Rezension »Adular 01 – Schutt und Asche« von Jamie L. Farley

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»Adular 01 – Schutt und Asche«
von Jamie L. Farley

Sternensand Verlag, März 2019
ISBN: 978-3-0389-6036-2
372 Seiten
Preis: 4,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Das Leben ist nicht fair – erst recht nicht als Dunkelelf in Adular. Minderwertiger als Tiere leben die Dunkelelfen ein Leben als Sklaven, fernab von Freiheit, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.
Dûhirion, als Kind an die Assassinengilde verkauft und unter Folter zum Meuchelmörder geformt, hatte nie die Absicht sich in die beginnenden Aufstände seines Volkes zu mischen und die Unterdrückung der Dunkelelfen zu beenden. Erst seine verbotene Liebe zur Waldelfein Elanor macht aus dem provokanten Einzelgänger einen Mann, der sein Leben für die opfern würde, die er liebt.

Fazit

»Adular – Schutt und Asche« vereint düstere High Fantasy mit Gesellschaftskritik. Waldelfen, Hochelfen, Zwerge, Menschen – sie alle Leben Seite an Seite auf den Schultern der Dunkelelfen. Mit Gewalt Unterdrückt und in Armut gefangen verbringen die Dunkelelfen ihr Dasein mit niederen Diensten, ausgestoßen von der Gesellschaft. Aber Adular steht kurz vor einer Rebellion, unter den Dunkelelfen schwillt die Glut eines Aufstandes, bereit jeden Moment zu einer Feuersbrunst zu werden…

Starke Charaktere braucht das Land

In diesem hochexplosiven Schmelztiegel beginnt Jamie L. Farley die Geschichte des Dunkelelfen Dûhirion und der Waldelfe Elanor.
Im Prolog, der eine Rückblende auf die erste Begegnung von Dûhirion und Elanor ist, zeigt der Autor einen Charakter, der in seiner eigenen Welt sehr begrenzt denkt. Ausgewählt von Umbra als Assassine und unter Folter zu einem Mörder geformt, hat Dûhirion wenig übrig für die Aufstände seines Volkes und würde sich nie unüberlegt in die Rebellion stürzen. Erst die schicksalhafte Begegnung mit der impulsiven Waldelfe Elanor, der die Ungerechtigkeit gegen ein ganzes Volk seit langen ein Dorn im Auge ist, stößt Denkprozesse bei dem Auftragsmörder an, der sich trotz seiner Vergangenheit sein Gewissen bewahrt hat.

Mit Dûhirion und Elanor hat Jamie L. Farley zwei sehr gegensätzliche Charaktere geschaffen, die sich mit ihren Unterschieden ergänzen. Wo Dûhirion überlegt und strategisch vorgeht, stürmt Elanor gerne mal unbedacht vor. Wo Dûhirion vielleicht erst alles zerdenken würde, nimmt Elanor ihn einfach mit. Die beiden sind sehr dynamisches Paar, das zum mitleben, mitlieben und mitleiden geschaffen ist.

Aber nicht nur die beiden Charaktere sind dem Autor authentisch und spannend aus der Feder geflossen. Er hat sehr viele interessante Nebencharaktere eingebaut, die alle auf ihre Weise die Geschichte voranbringen: Dûhirions bester Freund Valion, die Zwergin Maryn oder Elanors Onkel Faredir, um ein paar Beispiel zu nennen.

Phantastische Gesellschaftskritik

Aber nicht nur die Charaktere sind Jamie L. Farley gelungen. Da ist noch diese atemberaubend mitreißende düstere Atmosphäre, die der Autor mit seinem bildhaften Schreibstil geschaffen hat. Er fängt dieses unterschwellige Brodeln einer Rebellion ein und zeichnet ein fast erschreckend lebendiges Bild von dem Leid und Elend auf der einen sowie dem Hass und der Verachtung auf der anderen Seite. Und damit trifft er einen Nerv unserer Gesellschaft: Die Ausgrenzung von Menschen, die einige Gruppen als minderwertig, abstoßend oder einfach anders betrachten ist ein Thema, dass nicht nur in der Vergangenheit eine Rolle gespielt hat, sondern aktuell leider immer präsenter wird. Das Bild, dass Jamie L. Farley von Adular gezeichnet hat, ist leider nicht so weit weg von unserer Gesellschaft, wie ich es gerne hätte.
Nicht nur Ausgrenzung und herabsetzen anderer Völkergruppen sind ein Thema in »Adular – Schutt und Asche«. Der Autor zeigt auch auf, dass Liebe keine Frage der Herkunft ist und jedes Wesen durch sein Handeln bestimmt, wer er/sie sein will. Es geht um Toleranz, Respekt und Courage.

Eine spannende Empfehlung

»Adular – Schutt und Asche« von Jamie L. Farley ist ein beeindruckender, wenngleich düsterer, und bildhafter High Fantasy Roman über die Ungerechtigkeiten einer Gesellschaft. Die Geschichte um Dûhirion und Elanor ist keine Heile-Welt-Liebesgeschichte, in der Kriege immer nur sehr weit weg passieren. Die Geschichte spielt mitten in einem ausbrechenden Bürgerkrieg – ungeschönt, mit allem Leid, aber auch jedem kleinen Glück, das dazu gehört.

