Rezension: »Die Frau, die Männer mochte« von Petra Hammesfahr

Die Frau, die Männer mochte von Petra Hammesfahr (Leseprobe)

Diana Verlag, September 2015 (Neuauflage)

3-453-35845-4

Inhalt

Am Dienstag nach Pfingsten wird Marisa Behrend, Besitzerin des Waldschlösschens, tot in ihrem Bett gefunden. Nackt und gefesselt. Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener soll die Leiche in Augenschein nehmen – diskret – und möglichst nicht viel Wirbel um die Tote machen. Denn Marisa Behrend war Freundin, Bettgefährtin, Seelentrösterin und Liebesspenderin der lokalen Politprominenz, da wird kein Skandal gebraucht.
Zum Unglück der Politiker erkennt Kommissar Wegener in der Toten etwas, das ihm seit Jahren fehlt. Er ist von einem Mord überzeugt und macht sich verbissen auf die Suche nach dem Täter.

 

Fazit

-Achtung, Spoilergefahr!-

„Die Frau, die Männer mochte“ mit dem oben abgebildeten Cover ist eine Neuauflage. Erstmalig erschien der Psychothriller von Petra Hammesfahr 1991.
Wer hier auf Grund des Klappentexts einen spannungsgeladenen Thriller mit Krimi-Elementen erwartet, ist schief gewickelt. Vielmehr begleitet der Leser Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener und seinen psychischen Verfall. Von der Mutter geschlagen, von der Ehefrau gedemütigt steigert sich Wegener in den Fall Marisa Behrend herein, begeht berufliche und private Fehler und rastet aus, bevor er die Reißleine ziehen kann.
So sehr mir die Spannung fehlte, so sehr ist Petra Hammesfahr gelungen den psychischen Niedergang ihres Protagonisten  zu veranschaulichen. Durch den einmaligen Schreibstil von Petra Hammesfahr braucht die Geschichte einige Kapitel, bis sie in rollen kommt und kann dann auch weniger mit Spannung als mit einem gelungenen Einblick in die Psyche eines zerstörten Menschen punkten. Und ganz nebenbei ist es Petra Hammesfahr gelungen nicht nur ihren Protagonisten gekonnt zu gestalten, sondern auch ihre anderen Charaktere in „Die Frau, die Männer mochte“ wirken überzeugen und echt. Anhand ihrer Charaktere zeigt sie, wie es hinter der Tür von unserem Nachbarn zugehen könnte.

„Die Frau, die Männer mochte“ ist eine Leseempfehlung für Fans von Thrillern, bei denen nicht die Story, sondern der Protagonist im Mittelpunkt steht.

 

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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Rezension: »Lilienfeuer« von Alexandra Monir

Lilienfeuer von Alexandra Monir (Leseprobe)

cbj, September 2015

3-5704-0274-6

Inhalt

Mit 17 wird Imogen aus ihrem normalen, bürgerlichen Leben in New York gerissen. Nach dem Tod ihrer Cousine, Lady Lucia Rockford, muss Imogen nach England, um ihr Erbe als Herzogin anzutreten.
Nach sieben schmerzlichen Jahren kehr Imogen auf den Familiensitz der Rockfords zurück, auf dem nicht nur ihre Tante und ihr Onkel, sondern auch ihre Eltern bei einem Unfall umgekommen sind. Dabei weckt ihre Heimkehr nicht nur schmerzliche, sondern auch bittersüße Erinnerungen, denn aus ihrer Sandkastenliebe Sebastian ist ein attraktiver junger Mann geworden. Mysteriöse Ereignisse und sprichwörtlich magische Momente begleiten Imogens Rückkehr nach Rockford Manor. Und über all dem schwebt die Prophezeiung einer Vorfahrin von Imogen, die als Hexe gebrandmarkt und gehängt wurde.

Imogen muss sich die Frage stellen, wie gut sie ihre Vertrauten aus ihrer Kindheit eigentlich kennt und ob die Todesfälle der Familie Rockford wirklich nur unglückliche Zufälle waren.

Fazit

Alexandra Monir hat mich mit ihrem lebendigen Schreibstil gleich auf den ersten Seiten von „Lilienfeuer“ gepackt und verzaubert. Die Seiten flogen nur so an mir vorbei, ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Imogen weitergeht und welche Geheimnisse die junge Herzogin in Rockford Manor entdeckt.
In der Mitte des doch recht dünnen Buches hat Alexandra Monir mich kurzzeitig verloren, den bei einem recht langen Vorgeplänkel und einer schrumpfenden Anzahl an verbleibenden Seiten wird deutlich, dass das Ende schnell kommt und nicht viel Raum im Buch bekommt. Tatsächlich passiert dann plötzlich alles Schlag auf Schlag, die Rätsel um die Familie Rockford und den Tod von Imogens Eltern und ihrer Cousine nehmen rasant zu und werden ebenso schnell gelöst. Das war aber auch genau die Stelle, an der Alexandra Monir mich wieder gefesselt hat. Ich wollte unbedingt wissen, was vor sieben Jahren passiert ist und ob Imogen auch in Gefahr ist. Alexandra Monir ist es gelungen die Geschichte und Geheimnisse einer Familie so gekonnt mit einander zu verwickeln, dass bis zum Schluss die Spannung erhalten bleibt.
Mit Imogen hat Alexandra neben den Intrigen und Ränken einen der größten Pluspunkte in „Lilienfeuer“ geschaffen. Die junge Protagonistin ist ein starker, sympathischer Charakter. Wie Mia aus Plötzlich Prinzessin bleibt Imogen trotz plötzlichem Titel und Geld bodenständig.

Trotz der schwachen Mitte ist „Lilienfeuer“ eine klare Leseempfehlung für Fans von Mystery-Thrillern, die Rätsel mit einem Hauch Romance  lieben. Am besten liest man „Lilienfeuer“ alleine und nachts, wenn es dunkel ist. Dank ihres Schreibstils erschafft Alexandra Monir eine leicht düstere Atmosphäre, die dem Leser durchaus den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagen kann.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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