Rezension: »Zarin Saltan« von Katherina Ushachov

»Zarin Saltan« (Märchenspinnerei 08)
von Katherina Ushachov

Self Pubslishing, September 2017
ISBN-13: 978-1-9757-7525-4
138 Seiten
Preis: 2,99€ eBook | 8,49€ Taschenbuch

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Inhalt

Anna ist 26, Slawistikstudentin und Single. Viktor ist 36, erfolgreicher Geschäftsmann und Single.
Die beiden sehen sich das erste Mal in einem Restaurant, aber keiner unternimmt den erforderlichen Schritt und so gehen beide getrennte Wege.
Bei einer russischen Datingshow sehen sich die beiden wieder und alles könnte so schön sein. Wären da nicht Annas Konkurrentinnen in der Show, die durch Annas Traum durch Neid und Missgunst zum Albtraum werden lassen. Anna braucht jede Hilfe, die sie bekommen kann, auch wenn sie in Form eines magischen Eichhörnchens daherkommt.

Fazit

Rasant, dramatisch aber auch magisch und süß adaptiert Katherina Ushachov hier das russische Märchen »Zar Saltan« von Alexander Sergejewitsch Puschkin, gibt es etwas vom „Bachelor“-Prinzip dazu und erzählt so die Geschichte von Eifersucht, Missgunst und Oberflächlichkeiten neu.

Durch die personale Erzählperspektive lässt Katherina Ushachov ihre Leser die Geschichte abwechselnd durch die Augen von Anna und Viktor erleben. Dadurch entsteht eine große Nähe zu den beiden Protagonisten. Anna und Viktor sind Autorin Katherina Ushachov gut gelungen, sympathisch und überzeugend kämpfen sich die beiden durch die Datingshow und ihre Komplikationen.
Zu der Kurzweilig- und Leichtigkeit, die »Zarin Saltan« von Seite 1 bis zum Ende ausstrahlt tragen aber nicht nur die lebendigen Charaktere bei, auch der angenehme und leichte Schreibstil von Katherina Ushachov unterstützen die Geschichte um Anna und Viktor.
Der Zauber von »Zarin Saltan« ist bemerkenswert. Auf den 138 Seiten bleibt die Geschichte zwangsweise recht oberflächlich und ist schon gefüllt mit Stereotypen. Dennoch wirkt die Zarin wie ein modernes Märchen, das seine Magie und Leichtigkeit in die Welt versprüht und beim Lesen einfach Spaß macht.

Kurz: »Zarin Saltan«ist eine lebhafte, kurzweilige Märchenadaption eines russischen Märchens, die beim Lesen unterhält und mit sympathischen Charakteren punkten kann.

 

Bewertung

5 von 5

 

Autorin

Katherina-UshashovKatherina Ushachov wurde 1990 im schönen Odessa geboren und lebt seit 1997 in Deutschland. Nach dem Abschluss ihres Masters zog die Autorin ins ländliche Vorarlberg. Katherina Ushachov fühlt sich in den verschiedenen Spielarten der Phantastik zu Hause und erweckt mit Freude dystopische Zukunftsvisionen, adaptiert Märchen oder erweckt historische Vampirwelten zum Leben.
Katherina Ushachov ist (Mit-)Betreiberin verschiedener Blogs, zeichnet gerne und zockt alte Gameboy-Spiele.
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Weitere Meinungen zu »Zarin Saltan«von Katherina Ushachov

Myna Kaltschnee (4/5)
Fairy-book (4,5/5)
Fried Phoenix (3/5)
Bücherlilien


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Die Märchenspinnerei


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Rezension: »Meerschaum« von Anna Holub

»Meerschaum« (Märchenspinnerei 07)
von Anna Holub

Self Pubslishing, August 2017
ISBN-13: 978-1-5489-2500-0
250 Seiten
Preis: 3,49€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Inhalt

Oliver Welker hält sich für abgebrüht. Als Journalist begegnen ihm so viele Schicksale, da kann ihn nichts mehr Erschüttern. Als Ergebnis fehlt ihm die Leidenschaft für seinen Job, obwohl er gut ist. Alles ändert sich, als Oliver das Foto seines Kollegen Mathieu sieht: Die schöne Frau mit den meerblauen Augen lässt ihn nicht mehr los.
Ehe sich Oliver versieht, befindet er sich dank seiner Besessenheit in einem Strudel aus Mord, Korruption und Menschenhandel. Nicht ist, wie es scheint.
Kann Oiver die schöne Fremde retten oder ist auch sie nicht, was sie scheint?

Fazit

Düster und geheimnisvoll adaptiert Anna Holub in »Meerschaum« das Märchen der kleinen Meerjungfrau von Hans-Christian Andersen.

Journalist Oliver Welker erzählt den Leser seine Geschichte selbst. Durch die gewählte Ich-Perspektive von Anna Holub wird Oliver sehr greifbar für die Leser. Seine Emotionen bei der Suche nach der Frau mit den meerblauen Augen werden für die Leser dadurch ebenso deutlich und nachvollziehbar, wie sein Wesen. Oliver ist sympathisch, charakterstark und intelligent.
Die gewählte Form der Erzählperspektive sowie der bildhafte, flüssige Schreibstil von Anna Holub lassen »Meerschaum« lebendig werden.

