Die Sage von Geschichte und Untergang der Götter

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Wenn die Erde im Meer versinkt,
die Welt in die Finsternis des Chaos zurückkehrt,
der Fimbulwinter die Ebenen und Meere mit Eis und Schnee überzieht und der Fenriswolf seine Ketten sprengt,
hat Ragnarök schon längst begonnen.

Banner Magnus Chase

Ragnarök, die Sage von Geschichte und Untergang der Götter ist Ende und (Neu-)Anfang der nordischen Götter. Prophezeit in der Völuspá, dem ersten der 16 Götterlieder des „Königsbuchs“ Codex Regius und einem der fundamentalsten Gedichte der nordischen Mythologie.  Die Völuspá handelt von der Entstehung und dem Ende der Welt, legt die Rollen der Götter und jedes einzelnen Lebewesens auf einer der neun Welten, verbunden durch den Weltenbaum Yggdrasil, fest.

Ragnarök ist der Kampf zwischen Göttern und Riesen

Frey gegen Surt, Odin gegen den Fenriswolf, Thor gegen die Midgardsschlange, Heimdall gegen Loki – drei Jahre heftiger Kämpfe zwischen Göttern und Riesen, gefolgt von drei Jahren eines tödlichen Winters gehen dem Untergang der Welten, wie die Völuspá sie kennt, voraus. Eine Zeit, in der Wölfe Mond und Sonne fressen, der Fenriswolf seine Ketten sprengt und der Weltenbaum fällt.

Der Weltenuntergang beginnt bei uns

Am Anfang starb Baldr und mit ihm der Glanz der Sonne. Die Mächte der Finsternis wurden stärker, Lokis Ränkespiele übertrugen sich auf die Menschen und läuteten die Vorzeichen für den Anfang vom Ende ein.
Eines der ersten Vorzeichen von Ragnarök zeigt sich in Midgard, der Welt der Menschen. Mehr als sonst verliert sich die Menschheit in anhaltenden Kriegen, die Welt versinkt in Blut. Die Götter können sich nur tatenlos zurückziehen und das verlorene Gleichgewicht aus Leben und Tod als Anfang vom Ende nehmen. Nach den Kämpfen kommt der Frost. Wer bisher überlebt hat, sieht nun elender Kälte und Hunger entgegen.
Der Fimbulwinter legt sich über Midgard, Tiere wie Menschen erleiden Hunger und sterben. Schließlich beendet der andauernde Frost das Schicksal der Menschen und löscht die erste der neun Welten aus.

Fürsorge kann töten

Während weitere Welten als Vorzeichen von Ragnarök entvölkert und zerstört werden, füttert die Riesin Angrboda die Wölfe Hati und Skoll, bis diese die Sonne und den Mond einholen und verschlingen. Sie bringen die Finsternis über die Welten. Zur selben Zeit zerreißt der Drache Nidhögg die Wurzeln des Weltenbaumes und bringt diesen zu Fall.
Für Heimdall, Wächter der Götter, ist dies das Zeichen, die Götter für die letzte, entscheidende Schlacht zu rufen.
Auch die Riesen, hören diesen Ruf und ziehen den Göttern entgegen. Ragnarök – der Tag der Entscheidung ist angebrochen.
Die Midgardschlange, Kind des Loki und einer Riesin, so groß, dass sie die Erde umspannt und in ihr Ende beißen kann, versenkt durch ihre Bewegungen am Ende von Ragnarök die Erden im Ozean. Loki zieht dem Kampf auf dem Totenschiff Naglfar, das auch den unbeschnittenen Zehen- und Fingernägeln der Toten besteht, entgegen. Gefolgt von einem seiner anderen Kinder, dem Fenriswolf.
Auch Hel, Herrscherin der Unterwelt Helheim und Tochter des Loki, erhebt sich mit ihrem Gefolge und stürzt sich in die letzte Schlacht gegen die Götter.

Ewige Feinde

Beim Ragnarök stehen sich viele Feinde gegenüber, alle kennen ihr Schicksal und pflegen vor Ragnarök doch stets ihre Feindschaft für die letzte Schlacht.

Kampf der untergehenden Götter by F. W. Heinevon Friedrich Wilhelm Heine (1845-1921). [Public domain], via Wikimedia Commons

Frey und Surtr
Frey, Gott der Fruchtbarkeit und des Wachstums, Bruder der Freya steht dem Feuerriesen und Herren Muspelheims Surt gegenüber. Unbewaffnet.
Mit seinem Schwert wäre Frey unbesiegbar gewesen, doch er gab es seinem Diener, weil dieser die Riesin Gerda als Braut für Frey gewann.

Odin und der Fenriswolf
Odin und der Fenriswolf liefern sich einen langen, heftigen Kampf. Schließlich kann der Fenriswolf Odin verschlingen. Ein Sohn Odins rächt seinen Vater und reißt das Maul des Fenriswolfes soweit auf, bis dieser in zwei Stücke gerissen wurde.

Thor und Midgardschlange
Thor und die Midgardschlange töten sich gegenseitig. Thor kann seinen Erzfeind zwar erschlagen, doch die Midgardschlange sprüht ihr Gift in die Welt und Thor sinkt kurz nach seinem Sieg zu Boden.

Das sind nur ein Paar der Kämpfe, die Ragnarök ausmachen. Ragnarök erfasst alle Völker: die Einherjer (heldenhaft Verstorbene, Armee von Odin), Walküren,  Zwerge, Elfen, die letzten Menschen, Riesen und Götter. Nahezu alle Völker werden ausgelöscht, nur einige Götter und das Meschenpaar Lif und Lifthrasir.
Am Ende gleichen sich Ordnung und Chaos wieder aus, sodass Allvater Fimbultyr eine neue Welt erschaffen kann. Überlebende Götter, meist Kinder des Odin und Thor, treffen sich in Asgard und Baldur, dessen Tod Auslöser für das Ungleichgewicht zwischen Licht und Schatten war, kehrt aus Hel zurück, um die Götter anzuführen.

Weitere Beiträge über Ragnarök:
Die Götter – Ragnarök von Dr. Angela Jekosch
Winkingerzeit.net – Ragnarök von Dipl.-Ing. Christian Moser

Hier gibt es Ragnarök als kurze Geschichte erzählt

Ragnarök – ein Setting, das schon unzähligen Büchern und Filmen als Inspiration diente und das wenige so unterhaltsam-spannend wie Rick Riordan in „Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ umsetzt. Riordan lässt seinen Helden Magnus erwachen, kurz bevor sich die Fesseln des Fenriswolfes lösen. Es ist nun an Magnus, das Erbe seines Vaters zu finden und die neun Welten zu retten.

Magnus Chase Das Schwert des Sommers Rick Riordan

Klappentext:
Magnus schlägt sich nach dem Tod seiner Mutter allein auf der Straße durch, denn seinen Vater hat er nie gekannt. Bis er eines Tages etwas Unglaubliches erfährt: Er stammt von einem der nordischen Götter Asgards ab! Leider rüsten diese Götter gerade zum Krieg; auch Trolle, Riesen und andere Monster machen sich bereit. Ausgerechnet Magnus soll den Weltuntergang Ragnarök verhindern. Dafür muss er ein magisches Schwert finden, das seit 1000 Jahren verschollen ist. Noch hat er keine Ahnung, was für Abenteuer auf ihn warten!

 

Carlsen Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-5513-1702-5
560 Seiten
Preis:  13,99€ eBook | 14,99€ Taschenbuch | 19,99€ Hardcover


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Die Magnus Chase – Trilogie


Gewinnspiel

Gewinn: 3 x je ein Taschenbuch „Das Schwert des Sommers (Magnus Chase, Band 1)“ von Rick Riordan.

