Rezension: »Rockherz« von Andie F. Andersson

Rockherz von Andie F. Andersson

»Rockherz«
von Andie F. Andersson

B014HDIQSI
324 Seiten
Preis:  1,99€ eBook

 


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Inhalt

In der Schulzeit lebt Almond im spießigen Internat in England, in den Ferien reist sie mit ihrem Vater als Tochter des Bandmanager durch Amerika. So auch im Sommer ihres 17. Geburtstags. In diesem Jahr arbeitet Al’s Vater mit der Rockband Burnside Close. Al gehört sofort dazu und wird zum Glücksbringer der Band. Dabei gilt ihr Interesse vor allem Morris, dem Leadsänger der Band. Aber in diesem Sommer scheint ihre Zeit mit Morris noch nicht gekommen zu sein.
Als ein schwerer Schicksalsschlag ihr Leben auf den Kopf stellt und sie Morris scheinbar endgültig von sich stößt, fängt Al an ihrem Leben zu zweifeln. Unentschlossen beginnt sie eine lange Reise durch Hoch und Tiefs zu sich selbst.

Fazit

Die Autorin hat mit „Rockherz“ für mich weniger ein rockiger Liebesroman als viel mehr ein Roman über ein junges Mädchen und seinen Reifeprozess zur jungen Erwachsenen geschaffen. Durch den flüssigen Schreibstil hat es Freude gemacht Almond in ihrem Leben zu begleiten, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich sie oft schütteln wollte. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, wie sie so wenig wissen konnte, was sie wollte bzw. nicht einsehen und dazu stehen konnte, was sie wollte.
Das war zeitweise wirklich anstrengend und dadurch die Geschichte leider auch etwas zäh.Man merkt, ich konnte mich nur ein bisschen mit Al und ihrer Geschichte identifizieren und das war ihr Musikgeschmack. Dennoch muss ich loben, dass Andie F. Andersson besonders Al geglückt ist (was jetzt vielleicht ein bisschen schizophren klingt 😉 ), obwohl ich mich so wenig mit Al identifizieren konnte, ist sie ein Charakter, der sich im Laufe des Buches weiter entwickelt und reift. Etwas, das mir sehr wichtig ist.
Mich konnte „Rockherz“ nicht restlos begeistern, was wohl an meinen Erwartungen und meiner Einstellung gegenüber Al lag.
Auf Grund des Klappentextes war ich auf einen Liebesroman eingestellt. Wie bereits gesagt ist „Rockherz“ das für mich eher weniger. So konnte der Roman zwar weniger mit seiner Liebesgeschichte glänzen, aber dafür mit der Geschichte des Erwachsenwerdens punkten.

„Rockherz“ ist eine Leseempfehlung für Lesebegeisterte, die sich nicht auf die Liebesgeschichte des Romans fokussieren, sondern ein junges Mädchen auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung und – findung begleiten wollen.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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Blogtour "Rockherz" von Andie F. Andersson

Übersicht Tour Rockherz

Herzlich willkommen zu Tag 5 der Blogtour „Rockherz“
von Andie F. Andersson

Heute geht es um das Thema „Leben als Scheidungskind„.

Almond lebt seit der Trennung ihrer Eltern in England und geht dort zur Schule. Ihr Vater lebt in Amerika und geht seinem Job als Bandmanager nach. In den Ferien besucht Al ihren Vater oft und begleitet ihn. Während ihr Vater selten (schlecht) über ihre Mutter redet, macht diese ihren Unmut über Al’s Vater  deutlich Luft.

Damit macht Almonds Mutter etwas, was leider viele Eltern tun: den ehemaligen Partner beim Kind diskreditieren.
Leider hört man oft, dass Eltern ihren Rosenkrieg auf dem Rücken der Kinder austragen. Natürlich sind auch Eltern nur Menschen, dennoch muss das einfach nicht sein.
Im Freundeskreis höre ich immer wieder, dass die getrennten Eltern auch nach über 10 Jahren nach der Trennung nicht gemeinsam auf den Geburtstag oder andere wichtige Veranstaltungen der Kinder gehen können oder wollen. Ich finde, hier sollten sich die Ex-Partner dem Kind zuliebe einfach mal für ein paar Stunden zurück nehmen. Ich finde es furchtbar, wenn ich mitbekomme, wie bei vielen Scheidungskindern das eine Elternteil eifersüchtig auf die Zeit ist, die das Kind mit dem Ex-Partner verbringt oder diesem nichts gönnt. Das sind zwar durchaus normale menschliche Reaktionen, die jedem Menschen zustehen, aber die Frage ist doch: muss ich diese Gefühle meinem Kind gegenüber ausleben? Ich finde ganz klar, dass das nicht sein sollte. Viele Eltern wissen gar nicht, wie sehr sie damit ihre Kinder unter Druck setzen und… ja, auch emotional erpressen, in dem sie ihnen ein schlechtes Gewissen machen, wenn sie Zeit mit dem Ex-Partner verbringen. Furchtbar.

Ich selbst bin froh, dass ich bei der Trennung meiner Eltern alt genug war, um auszuziehen und mich nie zwischen ihnen „entscheiden“ musste, in dem ich wähle, zu wem ich ziehe.
Außerdem bin ich meinen Eltern dankbar, dass sie mich nie in eine Situation gebracht haben, in der sie schlecht über den anderen gesprochen haben. Heißt: sie haben mich aus ihrer Trennung herausgelassen, ohne mich auszuschließen.
Das haben die beiden ganz wunderbar gemacht. Sie sind vielleicht nicht mehr als Paar zusammen, aber als Eltern immer noch für mich da und verstehen sich zum Glück immer noch gut.

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Gibt es bei euch ein absolutes No-Go für Eltern den Kindern gegenüber, wenn sie sich Scheiden lassen?

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✩ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
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✩  Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
✩ Das Gewinnspiel endet am 12.03.2016 um 23:59 Uhr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit, öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
✩ Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.

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Stationen der Blogotur
06.03. Bookwormdreamers
07.03. Books on PetrovaFire
08.03. Ina’s Little Bakery
09.03. BookChrissi
10.03. Bücherleser
11.03. BOOKS AND CATS
12.03. PhinchensFantasyRoom
13.03. Gewinnerbekanntgabe