Spannend finde ich die Mischung aus Thriller und Märchen. Anfangs klar thriller-lastig entfalten sich die Märchenelemente mit dem Fortlaufen der Geschichte immer mehr. Über die 250 Seiten hat Anna Holub geschickt immer wieder Elemente oder Parallelen aus »Die kleine Meerjungfrau« eingebaut, einige davon offensichtlich, andere waren erst auf den zweiten Blick zu entdecken.
Anna Holub mit ihrer, im Vergleich zu anderen mir bekannten Adaption, ungewöhnlichen Märchenadaption einen interessanten Thriller der phantastischen Art geschaffen.

Kurz: »Meerschaum« ist eine ungewöhnliche Märchenadaption mit Charme. Diese Interpretation eines Märchens als Thriller mit hoher Spannung ist absolut zu empfehlen und doch keine leichte Kost. Anna Holub greift aktuelle Themen unserer Gesellschaft auf, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Anna HolubAutorin Anna Holub lebt mit ihren Katzen, Computern und dem alltäglichen Chaos in schönen Schweden. Die Wahl-Stockholmerin schreibt mit Vorliebe Science Fiction, Fantasy und Jugendbücher.
Anna Holub ist aber auch anderweitig küsntlerisch-kreativ unterwegs. Die Autorin zeichnet und erstellt Cover. Aus ihrer Hand stammt zum Beispiel das Cover von Tina Skupins »Hollerbrunn«, dem dritten Buch aus der Märchenspinnerei.

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Weitere Meinungen zu »Meerschaum« von Anna Holub

Myna Kaltschnee (4/5)
Fairy-book (3,5/5)
Lesemaus 87


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Die MärchenspinNerei

  

 


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Rezension: »Abigale Hall« von Lauren A. Folly

»Abigale Hall«
von Lauren A. Folly

Goldman Verlag, August 2017
ISBN: 978-3-4424-8548-2
512 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99 Taschenbuch

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Inhalt

London 1947
Die Menschen ächzen unter den Folgen des zweiten Weltkrieges. Lebensmittel, Kleidung und Glück – alles ist rationiert und reglementiert. Eliza gibt sich Mühe auf ihre kleine Schwester Rebecca aufzupassen, deren psychopatischen Züge mehr Belastung sind als Eliza sich eigentlich für ihr Leben gewünscht hat.
Gegen ihren Willen werden die beiden Mädchen ins weit entfernte und heruntergekommene Herrenhaus Thornecroft abgeschoben. Hier sollen die Schwestern als Dienstmädchen arbeiten, ungenutzte Säle wollen gereinigt werden, eingestaubte Betten müssen bezogen werden und die Wäsche soll gemacht werden.
Eliza stößt bei der unliebsamen Arbeit schnell auf Dienstmädchen, die in der Vergangenheit immer wieder verschwunden sind und die verstorbene Lady, die das einsame Herrenhaus immer noch heimsucht. Schnell wird ihr klar, dass dieses Schicksal auch ihr und Rebecca droht. Kann Eliza sich und ihre Schwester beschützen? Welche Rolle spielt Rebecca in dem ganzen Geschehen wirklich?

Fazit

»Abigale Hall« ist ein Buch, dass seine Versprechungen nicht ganz halten konnte. Düsteres Cover, ein Klappentext der eine Atmosphäre á la Mistery(-Thriller) verspricht und die Andeutung einer düster-unheimlichen Geschichte verflochten mit einem historischen Hintergrund und einer Familienlegende – genau mein Ding.  »Abigale Hall« hat alles versprochen, aber nicht alles gehalten.

Die im Klappentext versprochene subtil düster-unheimliche Atmosphäre kam bei leider mir nicht auf. Auch, wenn hier das Ende doch noch einiges in diese Richtung getan hat.
Die Charaktere waren leider etwas, gerade Protagonistin Eliza konnte ich nie verstehen oder ihre Handlungen nachvollziehen. Sie wirkte oft getrieben und vorschnell, dabei aber nie ganz klar, wie sie nun zu ihrer Schwester steht.
Rebecca hingegen ist gut getroffen, ganz das egozentrisch-pschotische kleine Mädchen, das gerne Puppen die Augen ausdrückt, Kleintieren bestimmt die Beine ausreisst und sich am Schmerz der Menschen labt – ob nun Familienmitglieder oder Fremde kümmert Rebecca nicht. Für sie gibt es nur sie selbst und ihre Bedürfnisse.

Lauren A. Forry hat einen angenehmen Schreibstil und ein gutes Tempo, was andere wohl als Längen bezeichnen werden, empfinde ich bei gutem Schreibstil immer als angenehm: Es gibt etwas über den Alltag der Charaktere zu lesen und nicht jeder Spannungshochpunkt wird vom nächsten gehetzt. Damit lässt sich, zwar nicht die düstere, aber doch die historische Atmosphäre  der Geschichte genießen. Gerade am Anfang macht Lauren A. Forry das Leben im Nachkriegs-Enngland lebendig: Frauen, die sich die Beine mit Soße einreiben, um Strumpfhosen zu simulieren, Menschen, die vor Lebensmittelläden schlange stehen und Kinder, die zu kleine Schuhe tragen.