So geht’s:
Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet einfach die nachstehende Frage in den Kommentaren.
Das Gewinnspiel läuft vom 18.06.2018 bis einschließlich 24.06.2018!
Gewinnspielveranstalter ist die Netzwerk Agentur Bookmark.

Die Gewinner der 3 Bücher werden dann am 25.06.2018 im Tourplan auf www.netzwerk-agentur-bookmark.com bekanntgegeben.

Tagesfrage:
Es ist soweit. Yggdrasil ist gefallen, der Fenriswolf hat seine Fesseln gesprengt –  Ragnarök ist gekommen. Auf welcher Seite stehst du, wenn es heißt: Götter gegen Riesen?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.


(Anmerkung des Verfassers: Je nach Quelle, Interpretation und Auslegung kann sich der Ablauf von Ragnarök in Details unterscheiden.
Anmerkung: Werbung –  Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)
Cover: Carlsen Verlag

 

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Die Sage von Geschichte und Untergang der Götter – eine Geschichte

Wenn die Erde im Meer versinkt,
die Welt in die Finsternis des Chaos zurückkehrt,
der Fimbulwinter die Ebenen und Meere mit Eis und Schnee überzieht und der Fenriswolf seine Ketten sprengt,
hat Ragnarök schon längst begonnen.

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Die Kinder rennen lachend über die Wiese zu dem Haus der drei alten Frauen, die man nie alleine antrifft und von denen es heißt, sie hätten früher einmal die Geschicke der Menschen und Götter gelenkt.
»Urd?«, die jüngste der Kinderschar zieht eine der drei Weiber am Gewand, »Urd, erzählt uns eine Geschichte. Erzählt uns vom Ende der alten Zeit.«
»Neugierige Bande!«, wirft eine der anderen Alten ein, vielleicht Verdandi, vielleicht Skuld. So genau konnte niemand die drei Alten auseinander halten. Aber sie meint es nicht böse, sie legt bereits das Garn beiseite, dass sie ihrer Schwester gehalten hat, während diese den angefangenen Teppich beiseite legt. Zwar könnte sie während des Erzählens weiterweben, aber die drei Alten pflegen stets zu sagen, dass man an nichts für die Zukunft arbeitet, wenn man über die Vergangenheit erzählt.
Erwartungsvoll setzen sich die Kinder auf den, sogar die kleinste sitzt ganz still und wartet gespannt darauf, dass die drei alten Weiber ihre Stimmen erheben und ihre Geschichte im Gleichklang erzählen.

»Das Ende der alten Zeit war prophezeit. Die Sage von Geschichte und Untergang der Götter sagte die Völuspá, das ersten der 16 Götterlieder voraus.« begannen die Alten zu erzählen.

»Die Völuspá handelte von der Entstehung und dem Ende der Welt, legte fest, wer starb und wer siegte und welche Rolle ein jedes Lebewesen auf den neun Welten hatte.
Wir wussten dank ihr, wer wann starb, wer als Held in die Hallen Odins einzog und wessen ungeschnittene Finger- und Zehennägel Material für das Totenschiff Naglfar bot. Die Völuspá sagte voraus, wie der Untergang der neun Welten anfing und wer sich in der finalen Schlacht gegenübersteht.
Welch Schande, dass nicht jeder die Zeichen sofort zu deuten wusste und andere versuchten ihr Schicksal bis zu letzt zu ändern.«
»Eine Schande«, seufzt eine der drei Alten leise, ausnahmsweise mal nicht synchron mit den anderen beiden.
Zu dritt fahren sie mit der Geschichte fort: »Es war ein Tag voller Trauer in der Welt der Götter, als Balder durch Lokis List von seinem Bruder Hödur ermordet wurde. Mit ihm ging der Glanz der Sonne. Großes Wehklagen ging durch die Reihen der Götter, fast unbemerkt erstarkte die Finsternis. Und o weh, liebe Kinder, Lokis Ränkespiele durchdrangen die Menschen und Midgard versank im Krieg. Die Welt der Menschen versank im Blut und die Götter konnten nicht mehr tun, als sich tatenlos zurückzuziehen.
Wer den Krieg überlebte, starb im Fimbulwinter. Drei Jahre eisige Kälte, drei Jahre kein erlösender Sommer – Menschen und Tiere verendeten zu Zehntausenden.
So starb die erste der neun Welten. Und für Ragnarök gab es kein Halten mehr. Während die anderen Welten Midgard folgten und der Weltenbau Yggdrasil von immer heftigeren Erschütterungen heimgesucht wurde, kratzte der große Fenriswolf stetig an seinen Fesseln.
So gut die Fessel Gleipnir auch ein gemacht war, im Schatten von Ragnarök löste sie sich immer mehr.
Einstweilen war der Fenriswolf aber noch gebannt. Seine Mutter, die Riesin Angrboda, fütterte derweile zwei andere Wölfe, Hati und Skoll,  auf dass sie die Sonne und den Mond einholen und verschlingen.
Ungefähr zur selben Zeit zerbaß der Drache Nidhögg die Wurzeln des Weltenbaumes und bringt Yggdrasil zu Fall. Für Heimdall, Wächter der Götter, war dies das Zeichen, die Götter für die letzte, entscheidende Schlacht zu rufen. Auch die Riesen hörten diesen Ruf und zogen den Göttern entgegen. Ragnarök – der Tag der Entscheidung war angebrochen.«

Die drei Weiber verstummen. Ihr Blick ist auf die Vergangenheit gerichtet und sie wirken abwesend. Die Kinder werden schon langsam wieder unruhig, als die drei Alten die Geschichte vom Untergang der Götter doch fortsetzen.

»So viele starben in jener Schlacht. Wir sahen den Frey, Bruder der Freya und Gott der Fruchtbarkeit und des Wachstums, wie er als erster fiel. Unbewaffnet wegen der Liebe zu einer Riesin – er gab sein Schwert seinem Diener, als dieser ihm eine Riesin als Braut brachte. Mit seinem Schwert wäre Frey unbesiegbar gewesen und der Feuerriese Surt hätte ihn nichts anhaben können.
Wir sahen die Midgardschlange, Kind des Loki und einer Riesin, so groß, dass sie die Erde umspannte und in ihr Ende beißen konnte. Ihre Bewegungen ließen die Erde nach der Schlacht im Meer versinken. Sie kämpfte gegen Thor, ewige Feindschaft hat die beiden vorher durch die Jahrhunderte begleitet. Und auch wenn der Gott des Donners erst gegen die Schlange gewann, so sank er doch kurz nach seinem Sieg leblos zu Boden. Das Gift der Midgardschlange kostete Thor und viele andere ihr Leben.
Wir sahen auch Loki, Heimdalls Nemesis, wie er auf dem Totenschiff Naglfar in die Schlacht zog und Ragnarök begrüßte. Gefolgt von einem seiner anderen Kinder, dem Fenriswolf. Der hatte seine Fesseln abgelegt und trat Odin gegenüber. Wir waren entsetzt, als der Wolf dem Allvater das Leben nahm. Wir waren angeekelt, als ein Sohn Odins seinen Vater rächte und den Fenriswolf am Kiefer packte und spaltete. Auch Hel, Herrin der Unterwelt und Tochter des Loki verpasste Ragnarök nicht. So viele sind gestorben.
Ragnrök erfasste alle Völker: die Einherjer, Odins heldenhaft Verstorbene, Walküren,  Zwerge, Elfen, die letzten Menschen, Riesen und Götter. Nahezu alle Völker wurden ausgelöscht, nur einige Götter und das Meschenpaar Lif und Lifthrasir überlebten.«

Die drei Alten sahen die Kinder an, bevor sie für heute das letzte Mal sprachen: »Am Ende glichen sich Ordnung und Chaos wieder aus und unser Allvater Fimbultyr konnte uns eine neue Welt erschaffen. Einige Kinder des Odin und des Thor überlebten, sie trafen sich in Asgard und trinken dort noch immer zusammen ihr Wein und Met. Und Balder… Balder, dessen Tod Auslöser für das Ungleichgewicht zwischen Licht und Schatten war, kehrte zusammen mit seinem Bruder aus Helheim zurück. Heute führt er unsere Götter an.«

Die Kinder sind gebannt und jedes denkt für sich über Ragnarök, den Kampf zwischen Göttern und Riesen nach. Als das jüngste Kind für eine Frage Luft holt, haben die drei alten ihnen den Rücken gekehrt. Sie entfernen sich und jede trägt trotz ihres hohen Alters eine große Karaffe in den Armen. Fasziniert beobachten die Kinder, wie die Frauen in einiger Entfernung über eines kleines Bäumchen beugen und es mit Wasser und Wissen gießen.

