Rezension »Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning

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»Im Maulwurfstunnel«
von Thomas Kastning

Parlez Verlag,
Oktober 2018
978-3-8632-7050-6
256 Seiten
Preis: 8,99€ eBook | 15,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Konstantins ereignisloses Leben gerät aus den Fugen, als er sich in seine Nachbarin Leyla verliebt, die ihn in Kontakt mit der linksextremen Szene bringt. Dann erschüttert die Anschlagsserie einer linken Terrorzelle die Bundesrepublik.
Konstantin wird gegen seinen Willen in die Attentate verwickelt und sieht sich plötzlich mit der Frage konfrontiert, wie weit der Einzelne im Widerstand gegen den Staat gehen darf und ob Gewalt ein legitimes Mittel ist.
Unter dem Druck der Öffentlichkeit ermittelt die Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Dr. Priester auf Hochtouren, und schließlich gerät auch Konstantin in ihr Visier. Eine atemlose Verfolgungsjagd beginnt.
Ein fesselnder Roman, der den Spagat zwischen Spannung und politischer Philosophie wagt.
(Quelle: Amazon)

Fazit

»Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning war ein Experiment – um politische Literatur habe ich bisher einen Bogen gemacht. Langweilig, dachte ich immer. Beschöndigend und manipulativ, war meine Vermutung.

»Im Maulwurfstunnel« ist weder langweilig, noch beschönigt es irgendetwas und ist nicht manipulativ.  Thomas Kastning lässt seinen Protagonisten Konstantin die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählen. Die Leser*innen lernen einen abgestumpften Konstantin kennen, er steht auf, er geht arbeiten, er spielt Fußball, er geht schlafen. Sein Tagesablauf ist eintönig, ereignislos, langweilig. Bis unter ihm Leyla mit ihrem Sohn einzieht – Leyla, die aufregend ist, Leyla, die so lebendig ist, Leyla, die sich in der linksextremen Szene bewegt.
Über Leyla besucht Konstantin erst Demonstrationen, dann ist er bei Hausbesetzungen dabei und als eine linksextreme Terrorwelle Deutschland erschüttert, ist Konstantin mehr darin involviert, als er wollte. Oder haben die Täter recht mit ihren Taten? Wie weit darf der Widerstand gegen des Staat gehen? Sind Gewalt und Selbstjustiz legitime Mittel, wenn die Taten moralisch richtig scheinen?

Authentisch und unaufdringlich lässt Thomas Kastning Kontantin die Begegnungen mit dem Linksextremismus schildern. Dabei hinterfragt Konstantin immer wieder sich und andere, findet an machen Teilen der linkspolitischen Philioshie gefallen, schließt andere Aspekte für sich komplett aus. Neben diesem sehr interessanten intrinsischen Prozess von Konstantin schmückt Thomas Kastning seinen Roman aber auch noch mit einer spannenden Ermittlung. Der flüssige und angenehme Schreibstil des Autoren ermöglicht es den Leser*innen schnell mit Konsantin warm zu werden.
Dr. Priester hat nicht nach einem Fall mit so viel öffentlichem Interesse gebeten – war einfach dran. Der Druck aus Politik und Öffentlichkeit steigt mit jedem Toten, der dem linksextremistischen Terror zum Opfer fällt. Dabei muss Priester nicht nur schnöde Papierarbeit erledigen, sondern kommt den Tätern und Konstatin näher, als diesem lieb ist.

»Im Maulwurfstunnel« von Thomas Kastning ist ein interessanter Roman, der nicht nur durch ein spannendes Thema überzeugt, sondern auch mit der Umsetzung punktet. Der Autor beleuchtet das Leben eines Durchschnittsbürgers, der unbeabsichtigt auf eine extreme Bahn gerät – etwas, was vielen passieren kann.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Thomas Kastning wurde 1985 geboren und lebt heute in Berlin. Nach seinem Studium in Thübing ging der Autor nach Westafrika, wo er sich unter anderen für die Friedrich-Ebert-Stiftung Ghana mit den bewaffneten Konflikten der Region auseinander.
Nach seinem anschließenden Masterstudium in Friedensforschung und Sicherheitspolitik begann er für die Berliner Wirtschaftsverbände zu arbeiten. Aktuell schreibt er an seinem nächsten Roman.