Alles in allem hat mir der Roman auch ohne das suggerierte Setting gefallen bis auf die Träume von Eliza. Immer wieder wird der Leser in Elizas wirre Träume katapultiert, die leider für mich nicht deutlich genug von der restlichen Geschichte optisch getrennt waren. Oft habe ich mich bei den Träumen am Anfang eines Kapitels gefragt, was zum Henker das für ein Sprung in der  Geschichte passiert ist. Nur um dann zu erfahren, dass Eliza ja gerade schlecht geträumt hat.
Hier hätte ich mir eine optische Trennung von der Geschichte gewünscht, damit einfach klar ist, dass der Abschnitt einen Traum darstellt.

Kurz: »Abigale Hall« von Lauren A. Forry ist eine geheimnisvolle Geschichte mit angenehmen Schreibstil,  die ihr volles Potential erst zum Ende hin offenbart und dort die düstere Atmosphäre schafft, die ich mir von Beginn an erhofft habe.

Bewertung

3 von 5

Autorin

Lauren A. Forry

© Mike Allebach

Lauren A. Forry wuchs in einem kleinen Örtchen in den Wäldern von Bucks County, Pennsylvania auf. Sie studierte Filmwissenschaften an der New York University, bevor sie vom amerikanischen Kontinent auf die britischen Inseln wechselte und in London ihren Master in Creative Writing machte. Für ihr Debüt »Abigale Hall« wurde Lauren A. Forry mit dem Faber and Faber Creative Writing MA Prize ausgezeichnet.
Heute lebt die Autorin mit ihren Hunden auf dem englischen Land.

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Weitere Meinungen zu »Abigale Hall« von Lauren A. Forry

Zwischen den Zeilen
Papier und Tintenwelten (3/5)
Die Seitenflüsterer (4/5)


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Ähnliche Bücher


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Rezension: »Leon – Glück trägt einen roten Pony« von C.M. Spoerri

Leon C.M. Spoerri

»Leon – Glück trägt einen roten Pony«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verag, Dezember 2017
ISBN-13: 978-3-9068-2979-1
252 Seiten
Preis: 5,99€ eBook / 12,95€ Taschenbuch (31.01.18)
Preisaktion: 22.-27. Dezember kostet das eBook nur 2,99€

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Inhalt

Leon hat nur wenige Hobbies, die verfolgt dafür umso intensiver: Frauen zum Beispiel. Oder beleidigende Unterhaltungen im Internet, bei denen er so richtig kreativ werden kann.
Alles in allem gibt sein Leben nicht so viel her und ist ein Strudel aus ausgesuchter Einsamkeit und Gemeinheiten. Bis eines Tages das Mädchen mit den roten Haaren und den nussbraunen Augen erst an seine Tür klopft und dann als Geist sein Leben ändern will. Leon ist aber alles andere als begeistert, dass Feli ihm jetzt helfen will sein Leben zu ändern und sein Glück zu finden…

Fazit

»Leon – Glück trägt einen roten Pony« ist das neueste Werk von C.M. Spoerri und mal etwas ganz anderes von ihr. Es ist kein Liebesroman und auch kein High Fantasy. Obwohl mit phantastischen Elementen gespickt, geht es in der Geschichte von Leon vor allem um das Erkennen von sich selbst und finden seines Glücks. Damit ist es das erste Buch der Autorin, das mich nicht in euphorisch-verträumter, sondern zufrieden-nachdenklicher Stimmung zurückgelassen hat.

Authentisch, lebendig und Witz hat C.M. Spoerri hier ein Thema aufgegriffen, das wohl viele beschäftigt: Was ist Glück und wie kann man es finden? Was nach billigen Pseudo-Ratgeber aus klingt ist in Wahrheit die Geschichte über einen Protagonisten, der eigentlich bemitleidenswert, sozial unfähig und nur dann zufrieden ist, wenn er zu anderen gemein sein kann. Allerdings besitzt Leon einen Charm, dem sich der geneigte Leser kaum entziehen kann.
Welche Folgen dieser negative Weg für ihn haben kann, ist Leon lange Zeit nicht klar. Bis erst Feli und dann auch Stella sich in sein Leben drängen und ihm zeigen, was Glück wirklich ist und wie es sich anfühlt glücklich zu sein, ohne andere unglücklich zu machen.

Neben ihrem bildhaften Schreibstil hat die Autorin auch in diesem Buch wieder überzeugt. Mit Tiefe, Ironie und Sarkasmus versehen stürzen sich Leon, Feli und Stella in die Geschichte. Leon durchläuft dabei eine beeindruckende Charakterentwicklung, die zeigt, wie wichtig das persönliche Glück ist und das Fertigmachen anderer Menschen nicht der Weg sein sollte, das eigene Glück aufzupolieren.