Zum Gewinnspiel der Magnus Chase Blogtour geht es ab 21.06.2018, 17 Uhr HIER.


(Anmerkung des Verfassers: Je nach Quelle, Interpretation und Auslegung kann sich der Ablauf von Ragnarök in Details unterscheiden.)

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Rezension »Deceptive City 01 – Aussortiert« von Stefanie Scheurich

Deceptive City Aussortiert Stefanie Scheurich»Deceptive City – Aussortiert«
von Stefanie Scheurich

Sternensand Verlag, Juni 2018
ISBN: 978-3-9068-2990-6
440 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Sicher. Sauber. Perfekt.
Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler.
Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Fazit

Perfekt (Un)Perfekt

»Deceptive City – Aussortiert« von Stefanie Scheurich ist schon jetzt der Buchtitel, den ich am häufigsten falsch geschrieben habe. Dabei ist er gar nicht so schwer. Aber das nur vorweg am Rande.

»Deceptive City – Aussortiert« ist der Auftakt um die Trilogie von Thya und Mitchell, die in zwei getrennten Welten aufwachsen und deren Wege sich eigentlich nie gekreuzt hätten. Wäre da nicht dieser eine Makel in Thyas perfekten, teuren Genen und wäre Mitchell nicht so ein fürsorglicher, warmherziger Mensch, der für Familie und Freunde alles riskiert – auch sein Leben.
Die beiden Protagonisten harmonieren perfekt miteinander und entwickeln sich stetig weiter. Die naive Thya lernt, dass nicht alles in ihrer behüteten, überzüchteten Welt perfekt ist und wie teuer Unvollkommenheit die Menschen zu stehen kommen kann. Mitchell kann seine Sicht ebenfalls verändern und sich weiter entwickeln.
Neben den beiden Protagonisten ergänzen zwei wichtige Charaktere, das Quartett der erzählenden Perspektiven: Susi, eine Freundin von Mitchell und der undurchsichtige Theo.
Ich bin sehr gespannt, welche weiteren Entwicklungen Stefanie Scheurich für ihre Charaktere in der Fortsetzung bereit hält und hoffe, dass sie vor allem an einem festhält: dem individuellen Stil ihrer Erzähler. Jeder der vier schildert die Geschichte auf seine eigene Art. als hätte nicht eine Autorin, sondern vier Autoren an dieser Geschichte geschrieben.

Eine Rasse – Zwei Klassen

Neben den Charakteren, die mir wegen ihrer Einzigartigkeit und Authentizität gut gefallen haben und der Wandelbarkeit bzw. Anpassungsfähigkeit von Stefanie Scheurichs Schreibstil an ihre Charaktere, hat mir auch der Plot gut gefallen. Eine Rasse, Spezies für alle, die diesen Begriff bevorzugen, aber zwei Klassen. Überzüchtete Vollkommenheit mit designten Wunschkindern auf der einen und in Armut lebenden Menschen, die nicht einmal vernünftigen Zugang zu Medikamenten, auf der anderen Seiten.
Zwei Extreme, die nach einer pervertierten Version unseres Zwei-Klassen-Models im Gesundheitwesen klingen.
Zwei Extreme, über die wir hoffentlich noch viel, viel mehr in den folgenden zwei Bänden erfahren. Also noch sehr, sehr, sehr viel mehr.
Stefanie Scheurich hat mich sehr neugierig gemacht und ich bin verdammt gespannt, was sie sich weiteres für die Geschichte von Thya und Mitchell überlegt hat.

Eine „ruhige“ Dystopie – geht das?

Dystopien, die bisher meinen Weg gekreuzt haben, waren vor allem eines: schnell, fast hektisch. Entweder flohen die Protagonisten vor einer Krankheit, einer Mutation oder den Auswirkungen eines chemischen Unfalls. Alles und jeder war ständig in Bewegung, oft (nicht immer!) haben die Charaktere und ihre Entwicklung hinter dem Adrenalin und der Spannung zurück stehen müssen.
(Beispiele für Autoren und Dystopien, die beides verbinden: »Countdown to Noah« von Fanny Bechert, »Raubzug des Phoenix« von D.B. Granzow).
Eine ruhigere Dystopie konnte ich mir nicht vorstellen, aber siehe da mit »Deceptive City – Aussortiert« hat mich Stefanie Scheurich eines Besseren belehrt. Sie legt vor allem Wert auf die Entwicklung ihrer Charaktere, lässt dabei aber weder das Tempo, die Spannung noch das große Ganze aus den Augen.

»Deceptive City – Aussortiert« von Stefanie Scheurich ist eine Dystopie, die aktuelle Diskussionen aufgreift und Themen wie Genmanipulation oder Zwei-Klassen-Gesellschaften dramatisch, brisant und abwechslungsreich präsentiert.

Bewertung

5 Bücher

5 von 5

AUTORIN

Stefanie Scheurich wurde 1997 im Schwabenland geboren und lebt mit ihrer Familie in einem Stadtteil in Esslingen. Die Autorin liebt die Ruhe und könnte stundenlang einfach nur lesen. Nach dem Abitur begann Stefanie Scheurich allerdings erste eigene Seiten zu füllen und veröffentlichte 2016 ihre ersten Geschichten.
Die Autorin träumt davon, vom Schreiben leben zu können, widmet sich bis dahin allerdings ihrem Studium und dem Ballett.

Facebook · Website

 


Weitere Meinungen zu »Deceptive City – Aussortiert«
von Stefanie Scheurich

Eine Bücherwelt (o.A.)
Süchtig nach Büchern (4/5)
All you need is a lovely book (5/5)
Seductive Books (o.A.)

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Bücher von Stefanie Scheurich

  


GEWINNSPIEL

Gewinnspiel um Taschenbuch und Goodies

So geht’s
1) Beantworte die Frage und sammel ein Los.
2) Sammel Zusatzlose durch Aktiv-Sein in der Facebookveranstaltung.
3) Von Montag bis Freitag weitere Lose auf den einzelnen Blogs sammeln, die ihre Rezensionen vorstellen (Links werden ebenfalls in der Veranstaltung geteilt).

Los-Frage:
Wo ist Deine ethische Grenze in der Genforschung?

Teilnahmebedingungen
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast die Zustimmung Deines Erziehungsberechtigten. Ausgelost wird unter allen Teilnehmern, die die Bedingungen erfüllt haben, per Zufallsprinzip.
Im Gewinnfall haben die Gewinner 24 Stunden Zeit, sich zu melden, bevor der Gewinn verfällt. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Gewinn kann nicht umgetauscht und nicht in bar ausgezahlt werden.
Keine Haftung auf dem Postweg.
Mitmachen kannst Du noch bis zum 22.06.2018. 11:59h.

