Rezension: »Dear Sister 03: Ich kann Dich nicht vergessen« von Maya Shepherd

Dear Sister 03: Ich kann dich nicht vergessen – Maya Shepherd

CreateSpace Independent Publishing Platform,  April 2015

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Inhalt

Liam ist wieder da. Eliza ist im Gefängnis. Lucas hat sie verlassen. Und William spukt bei seiner Mörderin herum.

Eliza konnte den Jägerfluch von Winter brechen, sie hat Will getötet, um Liam zurück zu holen. Würde sie jetzt nicht wegen Mordes in Untersuchungshaft sitzen, könnten sie und Winter endlich die schwesterliche Bindung aufbauen, wegen der Eliza doch eigentlich nach Wexford zurückgekommen ist.

Aber nicht nur das Gesetz ist hinter Eliza her, auch der Vater von William und eine Schattenwandlervereinigung, die Fomori, sind hinter Eliza her. Und zusammen mit ihnen tritt Elizas Tante Rhona wieder in das Leben der Familie, als Anwältin will sie Eliza vor dem Gesetz vertreten. Auch mit fragwürdigen Mitteln.

Die Situation spitzt sich zu, als nicht nur Mona sondern auch Lucas und Eliza entführt werden. Liam und Winter machen sich, um ihre Familie zu retten. Aber kommen sie rechtzeitig?

In welcher Verbindung steht Rhona zu den Fomori? Kann Eliza Rhona vertrauen? Und wer ist Rhona wirklich?

 Fazit

Steinigt mich nicht! Für „Dear Sister 03: Ich kann dich nicht vergessen“ konnte ich keine 5 von 5 Büchern als Bewertung geben, sondern musste ein Buch abziehen. Dass das an Blasphemie grenzt ist mir klar, aber ich muss ja ehrlich sein 😉

Auch Band 3 der Dear Sister Reihe hat mir natürlich wieder sehr gut gefallen. Aber eben nicht so gut wie Band 1  & 2. Für mich hätte es etwas mehr „Winter & Liam“ anstatt „Aidan & Mona“ sein dürfen. Schade fand ich vor allem, dass Winter in diesem Teil wenig Entwicklung erfährt und sich stellenweise wie ein pubertierender Teenie auf Liam reagiert. 😉
Außerdem gibt es in diesem Band recht viel Story aus der Sicht von Mona, was für mich anstrengend war, da Mona doch ein sehr … abhängiger Charakter ist. Abhängig von Aidan. Da darf sie ruhig etwas stärker werden 🙂

Das ist aber schon alles, was ich an Kritik äußern kann. Die Dymanik der Story hat mich gleich von Seite 1 an gepackt und bis zum Ende mitgerissen. Die 239 Seiten der Printausgabe sind wieder voll von lebendigen Charakteren und dem einmaligen Gefühlscocktail aus Liebe, Neid, Zorn, Vergebung, Verbitterung, Hass und so viel mehr.
Traurig bei guten Büchern ist, dass sie immer so schnell vorbei sind!

Jetzt heißt es wieder gespannt warten auf die Fortsetzung <3

Bewertung

4 von 5

 

 

 

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Die Dear Sister-Reihe

    

 

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Rezension: »Der Untergang Barcelonas« von Albert Sánchez Piñol

Der Untergang Barcelonas – Albert Sánchez Piñol

S. FISCHER, März 2015

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Inhalt

Spanien befindet sich 1705 mitten im Erbfolgekrieg um den spanischen Thron.

Unbeeindruckt von den Geschehnissen um ihn herum ist der 14-jährige Taugenichts Zuvi damit beschäftigt,  bei seinen Lehrern für graue Haare zu sorgen. Als er es zu weit treibt, bleibt ihm nur noch eine letzte Chance, um den Vater, der ihn nie wirklich geliebt hat, zu zeigen, dass er doch etwas taugt: Eine Ausbildung zum Ingenieur bei dem großen französischen Meister Vauban.
Hier lernt Zuvi vieles über das Stürmen und Verteidigen belagerter Städte, kann seine Ausbildung bis zum Tod seines Meisters aber nicht zu dessen Zufriedenheit abschließen. Ernüchtert zieht Zuvi von einem Kriegsschauplatz zum nächsten, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite im Erbfolgekrieg. Aber immer möglichst weit weg, wenn es um etwas geht und Gefahr droht.
Auf einem dieser Schauplätze trifft Zuvi auf das Waisenkind Anfán, den Zwerg Nan und die schöne Amelis, die drei werden später für ihn zu einem Familienersatz und Zuvi erfährt das erste Mal was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Daher flieht er auch das erste Mal nicht, als Barcelona 1713 belagert wird, sondern macht sich auf, um seine Heimat und seine Familie zu verteidigen.

Kann Zuvi sein Ingenieurwissen einsetzen, um Barcelona zu verteidigen?

