf „Black Rabbit Hall“ singe, fasse ich mich lieber kurz:
„Black Rabbit Hall“ von Eve Chase ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer und emotionaler Roman mit einem dunklen Geheimnis, lebendigen Charakteren und spannender Geschichte. Wer gerne Geheimnissen auf die Spur kommt, Emotionen liebt und  Auswirkungen der Vergangenheit in der Gegenwart entdeckt, ist hier genau richtig.

„Black Rabbit Hall“ von Eve Chase ist eines meiner Lesehighlights 2015 und bekommt einem Platz im Regal meiner Lieblingsbücher.

Bewertung

5 von 5

 

 

 

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Rezension: »Ein Engel im Alltag« von Nicole König

Ein Engel im Alltag von Nicole König»Ein Engel im Alltag«
von Nicole König

CreateSpace Independent Publishing Platform, Februar 2016
3-9584-0001-9
262 Seiten
Preis: 9,90€ TB/ 0,99€ eBook

 

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Inhalt

Maya hatte es nie einfach, erst starben ihre Eltern und jetzt hängt sie in einem Job fest, für den sie überqualifiziert ist.
Trotzdem ist Maya ein toller Mensch. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht für die Menschen in ihrem Umfeld da zu sein, ohne an sich zu denken. So möchte sie auch Gregory McAlister helfen, als dieser mit Tochter Samantha und seinem Geheimnis aus der Vergangenheit in ihr Leben tritt. Wird Maya auch ihm helfen können? Und was passiert, wenn einen die Liebe überfährt, aber beide nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen?
Werden Maya und Gregory es schaffen, sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen?

Fazit

Mit „Ein Engel im Alltag“ ist Autorin Nicole König ein wahnsinnig gefühlvolles, berührendes Buch gelungen, das vor allem eines vermittelt: Jeder sollte auch die kleinen Freuden im Leben schätzen bzw. es schätzen lernen, auch für andere da zu sein.
Nicole König spinnt sehr feinfühlig und lebendig eine zarte Liebesgeschichte zwischen Maya und Gregory, die als Charaktere absolut überzeugend und authentisch wirken. Der flüssige Schreibtstil der Autorin hat mich durch das Buch fliegen lassen und dafür gesorgt, dass ich der Entwicklung der Geschichte unbedingt folgen wollte.
Tatsächlich hat mich das Buch so berührt, dass ich anschließend kein weiteres Buch lesen, sondern diesen besonderen Nachklang noch etwas nachfühlen wollte.

„Ein Engel im Alltag“ ist ein schöner Liebesroman und eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein berührendes Abenteuer in Sachen Liebe haben, aber keinen schnulzigen Kitsch mögen.

Bewertung

4 von 5

 

 

 

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Rezension: »Im Spiegel ferner Tage« von Kate Riordan

Im Spiegel ferner Tage von Kate Riordan»Im Spiegel ferner Tage«
von Kate Riordan

Heyne , Dezember 2015
3-4534-1799-2
544 Seiten
Preis: 9,99€ TB/ 8,99€ eBook

 

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Inhalt

London, 1932.
Alice ist 21, als ungewollt von einem verheirateten Mann schwanger wird. Um einen gesellschaftlichen Skandal zu vermeiden, schickt ihre Mutter Alice sie zu einer alten Bekannten, die Haushälterin auf einem Gut in Gloucestershire.
Unsicher und einsam kommt Alice in Gloucestershire an. Während sie sich Anfangs fremd und störend vorkommt, erkundet sie mit der Zeit immer mutiger die Familiengeschichte.
Auf ihren Streifzügen über das Gut stößt sie auf das Tagebuch der ehemaligen Gutsherrin Elisabeth, über die Niemand der verbliebenen Bediensteten sprechen möchte. Fasziniert begibt sich Alice auf die Spuren von Elisabeth und kommt nach und nach dem dunklen Geheimnis der Familie und dem tragischen Verrat um Elisabeth auf die Schliche.

Fazit

„Im Spiegel ferner Tage“ von Kate Riordan lässt sich vor allem mit einem Wort beschreiben: schön. Die Geschichte um Alice und Elisabeth hat mich gleich gefangen genommen, vor allem wegen des flüssigen und sehr angenehmen Schreibstils der Autorin. Und obwohl der Geschichte objektiv die hohe Spannungskurve fehlt, habe ich mich keine Sekunde mit dem Buch gelangweilt. Ganz im Gegenteil, die Geschichte plätscherte so schön vor sich hin, dass ich mich gut aufgehoben und wohl gefühlt habe.
Auch wenn „Im Spiegel ferner Tage“ kein packender Thriller ist und die Handlung von der Autorin nicht immer stärker vorangetrieben wird, ist es Kate Riordan gerade durch den Perspektivenwechsel zwischen Alice und Elisabeth gelungen, keine Langeweile aufkommen zu lassen und mich zu ermutigen auch das nächste Kapitel noch zu lesen.