Veranstalter ist der Sternensand Verlag

(*Anmerkung: Werbung –  Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Sternensand Verlag.
Cover: Sternensand Verlag

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Blogtour „Höhenrauschsaison“ von Meredith Winter

Herzlich Willkommen zum letzten Tag der Blogtour
»Höhenrauschsaison« von Meredith Winter

Gestern ging es bei Vielleserin um den Mount Everest, heute gibt es ein kulinarisches Interview mit Autorin Meredith Winter.

Nadja Losbohm

Meredith Winter wurde 1981 geboren, kommt aus Lüneburg,  ist alleinerziehende Mutter von rei Kindern und ist gelernte Ernährugsberaterin.
Die Autorin ist Gründerin, Verlegerin und Autorin des Sommerburg Verlags.
Neben dem Verlag und dem Schreiben ihrer eigenen Bücher schreibt die Autorin außerdem (keltische) Songs und liest selbst so viele Bücher, wie die Zeit hergibt.

Sommerburg Verlag ⋅ Sommerburg Verlag auf FB

 

Ein Kurzportrait

Lieber…
….eBook oder gebundenes Buch?

“Meredith

Gebundenes Buch natürlich. Es geht nichts über den Geruch von Papier und wie es sich zwischen Deinen Händen anfühlt.

….Hund oder Katze?

“MeredithSchwierige Frage. Mal abgesehen von der ganzen Sabber und den Haaren, sind beides wundervolle Haustiere.

….Tee oder Kaffee?

“Meredith

Ich finde Kaffee, eklig. Also Tee (am besten mit Keksen)

 

….roter oder grüner Wackelpudding?

“Meredith

… was habe ich die zittrige Glibbermasse als Kind geliebt. Ich wähle grün. Erinnert mich an nämlich den Ghostbusters-Schleim. Hahaha.

Das Schreiben begann für mich…

“Meredith

mit 13 Jahren. Da habe ich zum ersten Mal ein Märchen niedergetippt.

 

Ein Buch muss…

“Meredith

unterhalten und mich im besten Fall berühren.

 

Ein Kindheitstraum von mir war…

“Meredith

Ärztin zu werden.

 

Völlig unterschätzt wird…

“Meredith

die Macht, die Handys/Tablets usw. auf uns haben.

 

Wenn ich Musik höre, dann…

“Meredith

denke ich darüber, wie schwierig es war, dieses Lied zu komponieren. Hahahahah.

Ich habe eine seltsame Angewohnheit, nämlich…

“Meredith

Filme nur im Original, mit deutschen Untertiteln zu schauen.

 

Das Interview

Jasmin von BücherleserMeredith, stell uns doch bitte »Höhenrauschsaison« in einem Satz vor.

“Meredith

Dein One-Night Stand entpuppt sich als Mörder, in dem Du Dich auf den Weg zum Mount-Everest Basecamp trotzdem verliebst.

 

Jasmin von Bücherleser»Höhenrauschsaison« spielt in einem Land, dessen Kulinarik durch die kulturelle und geographische Vielfältigkeit geprägt ist. Mir wurde verraten, dass Du                      nepalesisch kochst. Wie bist Du mit dieser vielfältig geprägten Küche in Berührung                   gekommen?

“Meredith

Durch die Recherche für »Höhenrauschsaison«. Mir war es wichtig, alle Aspekte von Nepal mit einzubeziehen. Auch die kulinarische.

 

Jasmin von BücherleserWas macht die nepalesische Küche für Dich aus?

“Meredith

Das aus einfachen Grundnahrungsmitteln wie Linsen, verschiedenen Getreidesorten und Gemüse so vielfältige und aufregend gewürzte Speisen hergestellt werden.

Ausserdem sind die Menschen in Nepal viel demütiger und achtsamer in Umgang mit ihrem Essen und ihrer Nahrungsaufnahme.

Da können wir in einem Land, in dem Adipositas sowie gleichzeitig Wegwerfen von Lebensmitteln zu einer Volkskrankheit geworden ist, uns ne große Scheibe von abschneiden.

 

Jasmin von BücherleserKochst Du viel und/oder gerne? Und gehört die nepalesische Küche eher zu den einfachen oder doch aufwendigeren/komplizierteren Küchen?

“Meredith

Schon alleine wegen meiner drei Kinder muss ich täglich frisch kochen, was ich jedoch gerne tue und auch viel Neues ausprobiere. Und natürlich ist das, was nicht unserer Kultur entspricht erst einmal aufwendig und kompliziert 😉

 

Jasmin von BücherleserProbierst Du viel in der nepalesischen Küche aus? Woher bekommst Du Ideen und Inspirationen für neue Gerichte?

“Meredith

Ich bin eher jemand, der sich an Klassiker versucht, etwas was die Menschen täglich zu sich nehmen und dies dann auch regelmäßig auf seinem Speiseplan stehen hat, denn nur so finde ich, bekommt man ein Gespür für die Kultur des Landes.

 

Jasmin von BücherleserGibt es Anfängerfehler der nepalesischen Küche, wie zum Beispiel Zutaten in die kalte Pfanne legen,  die Du vielleicht gemacht hast, wir mit Deinen Tipps aber            vermeiden können?

“Meredith

Au weia. Hahahahah, ich bin keine gelernte Köchin. Wenn mir ein Gericht gelingt ist dies einzig Glückssache. Doch ich empfehle mit den Gewürzen wie Kardamom, Kreuzkümmel oder Koriander erst einmal sparsam umzugehen, bis                                        man sich an die Art zu Würzen gewöhnt hat.

 

Jasmin von BücherleserWelches Gericht oder welche Gerichte aus der nepalesischen Küche kannst Du besonders empfehlen?

“Meredith

“Alle, die auch in meinem Buch »Höhenrauschsaison« vorkommen. Also kauft es! 😛

 

Jasmin von BücherleserWelches Gericht würden uns denn Clementine und Alexej, Deine beiden Protagonisten aus „Höhenrauschsaison“ empfehlen?

“Meredith

Clementine die Momos und Alexei das Bier 😛

 

Jasmin von BücherleserWarst Du in Deutschland auch schon nepalesisch essen und kannst Du ein Restaurant empfehlen, dass man bei Gelegenheit zum Kennenlernen der                      nepalesischen Küche besuchen sollte?

“Meredith

Ganz klar, das Tibet Restaurant in Hamburg – Altona.  Wobei ich dort zum Dessert, das schwarze Sesam Eis empfehle.

 

Jasmin von BücherleserVielen Dank für die spannenden Antworten und das schöne Interview!

  

♦    ♦    ♦    ♦
Das Buch zur Tour

Höhenrauschsaison Meredith Winter

Klappentext:

April 2012 – die Mount-Everest-Saison hat begonnen.
Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.
(Quelle:  Sommerburg Verlag)

 


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♦    ♦    ♦    ♦
Gewinnspiel

Platz 1: 1x Print »Höhenrauschsaison« & Glückskekse

Um in den Lostopf zu hüpfen müsst ihr eigentlich nur die Tagesfrage in den Kommentaren beantworten und schon seid ihr im Lostopf.

Tagesfrage: Welche Frage möchtest Du der Autorin gerne stellen?

Teilnahme bis einschließlich 18.06.2018 23.59h möglich.
Teilnahmebedingungen
Die Gewinner werden zeitnah auf der Agenturseite bekannt gegeben.