Fazit

Puh. Mich haben Klappentext und Leseprobe echt neugierig gemacht, ich lese gerne historische Romane.
Das Buch hat mich aber enttäuscht. Es ist streckenweise sehr trocken und verliert sich stark in technischen Details von Befestigungen und Belagerungen. Aber: Chapeau an Albert Sánchez Piñol für die ausführliche und gründliche Recherche, so viel Arbeit steckt nicht in jedem historischen Roman.
Wären die Personen und ihre Interaktion ebenso ausgearbeitet gewesen, wäre das Buch spannender gewesen. So gab es nur wenige Teile, die mich angesprochen haben. Diese gehen aber in den technischen Details und dem Wust an Namen und Personen, die teilweise unwichtig für die Geschichte sind, einfach unter.
Ich habe mich nicht mit dem spanischen Erbfolgekrieg beschäftigt und auf Grund des Aufbaus des Buchs fiel es mir auch sehr schwer hier den Überblick zu behalten – am Ende habe ich das aufgegeben und mich auf die Stellen konzentriert, in denen es mehr um Zuvi und seine Ersatzfamilie geht. Ein anderer Aufbau hätte es mir hier leichter gemacht der ganzen Geschichte zu folgen.

Kurz: viele -unnütze- Namen & Personen, unübersichtlicher Verlauf des Erbfolgekrieges, schwache Hauptcharaktere.

Tipp: Wenn Du „Der Untergang Barcelonas“ gerne lesen möchtest, lies Dir kurz den Wikipedia-Eintrag zum spanischen Erbfolgekrieg durch. Das hilft enorm nicht den Überblick in der Handlung zu verlieren.

Bewertung

1 von 5

 

 

 

 

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Rezension: »Tochter der schwarzen Stadt« von Torsten Fink

Tochter der schwarzen Stadt – Torsten Fink

Blanvalet Taschenbuch Verlag, Januar 2015

3-442-26980-6

Inhalt

Alena und Caisa. Das Mädchen aus dem übelsten Viertel der schwarzen Stadt und die Prinzessin. Beide könnten nicht gegensätzlicher sein und haben nur eine Gemeinsamkeit: ihr Aussehen. Die beiden Mädchen sehen sich zum Verwechseln ähnlich.

Alena ist eine Undaro, ihr Leben lang hat sie sich im Dienste der Familie mit kleinen Betrügen durch das Leben gemogelt. Sie beschließt aus diesem Leben zu fliehen, als sie einen Fremden heiraten soll. Aus der schwarzen Stadt, auf der Flucht und ohne Geld landet sie in Terebin. Hier fällt ihre große Ähnlichkeit zu Prinzessin Caisa auf, die Alena auch gleich zu ihrem Vorteil nutzen will. Damit ist sie aber zu weit gegangen, sie wird verhaftet und eingekerkert.
Unverhofft bekommt sie ein Angebot von Strategos des Herzogs.
Auf der politischen Bühne ergibt sich die Aussicht auf einen Frieden mit den verfeindeten Omaranern, durch eine Hochzeit. Die schöne Prinzessin Caisa, Tochter des Herzogs, soll einen Prinzen der Erbfeinde heiraten. Der Herzog ist davon nicht begeistert, ebensowenig wie sein Strategos. Diesem kommt die Doppelgängerin Alena gerade recht, ist sie doch der Dreh- und Angelpunkt des Planes, der sich beginnt in seinem Kopf zu formen. Und nicht alle Akteure diesen überleben…

Reichen 6 Monate, um aus einem Gossenmädchen eine Prinzessin zu machen? Wird Alena den Strategos durchschauen? Kann sie sich retten und bedeutet das den Untergang der Stadt Terebin?

Fazit

„Tochter der schwarzen Stadt“ ist ein ganz ordentlicher Fantasyroman, der alle Kniffe des Genres anbietet, aber nicht herausragend ist. Es hat Spaß gemacht Alena und ihren Werdegang zu begleiten, aber leider hat weder sie noch die anderen Charaktere eine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Zu den anderen Charakteren konnte ich gar keine Bindung aufbauen, hier hat mir das Leben in ihnen gefehlt.
Dafür hat mir die Beschreibung der Welt und ihrer politischen Situation sehr gut gefallen. Für mich hat Torsten Fink hier sehr gut den schmalen Grat zwischen „notwendig und interessant“ und „zu viel des Guten“ getroffen.

Die Idee des Romans hat mich sofort angesprochen, leider hat mich die Umsetzung nicht gänzlich überzeugt. Mir fehlte die Tiefe und die merkbare Entwicklung der Charaktere mit der Story.

Wer aber einen soliden, durchaus interessanten aber eben nicht vollends fesselnden Roman für zwischendurch sucht, ist mit „Tochter der schwarzen Stadt“ gut beraten.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

 

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Rezension: »Dear Sister 02: Ich werde Dich rächen« von Maya Shepherd

Dear Sister 02: Ich werde Dich rächen von Maya Shepherd

CreateSpace Independent Publishing Platform,  Oktober 2014

1-502-76325-7

Inhalt

Eliza lebt. Liam ist tot. Und Winter hat ihn getötet.