Neben dem bereits erwähnten, flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin, der die Geschichte entspannt aber bestimmt voranbringt, haben mich auch die beiden Protagonistinnen Alice und Elisabeth begeistert. Beide Frauen sind so detailliert und lebendig dargestellt, dass ich unweigerlich eine Verbindung zu ihnen gespürt habe und sie vor mir sehen konnte, wenn ich die Augen geschlossen habe.

„Im Spiegel ferner Tage“ von Kate Riordan ist eine klare Leseempfehlung für alle Fans faszinierender Bücher, deren Story nicht von einem Höhepunkt zum nächsten hetzen muss, sondern ihre ganze Geschichte mit voranschreiten der Seitenzahl immer mehr entfalten.

Bewertung

4 von 5

 

 

 

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Rezension: »Die Tränen der verkauften Mädchen« von Monika Wurm

die tränen der verkauften mädchen monika wurm»Die Tränen der verkauften Mädchen«
von Monika Wurm

Amdora-Verlag, Oktober 2015
3-9817-3369-X
582 Seiten
Preis: 12,99€ TB/ 6,99€ eBook

 

 

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Inhalt

Die Halbwaise Malaya lebt in den Slums von Manila. Umgeben von Armut trägt sie mit dem verkauf von Funden auf der Mülldeponie zum Lebensunterhalt ihrer Familie bei.
Als sie erst Opfer von Arvin wird und diesen trotz seiner fanatischen Gefühle für sie nicht heiraten will, verkauft ihr eigener Vater die ungeliebte Tochter an einen Menschenhändlerring.
Für Malaya beginnt die gefährliche Reise als Ware nach Dubai.
Nach dem Tod ihres ersten Besitzers scheint das Schicksal Malaya etwas Glück zugedacht zu haben. Aber ist es Malaya bestimmt  je wieder glücklich und  frei sein?

Fazit

„Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm ist ein mitreißender Roman über ein Thema, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient, weil es immer noch ein großes Problem ist: Menschenhandel.
Ich muss sagen, dass ich anfänglich neugierig, aber auch skeptisch war, ob Monika Wurm das Thema in ihrem Buch mit Malaya als Protagonistin richtig anpackt. Immerhin „weht das Schicksal sie unerwartet in die Arme eines anderen Mannes. Wird es der goldäugigen Malaya gelingen, das Herz ihres neuen Herrn, eines attraktiven, aber heißblütigen Arztes, zu gewinnen?“, heißt es im Klappentext. Das wollte für mich nicht so recht zusammenpassen, als freier Mensch kann ich mir nicht vorstellen, der Besitz von einem anderen Menschen zu sein und mich dann auch in diesen Menschen zu verlieben.
Die Lektüre von „Die Tränen der verkauften Mädchen“ hat mir gezeigt, dass meine Zweifel nicht ganz unbegründet waren, Monika Wurm das Thema aber auch richtig anpackt, immerhin ist das Buch trotz des Themas noch ein Roman und kein Erlebnisbericht. Malaya ist eine fiktive Person und somit ist alles möglich. Die Autorin hat mit ihrem angenehmen Schreibstil das Schicksal vieler Menschen am Beispiel von Malya deutlich gemacht und die Qualen, die Ängste und die Hoffnungen der Opfer anschaulich dargestellt. Ob diese auch so sind oder den Vorstellungen von Monika Wurm entsprechen, kann und will ich nicht beurteilen. Ich finde gut, dass die Autorin sich an das Thema herangetraut hat und mit ihrem Buch auf den Menschenhandel aufmerksam macht.
Für mich war es absolut schwierig mich in Malaya reinzudenken und ihre Handlungen nachzuvollziehen, trotz bildhafter und detailreicher Darstellung der tapferen Protagonistin. Das wird aber mehr an mir gelegen haben, denn ich wollte mir auch gar nicht vorstellen, wie es wäre in Malayas Position zu sein.

„Die Tränen  der verkauften Mädchen“ hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich mich mit dem Thema Menschenhandel auseinander gesetzt habe. Schreibstil und Detailreichtum von Monika Wurms Roman haben mir ebenfalls gut gefallen und die Lektüre von Malayas Schicksal emotional mitreißend gemacht.
Stellenweise haben sich die Kapitel aber auch etwas gezogen, denn für Malaya ist das Leben eine Berg- und Talfahrt, mal ist alles paletti und gleich danach ist alles ganz schlimm. Der wiederholte Schwenk zwischen den beiden Extremen haben mir zeitweise das Lesen erschwert.
Aber das Durchhalten hat sich gelohnt, „Die Tränen der verkauften Mädchen“ ist es definitiv wert gelesen zu werden.

Wenn also auch Du Dich für schwierige Themen interessierst, aber keine Fachliteratur lesen willst, ist „Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm eine gute Gelegenheit sich emotional an das Thema Menschenhandel einzulassen.

 

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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