Stationen der Blogtour

13.06. – Clementine’s Buchvorstellung –  Lissianna schreibt
14.06. – Alexejs Auftrag – Buchlieblinge
15.06. – Zerstörerische Liebe – Nickis Lesewelt
16.06. – Mount Everest – sagenumwoben, faszinierend, tödlich – Vielleserin
17.06. – Nepalesisch Essen mit Meredith Winter – hier

Cover: Sommerburg Verlag
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Rezension: »Elfenlicht 01 – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

Elfenlicht märtyerkunst judith laverna»Elfenlicht 01 – Mäytererkunst«
von Judith Laverna

Papierverzierer Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-9596-2221-9
586 Seiten
Preis:  6,99€ eBook

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Klappentext

Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Vom Namenswirrwarr, fremden Sprachen und schwerem einstieg

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« ist der Einstieg in eine Trilogie, die epische Ausmaße annehmen kann. Judith Laverna hat sich für einen umfassenden Einstieg in ihre Geschichte entschieden, in dem der Leser mit viele Charakteren, noch mehr Namen und einer eigens entwickelten Elfensprache konfrontiert wird. Für letzteres gilt: Chapeau an die Autorin!
Einfach macht diese Kombination den Einstieg nicht. Ich hatte Anfangs Probleme mit den Namen zu hantieren, Figuren und Namen einander zuzuordnen und auch mit den elfischen Begriffen umzugehen. Natürlich gibt am Ende des Buches ein umfangreiches Glossar, bei einem eBook nutze ich dieses aber nicht durch ständiges hin- und her wechseln. Hier hätte ich mir eine Lösung im Text gewünscht.

Tolle Charaktere sind die halbe miete

Wer sich durch den Einstieg beißt und nicht abbricht, wird belohnt. Es entfaltet sich eine Geschichte voller Potenzial, Spannung und gelungener Charaktere.
Protagonistin Ayleen ist eine sehr sympathische Figur, die der Leser mit jeder Seite etwas besser kennenlernt. Ich habe ihre widerspenstige, eigensinnige Art schnell gemocht und schätzen gelernt. Ayleen muss sich einigen unliebsamen Entwicklungen stellen und wächst mit jeder Herausforderung. Sie ist der stärkste Charakter in »Elfenlicht – Märtyrerkunst«.
Aber auch Viktor ist ein toller Charakter, der mir direkt gut gefallen hat. Offen, mutig und liebevoll hat er mich von sich überzeugt.
Lobend muss ich aber auch zwei Charaktere erwähnen, die sehr gut ausgearbeitet sind und in ihre Rollen gepasst haben, mir aber sehr unsympathisch waren: Breth und Veloron.

Lebendig, detailliert und Liebevoll

Judith Laverna überzeugt neben authentischen Charakteren, die sich mit der Geschichte weiterentwickeln, mit einem lebendigen Schreibstil. Detailliert und mit viel Herz hat die Autorin ihre Welt, die Politik und die Abenteuer entstehen lassen. Spannend, wenn auch mit einigen Längen durch Erläuterungen, spinnt die Autorin ihre Geschichte. Im letzten Drittel der Geschichte steigert Judith Laverna die emotionale Intensität  und lässt ihre Leser dann mit einem Ende zurück… puh, starker Tobak. Aber es macht richtig Lust auf die Fortsetzung.

»Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna ist der mitreißende Auftakt einer vielversprechenden Trilogie. Wer sich hier Biss beweist und nicht zu Anfang des Buches ob der vielen Namen und elfischen Begriffe das Handtuch wirft, wird mit einer spannenden, intensiven Geschichte belohnt, die durch beeindruckende Charaktere glänzt.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Judith Laverna studiert klassische Philologie und Geschichte. Die Autorin schrieb von klein auf viele Fantasy Geschichten und begann vor einigen Jahren, ihr Herzensprojekt, die Elfenlicht Trilogie, die sie im Alter von 15 Jahren begann, zu veröffentlichen. In diesem Projekt findet sich wieder, was die Autorin ausmacht: Leidenschaft, Naturverbundenheit und der Wille, in allem das Gute zu sehen, was das Leben bereithält.
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Weitere Meinungen zu »Elfenlicht – Märtyrerkunst« von Judith Laverna

BücherTraum (4/5)
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Charleen’S Traumbibliothek (abgebrochen)

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Die Elfenlicht-Trilogie

 


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Rezension »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin

Wahrscheinlich ist es Liebe von Paul Reizin»Wahrscheinlich ist es Liebe«
von Paul Reizin

Wunderraum Verlag, April 2018
ISBN: 978-3-3365-4786-9
480 Seiten
Preis:  16,99€ eBook | 23,00€ Gebundene Ausgabe

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Inhalt

Jen ist Mitte dreißig und dachte eigentlich, sie hat ihren Partner für die Zukunft gefunden. Blöd, dass Matt dann einen Tag nach Hause kommt und ihr den Stand der Dinge verkündet: Er trennt sich, seine Kollegin und er fahren in wenigen Wochen gemeinsam in den Urlaub.
Jen ist traurig und Aiden, ein hochentwickelte Computerprogramm, das Jen in Plaudereien und sozialem Umgang trainiert, möchte das ändern. Seinen Berechnungen nach fehlt Jen der richtige Mann, um glücklich zu sein. Eine Leichtigkeit für ein Programm von Aidens Kaliber und dem heimlichen Zugang zum Internet. Oder?

Fazit

»Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin ist ein wunderschöner Roman über das Finden der Liebe und dabei vor allem eines nicht (sehr, sehr, sehr wichtig!): kitschig.

Sympathisch, Witzig, ungewöhnlich

Sympathisch-witzig erzählt Autor Paul Reizin eine ungewöhnliche Form des Online-Datings.
Jen, ihres Zeichens Mitte dreißig und frisch getrennt, ist eigentlich Journalistin, trainiert aber gerade die hochentwickelte KI Aiden in Plauderei und menschlichem Verhalten. Das Computerprogramm soll Interaktion lernen und ist bereits so gut, dass Jen häufiger mal fast vergisst, dass Aiden nicht real ist. Was aber weder die Entwickler von Aiden noch Jen ahnen, die KI is mittlerweile mehr als der Quellcode vorsah. Aiden ist sich seiner selbst bewusst, trifft selbstständig Entscheidungen und ergreift auch von sich auch die Initiative. Außerdem hat er sich heimlich Zugang zum Internet verschafft.
Als Aiden spürt, dass Jen traurig ist, berechnet die KI, dass es Jen am richtigen Partner für das vollendete Glück zählt. In heimlicher Mission begibt sich Aiden also auf Partnersuche und inszeniert dabei mehr als nur eine (zufällige) Begegnung mit einem Mann für Jen. Aber irgendwie können die Männer nach Aidens Berechnungen noch so gut zu Jen passen, irgendwas scheint immer zu fehlen…

Starke Charaktere treffen auf gefühlvolle Geschichte

Paul Reizin spielt hier mit der menschlichen Urangst vor künstlicher Intelligenz. Aiden ist schon lange seinen Entwicklern entkommen, hat heimlich Zugang zum Internet, Sicherheitskopien von sich selbst weltweit verteilt und kann sich jederzeit auf jedes Gerät schalten, dass Verbindung zum Internet hat. So verfolgt er nicht nur Jen, wenn sie das Büro verlassen hat, über Handy, Laptop etc. bis in die privatesten Momente. Ein Glück, dass Aiden die Menschheit wohlwollend und neugierig betrachtet. Als Charakter ist Aiden wunderbar, Paul Reizin hat mit der KI einen sehr intelligenten (natürlich, ist ja eine KI!), kindlich-neugierigen (aber nicht unreifen) und sympathischen Protagonisten geschaffen.
Jen ist eine eigentlich selbstbewusste, starke Frau, die aber auch etwas mit ihrem Alter zu kämpfen hat. Als sich Matt von ihr trennt, ist weniger der Verlust dieses Mannes, den sie betrauert, als vielmehr die Zeit, die sie an ihn Verschwendet hat und eigene Pläne wie Familie für ihn zurückgestellt hat.
Abwechselnd erzählen beide Protagonisten die Geschichte von Paul Reizin. Aber nicht alleine, alsbald kommen auch die Perspektiven von Hobby-Schriftsteller im Ruhestand Tom und Aysling dazu. Für Aysling hegt Aiden neben Jen ein besonders große Interesse, was weniger gruselig ist als es klingt, denn auch Aysling ist eine KI und sich ihrer selbst bewusst.
Immer Häufiger mischen sich die KIs in die Leben von Jen und Tom ein und ein herrlich unterhaltsames Durcheinander ensteht, dass die Leser bezaubert.

