Rezension: »Meerschaum« von Anna Holub

»Meerschaum« (Märchenspinnerei 07)
von Anna Holub

Self Pubslishing, August 2017
ISBN-13: 978-1-5489-2500-0
250 Seiten
Preis: 3,49€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Inhalt

Oliver Welker hält sich für abgebrüht. Als Journalist begegnen ihm so viele Schicksale, da kann ihn nichts mehr Erschüttern. Als Ergebnis fehlt ihm die Leidenschaft für seinen Job, obwohl er gut ist. Alles ändert sich, als Oliver das Foto seines Kollegen Mathieu sieht: Die schöne Frau mit den meerblauen Augen lässt ihn nicht mehr los.
Ehe sich Oliver versieht, befindet er sich dank seiner Besessenheit in einem Strudel aus Mord, Korruption und Menschenhandel. Nicht ist, wie es scheint.
Kann Oiver die schöne Fremde retten oder ist auch sie nicht, was sie scheint?

Fazit

Düster und geheimnisvoll adaptiert Anna Holub in »Meerschaum« das Märchen der kleinen Meerjungfrau von Hans-Christian Andersen.

Journalist Oliver Welker erzählt den Leser seine Geschichte selbst. Durch die gewählte Ich-Perspektive von Anna Holub wird Oliver sehr greifbar für die Leser. Seine Emotionen bei der Suche nach der Frau mit den meerblauen Augen werden für die Leser dadurch ebenso deutlich und nachvollziehbar, wie sein Wesen. Oliver ist sympathisch, charakterstark und intelligent.
Die gewählte Form der Erzählperspektive sowie der bildhafte, flüssige Schreibstil von Anna Holub lassen »Meerschaum« lebendig werden.

Spannend finde ich die Mischung aus Thriller und Märchen. Anfangs klar thriller-lastig entfalten sich die Märchenelemente mit dem Fortlaufen der Geschichte immer mehr. Über die 250 Seiten hat Anna Holub geschickt immer wieder Elemente oder Parallelen aus »Die kleine Meerjungfrau« eingebaut, einige davon offensichtlich, andere waren erst auf den zweiten Blick zu entdecken.
Anna Holub mit ihrer, im Vergleich zu anderen mir bekannten Adaption, ungewöhnlichen Märchenadaption einen interessanten Thriller der phantastischen Art geschaffen.

Kurz: »Meerschaum« ist eine ungewöhnliche Märchenadaption mit Charme. Diese Interpretation eines Märchens als Thriller mit hoher Spannung ist absolut zu empfehlen und doch keine leichte Kost. Anna Holub greift aktuelle Themen unserer Gesellschaft auf, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Anna HolubAutorin Anna Holub lebt mit ihren Katzen, Computern und dem alltäglichen Chaos in schönen Schweden. Die Wahl-Stockholmerin schreibt mit Vorliebe Science Fiction, Fantasy und Jugendbücher.
Anna Holub ist aber auch anderweitig küsntlerisch-kreativ unterwegs. Die Autorin zeichnet und erstellt Cover. Aus ihrer Hand stammt zum Beispiel das Cover von Tina Skupins »Hollerbrunn«, dem dritten Buch aus der Märchenspinnerei.

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Weitere Meinungen zu »Meerschaum« von Anna Holub

Myna Kaltschnee (4/5)
Fairy-book (3,5/5)
Lesemaus 87


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Die MärchenspinNerei

  

 


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Vielen Dank an die Märchenspinnerei für das Rezensionsexemplar

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Rezension: »Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm

Die sieben Farben des Blutes von Uwe Wilhelm»Die sieben Farben des Blutes«
von Uwe Wilhelm

blanvalet, Juli 2017
ISBN-13: 978-3-7341-0344-5
481 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

Leseprobe

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Inhalt

Dionysos ist wieder da. Staatsanwältin Helena Fischer wusste, er würde wieder kommen.