Kurz: C.M. Spoerri hat mit »Leon – Glück trägt einen roten Pony« einen sehr ruhigen, nachdenklichen Roman über die Wichtigkeit des Glücklichseins geschrieben. Anders als ihre bisherigen Romane findet der Leser hier keine über die maßen aufregende Liebesgeschichte, dafür aber das zarte Aufblühen eines jungen Glücks, emotionale Tiefe und eine Botschaft, die jeden von uns jeden Tag begleiten kann.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlicht seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

Website · Facebook · Sternensand Verlag

 


Weitere Meinungen zu »Leon – Glück trägt einen roten Pony« von C.M. Spoerri

Der Lesefuchs (4/5)
Seductive Books

Manjas Buchregal (5/5)


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Bücher von C.M. Spoerri


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Rezension: »Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel« von Joshua Tree

Joshua Tree Behemoth 2333 Endspiel

»Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, Dezember 2017
ASIN: B077YTJ92C
157 Seiten
Preis: 2,99€ eBook

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Inhalt

Moreau und der Neuromorph setzen zu ihrem letzten Akt ihres Stückes an. Die Figuren sind platziert: Pascal, Jeremy und seine Crew kämpfen nicht nur um ihre Leben, sondern möglicherweise um das Überleben des freien Willen der Menschheit. Für das große Ganze muss jeder Opfer bringen, welchen Preis müssen Jeremy, Pascal, Wizkid, Macella und Walter zahlen?

Fazit

Die Rezensionen zu der »Behemoth 2333«-Serie werden fast – aber nur fast- lagweilig, weil ich so begeistert bin 🙂

In diesem Band der Serie befindet sich die Crew um Captain Jeremy Brandt ausschließlich auf Bismarck. Abgeschottet durch die Barriere des Neuromorph muss sich die Besatzung der U.N.S. Concordia entscheiden, wer das kleinere Übel für die Zukunft des freien Willens der Menschheit ist: Moreau oder der Neuromorph und die Locusts.

»Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel« bietet alles: überraschende Begegnungen, tiefgreifende Veränderungen und einen spannenden Show Down.

Die angespannten Nerven von Jeremy Brandt und seiner Crew, sind durch die Zeilen zu spüren. Obwohl es diesmal einige Antworten für unsere Protagonisten und Nebencharaktere gibt, lässt Joashua Tree seine Charaktere und Leser mit mindestens doppelt so vielen offenen Fragen zurück.
Faszinieren finde ich, wie der Autor es schafft, mich auch in Band 5 seiner Serie immer noch zu fesseln und unvorhersehbar zu bleiben. Ich habe keine Ahnung, welches Ende »Behemoth 2333« nehmen kann oder welches Ende ich gut fände. Ich bin gespannt, was sich der Autor für die verbliebenen zwei Bände ausgedacht hat.

Aber nicht nur der Plot hinter der Serie ist erwähnenswert. Was wäre ein genialer Plot ohne gelungene Umsetzung? Genau, keine 5-Bücher-Rezension.
Joshua Tree hat mich wieder mit seinem bildhaften und sehr lebendigen Schreibstil überzeugt, gekonnt lässt er die Spannungskurve von Anfang bis Ende ansteigen und nimmt seine Leser mit in einen nervenaufreibenden, mitreißenden Abschnitt von »Behemoth 2333«.

Kurz:  »Behemoth 2333« ist eine komplexe Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua TreeJoshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Weitere Meinungen zu »Behemoth 2333 – Das Endspiel« von Joshua Tree

Mein Bücher Choas (5/5)
The Librarian and her books (5/5)


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Behemoth 2333


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Undead vs. Alive -Challenge 2018

team-magic

Challenge
Neue Challenge, neue Regeln 😀 Zwei Teams, neue Regeln, neue Bücher. 2018 wird großartig.

Team Undead: Bücher mit einem Vampirjäger, Vampir, Halbvampir (Dhampir) oder einem ähnlichen blutsaugenden Wesen. Ebenso Bücher, in denen es um Vampirismus oder Vampirglauben geht (auch historische Romane oder Sachbücher zum Thema).
Teamleiter Vampire: Lady Moonlight

Team Magic: Bücher mit einem magischen Wesen (kein Vampir oder Zombie). Ebenso historische Romane über Hexenverbrennung, Götter- und Heldensagen und Sachbücher zum Thema Hexerei, Engel, Geister o.ä. Die Faustregel hierbei lautet: Trägt ein Buch einen Funken an Magie in sich, so darf es für das Team gezählt werden.
Teamleiter Magic: Anni-Chans fantastische Welt der Bücher

Regeln
Bücher aus dem eigenen Team: 1 Punkt
Einstieg bis 31. Mai 2018 möglich.
Bei Anmeldung nach dem Starttermin gelten Rezensionen aus dem Jahr auch rückwirkend.
Dauer: 01.01.2017 bis zum 31.12.2018
Nur Bücher ab 100+ Seiten zählen.
Doppelte Rezensionen (Bsp. Hörbuch + Print) zählen nicht.
Für jede relevante Rezensione gibt es 1 Punkt.
Für Rezensionen zu Sachbüchern oder Büchern, die zu keinem Team gehören gibt es 0,5 Punkte.
Monatsaufgaben: Die Bücher müssen nicht zum Team passen, tun sie das doch, werden die Punkte addiert.