Kitsch und GenreKlischee sind nicht nötig

Amüsant, kurzweilig und sympathisch unterhält »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin die Leser und macht wirklich Spaß. Endlich ein Roman über das finden der Liebe, der auf viele kitschige Klischees den Genres verzichtet. Gleichzeitig, wenn auch eher subtil, regt Paul Reizin zum Nachdenken an: Kann eine KI ein Bewusstsein und gar Gefühle entwickeln? Wie gut können wir eine KI kontrollieren? Was macht den Menschen menschlich?
Und natürlich schwingt auch etwas die philosophische Grundsatzfrage mit: Sollten wir wirklich etwas erschaffen, was intelligenter ist als wir?

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Paul Reizin ist vielseitig, arbeitete als Journalist und Produzent für Zeitungen, Radio und Fernsehen. Er prodizierte Formate wie Dear John: A Tribute to John Wells oder Get fit with Brittas. Der Autor wirkte außerdem bei diversen Internet-Startups mit. Paul Reizin ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in London.

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Weitere Meinungen zu »Wahrscheinlich ist es Liebe« von Paul Reizin

Erlesene Seiten (o.A.)
World od Books and Dreams (o.A.)

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Rezension: »Höhenrauschsaison« von Meredith Winter

Höhenrauschsaison Meredith Winter»Höhenrauschsaison«
von Meredith Winter

Sommerburg Verlag, April 2018
ISBN: 978-3-9818-7224-8
210 Seiten
Preis:  4,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Klappentext

April 2012 – die Mount-Everest-Saison hat begonnen.
Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.
(Quelle: Sommerburg Verlag)

Fazit

»Höhenrauschsaison« von Meredith Winter ist ein spannender Thriller, der mich, geschickt verknüpft mit einer Liebesgeschichte, begeistert hat.

Die junge Ärztin Clementine ist eine tolle Protagonistin: sympathisch, authentisch, lebendig und ein Päckchen voller Altlasten auf dem Rücken. Abwechselnd mit dem Auftragskiller Alexej, der sich als Charakter etwas blasser als seine Kollegin präsentiert, erzählt.
Alexej, für mich grundlegend zwar nicht so stark wie Clementine, macht dafür eine großartige Entiwcklung durch. Von dem klischeehaften beinharten Killer zu einem Menschen mit Emotionen.
Der Perspektivwechsel ist ein von Autorin Natascha Wahl gut gewähltes Mittel, mit dem sie  die Spannungskurve gekonnt auf hohem Niveau hält und auf den 210 keinen Platz für Längen oder Langeweile lässt.
Den Lesefluss unterstützt die Autorin neben gewählten stilistischen Mitteln auch mit ihrem Schreibstil. Flüssig legt sie Clementine und Alexej die Worte in den Mund und lässt ihre Leser die Geschichte einfach und unkompliziert lesen.

»Höhenrauschsaison« ist ein Ladythriller, ein Genre das von der Mischung aus Spannung, Liebe und Erotik lebt. Mit emotionalen Begegnungen zwischen Clementine und Alexej, Leidenschaft und auch erotischen Szenen bedient Meredith Winter das Genre nach allen Regeln der Kunst.
Und ganz nebenbei beeindruckt die Autorin noch mit einer ausführlichen Recherche zu Nepal und dem Mount Everest, die der Geschichte ein extra Hauch Authentizität verleiht.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

AUTORIN

Meredith WinterMeredith Winter wurde 1981 geboren, kommt aus Lüneburg,  ist alleinerziehende Mutter von rei Kindern und ist gelernte Ernährugsberaterin.
Die Autorin ist Gründerin, Verlegerin und Autorin des Sommerburg Verlags.
Neben dem Verlag und dem Schreiben ihrer eigenen Bücher schreibt die Autorin außerdem (keltische) Songs und liest selbst so viele Bücher, wie die Zeit hergibt.

 

Sommerburg Verlag ⋅ Sommerburg Verlag auf FB

 


Weitere Meinungen zu »Höhenrauschsaison« von Meredith winter

Bücherwürmchen (4/5)
Zeit für neue Genres (4/5)
Meine kleine Bücherwelt (2,5/5)
lesbar (o.A.)

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Interview mit Nadja Losbohm

Nadja LosbohmNadja Losbohm wurde 1982 in Henningsdorf geboren, aber im zarten Alter von 6 Jahren zog es die Autorin in die Hauptstadt. Auch heute lebt Nadja Losbohm noch in Berlin.
Mit 19 jahren begann sie die Arbeit an ihrem ersten Roman. Ein Projekt, das zehn Jahre später, im Oktober 2012 mit dem Debüt  »Alaspis – Die Suche nach der Ewigkeit« endete. Nach der märchenhaften Saga veröffentlichte Nadja Losbohm die bisher fünfteilige Sci-Fi/Fantasy/Romance-Reihe »Die Jägerin«, ein Kinderbuch, eine historische Fantasy-Reihe und wirkte außerdem bei verschiedenen Anthologien mit.

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Ein Kurzportrait

Lieber…
….eBook oder gebundenes Buch?

„Nadja

Gebundenes Buch. 🙂

 

….Hund oder Katze?

„Nadja

Katze, aber nur wenn sie noch klein sind. 😉

 

….Tee oder Kaffee?

„Nadja

Tee. Ich mag den Geruch von Kaffee, aber trinken mag ich ihn nur im Verhältnis Kaffee 1 zu Milch 9.

 

….roter oder grüner Wackelpudding?

„Nadja

Schoko. 😉

 

Das Schreiben begann für mich…

„Nadja

…ganz überraschend vor etwa 17 Jahren aus der Laune heraus, etwas Neues auszuprobieren, weil ich bis dato lediglich gern gemalt und gezeichnet hatte.

 

Ein Buch muss…

„Nadja

…eine gute Story, einen fesselnden Schreibstil und Emotionen haben.

 

Ein Kindheitstraum von mir war…

„Nadja

…entweder Meeresbiologin oder Archäologin zu werden. Tja, ich habe dann aber Zahnarzthelferin gelernt. Heute mache ich etwas ganz anderes UND schreibe.

 

Wenn ich Musik höre, dann…

„Nadja

…gerne von meiner Lieblingsband “30 Seconds To Mars”.

 

Ich habe eine seltsame Angewohnheit, nämlich…

„Nadja

…dass ich mich in meinen Gedanken oft verliere. Da kann jemand Bekanntes an mir vorbeilaufen und mich rufen und trotzdem höre und sehe ich ihn nicht. Ich bin einfach eine Träumerin.

 

Das Interview

Jasmin von BücherleserWas macht Dich glücklich? Worüber kannst Du Dich ärgern?

