Rezension »Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth

Cover im Bann der zertanzten Schuhe»Im Bann der zertanzten Schuhe« (Märchenspinnerei 05)
von Janna Ruth

Nova MD, Juni 2017
ISBN: 978-3-9611-1467-2
316 Seiten
Preis:  3,99€ eBook | 12,99€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Vor drei Jahren kehrte Jonas aus dem Krieg zurück. Aber es scheint, als wäre ein Teil von ihm im Krieg zurück geblieben. Verändert streift Jonas ziellos durch die Straßen, bis er einen alten Mann trifft, der ihm von den Wundern in DeModie, einem verwunschenen Reich des Nachtlebens erzählt.  Dort trifft Jonas auf die lebensfrohe Tänzerin Sophie, die ihn verzaubert.  Jede Nacht tanzt Sophie mit ihrem Prinzen und jede Nacht reißen ihre Schuhe etwas mehr. Und mit jedem Riss kommt Jonas mehr hinter das Geheimnis von DeModie und seiner Bewohner…

Fazit

»Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist das fünfte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Leise und einfühlsam, aber bildgewaltig hat Autorin Janna Ruth ihre Märchenadaption geschrieben. Ein toller Schreibstil, der zum Träumen einlädt und die Geschichte von Sophie und Jonas wunderbar stützt.

Ebenso wie die beiden Protagonisten mit ihren Charakteren die Geschichte stützen. Jonas und Sophie haben beide die schwere Last der Vergangenheit zu tragen und harmonieren durch ihre Art durchs Leben zu gehen. Den beiden sympathischen und lebendigen Charakteren durch ihre Geschichte zu folgen macht einfach viel Spaß.
Dazu trägt aber auch der vielschichtige Handlungsstrang bei. In das leichten Lesegefühl eines schönen Märchens mischt sich der bittere Beigeschmack eines Themas, das so wichtig ist wie es leider oft auch bagatellisiert wird: Posttraumatische Belastungsstörung.
Janna Ruth hat mit Jonas einen Ex-Soldaten geschaffen, der in der Märchenadaption »Im Bann der zertanzten Schuhe« seinen Weg findet.

Kurz: »Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist die Adaption eines bekannten Märchens mit einem frischen Fokus auf ein Problem unserer Gesellschaft. Wer gerne schöne Märchenadaptionen voller Magie und Freude aber auch tiefen Schatten liest, könnte in diesem Band der Märchenspinnerei ein kurzweiliges Buch für sich finden.

Bewertung

5 von 5

Die Märchenspinnerei

  

 


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Lesemaus87
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Rezension »Kein Schnee im Hexenhaus« von Susanne Eisele

Kein Schnee im Hexenhaus - Susanne Eisele»Kein Schnee im Hexenhaus« (Märchenspinnerei 04)
von Susanne Eisele

Selfpublishing, Mai 2017
ISBN: 978-154-1388-475
148Seiten
Preis:  2,99€ eBook | 7,48€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Hansi und Gretel haben ein Problem: Drogen. Ihre Eltern und die Polizei haben genug, die beiden Geschwister sollen ihren Lebenswandel überdenken.
Dafür werden die beiden in einem Erziehungsheim untergebracht, einsam im Wald und ohne verschlossene Türen – scheinbar perfekt, um von da abzuhauen und weiter Drogen zu konsumieren.
Den Fluchtplänen der Geschwister stehen aber nicht nur giftige Pflanzen, seltsame Wesen und eine Hexe im Weg, sondern ihnen auch der Trip ihres Lebens bevor.

Fazit

»Kein Schnee im Hexenhaus« von Susanne Eisele ist das vierte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald – neu erzählt. Nicht von den Eltern ausgesetzt, sondern von ihrer Sucht werden die Geschwister in der Märchenadaption von Susanne Eisele isoliert.

Susanne Eisele hat mit Hansi und Gretel zwei schwer drogensüchtige Teenager geschaffen, die eigentlich permanent high sind. Was die beiden sich einschmeißen, ist ihnen egal, Hauptsache der Trip stimmt.
Mit ihrem Fokus auf den Drogenkonsum und den einhergehenden Realitätsverlust hat die Autorin ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft aufgegriffen – und (hoffentlich) überspitzt dargestellt. Hansi und Gretel sind wirklich arglos und naiv, was ihren Drogenmissbrauch angeht. Mögliche Folgen und Konsequenzen werden von beiden gar nicht bedacht, auch nicht, ob sich verträgt, was die einnehmen.
Eine Einstellung, die vermutlich viele Drogenabhängige teilen.

Susanne Eisele erzählt ihre Märchenadaption in einem guten Tempo, dass anfangs hektisch ist und dann ruhiger wird, um der Entwicklung der Geschichte und dem Leben von Hansi und Gretel im Erziehungsheim mehr Raum zu geben.
Der Schreibstil von Susanne Eisele passt zur Geschichte, mit einfachen, klaren Worten und einigem Witz wird der Leser durch die Geschichte geleitet.
Ich muss aber gestehen, dass ich trotz des klaren Schreibstils meine Problemnchen hatte in die Geschichte zu kommen, mich mit den Charakteren anzufreunden -zwar sind Hansi und Gretel gut durchdachte und in sich stimmige Protagonisten, aber an sich hernagekommen bin ich nicht – und das Ende konnte ich ganz nachvollziehen. Das war mir etwas zu plötzlich und passt nicht zum Rest der Märchenadaption.