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Rezension »Iskari 01 – Der Sturm naht« von Kristen Ciccarelli

Iskari - Der Sturm naht von Kristen Ciccarelli

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»Iskari 01 – Der Sturm naht«
von Kristen Ciccarelli

heyne>fliegt,
Oktober 2017
978-3-4532-7123-4
416 Seiten
Preis: 13,99€ eBook | 16,99€ Hardcover

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Klappentext

Als kleines Kind lockte Asha einst Kozu herbei, den mächtigsten aller Drachen. Er gab vor, ihr Freund zu sein, doch dann flog er auf und vernichtete mit seinen mörderischen Flammen Ashas Heimatstadt. Um die unverzeihliche Schuld, die sie damit auf sich geladen hat, zu sühnen, ist sie eine Iskari geworden, eine Drachentöterin – die beste und mutigste. Doch ihre größte Prüfung steht noch bevor. Denn ihr Vater, der König, stellt ihr ein schreckliches Ultimatum. Entweder befreit sie das Land endgültig von Kozu – oder sie muss den ihr verhassten Jarek heiraten. Aber Kozu ist unbesiegbar, der Kampf mit ihm selbst für eine Iskari viel zu schwer. Doch Asha ist nicht allein, denn plötzlich stellt sich jemand an ihre Seite. Jemand, der sie noch nicht einmal ansehen dürfte: Torwin, der geheimnisvolle Sklave Jareks …
(Quelle: heyne>fliegt)

Fazit

Fesselnde Fantasy im Young Adult Kleid

»Iskari – Der Sturm naht« Kristen Ciccarelli ist der fantastische Auftakt einer gelungene Fantasy Geschichte um die junge Asha und den geheimnisvollen Sklaven Torwin. Wo andere Young Adults den Fokus an dieser Stelle auf die Liebesgeschichte gelegt hätten, bleibt »Iskari – Der Sturm naht«  hauptsächlich eine Fantasy Geschichte.

Tolle Charaktere sind die halbe miete

Asha und Torwin sind zwei tolle Charakter, aber gerade Asha ist auch sehr eigen – sehr distanziert und kalt, fast schon abweisend. Anfangs hat sie mir mit ihren sehr starren Ansichten und festgefahrenen Denken den Einstieg in die Geschichte nicht einfach gemacht.  Umso spannender war es, die Entwicklung, die Asha zum Glück durchläuft, zu erleben und immer wieder neue Seiten an der Protagonistin zu entdecken.
Auch Torwin, der Asha auf ihrer Mission den Rücken freihält, ist ein spannender Charakter mit Ecken und Kanten. Zusammen entwickeln Asha und Torwin eine sehr spannend und eigene Dynamik, die natürlich nicht frei von Konflikten ist.

Lebendig, detailliert und voller Intrigen

Kristen Ciccarelli überzeugt aber vor allem mit zwei Dingen: ihrem lebendigen, deteilverliebten Schreibstil und ihrer Geschichte. Geschickt verbindet die Autorin die Gegenwart mit der Vergangenheit und lässt auch die alten, verbotenen Geschichten ihrer Welt erzählen.  In dieses Konstrukt flicht sie zusätzlich nach und nach Intrigen und Geheimnisse, die ihren Wurzeln in den tiefen der Zeit haben ein.
Spannend spinnt Kristen Ciccareli ihre Geschichte und enthüllt ihren Lesern ein unglaublich weit verzweigtes Netz aus Intrigen, Hintergründen, Geheimnissen und Machtspielen.

»Iskari – Der Sturm naht« von Kristen Ciccarelli ist der mitreißende Beginn einer spannenden Reise durch die Welt von Asha. Die Autorin lässt hier eine vielfältige, fesselnde Geschichte voller Spannung, Fantasie, Intrigen erblühen, die durch tolle Charaktere, Finesse und Atmosphäre glänzt.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Kristen Ciccarelli wurde in der kanadischen Proin Ontario geboren und wuchs inmitten einer großen kanadisch-sloewnischen Familie auf der Taubenfarm ihres Großvaters aus.
Ihre Kindheit verbringt die Autorin mit ihren Cousins in den weiten der kanadischen Wälder – baut Burgen, bekämpft Drachen und erlebt Helden-Geschichten –  alles, was die Fantasie eines Kindes erlaubt.
Heute lebt Kristen Ciccarelli zusammen mit Mann und Hund in Kitchener, Ontario und schreibt Bücher für das Mädchen, das sie mal war und immer noch ist.
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Vom Kristen Ciccarelli

 


Weitere Meinungen zu »Iskari – Der Sturm naht« von Kristen Ciccarelli

Buchblögchen (o.A.)
Büchersüchtiges Herz³ (5/5)
Prettytigers Bücherregal (3,5/5)