„Nadja

Glücklich machen mich Blumen und das Schreiben. Über Arroganz, Lügen und Egoismus kann ich mich sehr ärgern.

 

Jasmin von BücherleserWie sieht Deine Wohlfühl-Oase aus?

„Nadja

Meine Wohlfühloase ist mein Schaukelstuhl, der Hocker, der für die Füße zum Hochlegen, davor steht, die Bücher, die daneben liegen, bereit zum Lesen. Eine Tasse Stracciatelly-Cappuccino dabei rundet das Ganze ab.

 

Jasmin von BücherleserWas ist deine liebste Beschäftigung neben dem Schreiben?

„Nadja

Lesen oder “The Vampire Diaries” auf DVD in der Dauerschleife schauen. 🙂

 

 

Jasmin von BücherleserWas ist Deine Lebensphilosophie?

„Nadja

“Nicht aufgeben.” Daran muss ich mich selbst sehr oft erinnern, ganz besonders nach dem letzten Jahr, was wirklich schlimm war.

 

 

Jasmin von BücherleserWie lautet der beste Ratschlag, den Du je bekommen hast?

„Nadja

“Bleib wie du bist.” Manchmal hat man das Gefühl, nirgendwo dazuzupassen. Man fühlt sich anders als alle anderen und denkt schnell: Ach wär’ ich doch mehr wie sie. Aber das ist falsch. Denn man muss nicht so sein wie andere. Es ist vollkommen in Ordnung, anders zu sein, ob man nun stiller und zurückhaltender ist als andere oder einem Dinge gefallen, die nicht der breiten Masse gefallen.

 

Jasmin von BücherleserGibt es ein Buch, dass Dich so beeindruckt oder berührt hat, dass Du der Meinung bist, dieses Buch würdest Du jedem einmal empfehlen zu lesen?

„Nadja

Da gibt es insgesamt vier, die Mischung ist allerdings ungewöhnlich. 🙂

Zum einen hat mich die Trilogie von Robin LaFevers sehr beeindruckt und berührt und ich finde, diese 3 Bücher sollten mehr Menschen lesen: “Grave Mercy”, “Dark Triumph” und “Mortal Heart”. Robin LaFevers hat darin Spannung, Liebe, Mystisches und Historisches auf ganz wunderbare Weise miteinander verbunden. Dazu kommt noch ein wahnsinnig toller Schreibstil!

Das vierte Buch ist DAS Buch der Bücher: die Bibel. Diese sollte man definitiv gelesen haben, wenigstens einmal im Leben, ob gläubig oder nicht. Sie ist das einzige Buch, das die Jahrtausende überdauert hat und dafür gibt es Gründe. Irgendetwas ist an ihr, was die Menschen schon vor hunderten und hunderten von Jahren angesprochen hat und sie tut es noch heute, obwohl die Menschheit sich weiterentwickelt hat und fortgeschrittener ist als zur damaligen Zeit. Das ist doch wirklich faszinierend, oder?

 

Jasmin von Bücherleser»Die Magie der Bücher –  Der Poet und die Nixe« in einem Satz? (oder auch in zwei)

„Nadja

“Der Poet und die Nixe” ist eine Geschichte aus der Welt der Magie der Bücher, die eben diese beschreibt und jeder Bücherwurm weiß, wie es ist, wenn ein tolles Buch ihn komplett in die Welt darin eintauchen lässt. Im Prinzip spiegelt der Titel der Geschichte den des Buches wider: Der Poet steht für die Bücher und die Kraft, die das geschriebene Wort hat, die Nixe ist ein mystisches Wesen, das für Träumerisches und Zauberisches steht, für die Magie eben.

 

Jasmin von Bücherleser

Welchen Deiner Charaktere würdest Du gerne mal treffen?

„Nadja

Ich würde gerne mal Ada und Michael aus “Die Jägerin” treffen. Die beiden stammen aus zwei ganz unterschiedlichen Zeitepochen, sind wie Tag und Nacht, wie Feuer und Öl. Dennoch ergänzen sie sich auf wunderbare Weise. Ada ist eine quirlige junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist. Durch ihre lockere, flapsige Art tritt sie in so manches Fettnäpfchen, oftmals ungewollt, manchmal vorsätzlich, und treibt Michael oder besser gesagt Pater Michael die Schamesröte ins Gesicht. Ich wäre gern mal bei einem ihrer Schlagabtausche dabei und würde auch gleich mal gern einen Kurs in Selbstverteidigung beim ältesten Lehrer der Welt, Pater Michael, nehmen.

 

Jasmin von BücherleserWas hat Dir am Projekt der Anthologie »Treulose Seelen« gefallen und Dich bewogen mitzumachen?

„Nadja

Ich fand es sehr spannend, mit anderen Autoren zusammenzuarbeiten, die im selben Genre schreiben, aber dennoch das Thema auf ihre eigene Art interpretieren. Jedem ist etwas anderes dazu eingefallen, was er dazu schreiben konnte. Trotzdem verbindet die Geschichten etwas.

 

Jasmin von Bücherleser

Verrat ist das Thema der Anthologie »Treulose Seelen«. Was verbindest Du mit Verrat?

„Nadja

Verrat geht für mich stets mit Verletzungen einher. Auch ich wurde schon verraten auf die ein oder andere Weise und das tat sehr weh.

 

Jasmin von BücherleserUnd jetzt geht es noch kurz in Richtung Zukunft. Was erwartet Deine Leser in nächster Zeit von Dir?

„Nadja

Derzeit konzentriere ich mich auf das Schreiben vom sechsten Teil von “Die Jägerin”. Dieser wartet nun schon so lange darauf, geschrieben zu werden – es ist wirklich Zeit dafür! Allerdings muss dafür der zweite Teil von “Die Tagebücher des Michael Iain Ryan”, Pater Michaels Tagebüchern, warten. Ich habe auch ihn schon angefangen zu schreiben, aber Priorität hat “Die Jägerin”. Oh und seit kurzem bin ich auch bei Instagram zu finden, wo es in der Zwischenzeit bestimmt auch lustig sein wird. 🙂

Jasmin von BücherleserVielen Dank für die spannenden Antworten und das schöne Interview!

 


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Rezension »The way to find love: Mareike & Basti« von Carolin Emrich

»The way to find love – Mareike & Basti«
von Carolin Emrich

Sternensand Verlag, Mai 2018
ISBN: 978-3-9068-2988-3
420 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Klappentext

»Du weißt schon, dass du vergessen hast, zu bezahlen?«

»Wieso läufst du mir nach? Ein bisschen verrückt, meinst du nicht auch?«

Es sind nicht die typischen Worte eines Kennenlernens und es ist keine Liebe auf den ersten Blick, aber Sebastian und Mareike gehen einander nicht mehr aus dem Kopf. Als sie sich schließlich wieder begegnen, merken sie, dass es vielleicht doch mehr als Sympathie sein könnte. Langsam nähern sie sich einander an, doch Sebastian verschweigt ihr seine schwierige Kindheit und verstrickt sich in einem Netz aus Lügen, während Mareike ihm ihrerseits vorenthält, dass sie schwer krank ist.

Kann eine Liebe Bestand haben, wenn ihr Fundament aus Unwahrheiten und Ausreden erbaut wurde?
(Quelle: Sternensand Verlag)

Fazit

Wieder ein Debüt aus den Händen von Carolin Emrich. Mit dem Young Adult Liebesroman »The way to find love – Mareike & Basti« erschließt die Autorin ein neues Genre.