Seit sie die Stufen zur Siegessäule erklommen und das vierte Opfer brutal ermordet vorgefunden hat, ist sie fest entschlossen den Mörder zu fassen.
Die vier ermordeten Frauen verdienen Gerechtigkeit und je eher man Dionysos fasst, desto besser. Denn er ist auf einer heiligen Mission, die eine Gefahr für jede erfolgreiche Frau ist.
Auch für Helena Fischer, denn aus dem Kampf um Gerechtigkeit wird schnell ein Kampf ums Überleben, als sie ins Visier von Dionysos gerät…

Fazit

»Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm ist der Beginn einer Trilogie um die Berliner Staatsanwältin Helena Farber.
Es war cool ein Thriller aus der Heimat zu lesen, der an Plätzen spielt, die man selbst schon das eine oder andere Mal gesehen hat. Da kommt gleich ein ganz spezielles Gefühl auf, wenn man das nächste Mal im Dunkeln die Siegessäule bewundert…

Bevor es jetzt an die Vorzüge des Thrillers geht, gleich vorab: Das Buch ist nichts für zart besaitete Gemüter. Die Szenen der Morde bzw. die Leichen und ihre Verstümmelungen werden in brutaler Ehrlichkeit, die hart an der Geschmacklosigkeit grenzt, geschildert. Wer das nicht erträgt, sollte sich überlegen, ob »Die sieben Farben des Blutes« als Lektüre wirklich geeignet ist.

Uwe Wilhelms hat mit Dionysos gekonnt einen perfiden Besessenen geschaffen, der sich im Alltag perfekt tarnt und im Schlamm der Berliner Justiz untertauchen kann.
Meine frühe Vermutung, wer Dionysos ist, hat sich zwar bestätigt, das hat mir aber nicht den Spaß am Lesen genommen.  Vielmehr machte sich ein irrationales kleines Gefühl der Überlegenheit breit, weil die Ermittler langsamer waren.
Mit Helena Farber ist Uwe Wilhelm eine starke, mutige und intelligente Protagonistin gelungen, die sich nicht so schnell die Butter vom Brötchen nehmen lässt – weder von Dionysos noch von ihrem Vorgesetzten oder sonst irgendwem.

»Die sieben Farben des Blutes« ist ein solider Thriller, der von Beginn an Spannung aufbaut und trotz des gelösten Falls im ersten Teil der Trilogie, das Interesse der Leser auf den letzten Seiten mit einem Knall zurückholt.

Bewertung

3 von 5

 

Autor

Uwe Wilhelm

© Florian Froschmayer

Uwe Wilhelm wurde 1957 in Hanau geboren und studierte Germanistik sowie Schauspiel. Seit 1987 schreibt er Theaterstücke, Sachbücher und Drehbücher, u.a. für Til Schweiger oder Bernd Eichinger. Der Autor ist verheiratet und lebt in Berlin.
Uwe Wilhelm veröffentlicht außerdem unter dem Pseudonym Lucas Grimm.

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Weitere Meinungen zu »Die sieben Farben des BLutes« von Uwe Wilhelm

♦Melanies Büchertipps
♦ Büchersammelsurium
Wallmanns Diversa
Fluchtpunkt Lesen


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Rezension: »Schwesterherz« von Kristina Ohlsson

Kristina Ohlsson - Schwesterherz»Martin Benner 01 -Schwesterherz«
von Kristina Ohlsson

Limes Verlag, April 2017
ISBN 13: 078-3-8090-2663-1
480 Seiten

Preis:  9,99€ eBook | Paperback 14,99€ [D] / 15,50€ [A]