Kurz: »Kein Schnee im Hexenhaus« ist die interessante Adaption eines bekannten Märchens mit einem frischen Fokus auf eines der größten Probleme unserer Gesellschaft. Wer gerne schöne Märchenadaptionen und -eigentlich ernste- Bücher mit Witz liest, sollte hier reinschauen!

Bewertung

3 von 5

Die Märchenspinnerei

  


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Rezension »Hollerbrunn« von Tina Skupin

hollerbrunn_Tina Skupin»Hollerbrunn « (Märchenspinnerei 03)
von Tina Hollerbrunn

Selfpublishing, April 2017
ISBN: 978-1-5431-4673-8
240 Seiten
Preis:  2,99€ eBook | 11,76€ Taschenbuch

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Inhalt

Seit ihre Steifmutter samt Tochter Pegg nach dem Tod von Maries Mutter nach Hollertal kamen, ist für Marie nichts mehr wie zuvor.
Nur auf dem Hollerhof findet Marie Trost, Freundschaft und die Liebe. Dass Stiefschwester Pegg ihr eines Tages auf den Hollerhof folgt und droht Maries Glück zu zerstören, ist Maries geringstes Problem. Der Hollerhof ist umgeben von finsteren Geheimnissen, die nicht nur Maries Glück bedrohen, sondern das ganze Tal.

Fazit

»Hollerbrunn« von Tina Skupin ist das dritte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Dieses Mal treffen „Frau Holle“ und „Die Eiskönigin“ auf traditionelle Sagen aus den Alpen.
Wer aber nur einen modernen Mix  bzw. eine Nacherzählung der Märchen erwartet, der fehlt.
„Hollerbrunn“ ist eine ganz eigene Adaption der Märchen und Sagen, die mit alten Prinzipien bricht.
Die Charaktere, allen voran Marie und Pegg, können nur auf den ersten Blick klar in gut und böse aufgeteilt werden. Beim zweiten Blick wird deutlich, dass beide Stiefschwestern tiefgründiger sind und in ihnen mehr als gängige Klischees stecken.
Einzig die Liebesgeschichte muss ich hier bemängeln, da erfüllt Marie gängige Klischee des Young-Adult Genres. Überaus naiv geht Marie an die Liebesgeschichte heran und schon nach wenigen Treffen kristallisiert sich die große, unsterbliche Liebe heraus. Nicht schlecht geschrieben, aber mich hat dieser Aspekt von „Hollerbrunn“ nicht abgeholt.

Tina Skupin hat einen wundervollen Schreibstil, der beim Lesen richtig Spaß macht und mich mitgenommen hat: lebendig startet „Hollerbrun“ eher ruhig in die Adaption von „Frau Holle“, wird aber schnell spannend und überraschte mich mit Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.

Kurz: »Hollerbrunn« ist eine gelungene Adaption bekannter Märchen und regionaler Sagen.  Mit kleinem Manko in der Liebesgeschichte konnte der dritte Band der Märchenspinnerei mich überzeugen und ist eine Empfehlung für Liebhaber von Märchenadaptionen.

Bewertung

4 Bücher

Die Märchenspinnerei

  


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Rezension »Ein Mantel so rot« von Barbara Schinko

Ein Mantel so Rot Barbara Schinko»Ein Mantel so rot « (Märchenspinnerei 02)
von Barbara Schinko

Selfpublishing, März 2017
ISBN: 978-1-5423-5652-7
68 Seiten
Preis:  2,99€ eBook | 6,99€ Taschenbuch

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Klappentext

Eine rote Kapuze. Ein Jäger und ein Wolf.
Als Zoyas Mann zum ersten Mal die Gestalt eines Wolfs annimmt, ahnt Zoya nicht, welches Unglück damit über sie und ihr Dorf hereinbricht. Wie liebt man jemanden, der kein Mensch mehr ist? Haben die anderen Dorfbewohner mit ihren Befürchtungen Recht – wird Zoyas Mann seinen Namen vergessen und sich in ein Mischwesen aus Mensch und Tier, einen „rasenden Wolf“, verwandeln?
Zoya kämpft um ihre Liebe. Kann sie mit Hilfe Grischas, des Jägers, den Fluch abwenden?

Fazit

»Ein Mantel so rot« von Barbara Schinko ist aus zweite Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Barbara Schinko hat mit ihrer Adaption von „Rotkäppchen“ eine bittersüße Geschichte um dir Liebe geschrieben.
Hier trifft ganz klar „in der Kürze liegt die Würze“ zu. Auf nur knapp 68 Seiten zaubert die Autorin eine kurzweilige Geschichte mit authentischen, detaillierten Charakteren, die mir viel Freude bereitet haben und überzeugt mit ihrem angenehmen Schreibstil.

Kurz: »Ein Mantel so rot« ist eine gelungene Adaption von Rotkäppchen. Und eine Leseempfehlung für Fans von düsteren Geschichten.

Bewertung

4 Bücher

Die Märchenspinnerei

  

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