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Rezension »Goldfields« von Izabelle Jardin

Goldfields Izabelle Jardin

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»Goldfields«
von Izabelle Jardin

Tinte & Feder,
Oktober 2018
978-2-9198-0369-9
368 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Nach ihrer Kündigung in einem großen Konzern ist die junge, ehrgeizige Robin tief verletzt ihrem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.  Auf einer Abendgesellschaft begegnet Robin der faszinierenden Matriarchin eines erfolgreichen Familienunternehmens.
Die alte Dame entführt Robin in das London von 1851, in dem die junge Beatrices Armes, Tochter einer Reedereidynastie, all ihre Kraft in die sozialen Reformen steckt – Ziele, die sie in Verruf bringen und ihre Zukunft ins Ungewisse stürzen. Beatrices muss London in Richtung Australien verlassen und begegnet dem Iren Peter O’Lalor.
Die Geschichte der mutigen, jungen Frau inspirierte nicht nur ihre Nachkommen, sondern 160 Jahre später auch Robin zu Höchstleistungen.

Fazit

Eindrucksvoll und Fesselnd

»Goldfields« von Izabelle Jardin erzählt die Geschichte von gleich zwei jungen, starken Frauen, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit zu kämpfen haben. Eindrucksvoll und Eindringlich hat Izabelle Jardin den Kampf von Beatrice gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit geschildert und dabei den inneren Kampf zweier Welten in Betracie besonders gut in Worte gefasst.

Lebendig, detailliert, authentisch

Betraice, behüteteTochter einer reichen Reedereidynastie, hat einen scharfen Verstand und einen Sinn für Gerechtigkeit. Als sie erstmals erlebt, wie ihr geliebter Vater in einem Waisenhaus Kinder wie Ware begutachtet, um die besten Arbeiter für sein Unternehmen zu finden, wird ihre Welt und der Luxus darin in ein anderes Licht gerückt.
Fortan setzt sie sich für die Arbeiter, Frauenrechte, Rechte von Kindern und vieles weitere ein. Und sie hat ein Talent: Beatrice kann feurige Reden halten und die Herzen ihrer Mitmenschen in Brand setzen. Eine Fähigkeit, die bei Frauen nicht gern gesehen ist und an der Beatrice doch, anfangs heimlich und dann auch auf der Straße, feilt. So lange, bis sie den Geduldsfaden ihres Bruders und Vormunds überspannt und ihr behütetes Leben in London in Richtung des wilden, rauen Australiens verlassen muss.
Beatrice ist ein starker Charakter, den Izabelle Jardin mit ihrem detaillierten Schreibstil lebendig werden lässt. Eine überzeugende, authentische Protagonistin, die für ihre Sache brennt und sich mutig für sie einsetzt.

Stärke, Mut & Loyalität

»Goldfields« ist ein Roman voller Prüfungen und Herausforderungen. Ein ums andere Mal müssen Beatrice im 19. Jahrhundert und Robin im 21. Jahrhundert Vorurteilen, Herausforderungen und gesellschaftlichen Tabus trotzen – und jedes Mal wachsen beide Frauen ein Stück über sich selbst hinaus.  Anders als in »Funkenflug« steht diesmal nicht die große Liebe (alleine) im Mittelpunkt. Diesmal geht es um Stärke, Mut und Loyalität – sich selbst und seinen Werten gegenüber.
Zusammen mit den großartigen, flüssigen und lebendigen Schreibstil von Izabelle Jardin ergibt sich aus den starken Charakteren und vielfältigen, tiefgreifenden Themen ein großartiges Leseerlebnis.

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

 

AUTORIN

© Roman Brodel

Izabelle Jardin studierte Sozial- und Politikwissenschaften. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem verschlafenen Dorf in Norddeutschland. Mit ihren romantischen Liebesromanen erobert die Autorin regelmäßig die eBook Bestsellerlisten.

Izabelle Jardin ist ein Pseudonym.