Leseprobe

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Inhalt

Es regnet in Stockholm, als ein Mann in das Büro von Anwalt  und Ex-Cop Martin Benner betritt und ihn bittet die Unschuld seiner Schwester zu beweisen. Erst will Martin Benner den schmuddelig wirkenden Mann abweisen, als er sich aber als Bruder der toten, vermeintlichen fünffach Mörderin Sara Texas entpuppt, ist Martins Interesse geweckt.
Vor Gericht gab es nicht genug Beweise für eine Verurteilung, bis Sara ganz plötzlich ein umfassendes Geständnis ablegte und dann von einer Brücke sprang.
War Sara unschuldig? Oder war sie wirklich schuldig und ihr verschwundener Sohn ihr sechstes Opfer?
Martin Benner macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und verstrickt sich schnell in einem Netz aus Lügen, Korruption und Intrigen.
Und ganz plötzlich ist es sein Leben, dass vor seinen Augen zu zerfallen droht.

Fazit

„Schwesterherz“ ist ein interessanter Thriller mit Schwächen.
Kristina Ohlsson lässt ihren Protagonisten Martin Benner seine Geschichte erzählen. Gradlinig, ehrlich und manchmal auch etwas zu ehrlich. Leser lernen Martin Benner mit all seinen Einstellungen, Macken und Ansichten kennen. Für die Geschichte ist das sehr interessant, es lässt sich gut nachvollziehen, warum Martin agiert oder reagiert, wie er es eben tut. Man erfährt nicht zu viel und ist an das Wissen von Martin gebunden. Geschickt baut die Autorin dadurch ihre Geschichte auf, leider lässt aber dennoch die Spannung an einigen Stellen stark nach.
Wieder angefeuert wird die Spannung aber durch Blenden in die Gegenwart, zusammen mit Martin Benner sitzt der Leser nämlich in einem Hotelzimmer und gibt einem Journalisten seine Geschichte zum besten. Dabei macht er Andeutungen auf Geschehnisse und lockt den Leser so wieder in die Geschichte.

Großes Manko des Zweiteilers ist das Ende, Kristina Ohlsson bricht quasi mitten in der Story ab. Nicht mit einem stimmigen Cliffhänger, sondern abrupt und ohne Rücksicht. Wer nicht weiß, dass es sich hier um eine Dilogie handelt, wird enttäuscht sein und sich mit vielen Fragen alleine gelassen fühlen.

Kurz:“Schwesterherz“ ist ein interessanter Thriller, dem ab und an die Puste ausgeht, durch seinen Protagonisten mit Ecken und Kanten sowie dem angenehmen Schreibstil aber trotzdem Spaß beim Lesen macht.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

Martin Benner

 


Weitere Meinungen zu »Schwesterherz« von Kristina Ohlsson

Kiras Bücherwelt
Armarium nostrum
lenivea’s Bücherblog
Somayas Welt
Denises Testblog
 darkbooks


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Rezension: »Der Auftrags-Thriller – Eind Trudi Jefferson Roman« von Jane Christo

auftragsthriller_trudi-jefferson-von-jane-christo»Der Auftrags-Thriller  – Ein Trudi Jefferson Roman«
von Jane Christo

Heartbeat Books, Juni 2016
1-5336-5573-1
214 Seiten
Preis:  1,99€ eBook | 7,90€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Stell dir vor du findest deinen Mann ermordet in deinem Bad vor und es stellt sich raus, dass er gar nicht der Mensch war, für den du ihn gehalten hast.
Trudi ist für ihren Mann in die USA ausgewandert, er hat sich um alles gekümmert. Fatal, wie sich nach seinem Tod herausstellt. Floyd war nicht der, für den Trudi ihn gehalten hat. Er hieß nicht mal wirklich Floyd. Und mit seinem Tod steht plötzlich ihre Existenz in Amerika, ihre Freiheit und auch ihr Leben auf dem Spiel.
Ihr Mann hatte Schulden und Trudi soll bezahlen. Nur wovon?
Da tut sich ein ungewöhnlicher Weg für Trudi auf und zum Glück stehen ihr auch ihre Freunde bei – vom Gangsterboss und Detective Hottie, die beide an ihr interessiert sind, ganz zu schweigen…