Preise
Unter dem Gewinner Team wird 1×10€ Amazon Gutschein verlost, der fleißigste Rezensent des Gewinnerteam bekommt ebenfalls einen 10€-Amazon Gutschein.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen

Diese Challenge wird von Lady Moonlights Bücherecke und Anni-chan veranstaltet. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren oder mit dem Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten gestattet. Im Falle eines Gewinns werden dir die Amazon-Gutscheine per E-Mail zugesendet. Rechtsweg, Barablöse und/oder Umtausch sind ausgeschlossen. Wenn sich ein Gewinner nach der Gewinnbekanntgabe nicht innerhalb von 14 Tagen per E-Mail meldet, wird ein neuer Gewinner ermittelt. Blogger.com, WordPress.com oder Amazon.de haben natürlich nichts mit diesem Gewinnspiel zu tun.

Mehr zur Challenge & zur Anmeldung


Rezensionen & Monatsaufgaben 2018

Januar

Banshee Livie 02 – Weltrettung für Fortgeschrittene von Miriam Rademacher, 370 Seiten

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

 


 

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Rezension: »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

Blutföhre Monika Pfundmeier

»Blutföhre«
von Monika Pfundmeier

Self Publishing, April 2017
ISBN-13: 978-3-7448-0294-9
468 Seiten
Preis: 6,99€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Im Schloss in Friedberg überdauert ein 800 Jahre alter Baum die Zeit: Die Blutföhre. Sie wächst, wenn großes Unrecht sich ereignet – wie einst im Jahre 1268.

Zu dieser Zeit schlägt ein Raubritter seinen blutigen Pfad durch die Gebiete rund um Friedberg. Er hat es auf den edlen Grafen Ulrich abgesehen, dessen Hochzeit mit der schönen und widerspenstigen Agnes bevorsteht.
Ulrich fürchtet um die Sicherheit seiner Braut. Er bittet seinen Lehnsherrn Ludwig von Wittelsbach um weitere Unterstützung gegen den Raubritter. Eine Meinungsverschiedenheit dazu endet im Streit. Ulrich sieht sich mit einem Mal einem unerwarteten Gegner gegenüber, und die Zeit verrinnt zwischen seinen Fingern.
Der Raubritter kreuzt den Weg seiner Braut, kurz darauf geschieht ein Mord. Ulrich bleibt nur eine Möglichkeit – und nur eine Hoffnung die Kette folgenschwerer Ereignisse zu durchbrechen.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Monika Pfundmeier hat einen außergewöhnlichen Sprachstil. Melodisch und angelehnt an das „altdeutsch“ des 13. Jahrhunderts ist der Sprachstil von Monika Pfundmeier Fluch und Segen zugleich. Der Leser muss sich hier erst auf die ungewohnte Wortwahl – hier schauderte das Mädchen nicht im Wind, er „machte sie schaudern“ – gewöhnen, wer aber ein Herz für Geschichte hat und vielleicht schon das eine oder andere Mal mit historischen Texten aus dem Mittelalter zu tun hatte, dem geht das Herz auf. Denn der Schreibstil der Autorin lässt ihre Geschichte authentisch Wirken. Obwohl ich früher oft historische Texte in der Hand hatte, musste auch ich mich erstmal an diese Besonderheit gewöhnen und auch Begriffe nachschlagen. Als ich erstmal gut in die Geschichte gekommen bin, lernte ich den Schreibstil der Autorin wirklich schätzen, er unterstützt die Atmosphäre von »Blutföhre«. Der Schreibstil macht »Blutföhre« zu einer Besonderheit in meiner Sammlung historischer Romane.

Neben dem Schreibstil sind der Autorin auch die Charaktere und der Spannungslevel gelungenen. Gut gewählte Übergänge, Intrigen, Morde, die stete Zunahme der Spannung und die Liebe sorgen nach der Gewöhnung an den Schreibstil für einen Sog durch das Buch.
Bei den Charakteren tut sich vor allem Agnes hervor. Eigenwillig, stark und überzeugend ist Agnes ein toller Charakter, der sich mit der Geschichte entwickelt und Tiefe zeigt.
Aber auch Ullrich ist ein spannender Charakter, dessen Schicksal zum Mitfiebern einlädt.

Begeistert hat mich neben den Charakteren, dem Schreibstil und dem Spannungslevel auch etwas, was ich bei historischen Romanen schätze: der Kern der Geschichte beruht auf wahren Fragmenten. So steht das Schloss Friedberg wirklich in Bayern und auch das Haus Wittelsbach hat es wirklich gegeben.

 

Monika Pfundmeier hat mit »Blutföhre« einen spannenden historischen Roman geschaffen, der überzeugt. Wer gerne einen Blick in die -fiktionale- Vergangenheit mit wahren Begebenheiten der deutschen Geschichte wirft, sollte einen zweiten Blick auf »Blutföhre« riskieren. Aber Achtung, das Debüt von Monika Pfundmeier ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte, um den ganzen Zauber genießen zu können.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

monika-pfundmeier

Monika Pfundmeier kommt beruflich aus dem Bereich der Unternehmensberatung und ist in diesem Bereich noch immer als freiberuflicher Consultant tätig. Außerdem ist sie als Bloggerin unterwegs und ihre Texte erscheinen auch in den Münchener Stadtmagazinen. »Blutföhre« ist das Debüt der Autorin und gleichzeitig Auftakt einer Reihe historischer Romane um das Haus Wittelsbach. Die Autorin ist ein bayrisches Septemberkind des Jahres 1979 und lebt seit 2013 in München.