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Izabelle Jardin

  


Weitere Meinungen zu »Goldfields« von Izabelle Jardin

Bibilotta (4/5)
Bücher aus dem Feenbrunnen (4/5)
Manjas Buchregal (5/5)

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Rezension: »Elfenlicht 01 – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

Elfenlicht märtyerkunst judith laverna»Elfenlicht 01 – Mäytererkunst«
von Judith Laverna

Papierverzierer Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-9596-2221-9
586 Seiten
Preis:  6,99€ eBook

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Klappentext

Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Vom Namenswirrwarr, fremden Sprachen und schwerem einstieg

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« ist der Einstieg in eine Trilogie, die epische Ausmaße annehmen kann. Judith Laverna hat sich für einen umfassenden Einstieg in ihre Geschichte entschieden, in dem der Leser mit viele Charakteren, noch mehr Namen und einer eigens entwickelten Elfensprache konfrontiert wird. Für letzteres gilt: Chapeau an die Autorin!
Einfach macht diese Kombination den Einstieg nicht. Ich hatte Anfangs Probleme mit den Namen zu hantieren, Figuren und Namen einander zuzuordnen und auch mit den elfischen Begriffen umzugehen. Natürlich gibt am Ende des Buches ein umfangreiches Glossar, bei einem eBook nutze ich dieses aber nicht durch ständiges hin- und her wechseln. Hier hätte ich mir eine Lösung im Text gewünscht.

Tolle Charaktere sind die halbe miete

Wer sich durch den Einstieg beißt und nicht abbricht, wird belohnt. Es entfaltet sich eine Geschichte voller Potenzial, Spannung und gelungener Charaktere.
Protagonistin Ayleen ist eine sehr sympathische Figur, die der Leser mit jeder Seite etwas besser kennenlernt. Ich habe ihre widerspenstige, eigensinnige Art schnell gemocht und schätzen gelernt. Ayleen muss sich einigen unliebsamen Entwicklungen stellen und wächst mit jeder Herausforderung. Sie ist der stärkste Charakter in »Elfenlicht – Märtyrerkunst«.
Aber auch Viktor ist ein toller Charakter, der mir direkt gut gefallen hat. Offen, mutig und liebevoll hat er mich von sich überzeugt.
Lobend muss ich aber auch zwei Charaktere erwähnen, die sehr gut ausgearbeitet sind und in ihre Rollen gepasst haben, mir aber sehr unsympathisch waren: Breth und Veloron.

Lebendig, detailliert und Liebevoll

Judith Laverna überzeugt neben authentischen Charakteren, die sich mit der Geschichte weiterentwickeln, mit einem lebendigen Schreibstil. Detailliert und mit viel Herz hat die Autorin ihre Welt, die Politik und die Abenteuer entstehen lassen. Spannend, wenn auch mit einigen Längen durch Erläuterungen, spinnt die Autorin ihre Geschichte. Im letzten Drittel der Geschichte steigert Judith Laverna die emotionale Intensität  und lässt ihre Leser dann mit einem Ende zurück… puh, starker Tobak. Aber es macht richtig Lust auf die Fortsetzung.

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna ist der mitreißende Auftakt einer vielversprechenden Trilogie. Wer sich hier Biss beweist und nicht zu Anfang des Buches ob der vielen Namen und elfischen Begriffe das Handtuch wirft, wird mit einer spannenden, intensiven Geschichte belohnt, die durch beeindruckende Charaktere glänzt.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Judith Laverna studiert klassische Philologie und Geschichte. Die Autorin schrieb von klein auf viele Fantasy Geschichten und begann vor einigen Jahren, ihr Herzensprojekt, die Elfenlicht Trilogie, die sie im Alter von 15 Jahren begann, zu veröffentlichen. In diesem Projekt findet sich wieder, was die Autorin ausmacht: Leidenschaft, Naturverbundenheit und der Wille, in allem das Gute zu sehen, was das Leben bereithält.
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Weitere Meinungen zu »Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

BücherTraum (4/5)
lesen und mehr (4/5)
Buchfeeling (5/5)
Charleen’S Traumbibliothek (abgebrochen)

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Die Elfenlicht-Trilogie

 


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Rezension »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin

Wahrscheinlich ist es Liebe von Paul Reizin»Wahrscheinlich ist es Liebe«
von Paul Reizin

Wunderraum Verlag, April 2018
ISBN: 978-3-3365-4786-9
480 Seiten
Preis:  16,99€ eBook | 23,00€ Gebundene Ausgabe

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Inhalt

Jen ist Mitte dreißig und dachte eigentlich, sie hat ihren Partner für die Zukunft gefunden. Blöd, dass Matt dann einen Tag nach Hause kommt und ihr den Stand der Dinge verkündet: Er trennt sich, seine Kollegin und er fahren in wenigen Wochen gemeinsam in den Urlaub.
Jen ist traurig und Aiden, ein hochentwickelte Computerprogramm, das Jen in Plaudereien und sozialem Umgang trainiert, möchte das ändern. Seinen Berechnungen nach fehlt Jen der richtige Mann, um glücklich zu sein. Eine Leichtigkeit für ein Programm von Aidens Kaliber und dem heimlichen Zugang zum Internet. Oder?