Seit Eliza wieder in ihrem Leben aufgetaucht ist, versinkt Winters Leben im puren Chaos. Lucas verlässt sie – für Eliza und auch ihre beste Freundin scheint ihr den Rücken zu kehren. Winters Wut wächst unkontrolliert und bricht schließlich in Form von Gewalt durch. Sie kann nirgend ihre Schwester einfach nicht mehr sehen!
Eliza versucht währenddessen nicht nur wieder mit Winter ein gutes Verhältnis aufzubauen, sie muss sich auch einen Platz in ihrem neuen Leben erkämpfen. Dabei verletzt sie nicht nur das Mobbing und die Eifersucht der anderen, sondern vor allem Winters Wut auf sie. Eliza setzt alles daran, Winter zurück zu gewinnen.

Für die Schwestern scheint zu gelten: „Ich kann nur da sein, wo Du nicht bist.“ Als Winter gerade dabei ist einen großen Fehler zu begehen, steht unverhofft wieder ihr einziger Verbündeter vor ihr -dank Eliza. Aber welchen Preis muss Eliza dafür zahlen?

 Fazit

„Dear Sister 02: Ich werde Dich rächen“ ist die gelungene Fortsetzung der Dear Sister Reihe von Maya Shepherd. Das letzte Band konnte ich kaum aus der Hand legen, diesen Teil habe ich erst aus der Hand gelegen, als ich mit dem Buch durch war.

Ihn ihrer erstklassigen Fortsetzung hat Maya Shepherd eine überaus komplexe Gefühlswelt zwischen den Schwestern geschaffen. „Hassliebe“ ist nach meinem Empfinden nicht umfassend genug, um den Gefühls-Cocktail aus Liebe, Neid, Zorn, Vergebung, Verbitterung, Hass und so viel mehr zu beschreiben.

Liam fehlt ein bisschen (mehr) in dem Buch, der undurchsichtige Casanova hat in Band 1 nicht nur Winter verzaubert 😉 Das macht Maya Shepherd mit großen Knall am Ende von Band 2 wieder wett.

„Dear Sister 02: ich werde dich rächen“ ist perfekt für ein verregnetes Wochenende, an dem ungestört die ganze Zeit gelesen werden kann. Kaufen! 🙂

Bewertung

5 von 5

 

 

 

Die Dear Sister-Reihe

    

 

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Rezension: »Dear Sister 01: Ich würde sterben für Dich« von Maya Shepherd

Dear Sister 01: Ich würde sterben für Dich – Maya Shepherd

CreateSpace Independent Publishing Platform,  April 2014

1-4992-7505-6

Inhalt

Winter ist nicht traurig, dass ihre große Schwester Eliza vor einem halben Jahr von zu Hause abgehauen ist. Seit Eliza’s Verschwinden sind ihre Eltern zwar anstrengender und vorsichtiger als je zuvor, aber dafür hat ihr großer Schwarm Lucas endlich mehr Aufmerksamkeit für Winter.

Umso wütender und enttäuschter ist Winter, als Eliza sich erst bei ihr meldet und sie ihr auch noch unverhofft bei einem Schulausflug in London begegnet. Mit Eliza’s Rückkehr geschehen merkwürdige Mordfälle im verschlafenen Wexford. Und irgendwie scheint Eliza verändert. Als wäre das nicht schon schlimm genug, treibt Eliza’s Rückkehr einen Keil in die frische Beziehung von Lucas und Winter.

Und dann ist da noch der geheimnisvolle Liam, der irgendetwas mit Eliza und ihrer Veränderung zu tun hat. Obwohl Winter ja eigentlich zu Lucas gehört und es auch eigentlich gar nicht will, findet sie den mysteriösen Fremden doch anziehender als sie sollte.

Wer steckt hinter den Morden in Wexford? Warum kommt Eliza zurück?  Wer ist Liam?

Fazit

„Dear Sister 01: Ich würde sterben für Dich“ ist ein grandioses Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Maya Shepherd hat hier einen erstklassigen Thriller geschrieben, der den Leser immer weiter antreibt und ihm fast verbietet, das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Winter und Eliza, zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Winter ist ein Teenager, voll Zorn auf ihre große Schwester, die vermeintlich immer rücksichtslos, selbstsüchtig und doch immer das „Goldkind“ der Eltern war. Eliza ist eine junge Erwachsene, die in der großen weiten Welt Zeit hatte, über ihr bisheriges Leben nachzudenken und einige ihrer Fehler erkannt hat. In diesen Status stehen sich Beide gegenüber und können doch nicht vernünftig miteinander reden. Und dennoch könnte Keine die Andere einfach sterben lassen.

In diese ohnehin schon explosive Charaktermischung hat Maya Shepherd dann noch Lucas und Liam eingebaut. Und Männer können auch schon die besten Verhältnisse zwischen Frauen zerstören. Die Charaktere greifen in wunderbare Weise zusammen und ihr Handeln lässt den Leser bis zum Ende unklar über die weitere Handlung.

„Dear Sister 01: Ich würde sterben für Dich“ ist perfekt für ein verregnetes Wochenende, an dem ungestört die ganze Zeit gelesen werden kann. Kaufen! 🙂

Bewertung

5 von 5

 

 

 

Die Dear Sister-Reihe

    

 

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