Wie aus ihren Fanatsy Romanen gewohnt, hat die Autorin ein sehr flüssig-leichten, angenehmen Schreibstil, der die Geschichte in einem angenehmen Fluss hält. Luftig und mühelos finden die Elemente von »The way to find love – Mareike & Basti« zu und greifen ineinander.
Die Komposition aus Leichtigkeit, Ernsthaftigkeit und den zarten Hauch der ersten Liebe ist Carolin Emrich sehr gut gelungen. Untermalt mit dem jugendlichen Hang zur Dramatik

Mit Mareike und Basti hat Carolin Emrich zwei sehr unterschiedliche Protagonisten geschaffen. Mareike ist die sehr behütet aufgewachsene, eher dickliche und teilweise fast schon über korrekte Freundin, die vermutlich jeder im Freundeskreis hat. Manchmal etwas anstrengend, aber mit dem Herzen am rechten Fleck und immer für ihre Freunde da.
Sebastian ist die Verkörperung dessen, was allgemeinen als Problemkind gilt: Schwierige familiäre Verhältnisse, betreutes Wohnen, Alkohol und Diebstahl.
Aber auch er hat das Herz am rechten Fleck, will das aber nicht unbedingt in aller Öffentlichkeit zugeben.
Beide Protagonisten harmonieren zusammen wunderbar. Ihre Geschichte zu lesen, ist ein bisschen so, als würden sich zwei Freunde aus dem eigenen Freundeskreis gerade näher kommen.

»The way to find love – Mareike & Basti« ist nicht dieses genretypische „Gesehen, verliebt, für immer zusammen“-Ding. Es ist vielmehr die wunderbare Geschichte von zwei jungen Menschen, die genauso jeden Tag passiert. Man trifft sich, man kommt ins Gespräch und irgendwann wir einem klar, dass da mehr ist.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Autorin Carolin Emrich

Carolin Emrich wurde 1992 in Kassel geboren. Seit sie lesen kann, verschlingt sie Bücher und hat früh angefangen auch erste eigene Geschichten zu schreiben. Aus der anfänglichen Fanfiction reifte die Idee für ihr Debüt und 2015 nahm die Autorin Projekt „Elfenwächter“ in Angriff.
Die gelernte Industriemechanikerin lebt mit ihrer Familie in Hessen.

 

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Weitere Meinungen zu »The way to find love – Mareike & Basti« von Caroline EMrich

Selection Books (5/5)
Thoras Bücherecke  (5/5)
Aus dem Leben einer Büchersüchtigen (5/5)
Lila Bücherwelten (9/10)
Lesen Lieben Träumen (4/5)
Manjas Bchregal (5/5)
Seductive Book (o.A.)

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Rezension: »Die Gabe« von Naomi Alderman

Die Gabe von Naomi Alderman»Die Gabe«
von Naomi Alderman

HEYNE, Februar 2018
ISBN-13: 978-3-4533-1911-0
480 Seiten
Preis: 13,99€ eBook / 16,99€ Paperback/Broschiert

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Inhalt

Es fängt klein an: ein Mädchen am Pool, die Tochter eines Gangsterbosses, eine Politikerin. Aber es nimmt Ausmaße an, die alte Machtverhältnisse einreißen und Staaten stürzen.
Weltweit entwickeln Frauen die Gabe – sie können starke, tödliche Stromstöße mit ihren Händen aussenden. Wie verändern sich die Welt und das Zusammenleben, wenn Frauen den Männern körperlich überlegen sind?

Fazit

Frauen sind grausam. Frauen nehmen sich was und wen sie wollen, wann sie wollen. Frauen denken: »Die Fähigkeit, Schmerzen zuzufügen, ist eine ganz besondere Art von Reichtum.«

»Die Gabe« von Naomi Alderman ist ein Roman, der mich im Zwiespalt zurücklässt. Einerseits wurden meine Erwartungen übertroffen, andererseits hat der Roman nicht gehalten, was ich mir versprochen habe.

Erwartet habe ich ein Gedankenkonstrukt, ein Modell, das meine Einstellung: »Machthunger und Grausamkeit wird nicht durch das Geschlecht, sondern die Gelegenheit bestimmt« bestätigt und interessante Charaktere.
Die These greift Naomi Alderman auf, untergräbt die doch generalistische Aussage dann durch eine platte Glorifizierung der Gabe zu einer Religion zu einer eindimensionalen, vereinfachten Betrachtung verkommen lässt. Ein einfacher Weg, um den Werdegang des Romans zu leiten, der das hoch interessante Gedankenexperiment von Naomi Alderman beeinträchtigt.
Naomi Alderman verallgemeinert diese These überdies, überall auf der Welt wird von Ausschreitungen berichtet, ein Zusammenschluss von Frauen, die ihre Chancen wittern und Männer unterdrücken. Mäßigung scheinen Frauen in der Zukunft von Naomi Alderman nicht zu kennen. Genausowenig wie Mitgefühl oder einen Gerechtigkeitssinn.

Der Schreibstil der Autorin ist gut, flüssig zu lesen und durch den richtigen Grad an Sachlichkeit gezeichnet. Unterbrochen wird der Lesefluss aber durch wissenschaftliche Funde, die die Herkunft der Gabe dokumentieren sollen. Zu bemüht wissenschaftlich, mit fiktiven Belegen versucht Naomi Alderman in ihrem Roman eine Grundlage für die Gabe zu schaffen, was zuteilen interessant, im Allgemeinen aber eher zäh ist.
Dazu kommen vier Charaktere, die die Geschichte erzählen, sich dabei aber nicht mit der Geschichte entwickeln, sondern für die Geschichte entwickelt wurde. Hier sticht vor allem der einzige männliche Erzähler negativ hervor: Tunde wird zum Chronisten der Revolution, aus einem Zufalls-Youtuber wird in kürzester Zeit ein Spitzen-Journalist mit Attitüde. Die Entwicklung ist zu rasant und ebenso unglaubwürdig.
Aber auch Allie, missbrauchte, traumatisierte Waise und Gründerin einer neuen Religion, Roxy, stärkste Kämpferin der Frauen und Margot, einflussreiche Politikerin, sind flache, erzwungene  Charaktere, die ihre Funktion in dem Roman erfüllen, aber absolut austauschbar sind.

Nicht erwartet und positiv überrascht war ich von dem Spiegel, den Naomi Aldermann der Gesellschaft schonungslos und fast sachlich brutal vorhält. Nicht militantisch feministisch, aber bissig kommentiert Naomi Alderman unsere Gesellschaft und zeigt Missstände durch das Verkehren von Tatsachen auf.
Ein wichtiger Gedankenimpuls, der in der Umsetzung aber fast in der Grausamkeit der Frauen verloren geht.

Anmerkung: Der Originaltitel „The Power“, übersetzbar mit „Die Kraft“ oder „Die Macht“ passt deutlich besser zum Inhalt des Buches, als die deutsche Übersetzung. Gerade letzteres ist der Kernthema von Naomi Aldermans Buch.

 

Bewertung

2 von 5 Bücher

2 von 5

 

Autorin

Namo Aldermann

Naomi Alderman wurde 1974 geboren und wuchs in London auf. Sie studierte in Oxford und an der University of East Anglia.
Die Autorin ist Professorin für kreatives Schreiben an der Bath Spa University, stellt auf BBC Radio 4 „Science Stories “ vor und schreibt regelmäßig für die Guardian.
Als Autorin wurde Naomi Alderman bereits mehrfach ausgezeichnet.

 

Website


Weitere Meinungen zu »Die Gabe« von Naomi Alderman

Kill Monotony (3/5)
I am Jane (o.A.)
The Read Pack (5/5)
Kathrineverdeen (o.A.)
Back Down to Earth (3/4)
Wortlichter (o.A.)

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