»Adular – Schutt und Asche« ist ein mitreißendes Abenteuer, das nicht nur exzellent geschrieben ist, sehr unvorhersehbar und damit von Seite eins an spannend ist, sondern auch ein Roman, mit dem Jamie L. Farley zum Nachdenken einlädt.

Bewertung

5 von5 plus bienchen
5 von 5 mit Bienchen

Autor

Jamie L. Farley wurde 1990 in Rostock geboren. 2010 zog er nach Leipzig, machte eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und wurde Pokémontrainer.
Der Autor wohnt zusammen mit seiner besten Freundin Anika und Ente Dave Duck in einer WG. Neben dem Schreiben gehört das spielen von Videogames zu den Hobbys von Jamie L. Farley.
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Weitere Meinungen zu »Adular 01 – Schutt und Asche« von Jamie L. Farley

Süchtig nach Büchern (5/5)
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.
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Rezension: »Elayne 02 – Rabenherz« von Jessica Bernett + Gewinnspiel

elayne rabenherz jessica bernett

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»Elayne 02 – Rabenherz«
von Jessica Bernett

Sternensand Verlag, März 2019
ISBN: 978-3-0389-6031-7
476 Seiten
Preis: 3,99€ eBook | 14,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet?
Du suchst einen Weg, Licht zu finden.
Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach. Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht…

Fazit

Wer kennt nicht die britische Legende um König Artus, die Tafelrunde und den heiligen Gral? Aber wer kennt die Geschichte von Elaine of Corbenic in der Artus Saga? Jessica Bernett spinnt die Geschichte eines mögliches Leben der faszinierenden Gestalt der Elaine of Corbenic weiter.

Faszinierende Charaktere mit starker Entwicklung

Aus dem jungen Mädchen ist eine toughe junge Frau geworden, die ihren Weg geht und dafür kämpft. Mit dem Herz am rechten Fleck trotzt Elayne jedem Stein, der ihr in den Weg gelegt wird.
Die Entwicklung der Protagonistin ist beeindruckend. Zeigte Elayne in »Elayne – Rabenkind« noch Züge jugendlicher Naivität, hat die in »Elayne – Rabenherz« eine Reife verlangt, die ihr verdammt gut steht.
Aber nicht nur Elayne überzeugt in dieser Fortsetzung als spannender , charismatischer Charakter. Auch Artus, Gwenhwyfar, Lancelot, Mordred und Morgaine bereichern die Geschichte auf ihre eigene Arten und Weisen.

Die faszinierenden Charaktere sind nicht die (einzig) wahre Stärke

Die Charaktere sind Jessica Bernett wirklich gelungen. Aber sie sind nicht die (einzig) wahre Stärke der Autorin. Wie schon in »Elayne – Rabenkind« liegt das wahre Geheimnis vom Zauber um die Geschichte von Elayne in der Atmosphäre.

Einnehmend und absolut großartig erweckt Jessica Bernett ein Britannien zum Leben, das zum Verweilen einlädt. Dabei gestaltet die Autorin ihre Welt mit ihrem bildhaften Schreibstil sehr lebendig und atemberaubend.
Ich war gefangen von dieser wilden, rauen Landschaft, habe mit Elayne gelacht, gelebt, geliebt, gelitten. Und das alles in dieser Atmosphäre, die beflügelt ist von der Liebe der Autorin zu dem Land und dem Jahrhundert. In jedem Satz spüren die Leser*innen die Liebe und Mühe der Autorin.

Dahin ist die Ruhe

Habe ich »Elayne – Rabenkind«  noch als ruhigen Roman bezeichnet, kann ich dieses Adjektiv für die Fortsetzung nicht mehr in den Mund nehmen. »Elayne – Rabenherz« ist mitnehmend, spannend, lebendig, bezaubernd, einzigartig, faszinierend und fesselnd. Gespickt mit Plottwist die ich mal mehr mal weniger kommen sah, ist »Elayne – Rabenherz« die wunderbare Fortsetzung einer wundervollen Geschichte.

Bewertung

5 Bücher
5 von 5

Autorin

Jessica Bernett wurde 1978 in Wiesbaden geboren. Heute wohnt die Autorin mit Mann, Kindern und Katzen in Mainz.
Wenn Jessica Bernett nicht gerade Geschichten schreibt oder mit ihren Kindern in Abenteuer versinkt, ist sie am liebsten auf Conventions unterwegs, um sich über ihre Lieblingsserien, Filme und Bücher auszutauschen.
Jessica Bernett liebt starke Frauenfiguren in spannenden Geschichten und tobt sich in allen Bereichen der Fanatsy aus.
Website · Facebook


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Tagesfrage:
Wieso oder wieso nicht liest du gerne historische Fantasy?

Teilnahmebedingungen:
– Du bist über 18 Jahre alt oder besitzt eine Einverständniserklärung Deiner Eltern.
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– Du bist damit einverstanden, dass Dein Name im Gewinnfall öffentlich bekannt geben wird
– Keine Haftung für auf dem Versandweg Verlorenes
– Keine Barauszahlung des Gewinns möglich
– Der Gewinner werden schnellstmöglich bekannt gegeben.
– Teilnahmeschluss ist der 08.03.2019 23.59 Uhr

Teilnehmende Blogs:
Magische Tintenwunderwelt (Facebook)
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Fuchsias Weltenecho
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Eine Bücherwelt (ab 07.03.)
Liza’s Bücherwelt (ab 07.03.)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.
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