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REZENSION »Twisted Tales – Leuchtende Wunderwelt« von Liz Braswell

von buecherleser
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»Twisted Tales – Leuchtende Wunderwelt«
von Liz Braswell

Carlsen Verlag, August 2022
ISBN-13: 978-3-5512-8055-8
Seiten: 384
Preis: 11,99€ eBook | 14,00€ Hardcover
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Bewertung
4 Bücher

Inhalt

Was wäre, wenn nicht Aladdin sondern Dschafar die Wunderlampe in die Hände bekommt?

Dschafar nutzt eine ersten beiden Wünsche, um Sultan und der mächtigste Zauberer der Welt zu werden. Er stürzt Agrabah in Chaos und Widerstand formiert sich: an der Spitze Aladdin und die abgesetzte Prinzessin Jasmin.
Kann die Rebellion das Reich von Dschafars Herrschaft befreien oder reibt sich das Land in einem furchtbaren Bürgerkrieg auf?

Fazit

»Twisted Tales – Leuchtende Wunderwelt« ist bereits die neunte Geschichte von Disney, die Liz Braswell neu erzählt und mein erster Band der Serie. Für mich ist »Aladdin« nach »Der König der Löwen« eine meiner liebsten Disney-Geschichten, entsprechend gespannt war ich auf die alternative Erzählung.

Interessant war der kurze Anriss von Aladdins Kindheit zum Einstieg. Klar war er schon in der Disney-Version ein Straßenkind. Liz Braswell hat hier etwas mehr Einblicke gegeben: sein Leben im armen Agrabah, den Hunger, die Einsamkeit.
Liz Braswell hat dem jungen Mann, der in der Vorlage so gerne das schöne Mädchen heiraten wollte und dafür alles gibt, noch mehr Profil gegeben.
Auch Prinzessin Jasmin bekommt in dem Twisted Tale Abenteuer mehr Charakter. Sie ist nicht nur schön (und verwöhnt) mit dem Herz am rechten Fleck wie Film, sondern viel mehr: stark, neugierig, mutig, offen.
Gefallen hat mir auch Dschinni sehr, auch wenn seine Rolle in dieser Erzählung natürlich etwas anders ist, als bei Disney. Seinen Witz und Charme hat der Flaschengeist behalten.

Ein bisschen anders, als ich es kannte

»Twisted Tales – Leuchtende Wunderwelt« ist mein erster Band der »Twisted Tales«-Reihe von Liz Braswell, ich war mir unsicher, was mich erwartet. Eigentlich habe ich mit einer 1:1 Nacherzählung gerechnet, mit etwas Perspektivwechsel und seichten “was wäre wenn”-Plots. Dass Liz Braswell mich mit ihrer Handlung überrascht hat, hat mich wirklich überrascht.
Natürlich ist ihre Neuerzählung deutlich düsterer als die Vorlage von Disney. Aber das hier Plottwitst vorkommen, die ich so gar nicht gesehen habe, war eine sehr angenehme Unvorhersehbarkeit.

Überzeugt haben mich aber nicht nur Handlung und Charaktere, sondern auch der Schreibstil von Liz Braswell – auch wenn hier einige Begriffe (nur in der deutschen Übersetzung?) genutzt werden, die nicht ganz zum Zauber von 1001 nacht passen wollen.
Zugegeben, ich hatte anfangs Schwierigkeiten in der Geschichte anzukommen. Aber nach einigen Seiten hat Liz Braswell mich mit der Atmosphäre, die sie geschaffen hat, gefangen genommen. Lebendig, emotional und gekonnt verwebt die Autorin hier Bekanntes und Neues, Prunk und Armut. Und ganz subtil, fast nur nebenbei, aber sehr rührend erzählt Liz Braswell die Liebesgeschichte zwischen dem Straßenjungen und der Prinzessin.


Autorin

Liz Braswell liebte es als Kind Märchen zu lesen und mit ihrer Katze Abenteuer im Wald zu erleben. Sie studierte Ägyptologie an der Brown University und produzierte zehn Jahre lang Videospiele, bevor sie sich dem Schreiben widmete.
Sie lebt mit zwei Kindern, einer Katze, drei Fischen, einem Teilzeithund, fünf Kaffeebäumen und ihrem Ehemann in Brooklyn.

Weitere Meinungen zu »Twisted Tales – Leuchtende Wunderwelt« von Liz Braswell

Madnys Bücherecke (5/5)

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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