Fazit

»Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin ist ein wunderschöner Roman über das Finden der Liebe und dabei vor allem eines nicht (sehr, sehr, sehr wichtig!): kitschig.

Sympathisch, Witzig, ungewöhnlich

Sympathisch-witzig erzählt Autor Paul Reizin eine ungewöhnliche Form des Online-Datings.
Jen, ihres Zeichens Mitte dreißig und frisch getrennt, ist eigentlich Journalistin, trainiert aber gerade die hochentwickelte KI Aiden in Plauderei und menschlichem Verhalten. Das Computerprogramm soll Interaktion lernen und ist bereits so gut, dass Jen häufiger mal fast vergisst, dass Aiden nicht real ist. Was aber weder die Entwickler von Aiden noch Jen ahnen, die KI is mittlerweile mehr als der Quellcode vorsah. Aiden ist sich seiner selbst bewusst, trifft selbstständig Entscheidungen und ergreift auch von sich auch die Initiative. Außerdem hat er sich heimlich Zugang zum Internet verschafft.
Als Aiden spürt, dass Jen traurig ist, berechnet die KI, dass es Jen am richtigen Partner für das vollendete Glück zählt. In heimlicher Mission begibt sich Aiden also auf Partnersuche und inszeniert dabei mehr als nur eine (zufällige) Begegnung mit einem Mann für Jen. Aber irgendwie können die Männer nach Aidens Berechnungen noch so gut zu Jen passen, irgendwas scheint immer zu fehlen…

Starke Charaktere treffen auf gefühlvolle Geschichte

Paul Reizin spielt hier mit der menschlichen Urangst vor künstlicher Intelligenz. Aiden ist schon lange seinen Entwicklern entkommen, hat heimlich Zugang zum Internet, Sicherheitskopien von sich selbst weltweit verteilt und kann sich jederzeit auf jedes Gerät schalten, dass Verbindung zum Internet hat. So verfolgt er nicht nur Jen, wenn sie das Büro verlassen hat, über Handy, Laptop etc. bis in die privatesten Momente. Ein Glück, dass Aiden die Menschheit wohlwollend und neugierig betrachtet. Als Charakter ist Aiden wunderbar, Paul Reizin hat mit der KI einen sehr intelligenten (natürlich, ist ja eine KI!), kindlich-neugierigen (aber nicht unreifen) und sympathischen Protagonisten geschaffen.
Jen ist eine eigentlich selbstbewusste, starke Frau, die aber auch etwas mit ihrem Alter zu kämpfen hat. Als sich Matt von ihr trennt, ist weniger der Verlust dieses Mannes, den sie betrauert, als vielmehr die Zeit, die sie an ihn Verschwendet hat und eigene Pläne wie Familie für ihn zurückgestellt hat.
Abwechselnd erzählen beide Protagonisten die Geschichte von Paul Reizin. Aber nicht alleine, alsbald kommen auch die Perspektiven von Hobby-Schriftsteller im Ruhestand Tom und Aysling dazu. Für Aysling hegt Aiden neben Jen ein besonders große Interesse, was weniger gruselig ist als es klingt, denn auch Aysling ist eine KI und sich ihrer selbst bewusst.
Immer Häufiger mischen sich die KIs in die Leben von Jen und Tom ein und ein herrlich unterhaltsames Durcheinander ensteht, dass die Leser bezaubert.

Kitsch und GenreKlischee sind nicht nötig

Amüsant, kurzweilig und sympathisch unterhält »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin die Leser und macht wirklich Spaß. Endlich ein Roman über das finden der Liebe, der auf viele kitschige Klischees den Genres verzichtet. Gleichzeitig, wenn auch eher subtil, regt Paul Reizin zum Nachdenken an: Kann eine KI ein Bewusstsein und gar Gefühle entwickeln? Wie gut können wir eine KI kontrollieren? Was macht den Menschen menschlich?
Und natürlich schwingt auch etwas die philosophische Grundsatzfrage mit: Sollten wir wirklich etwas erschaffen, was intelligenter ist als wir?

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Paul Reizin ist vielseitig, arbeitete als Journalist und Produzent für Zeitungen, Radio und Fernsehen. Er prodizierte Formate wie Dear John: A Tribute to John Wells oder Get fit with Brittas. Der Autor wirkte außerdem bei diversen Internet-Startups mit. Paul Reizin ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in London.

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Erlesene Seiten (o.A.)
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