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Weitere Meinungen zu »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

Letterheart – 4/5
Yvonnes Bücherecke 


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Von Monika Pfundmeier

 

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Rezension: »Drachenreiter – Die Vulkan-Mission« von Cornelia Funke & David Fowler

Die Drachenreitera Volka Mission Cornelia Funke

»Drachenreiter – Die Vulkan-Mission«
von Corelia Funke & David Fowler

Atmende Bücher Gmbh, Oktober 2017
ASIN: B074QCLH6J
90 Minuten
Preis: 13,99€ mp3 / 12,99€ CD

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Inhalt

Überall auf der Welt verschwinden spurlos fantastische Geschöpfe. Als ein Fotomeleon auftaucht und von seiner eigenen Entführung berichtet, machen sich das Koboldmädchen Schwefelfell, Homunkulus Fliegenbein und Ratte Lola Grauschwanz auf den Weg nach Island. Hier machen sie in den tiefen eines Vulkans eine schreckliche Entdeckung und es klar, das aus dem ursprünglichen Kundschafterauftrag mehr geworden ist! Die FREEFAB, die Organisation zum Schutz aller Fabelwesen, hat eine neue Mission!

Fazit

Das Spin-Off zur zur »Drachenreiter«-Reihe von Cornelia Funke. Und gleichzeitig auch ein Debüt, irgendwie. Denn »Drachenreiter – Die Vulkan-Mission« ist das erste Hörspiel aus der Feder von Cornelia Funke. Nach knapp 20 Jahren betritt die Autorin wieder die Welt der Drachenreiter – im Gepäck hat sie alte Bekannte, neue Charaktere und ein spannendes Abenteuer.

Hier macht das Zuhören sehr viel Spaß und begeistert Groß und Klein. Die aufwendige Produktion ist dem Hörspiel anzumerken, es wurden bekannte, talentierte Sprecher engagiert und die Geschichte komplett von Musik begleitet. Die Sprecher liefern eine tolle Leistung ab und füllen die unterhaltsamen Charaktere mit Leben. Aus der spannenden Geschichte wird so ein fesselndes Abenteuer mit mitreißender Handlung, das viel Freunde beim Hören bereitet. Die 90 Minuten der Doppel-CD vergehen wie im Flug und ich hoffe, dass es nicht das letzte Abenteuer der Drachenreiter bleibt.

Conelia Funke hat hier ein spannendes Spin Off zu ihren Drachenreiter geschaffen. Mir hat das Wiederhören mit alten Bekannten und das Kennenlernen neuer Charaktere viel Spaß bereitet. Wieder hat die Autorin hier ihr Können bewiesen, ihren Charakteren Leben eingehaucht und ein bezauberndes Hörspiel für Groß und Klein geschaffen. Die Autorin

 

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Cornelia Funke

© Cruccone – CC BY 3.0

Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten geboren, ist ausgebildete Diplompädogogin und studierte Buchillstration. Ihre Arbeit als Kinderbuchillustratorin brachte Cornelia Funke selbst zum schreiben. Nebenbein abeitete die Autorin auch an Drehbüchern.
Cornelia Funke lebt mit ihrer Familie, die neben zwei Kindern auch zwei Vögel und einem Hund seit 2005 in Los Angeles.

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Weitere Meinungen zu »Drachenreiter – Die Vulkan mIssion« von Cornelia Funke

tbd


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Von Cornelia Funke


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Blogtour "Amizaras Diarium 1893 AD" von Valerian Çaithoque

Banner AmizarasHerzlich Willkommen zum letzten Tag der Blogtour »Amizaras Diarium 1893 AD« von Valerian Çaithoque

Gestern ging magisch bei Eine Bücherwelt zu – oder war alles nur Show? Wer noch hat, sollte unbedingt einen Blick auf den Beitrag „Magie vs. Bühnenshow“ werfen.

Heute stelle ich euch einen Charakter vor, der neben Amizaras mein Highlight in »Amizaras Diarium 1983 AD« war. Ich wollte unbedingt dieses Thema bearbeiten und freue mich sehr, euch heute Lady Khiradeya, die große Intrigantin, Lügnerin und Manipulatorin in einer kurzen Fanfiction vorzustellen.

