Rezension »Kein Schnee im Hexenhaus« von Susanne Eisele

Kein Schnee im Hexenhaus - Susanne Eisele»Kein Schnee im Hexenhaus« (Märchenspinnerei 04)
von Susanne Eisele

Selfpublishing, Mai 2017
ISBN: 978-154-1388-475
148Seiten
Preis:  2,99€ eBook | 7,48€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Hansi und Gretel haben ein Problem: Drogen. Ihre Eltern und die Polizei haben genug, die beiden Geschwister sollen ihren Lebenswandel überdenken.
Dafür werden die beiden in einem Erziehungsheim untergebracht, einsam im Wald und ohne verschlossene Türen – scheinbar perfekt, um von da abzuhauen und weiter Drogen zu konsumieren.
Den Fluchtplänen der Geschwister stehen aber nicht nur giftige Pflanzen, seltsame Wesen und eine Hexe im Weg, sondern ihnen auch der Trip ihres Lebens bevor.

Fazit

»Kein Schnee im Hexenhaus« von Susanne Eisele ist das vierte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald – neu erzählt. Nicht von den Eltern ausgesetzt, sondern von ihrer Sucht werden die Geschwister in der Märchenadaption von Susanne Eisele isoliert.

Susanne Eisele hat mit Hansi und Gretel zwei schwer drogensüchtige Teenager geschaffen, die eigentlich permanent high sind. Was die beiden sich einschmeißen, ist ihnen egal, Hauptsache der Trip stimmt.
Mit ihrem Fokus auf den Drogenkonsum und den einhergehenden Realitätsverlust hat die Autorin ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft aufgegriffen – und (hoffentlich) überspitzt dargestellt. Hansi und Gretel sind wirklich arglos und naiv, was ihren Drogenmissbrauch angeht. Mögliche Folgen und Konsequenzen werden von beiden gar nicht bedacht, auch nicht, ob sich verträgt, was die einnehmen.
Eine Einstellung, die vermutlich viele Drogenabhängige teilen.

Susanne Eisele erzählt ihre Märchenadaption in einem guten Tempo, dass anfangs hektisch ist und dann ruhiger wird, um der Entwicklung der Geschichte und dem Leben von Hansi und Gretel im Erziehungsheim mehr Raum zu geben.
Der Schreibstil von Susanne Eisele passt zur Geschichte, mit einfachen, klaren Worten und einigem Witz wird der Leser durch die Geschichte geleitet.
Ich muss aber gestehen, dass ich trotz des klaren Schreibstils meine Problemnchen hatte in die Geschichte zu kommen, mich mit den Charakteren anzufreunden -zwar sind Hansi und Gretel gut durchdachte und in sich stimmige Protagonisten, aber an sich hernagekommen bin ich nicht – und das Ende konnte ich ganz nachvollziehen. Das war mir etwas zu plötzlich und passt nicht zum Rest der Märchenadaption.

Kurz: »Kein Schnee im Hexenhaus« ist die interessante Adaption eines bekannten Märchens mit einem frischen Fokus auf eines der größten Probleme unserer Gesellschaft. Wer gerne schöne Märchenadaptionen und -eigentlich ernste- Bücher mit Witz liest, sollte hier reinschauen!

Bewertung

3 von 5

Die Märchenspinnerei

  


Weitere Meinungen zu »Kein Schnee im Hexenhaus« von Susanne Eisele

Lesemaus87
Myna Kaltschnee
Fairy-book
Bookwormdreamers


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Rezension »Hollerbrunn« von Tina Skupin

hollerbrunn_Tina Skupin»Hollerbrunn « (Märchenspinnerei 03)
von Tina Hollerbrunn

Selfpublishing, April 2017
ISBN: 978-1-5431-4673-8
240 Seiten
Preis:  2,99€ eBook | 11,76€ Taschenbuch

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Inhalt

Seit ihre Steifmutter samt Tochter Pegg nach dem Tod von Maries Mutter nach Hollertal kamen, ist für Marie nichts mehr wie zuvor.
Nur auf dem Hollerhof findet Marie Trost, Freundschaft und die Liebe. Dass Stiefschwester Pegg ihr eines Tages auf den Hollerhof folgt und droht Maries Glück zu zerstören, ist Maries geringstes Problem. Der Hollerhof ist umgeben von finsteren Geheimnissen, die nicht nur Maries Glück bedrohen, sondern das ganze Tal.

Fazit

»Hollerbrunn« von Tina Skupin ist das dritte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Dieses Mal treffen „Frau Holle“ und „Die Eiskönigin“ auf traditionelle Sagen aus den Alpen.
Wer aber nur einen modernen Mix  bzw. eine Nacherzählung der Märchen erwartet, der fehlt.
„Hollerbrunn“ ist eine ganz eigene Adaption der Märchen und Sagen, die mit alten Prinzipien bricht.
Die Charaktere, allen voran Marie und Pegg, können nur auf den ersten Blick klar in gut und böse aufgeteilt werden. Beim zweiten Blick wird deutlich, dass beide Stiefschwestern tiefgründiger sind und in ihnen mehr als gängige Klischees stecken.
Einzig die Liebesgeschichte muss ich hier bemängeln, da erfüllt Marie gängige Klischee des Young-Adult Genres. Überaus naiv geht Marie an die Liebesgeschichte heran und schon nach wenigen Treffen kristallisiert sich die große, unsterbliche Liebe heraus. Nicht schlecht geschrieben, aber mich hat dieser Aspekt von „Hollerbrunn“ nicht abgeholt.

Tina Skupin hat einen wundervollen Schreibstil, der beim Lesen richtig Spaß macht und mich mitgenommen hat: lebendig startet „Hollerbrun“ eher ruhig in die Adaption von „Frau Holle“, wird aber schnell spannend und überraschte mich mit Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.

Kurz: »Hollerbrunn« ist eine gelungene Adaption bekannter Märchen und regionaler Sagen.  Mit kleinem Manko in der Liebesgeschichte konnte der dritte Band der Märchenspinnerei mich überzeugen und ist eine Empfehlung für Liebhaber von Märchenadaptionen.

Bewertung

4 Bücher

Die Märchenspinnerei

  


Weitere Meinungen zu »Hollerbrunn« von Tina Skupin


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