Fazit

„Der Aftrags-Thriller“ von Jane Christo gehört definitiv zu den unterhaltsamsten Büchern, die ich 2016 gelesen habe. Charmant und mit viel Witz lässt Jane Christo ihre Protagonistin Trudi Jefferson ihre Geschichte erzählen.
Locker-leicht bin ich durch die Geschichte getragen worden und musste mehrmals wirklich lachen, Trudi ist einfach großartig. Zusammen mit ihren -mehr oder weniger hilfreichen- Freunden versucht sie ihre neue Situation zu meistern und sich weder in Gangsterboss Wayne, noch in Detective Hottie zu verlieben (wobei ich hier hoffe: das kommt noch) 😉
Autorin Jane Christo hat einen wunderbaren Schreibstil, der flüssig und einfach ist und die Wirkung ihrer Geschichten dabei bestens zur Geltung bringt.

Locker, leicht, witzig, frisch und spritzig – das sind die Adjektive, die diesen Roman von Jane Christo bestens beschreiben. Wer Lust hat, sich mal wieder köstlich unterhalten zu lassen und viel zu lachen, ist mit „Der Auftrags-Thriller“ als Lektüre gut beraten 🙂

Bewertung

4 von 5

4 von 5

 

 

 

Trudi Jefferson Romane


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Rezension: »Das Spiel 01 – Opfer« von Jeff Menapace

Das Spiel - Opfer von Jeff Menapace»Das Spiel 01 – Opfer«
von Jeff Menapace

HEYNE, Juli 2016
3-4536-7707-2
400Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

 

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INhalt

Familie Lambert will sich nur ein paar Tage am Crescent Lake erholen, bevor ihr neues Leben beginnt. Als sie den Flanelli-Brüdern begegnen, ahnen sie nicht, dass ihnen anstatt Ruhe und Idylle Tage voller Schmerz und Terror bevorstehen.
Für Familie Lambert beginnt ein Spiel um ihr Leben, denn es heißt: Flanelli spielt mit Lambert….

Fazit

Nach dem Klappentext habe ich einen wirklich guten Thriller erwartet und.. wurde leider enttäuscht.
„Das Spiel – Opfer“ von Jeff Menapace ist eine Ansammlung von Klischees, die leider nicht gut verpackt sind. Den bösen Psychopathen, steht die amerikanische Vorzeigefamilie gegenüber, die auch nach 12 Jahren Ehe ein perfektes Leben haben und absolut bei jeder Gelegenheit betonen, wie toll ihre Ehe ist.
Die Finelli-Brüder sind als Psychopathen leider ebenso klischeebehaftet und stereotypisch umgesetzt, der eine ist der „dumme“, grausame Bruder, der Frauen misshandelt und an nichts anderes denken kann, der andere ist der intelligentere, große Bruder, der teils fasziniert, teils abgestoßen ist von seinem jüngeren Bruder, dessen Triebe aber verteidigt und entschuldigt.
Ebenso vorhersehbar wie die Charaktere war die Geschichte, wer Thriller liest, weiß, was wann passieren wird.
Der Schreibstil von Jeff Menapace  hat leider auch nicht viel für seine Geschichte getan. Zwar  ist „Das Spiel – Opfer“ flüssig zu lesen, aber der Spannungsaufbau wurde vom Schreibstil des Autors nicht unterstützt.

Lichtblick ist das letzte Kapitel von „Das Spiel – Opfer“ hier gibt der Autor eine Vorschau bzw. kleinen Cliffhänger mit, der viel Potential für die Fortsetzung „Das Spiel – Rache“ bietet. Ich bin gespannt, wie Jeff Menapace seine eigene Vorlage umsetzt und hoffe, dass mich Band zwei der „Spiel“-Trilogie mehr begeistert.

Bewertung

2 von 5

 

 

 

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