Khiradeya

London, Winter 1911

Meine Schritten hallen durch das große Foyer, hinter mir schließt sich die Eingangstür mit einem Knall. Niemand ist zu sehen. Niemand ist hier, um mir meinen Mantel abzunehmen! Wieso hat man Angestellte, wenn sie ihrer Arbeit nicht nachkommen! Wozu bezahlt mein Vater eigentlich unseren Butler, wenn er nicht hier ist?!?
Ungehalten streife ich mir im Gehen die Handschuhe ab und werfe sie genauso wie meinen Mantel auf den Boden. Die kann der Butler dann aufheben, wenn er sich zu seiner Arbeit bequemt. Ich muss dringend mit Vater sprechen, was die Fähigkeiten des Personals angeht.
Mein Weg führt an dem großen Spiegel vorbei, aus dem Augenwinkel sehe ich eine Bewegung.
Ich bleibe stehen und drehe mich zum Spiegel. Es war keine Täuschung. Sie ist wieder da.
Seit ich denken kann, taucht sie immer wieder im Spiegel auf, wenn ich hineinsehe. Erst dachte ich, sie wäre ein Engel. Ihr langes silbrig-weißes Haar und die gleißenden Schlieren, die wie Flügel aus ihrem Rücken strömen, haben mein kindliches Ich in dem Glauben unterstützt. Nur ihre kalten, weißen Augen fand ich schon immer zu Unheimlich für einen Engel. Sie hat nie zu mir gesprochen, mich aber stets beschützt und unterstützt. Seit etwas mehr als einer Stunde weiß ich auch warum. Ich weiß auch, warum mein blondes Haar und meine blauen Augen so unnatürlich hell sind. Ich trage ihren Seelensplitter in mir.
Die Erscheinung im Spiegel ist kein Engel, sie ist eine Kadischim, eine Ariach. Sie gehört zu den Wesen, die hinter der menschlichen Schöpfung stehen und seit Jahrtausenden ihre Intrigen spinnen, uns benutzen und in ihre Kriege verwickeln. Ohne sie wären wir nicht, wer wir jetzt sind. Aber für sie sind wir nur Material für ihre Schlachten.
Die Gestalt im Spiegel bewegt sich. Das ist neu, bisher hat sie mich nur stumm angeblickt. Eine Welle läuft durch die schlanke Gestalt im Spiegel und als sich alles beruhigt hat, hält die Ariach einen langen Stab mit einer sichelförmigen Klinge in der Hand. Ihre Haare, ihre Augen und ihr Strom werden von dunklen Schlieren verunziert.
Viel unheimlicher als der Stab mit Klinge oder die dunklen Schlieren ist aber das Lächeln, das plötzlich das Gesicht der Ariach ziert. Es ist auch kein richtiges Lächeln, sondern vielmehr die misslungene Nachahmung eines menschlichen Lächelns, eine Verzerrung der Lippen.
Mit diesem Lächeln beugt sich die Ariach vor und streckt die Hand aus. Meine Augen folgen ihrer Bewegung im Spiegel. In dem Moment, als es so aussieht, als berühre die Ariach im Spiegel meine Stirn, durchzuckt mich ein großer Schmerz und Kälte breitet sich rasend schnell in meinen Adern aus. Ich gehe in die Knie, schreie und winde mich auf dem Boden. Meine Hände bedecken mein Gesicht, ich versuche mich vor den Bildern zu schützen, die meinen Geist durchzucken und mich meinen Verstand kosten werden.
Ich sehe sie. Ich sehe, wie andere Ariach mit weißen Haaren eine Stadt zerstören. Ich weiß, dass diese Stadt, diese Zivilisation Agathi ist und sie viel zu wissend und mächtig geworden sind. Dieses Wissen ist ihr Untergang! Dafür müssen sie sterben! Fremde Gedanken, ihre Gedanken und Erinnerungen, fluten meinen Verstand.
Ich sehe sie in einem fremden Land. China, durchzuckt mich ihre Erinnerung. Ich sehe sie, hunderte Chinesen knien vor ihr, beten sie an, bringen ihr Opfer dar und wieder holen im Singsang ihren Namen: He Xiangu, die ewige Heilerin, die einen himmlischen Kranich fliegt.
In der nächsten Erinnerung ist sie in London, es sieht fast so aus wie heute. Ein Mann und seine Tochter enthüllen in einem Theater einen Zylinder mit einer grünen Flüssigkeit und einem Monster. Daneben stehen ein Bühnenzauberer aus Amerika und sein Nichtsnutz von Beschützer. Das Publikum ist in Entsetzen ausgebrochen und geflüchtet, nur wenige Besucher sind geblieben. Darunter ein junger Mann, der perfekt ist für seine vorhergesehene Rolle. Eine Samurai erscheint aus dem Nichts und stellt sich dem jungen Mann in den Weg, der den Zylinder gerade berühren wollte.
Die Szene wechselt. Ich sehe einen anderen Ariach, der über Menschen mit ihr spricht. Sie können nicht ohne Hilfe mit Ariach sprechen, deren Strom eine andere Farbe hat. Szenenwechsel, die Tochter aus der früheren Szene liegt in Ketten und mit Maske auf dem Boden, die anderen sind mit ihr Verbunden und alle scheinen Schmerzen zu haben.
Die Szenen wechseln immer schneller. Gesichter tauchen auf, Rituale finden statt, es gibt Kämpfe. Bis ein großer Schmerz in meinem Rücken explodiert und sich zu meinem Schlüsselbein hochzieht. Dann kommt Dunkelheit.

