Rezension: »Haus der tausend Spiegel« von Susanne Gerdom

haus-der-tausend-spiegel-susanne-gerdom»Haus der tausend Spiegel«
von Susanne Gerdom

cbt, September 2016
3-5703-1074-4
416 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 12,99€ Taschenbuch

bestellen
bestellen2

 

Inhalt

Als Eignungsprüfung für die Universität soll die junge Hexe Annik das Geheimnis der Familie van Leuwen, Nachfahren des Hexentötersvon Leuwen, auf decken. Welche Zauber herrschen hinter den majestätisch anmutenden Mauern des Familienanwesens?
Annik merkt schnell, das nichts ist, wie es scheint. Warum fürchtet sich der jüngste Sohn vor seinem Vater? Warum spricht Daniel van Leuwen nur aus den Schatten heraus zu ihr? Und warum wirkt das Anwesen manchmal mehr als Ruine denn als herrschaftliche Residenz auf Annik?
Als Annik beginnt den Fragen aus den Grund zu gehen und sich dabei dem Ostflügel nähert, kommt sie dabei nicht nur der bösen Magie, sondern auch Hausherrn Gabriel van Leuwen unaufhaltsam näher…

Fazit

»Haus der tausend Spiegel« von Susanne Gerdom ist eine magische, düstere Geschichte, die mich gut unterhalten hat, aber auch noch einiges an offenem Potential bietet.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die junge Hexe Annik, die in sich nicht konsistent konzipiert wirkt. Einerseits hat sie gerade die Schule beendet und will unbedingt auf die Universität. Dafür braucht sie die Anstellung bei den van Leuwens, widerspricht aber immer wieder ihrem Arbeitgeber. Ein Charakterzug, der einerseits gut zu der dickköpfigen Annik passt, andererseits aber wiederholt ihre Aufgabe und somit auch ihren Traum in Gefahr bringt. Ich konnte unter diesem Aspekt nicht immer nachvollziehen, warum Annik nicht einfach mal erst denkt und dann redet – oder eben auch mal nicht.
Die Dreiecksgeschichte, die Susanne Gerdom um Annik, Gabriel und Daniel van Leuwen angedeutet hat und dann doch nie voll ausgeschöpft hat, war meist eher hinderlich als der Geschichte zuträglich. Zum Glück war es zwar keine klassische Dreiecksbeziehung, aber für mich hätte es den Aspekt einer verwirrten jungen Frau, die nicht genau weiß, wem sie ihr Herz schenken soll, nicht unbedingt in der Geschichte gebraucht. Viel lieber hätte ich noch mehr über die Spiegel und Vorkommnisse im Haus erfahren. Zwar wurden alle offenen Fragen am Ende aufgelöst, aber hier steckte für mich noch mehr Potential drin.

Nicht ganz erfüllt wurden meine Erwartungen an das Setting. Nach dem Klappentext war ich gedanklich im 19. Jahrhundert: Pferde auf den Straßen, Frauen in schönen Kleidern – gerne auch mal in einer Hose. So etwas eben. Ich konnte meine Gedankenwelt solange aufrechterhalten, bis eine Jeans auftauchte oder ein Handy in der Hosentasche verschwand. Schade eigentlich, meine ersonnene Welt hat mir besser gefallen 😉
Das war aber mein Fehler, hier hätte ich mich einfach auf das gegebene Setting einlassen sollen.
Nicht mein Fehler, war die fehlende Erklärung von Begriffen wie „Mijnheer“  oder „Juffrouw“. Klar, eine Befragung vom großen G hat geholfen, aber so einen kleinen Vermerk hätte ich gut gefunden.

Größte Stärke von „Haus der tausend Spiegel“ ist ganz klar der angenehme und flüssige Schreibstil von Autorin Susanne Gerdom. Die Autorin weiß, wie sie ihre Leser in den Bann der Geschichte zieht und mit durch ihr Buch nimmt.

»Haus der tausend Spiegel« von Susanne Gerdom ist eine durchaus unterhaltsame, mysteriöse, magische Geschichte mit Stärken und Schwächen. Wer es gerne düster und magisch mag, sollte unbedingt einen Blick in die Leseprobe von »Haus der tausend Spiegel« werfen und herausfinden, ob die Geschichte etwas für den eignen Lesegenuss ist.

Bewertung

3 von 5

 

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Rezension: »Queen of Clouds – Die Wolkentürme« von Susanne Gerdom

Queen of Clouds – Die Wolkentürme

Susanne Gerdom

bloomoon, 2014

3-845-802-073

 Inhalt

Elster und Valentin wachsen grundverschieden auf: Er ist der Sohn und Nachfolger des Planarchen, Herrscher über die Türmer und Schluchter. Er kennt keinen Hunger und weiß nicht, was Verzicht bedeutet. Dafür kann er jederzeit einem Hinterhalt zum Opfer fallen und er muss sich gut aussuchen, wem er vertraut.  Sie ist Schluchterin, leistet Frondienste für die Türmer und kennt ständigen Hunger und Kälte. Dafür aber auch Liebe und blindes Vertrauen.

Elster ist unzufrieden, nicht nur, dass ihr Volk von den eingebildeten Türmern ausgebeutet wird, auch ist sie nur um Haaresbreite der Magielosigkeit entgangen. Und so wartet das zornige, dunkle Mädchen mit der hellen Strähne auf das Erwachen ihres Talentes, während sie mit ihrem besten Freund Indigo auf Erkundungstouren geht.  Nach einer dieser Touren kehren Elster und Indigo gerade zurück, als Türmer ihr Dorf überfallen und einer jungen Frau Gewalt antun wollen. Elster greift ein und tötet dabei fast einen der beiden Türmer – wie sich herausstellt ist dieser ein Halbbruder von Valentin und Sohn des Planarchen. Elster wird zu Om, der Obersten des Prinzips gebracht. Hier wird sie aber nicht bestraft, sondern auf eine wichtige Mission geschickt. Zusammen mit Indigo, ihrer Schwester Winter, dem Steuermann und -zum Leidwesen aller Schluchter-  einer Gruppe Türmer rund um Valentin soll Elster sich auf die Suche nach dem legendären Turm Null begeben. Die bunte Truppe wurde ausgeschickt, um eine alte Prophezeiung zu erfüllen und das langsame Sterben ihrer Welt aufzuhalten.

Während die Gruppe unterwegs ist, überschlagen sich im Turm des Planarchen die Ereignisse, eine geheime Gruppe der Schluchter, die Nuller, zetteln einen Aufstand an, der das ganze System stürzen soll und fast die Mission von Elster und Valentin verhindert.

Fazit

Susanne Gerdom greift das Prinzip der Diktatur und Unterdrückung auf und erklärt, warum ein solches System früher oder später zusammenfallen muss. Des Weiteren zeigt sie auf, wie zwei Gruppen voller Vorurteile es  für ein größeres Ziel schaffen zusammen zu arbeiten.

Dabei hat sie eine dystopische/düstere Welt für Elster und Valentin ausgesucht, in der offenkundig bereits Städte existierten und auch Technik bekannt ist, die meisten Menschen aber in extremer Armut leben und für andere schuften.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich habe es an zwei Tagen durchgelesen. Dennoch habe ich FRAGEN. Susanne Gerdom lässt mich mit Fragen zurück und das schmeckt mir nicht sonderlich. Ich hoffe, es gibt noch weitere Bücher, die in diesem Universum spielen und einige meiner Fragen beantworten können.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

 


Weitere Meinungen zu „Queen of CLouds“ von Susanne Gerdom

Bücherfarben


(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcover steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

Merken