Als ich aufhöre zu schreien, fühle ich mich, als wären Stunden vergangen, seit die Ariach im Spiegel meine Stirn berührt hat. Mein Kopf dröhnt und mein Körper fühlt sich taub an. Mir ist schlecht. Mein Kopf platzt vor so viel Erinnerungen.
Als ich mich endlich stark genug fühle, mich hinzusetzen, dreht sich immer noch alles um mich herum. Ein Vorsichtiger Blick durch den Raum macht deutlich, dass ich nicht lange in ihren Erinnerungen verbracht haben kann. Draußen ist es jedenfalls nicht dunkler geworden.
Ich drehe den Kopf auch vorsichtig in Richtung Spiegel. Sie ist immer noch da. Sie steht da, ihr Haar weht sanft in einem unsichtbaren Wind, der Blick ihrer weißen Augen ist auf mich gerichtet. Ihre Haare und ihr Strom werden von noch mehr schwarzen Schlieren gezeichnet.
„Ich habe verstanden!“, spreche aus, was die Ariach hören will. Ich weiß jetzt alles, was sie mir zeigen wollte: Sie macht den Menschen Versprechungen, sieht ihnen beim Sterben zu, holt sie zurück und zwingt sie in ihre Schuld. Bei der Erreichung ihrer Ziele scheut sie vor nichts zurück, das Leben von Menschen bedeutet ihr nichts.
Sie ist Khiradeya, mächtige Ariach, Lügnerin, Kämpferin und Intrigantin. Ich trage ihren Seelensplitter in mir und Khiradeya hat eine Aufgabe für mich…

Lady Khiradeya

© Jean Linnhoff

Name: Khiradeya
Haarfarbe: silber-weiß
Augenfarbe: weiß
Alter: ???

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 Das Gewinnspiel endet am 24.11.2017 um 23:59 Uhr.

Stationen der Blogtour

23.11. – Lady Khiradeya – hier
25.11. – Gewinnspielauslosung auf Spread and Read

Rezension: »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromporph« von Joshua Tree

Joshua Tree Behemoth 2333 Neuromorph

»Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, November 2017
ASIN: B0761SF8Y3
162 Seiten
Preis: 2,99€ eBook

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Inhalt

Jeremy und seine Crew haben Dank der Hilfe von Inspektor Takahashi die schwarze Barriere um Bismarck durchdrungen. Was verbirgt der Neuromorph hier nur und warum verschwinden immer mehr Welten hinter der Finsternis? Jeremy und seine Crew machen sich auf, um Antworte zu finden – dabei können sie sich nie sicher sein, ob sie gerade ihrem eigenen Willen folgen oder doch nur  Alphas komplexe Plan ausüen…

Fazit

Man kennt’s. Je länger eine Serie geht, desto schwächer wird die meist. Entweder gibt es kaum neue Entwicklungen, Handlungen werden vorhersehbar oder Charaktere entwickeln sich nicht mehr weiter. Alternativ verliere ich auch gerne mal die Lust an kurzen Serien, die monatlich erscheinen oder komme mal nicht dazu hänge schwuppsdiwupps 1784 Bände hinterher.

»Behemoth 2333« ist da anders. »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph« ist Band vier der Behemoth-Reihe und kann immer noch überraschen. Joshua Tree ändert das Setting, auch wenn das Drumherum gleich bleibt. Dieser Teil der »Behemoth 2333«-Reihe ist kein actionsreicher Abschnitt voller Weltraumschlachten -oder nur ganz kurz- und auch kein Thriller, bei dem sich der Held mit dem Bösewicht über dessen Pläne unterhält. Diesmal wartet der Autor mit einer Mischung aus Horror – nein, nicht aus der Splatter-Abteilung – und verworrenem Agentenfilm auf. So fühlt es sich zumindest das Lesen an.

Die angespannten Nerven von Jeremy Brandt und seiner Crew, sind durch die Zeilen zu spüren. Unterfüttert mit der nervenaufreibenden Atmosphäre und tagelanger Finsternis. In quasi geheimer Mission versuchen Jeremy, Marcella, Pascal, Wizkid, Walter und Felicty nach einer nicht ganz so geheimen Ankunft das Geheimnis von Bismarck und der schwarzen Barriere zu ergründen. Wo sind all die Menschen hin? Warum schottet der Neuromorph so viele Planeten mit eine Barriere ab – wer sagt die Wahrheit, wem kann die Crew vertrauen?
Fragen, die Jeremy und seine Crew beantworten müssen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – von ihnen scheint nämlich nichts anderes als der Frieden und die Freiheit im Universum abzuhängen. Oder geht es dem Feind doch um etwas ganz anderes?

Kurz: Joshua Tree hat schon vorher bewiesen, dass Komplotte und unvorhersehbare Wendungen sein Markenzeichen sind. Mit »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph« legt er hier noch einmal nach.  Dieser Teil ist die gelungene Fortsetzung einer komplexen Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben. Diesmal etwas nervenaufreibender im Grundtenor.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua TreeJoshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Weitere Meinungen zu »Behemoth 2333 – Der Neuromorph« von Joshua Tree

tbd


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Behemoth 2333


(*Anmerkung: Werbung –  Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)
Vielen Dank an Joshua Tree für das Rezensionsexemplar

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